Wirtschaft

Statoil mit von der Partie Eon packt Ostsee-Windparkprojekt an

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Windräder des Offshore-Windparks "Baltic 2" vor der Insel Rügen.

(Foto: dpa)

Der Ausbau der Windkraft im deutschen Teil der Ostsee geht weiter: Der Energiekonzern Eon errichtet in den kommenden Jahren zusammen mit dem norwegischen Konzern Statoil einen Offshore-Windpark vor der Insel Rügen.

Eon will einen weiteren Offshore-Windpark errichten: Der Energiekonzern hat die Investitionsentscheidung für das Projekt Arkona in der Ostsee getroffen. Laut Eon-Mitteilung ist der norwegische Energiekonzern Statoil mit 50 Prozent an dem Windpark beteiligt. Eon wird Bau und Betrieb der Anlagen verantworten. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf mehr als 1,2 Milliarden Euro.

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Davon profitiert auch Siemens: Der Technologieriese hat vom Konsortium den Auftrag über die Lieferung, Installation und Inbetriebnahme von 60 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von je rund sechs Megawatt (MW) erhalten. Gemeinsam mit Eon wird Siemens den Service der Windturbinen für zunächst zwei Jahre übernehmen, wie das Münchner Dax-Schwergewicht separat mitteilte.

Der Windpark Arkona soll 35 Kilometer nordöstlich der Insel Rügen entstehen und über eine Leistung von insgesamt 385 Megawatt verfügen. Der Bau wird laut Eon spätestens im nächsten Jahr beginnen, die Windkraftanlagen sollen 2019 alle in Betrieb sein und bis zu 400.000 Haushalte mit Strom versorgen. Die Installation der Offshore-Windturbinen soll im Sommer 2018 beginnen.

Siemens-Anlagen auch für Projekt Amrumbank

Eon betreibt nach eigenen Angaben Wind- und Solarkraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 5,2 Gigawatt. Derzeit baut der Konzern im Ärmelkanal das Offshore-Projekt Rampion. Eon hält die Mehrheit an dem Windpark, beteiligt sind auch der kanadische Energiekonzern Enbridge und die UK Green Investment Bank.

Arkona ist der zweite Meereswindpark, den Siemens für Eon in deutschen Gewässern errichtet. Für das Eon-Projekt Amrumbank West in der deutschen Nordsee hat Siemens bereits 80 Windenergieanlagen geliefert. Im Dezember hatte Siemens zudem angekündigt, fünf Windturbinen für ein Projekt von Statoil vor der Küste Schottlands zu liefern.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ

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