Wirtschaft

BA ändert Datensystem Flüchtlinge werden separat erfasst

Bei der Arbeitslosenstatistik wird es im kommenden Jahr eine wichtige Änderung geben. Die arbeitslosen Flüchtlinge sollen mittels eines neuen Datenverarbeitungssystems extra erfasst werden. Mitte 2016 es in Kraft treten.

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Flüchtlinge vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo).

(Foto: dpa)

Die Bundesregierung wird ab Anfang 2016 eine neue Grundlage für die Arbeitslosenstatistik einführen und Flüchtlinge künftig separat erfassen. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) bereitet derzeit den Einsatz eines neuen Datenverarbeitungssystems vor, mit der die Zahl der arbeitslos gemeldeten Flüchtlinge erfasst werden kann, wie die "Bild"-Zeitung berichtete. Ziel sei es, ab spätestens Mitte des Jahres die Zahl der Arbeitslosen mit und ohne Einbeziehung von Flüchtlingen vorlegen zu können.

"Die BA passt derzeit ihre EDV-Systeme dahingehend an, dass ab Anfang 2016 Informationen zum Aufenthaltsstatus von Kunden eingepflegt werden können", bestätigte das Bundesarbeitsministerium dem Blatt. Mit der Gewährung von Asyl oder der Anerkennung des Status nach der Genfer Flüchtlingskonvention haben Flüchtlinge das Recht auf den Bezug nach Leistungen über Hartz IV und erscheinen dann auch in der Arbeitslosenstatistik, sofern sie keinen Arbeitsplatz haben.

Im November waren in Deutschland rund 2,63 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren so wenige wie noch nie in einem November seit der Wiedervereinigung. BA-Chef Frank-Jürgen Weise erwartet, dass sich die Flüchtlingskrise aber dann ab dem zweiten Halbjahr des kommenden Jahres auswirken wird.

Die deutsche Wirtschaft rechnet im kommenden Jahr zwar mit rund 200.000 neuen Arbeitsplätzen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) gab aber zu bedenken, dass der Bedarf an qualifizierten Kräften oft nicht zur Qualifikation vieler Arbeitsloser passe. Auch Flüchtlinge kämen zumindest kurzfristig ebenfalls kaum als Fachkräfte in Betracht. Der DIHK rechnet daher künftig mit steigender Arbeitslosigkeit.

Quelle: n-tv.de, wne/AFP

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