Wirtschaft

Iran-Konflikt treibt PreiseOpec will Ölförderung wegen Iran-Konflikt offenbar ausweiten

28.02.2026, 13:47 Uhr
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Die Ölpreise, die sich auch auf die Preise für Kraftstoff auswirken, waren aus Sorge vor einem Konflikt bereits vor den Angriffen gestiegen. (Foto: picture alliance / abaca)

Der Iran ist der drittgrößte Produzent in der Organisation erdölexportierender Länder. Die militärische Eskalation treibt den Ölpreis hoch, die Sorge vor Lieferausfällen wächst. Doch das Öl-Kartell Opec+ will wohl gegensteuern.

Das Ölkartell Opec+ erwägt Insidern zufolge wegen der US-israelischen Angriffe auf den Iran eine stärkere Ausweitung ihrer Ölförderung als bislang geplant. Dies sagten zwei mit den Beratungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hätten demnach bereits in Erwartung möglicher Lieferausfälle durch den am Morgen begonnenen Militärschlag ihre Exporte erhöht.

Eine Entscheidung über eine höhere Fördermenge könnte bei einem für morgen geplanten Treffen fallen. Wie stark die Produktion zusätzlich erhöht werden könnte, sei jedoch noch nicht besprochen worden, sagte einer der Insider. Bei dem Treffen von acht Mitgliedstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und ihrer Verbündeten sollte es ursprünglich nur um eine moderate Anhebung gehen. Delegierten zufolge galt bislang eine Erhöhung der Fördermenge um 137.000 Barrel pro Tag für April als wahrscheinlich. Damit sollte die steigende Nachfrage im Sommer bedient werden, die vor allem durch die Hauptreisezeit in den USA angetrieben wird.

Die Ölpreise waren aus Sorge vor einem Konflikt bereits vor den Angriffen gestiegen. Am Freitag erreichte der Preis für die Sorte Brent mit 73 Dollar je Barrel den höchsten Stand seit Juli 2025. Der Iran ist der drittgrößte Produzent in der Opec. Sein Anteil am weltweiten Ölangebot beträgt rund 4,5 Prozent.

Eine Anhebung im April würde eine dreimonatige Pause bei den Produktionssteigerungen beenden. Es gibt zudem Anzeichen, dass die größten Förderländer im Nahen Osten ihre Exporte bereits hochgefahren haben. So dürfte der VAE-Ölproduzent Abu Dhabi im April mehr von seiner wichtigen Sorte Murban exportieren. Auch Saudi-Arabien hat Insidern zufolge seine Ölproduktion und -exporte im Rahmen eines Notfallplans erhöht. Bloomberg hatte zuvor ebenfalls unter Berufung auf einen Delegierten über eine mögliche stärkere Anhebung berichtet.

Quelle: ntv.de, bho/rts

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