Wirtschaft

VW braucht Fachkräfte in Zwickau Osterloh warnt Sachsen vor Image-Verlust

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Volkswagen hat in Zwickau 1,2 Milliarden Euro investiert, um dort Elektroautos zu bauen. Da werden auch Fachkräfte aus dem Ausland gebraucht.

(Foto: dpa)

Pegida, AfD, Übergriffe - Sachsen macht in den vergangenen Jahren oft Negativ-Schlagzeilen. Das bereitet nun Volkswagen Sorge. Betriebsratsschef Osterloh warnt davor, dass ausländische Fachkräfte abgeschreckt werden könnten.

Vor der Landtagswahl in Sachsen haben VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh und sein Kollege im Werk Zwickau, Jens Rothe, vor einem Imageverlust des Standorts gewarnt. "Ich mache mir Sorgen, wie wir Deutschen künftig in der Welt gesehen werden. Wir wollen schließlich in großer Stückzahl ein völlig neues Auto aus Zwickau weltweit verkaufen", sagte Osterloh der "Freien Presse" Chemnitz.

Da sei auch das Image der Region wichtig. "Wenn Menschen Angst haben, in eine Gegend zu kommen, die für VW längst Heimat ist, dann passt das einfach nicht zu den Werten unseres Unternehmens", sagte Osterloh. "Einige sind nicht gekommen, weil sie Angst davor hatten, dass ihre Familien hier nicht friedlich leben können", sagte Rothe der Zeitung. "Wenn das Schule macht, kriegen wir einen Imageknick und nehmen uns selber aus dem Rennen."

VW investiert in Zwickau 1,2 Milliarden Euro, um dort ab 2020 Elektroautos zu bauen. Für den Umbau des Zwickauer Werks zum größten europäischen Standort für Elektrofahrzeuge werden auch Fachkräfte aus dem Ausland benötigt.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP

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