Wirtschaft

Sommerhitze belastet Netze In Japan wird der Strom knapp

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Klimaanlagen sollen dieser Tage richtig genutzt werden.

(Foto: imago/Rüdiger Wölk)

Die Stromversorgung Japans gilt ohnehin als angespannt, da viele Kernkraftwerke nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima noch immer abgeschaltet sind. Für Montag droht ein Stromengpass. Klimaanlagen sollen aber wegen der Rekordhitze weiter genutzt werden.

Die japanische Regierung warnt angesichts der Sommerhitze vor eine Stromengpass. In der Region Tokio werde es am Montag zu einer angespannten Lage kommen, erklärte sie. Die Einwohner werden dazu aufgefordert, Energie zu sparen.

Der Grund für die Knappheit: In Tokio und acht nahe gelegenen Präfekturen im Osten des Landes wird die überschüssige Stromerzeugungskapazität am Montagnachmittag zeitweise auf bis zu 3,7 Prozent sinken, wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) mitteilte. Ein Puffer von drei Prozent gilt als Mindestvoraussetzung für eine stabile Energieversorgung. Das Ministerium forderte daher die Nutzer auf, den Stromverbrauch zwischen 15 und 18 Uhr einzuschränken, um eine mögliche Stromkrise zu vermeiden. "Bitte sparen Sie so viel Strom wie möglich, indem Sie etwa nicht genutzte Lampen ausschalten", hieß es in einer Erklärung.

Stromversorgung Japans angespannt

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Das Ministerium rief auch dazu auf, einen Hitzschlag durch die richtige Nutzung von Klimaanlagen zu vermeiden. Bis Sonntagnachmittag wurden in Tokio 46 Menschen mit Verdacht auf Hitzschlag in ein Krankenhaus gebracht, wie der öffentlich-rechtliche Sender NHK berichtete. In Kawagoe, 20 Kilometer nordwestlich von Tokio gelegen, starb ein 94-jähriger Mann an den Folgen eines Hitzschlags, nachdem er am Samstag bewusstlos in seinem nicht klimatisierten Zimmer aufgefunden worden war. In der Stadt Isezaki 85 Kilometer nordwestlich von Tokio wurde am Samstag mit über 40 Grad Celsius die höchste Temperatur gemessen, die in Japan jemals im Juni ermittelt wurde.

Die Stromversorgung Japans gilt ohnehin als angespannt, da viele Kernkraftwerke nach dem Tsunami und der Nuklearkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 noch immer abgeschaltet sind. Veraltete Wärmekraftwerke werden zum Teil geschlossen, um die Klimaziele zu erreichen. Außerdem droht dem Land aufgrund des Konflikts in der Ukraine und der Sanktionen gegen Russland ein potenzieller Mangel an fossilen Brennstoffen, einschließlich Flüssiggas.

Quelle: ntv.de, awi/rts

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