Wirtschaft

So negativ wie seit 2017 nicht Ifo: Weltwirtschaftsklima trübt sich ein

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Eher kleine Fische erwarten die Wirtschaftsexperten aus aller Welt in den nächsten sechs Monaten.

(Foto: picture alliance / dpa)

1200 Experten aus 116 Ländern werden vom Ifo-Institut befragt. Die Stimmung, die sie vermitteln, ist alles andere als rosig. "Die Verschärfung des Handelskonflikts belastet die Weltkonjunktur beträchtlich", lautet das Fazit.

Das Klima in der Weltwirtschaft hat sich im dritten Quartal wegen der Handelskonflikte eingetrübt. Das Barometer fiel um 7,7 auf minus 10,1 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner vierteljährlichen Umfrage unter fast 1200 Experten aus 116 Ländern mitteilte.

Die Lage bewerteten sie so negativ wie seit Anfang 2017 nicht mehr, auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate schraubten sie herunter. "Die Verschärfung des Handelskonflikts belastet die Weltkonjunktur beträchtlich", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die beiden größten Volkswirtschaften USA und China überziehen sich seit Monaten gegenseitig mit höheren Zöllen. Nachdem Washington Peking vorgeworfen hat, den Yuan abgewertet zu haben, droht nun auch noch ein Währungskrieg.

Das Wirtschaftsklima verschlechterte sich in allen Regionen. "In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und den asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländern revidierten die Experten sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen nach unten", sagte Fuest. In Lateinamerika, in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten sowie im Nahen Osten und Nordafrika fiel dagegen nur die Lagebeurteilung ungünstiger aus, während die Einschätzungen für die kommenden Monate nahezu unverändert blieben.

Die Experten erwarten ein deutlich schwächeres Wachstum des Welthandels. "Die Handelserwartungen liegen auf dem niedrigsten Niveau seit Ausbruch des Handelskonflikts im vergangenen Jahr", sagte Fuest. Auch der private Konsum dürfte sich abschwächen, ebenso die Investitionstätigkeit.

Quelle: n-tv.de, mli/rts

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