Wirtschaft
Mittwoch, 20. Oktober 2010

Pleite auf der Mittelstrecke: Hamburg International gibt auf

Die deutsche Charterfluggesellschaft Hamburg International gleitet in die Insolvenz. Die Airline mit Sitz in der Hansestadt und Vertretungen in Berlin, Friedrichshafen, Köln-Bonn, München, Saarbrücken, Stuttgart und Weeze am Niederrhein versucht, alle Passagiere reibungslos nach Hause zu bringen.

Herbsthimmel über Hamburg: Sven-Holger Undritz sucht Investoren.
Herbsthimmel über Hamburg: Sven-Holger Undritz sucht Investoren.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Fluggesellschaft Hamburg International hat am Dienstag beim Amtsgericht Hamburg Insolvenzantrag gestellt. Bislang sei es gelungen, alle Passagiere an ihre Ziele zu bringen, teilte die Hamburg International Luftverkehrsgesellschaft mbH + Co. Betriebs KG mit.

Die 1998 in Hamburg gegründete Charterfluggesellschaft beschäftigt rund 320 Mitarbeiter und betreibt eine Flotte mit neun Maschinen. 2009 flogen 875.000 Passagiere mit der Airline.

Das Amtsgericht Hamburg bestellte Sven-Holger Undritz aus der Sozietät White & Case zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Begonnene Gespräche mit möglichen Investoren sollen fortgesetzt werden. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiterschaft sind durch die Agentur für Arbeit für maximal drei Monate gesichert, teilte das Unternehmen mit.

Ihre Flugstrecken mit Zielen rund ums Mittelmeer bediente die Hamburg International zunächst mit Mittelstreckenjets vom Typ Boeing 737. Seit 2008 wurde die Boeing-Flotte Unternehmensangaben zufolge nach und nach durch fabrikneue Airbus-Maschinen vom Typ A319 ausgetauscht. Aktuell umfasst die Flotte acht Airbus A319 und eine Boeing des Typs 737.

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Quelle: n-tv.de

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