Wirtschaft

Ticketpreise sollen steigen Lufthansa dampft Pläne für Eurowings ein

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Das Flugangebot von Eurowings bleibt auf dem Niveau des Vorjahres.

(Foto: REUTERS)

Im vergangenen Jahr kämpft Eurowings mit Verspätungen und Flugausfällen. Dies liegt an Engpässen im Luftraum und beim Personal. Nun zieht Mutterkonzern Lufthansa Konsequenzen und kündigt an, seine Billigtochter vorerst nicht weiter auszubauen.

Angesichts der Engpässe im europäischen Luftraum streicht die Lufthansa die Wachstumspläne ihrer Billigtochter Eurowings weiter zusammen. Im laufenden Jahr werde das Flugangebot von Eurowings auf dem Niveau des Vorjahres verharren, teilte der Dax-Konzern bei der Vorlage der Quartalszahlen mit. Zuletzt hatte der Vorstand noch eine Steigerung um zwei Prozent im Auge gehabt.

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Die eingedampften Pläne sollen helfen, einen stabilen Flugbetrieb zu gewährleisten. 2018 hatte Eurowings wie andere Airlines wegen der Engpässe bei den Fluglotsen und eigener Probleme mit vielen Verspätungen und Flugausfällen zu kämpfen gehabt.

Zudem drückt der gestiegene Ölpreis bei Europas größter Fluggesellschaft stärker auf den Gewinn als gedacht. Die Treibstoffkosten dürften in diesem Jahr auf 6,8 Milliarden Euro klettern, schätzt der Vorstand. Im ersten Quartal flog die Lufthansa wegen der höheren Treibstoffrechnung und gesunkener Ticketpreise tief in die roten Zahlen. Der Nettoverlust stieg von 39 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 342 Millionen Euro. Eckdaten hatte der Konzern schon Mitte April vorgelegt.

Im zweiten Quartal sollen die Ticketpreise wieder anziehen. Für das Gesamtjahr erwartet das Management daher weiterhin, dass der Umsatz des Konzerns um 4 bis 6 Prozent steigt. Von jedem eingenommenen Euro sollen 6,5 bis 8,0 Prozent als operativer Gewinn beim Unternehmen hängenbleiben. "Gleichwohl sind wir zuversichtlich, dass unsere Stückerlöse schon im zweiten Quartal wieder steigen werden."

Quelle: n-tv.de, kpi/rts

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