Wirtschaft

Erster Verlust seit sechs Jahren Handysparte brockt LG dickes Minus ein

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Die Handy-Sparte von LG schrieb das siebte Quartal in Folge rote Zahlen.

(Foto: REUTERS)

Das schwache Smartphonegeschäft bleibt ein Klotz am Bein des globalen Elektronikgiganten LG Electronics. Nun belastet die Sparte die Zahlen des Gesamtkonzerns, der auch weiter hinter Samsung herhechelt.

Ein Rekordminus im Smartphone-Geschäft hat dem südkoreanischen Elektronikkonzern LG den ersten Quartalsverlust seit sechs Jahren im Kerngeschäft eingebrockt. Von Oktober bis Dezember fiel ein Fehlbetrag von 35,2 Milliarden Won (umgerechnet rund 28 Millionen Euro) an, bestätigt das Unternehmen vorherige Schätzungen. Vor einem Jahr hatte LG Electronics hier mit 349 Milliarden Won noch schwarze Zahlen geschrieben.

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Die Handy-Sparte schrieb das siebte Quartal in Folge rote Zahlen. Experten machen gestiegene Kosten dafür verantwortlich. Während das traditionelle Geschäft mit Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten gut läuft, verkaufen sich die Smartphones schleppend. Die Sparte häufte im Berichtszeitraum einen operativen Verlust von 467 Milliarden Won an.

Rivale Samsung steckt Note-Debakel weg

Unterm Strich weitete sich der Verlust im Schlussquartal auf 258,8 Milliarden Won, oder umgerechnet rund 207 Millionen Euro, aus, nach 140,5 Milliarden Won im Vorjahr. Bereits im Oktober hatte LG mit einem schwächeren Ergebnis unter anderem wegen höherer Werbeausgaben für das Weihnachtsgeschäft gerechnet.

Der heimische Rivale und Weltmarktführer Samsung steckte dagegen das milliardenschwere Debakel um sein brennendes Premium-Smartphone weg und steigerte den Quartalsgewinn um rund 50 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Insgesamt legte der LG-Umsatz um 1,5 Prozent auf rund 11,8 Milliarden Euro zu.

Für das erste Quartal im neuen Jahr rechnet der weltweit zweitgrößte Fernseher-Herstellers nach Samsung auch wieder mit einer spürbaren Verbesserung beim Gewinn. Gründe dafür nannte das Management aber nicht.

Quelle: ntv.de, cas/rts/DJ