Wirtschaft

Wirtschaftsausblick 2016 Ifo-Institut erwartet ein kräftiges Jahr

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Während die Exporte in diesem Jahr nur um 2,9 Prozent wachsen, sollen sie im kommenden Jahr um 4,1 Prozent klettern.

(Foto: dpa)

Das Ifo-Institut erhöht seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr. Die Münchner Ökonomen rechnen jetzt mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,8 Prozent. Im Frühjahr hatten sie noch ein Plus von 1,6 Prozent vorausgesagt.

Das Münchner Ifo-Institut blickt mit größerem Optimismus auf die deutsche Konjunktur. Es hob seine Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr nach dem guten ersten Quartal von 1,6 auf 1,8 Prozent an. Für 2017 werden 1,6 (bisher 1,5) Prozent erwartet.

"Der seit 2014 anhaltende moderate Aufschwung der deutschen Wirtschaft geht in die zweite Halbzeit", sagte Ifo-Experte Timo Wollmershäuser. "Eine Verlängerung ist möglich." Garant dafür sind kauffreudige Verbraucher, bei denen das Geld wegen der steigenden Beschäftigung, höherer Löhne und niedriger Inflation derzeit locker sitzt. Auch die Bauinvestitionen sollen angesichts der niedrigen Zinsen deutlich zulegen.

Arbeitsmarkt zieht an

Auch am Arbeitsmarkt bleibt die Entwicklung nach oben gerichtet. Wollmershäuser erwartet einen Rückgang der Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent im letzten Jahr bis auf 6,1 Prozent in diesem Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen wird dabei von 2,8 auf 2,7 Millionen sinken und 2017 auf diesem Niveau verbleiben. "Das ist eine Auswirkung der Flüchtlinge, die nach und nach auf den Arbeitsmarkt gelangen", sagte Wollmershäuser.

Die Zahl der Erwerbstätigen wird laut Ifo in diesem Zeitraum von 43,1 auf 43,9 Millionen im Jahre 2017 zulegen. Der Haushaltsüberschuss des Staates dürfte wegen der Mehrausgaben für Flüchtlinge schrumpfen. Die Volkswirte rechnen für 2016 und 2017 mit 10,6 Milliarden Euro. Im alten Jahr konnte sich der Finanzminister noch über ein Plus von knapp 20 Milliarden freuen.

Wegen der schwachen Weltwirtschaft dürften die Exporte in diesem Jahr mit 2,9 Prozent vergleichsweise langsam wachsen. 2017 soll es dann ein Plus von 4,1 Prozent geben. Der von der EU-Kommission und den USA kritisierte hohe Exportüberschuss dürfte weiter zunehmen.

Der Leistungsbilanzüberschuss soll im kommenden Jahr auf 286,5 Milliarden Euro oder 8,8 Prozent der Wirtschaftsleistung klettern, sagt das Ifo-Institut voraus. Die EU-Kommission sieht schon Werte von dauerhaft mehr als sechs Prozent als stabilitätsgefährdend an.

Quelle: ntv.de, ppo/rts

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