Wirtschaft

Lage am Markt entspannt sich Gaspreise fallen nach Putins Ankündigung deutlich

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Ab dem 8. November strömt wieder mehr Gas von Russland nach Deutschland.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Deutschlands Gasspeicher sind kurz vor Winteranfang deutlich leerer als sonst. Viele Experten und Politiker verdächtigen Russlands Präsidenten, die Lieferungen absichtlich zu drosseln. Vor wenigen Tagen kündigt Putin jedoch an, wieder mehr Gas Richtung EU zu schicken. Die Märkte reagieren sofort.

Nach der Anweisung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Erhöhung der Gaslieferungen nach Europa ist der Preis am Gasmarkt TTF in den Niederlanden stark gefallen. Zwischen Mittwochabend und Freitag fiel der Preis um rund ein Fünftel auf unter 70 Euro pro Megawattstunde. Am frühen Nachmittag betrug der Preis exakt 68,53 Euro. Der Preis für britisches Erdgas zur Lieferung im kommenden Monat sank binnen Wochenfrist ähnlich stark, er lag am Freitagnachmittag bei 177,00 Pence je Therm (29,3 kWh).

Beide Preise hatten am 6. Oktober Rekordhöhen erreicht: Der TTF-Preis lag bei 162,125 Euro, der Preis für britisches Erdgas bei 407,82 Pence je Therm. Seitdem waren sie wieder gesunken, liegen aber weiterhin deutlich über dem Niveau vom Frühsommer.

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Grund für die sinkenden Preise seit Mittwochabend sei vor allem die Anweisung Putins an den staatlichen Energieriesen Gazprom, die Gaslieferungen ab 8. November zu erhöhen, erläuterten die Commerzbank-Analysten Carsten Fritsch und Barbara Lambrech. Ein Drittel des in Europa verbrauchten Erdgases kommt aus Russland.

Putin hatte Gazprom insbesondere angewiesen, die Gasspeicher in Deutschland und Österreich zu füllen. Die Gasspeicher in Deutschland sind aktuell nur zu 70 Prozent gefüllt, wie die Analysten betonten. Im EU-Durchschnitt seien die Speicher zu 77 Prozent voll. Normalerweise seien die Speicher zu dieser Jahreszeit - vor der Heizperiode im Winter - zu 90 Prozent gefüllt.

Quelle: ntv.de, jhe/AFP

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