Wirtschaft

Ende nach mehr als 30 Jahren McDonald's zieht sich komplett aus Russland zurück

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Menschen in Russland können schon seit Anfang März nicht mehr bei McDonald's speisen - und dabei wird es auch bleiben. Die US-Fast-Food-Kette gibt ihr Geschäft im Land auf. Grund ist der Krieg gegen die Ukraine. Für 62.000 Beschäftigte geht es bei einem Verkauf um ihre Jobs.

Die US-Fast-Food-Kette McDonald's gibt infolge des russischen Krieges gegen die Ukraine ihr Geschäft in Russland auf. Nach mehr als 30 Jahren in dem Land will McDonald's die Filialen an einen russischen Käufer verkaufen, wie der Konzern in Chicago mitteilte.

McDonald's
McDonald's 235,00

Das Unternehmen sei zum Schluss gekommen, dass das Eigentum an den russischen Aktivitäten nicht mehr haltbar und auch nicht mehr im Sinne der Unternehmenswerte sei. Bereits am 8. März hatte das Unternehmen angekündigt, die Restaurants im Land vorübergehend zu schließen. Betroffen sind etwa 850 Filialen.

Das Unternehmen strebt laut Mitteilung einen Verkauf an einen lokalen Käufer an und wird versuchen, die künftige Beschäftigung der 62.000 Mitarbeiter zu einem Teil der Bedingungen zu machen. Die Markensymbole, also den Namen, das Logo, die Marke und die Speisekarte soll der neue Besitzer der Restaurants nicht weiter nutzen können. Der Konzern werde seine Markenrechte in Russland aber behalten.

Für den Rückzug aus Russland wird McDonald's nach eigenen Angaben Sonderkosten in Höhe von 1,2 bis 1,4 Milliarden US-Dollar verbuchen, unter anderem für Abschreibungen und Fremdwährungsverluste. Die McDonald's-Aktien handelten vorbörslich leicht im Minus. Sie haben seit Jahresbeginn neun Prozent verloren.

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In der Ukraine bleiben die McDonald's-Restaurants vorerst geschlossen. Die Mitarbeiter aber werden weiterhin bezahlt und das Unternehmen unterstützt Hilfs- und Rettungsmaßnahmen für Flüchtlinge in ganz Europa.

Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben sich zahlreiche westliche Unternehmen bereits vom russischen Markt zurückgezogen - vorübergehend oder für immer. Der Boykott reicht von Apple über BMW und Ikea bis hin zu Siemens und Visa. Westliche Staaten haben harte Sanktionen gegen Russland verhängt.

Quelle: ntv.de, ara/dpa/AFP/DJ

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