Wirtschaft

Umsatz steigt moderat Internethändler drehen an Preisschraube

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Online-Shopping ist aus Deutschland nicht mehr wegzudenken.

(Foto: imago/Eibner)

Egal ob Klamotten, Technik oder Haushaltsartikel - online finden die Deutschen oft ein Schnäppchen. Kein Zufall, denn: Die Händler setzen immer häufiger auf personalisierte Preise.

Fast jeder hat es schon erlebt: Man sucht nach einem Kleidungsstück oder einem bestimmten Buch, kann sich aber nicht so recht entscheiden. Der Artikel schlummert erst einmal im Warenkorb oder landet auf einer Merkliste. Ein paar Tage später landet dann eine E-Mail im Postfach: Der gesuchte Artikel ist jetzt - rein zufällig - im Angebot.

"Dynamische Preisgestaltung" nennen das Online-Händler. In Abhängigkeit von der Konkurrenz oder dem Bestellverhalten des Kunden wird der Preis damit tagesaktuell angepasst.

Bereits rund 40 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen das Marketing-Instrument. Das zeigt eine neue Studie des "Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland" (bevh). Jedes fünfte Unternehmen plant, die Preise innerhalb der nächsten 12 Monate nach Bedarf anzupassen.

Diese Form der Preisgestaltung würde für Händler immer wichtiger, "um im dynamischen und global vernetzten Wettbewerb zu bestehen", meint auch bevh-Geschäftsführer Christoph Wenk-Fischer.

Online-Handel als Wachstumstreiber

Laut Studie profitiert der Einzelhandel nach wie vor vom Online-Shopping. So ist der Umsatz seit 2010 um 80 Prozent gestiegen, allein im vergangenen Jahr lag er bei über 52 Milliarden Euro. Am häufigsten griffen die Deutschen bei Klamotten zu (18 Milliarden Euro), danach folgten Technik- und Freizeitartikel (14 und 9 Milliarden Euro).

Doch nicht alles, was bestellt wird, wird auch gekauft. Jedes fünfte Unternehmen gab an, dass die Anzahl an Rücksendungen gestiegen ist - vorwiegend im Bereich Technik. Insgesamt blicken die Unternehmen jedoch optimistisch in die Zukunft: Fast 70 Prozent bewerten die Aussichten für die nächsten zwölf Monate als "sehr gut" oder "gut".

Social Media lohnt sich

Die Kommunikation über Facebook, Google oder Twitter ist leicht rückläufig: Bei nur noch acht von zehn Händlern, kommen Social-Media-Kanäle zum Einsatz. Diese würden vorwiegend als Marketing-Plattform und für eine engere Kundenbindung genutzt.

Außerdem gäbe es noch einen netten Nebeneffekt: Bei Unternehmen mit Social-Media-Aktivitäten fühlen sich Mitarbeiter - laut Studie - besonders wohl.

Quelle: ntv.de

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