Wirtschaft

Fluggast-Flaute nach Anschlägen Fraport erwartet weniger Passagiere

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Auf dem Flughafen Frankurt kommen in diesem Jahr weniger Passagiere aus Übersee an.

(Foto: imago/Volker Preußer)

Die Terroranschläge der vergangenen Monate wirken sich auch auf das Geschäft von Fraport aus. Wegen der jüngsten Attacken bleiben die besonders zahlungsstarken Reisegäste aus Übersee weg. Nun senkt das Unternehmen seine Passagierprognose.

Terroranschläge und die Angst vor erneuten Unruhen haben negative Folgen für den Flughafenbetreiber Fraport. Das Unternehmen kappt nach den jüngsten Anschlägen in Europa die Passagierprognose für den Flughafen-Standort Frankfurt. Die 61 Millionen Passagiere, die der größte deutsche Airport voriges Jahr zählte, dürften 2016 nicht mehr erreicht werden, teilte Fraport mit. Zuvor hatte der Betreiber mit einem Anstieg der Fluggastzahlen am Rhein-Main-Flughafen um bis zu drei Prozent gerechnet. "Die geopolitischen Rahmenbedingungen belasten den Luftverkehr", sagte Unternehmenschef Stefan Schulte.

In den ersten sieben Monaten des Jahres summierte sich das Minus auf 1,1 Prozent. Wegen der jüngsten Anschläge in Europa bleiben Fluggäste aus Übersee weg. Das ist schmerzhaft, da etwa Passagiere aus China, Japan und Vietnam in den Läden des Flughafens besonders viel Geld ausgeben. Außerdem wächst auch Großkunde Lufthansa nicht mehr. Lufthansa macht am Frankfurter Airport rund 60 Prozent aus.

Weniger Passagiere am türkischen Tochterflughafen

Gleichzeitig brechen die Passagierzahlen am Tochterflughafen im türkischen Antalya nach den Terroranschlägen in der Türkei ein. Nach einem Anschlag gegen Deutsche zu Jahresanfang in der Türkei und dem jüngsten Putschversuch von Teilen des Militärs meiden Urlauber den vor kurzem noch sehr beliebten Badeort. 

An der Prognose für das laufende Jahr hält Fraport-Chef Schulte dank eines Sondereffekts dennoch fest: Das Betriebsergebnis soll sich auf 850 bis 880 Millionen Euro summieren nach 848,8 Millionen Euro im Vorjahr. Hier profitieren die Frankfurter allerdings von einem außerordentlichen Geldsegen aus dem Verkauf einer Beteiligung am russischen Flughafen St. Petersburg an die Qatar Investment Authority. Dadurch erzielt Fraport einen Gewinn von 30 bis 40 Millionen Euro. Im zweiten Quartal stagnierte der Fraport-Betriebsgewinn bei 233 Millionen Euro und der Umsatz brach um 14 Prozent auf 652 Millionen Euro ein.       

Quelle: ntv.de, sgu/rts