Wirtschaft

Steigende Nachfrage aus EuropaStimmung unter Exporteuren ist so gut wie seit Jahren nicht

26.08.2026, 09:51 Uhr
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Ein Containerschiff liegt am Hamburger Container Terminal Tollerort. (Foto: picture alliance/dpa)

Künstliche Intelligenz boomt, deutsche Technik ist gefragt. Das lässt heimische Exporteure optimistischer in die Zukunft blicken, wie eine Erhebung des Münchner Ifo-Instituts zeigt. Europäische Länder werden dabei zu wichtigen Abnehmern - in weiterer Ferne kriselt es.

Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft ist angesichts der steigenden Nachfrage aus Europa so gut wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr. Das entsprechende Barometer stieg im August deutlich auf plus 9,6 Punkte, von minus 2,8 Zählern im Juli. Dies ist der höchste Wert seit Februar 2022, wie das Ifo-Institut zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Damals begann der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Es ist zugleich der kräftigste Anstieg seit Juni 2020.

"Die Exportwirtschaft nimmt Fahrt auf", sagte Ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe. Digitalisierung und KI-Boom helfen demnach der heimischen Industrie, da für den Bau von Rechenzentren in vielen Bereichen deutsche Technik gefragt ist. "Insbesondere die Ausfuhr in die EU boomt, während die Exporte nach China weiter schwächeln", ergänzte Wohlrabe.

Besonders die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen bleiben weiterhin sehr optimistisch. Gleiches gilt für die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen. "Die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft und die hohen Investitionen in KI dürften hier eine Rolle spielen", hieß es.

Auch die kriselnde Automobilindustrie blickt deutlich optimistischer auf ihre Exportaussichten. Bei den Herstellern von Metallerzeugnissen keimt ebenfalls neue Zuversicht auf. Mit rückläufigen Exporten rechnen hingegen das Papiergewerbe sowie die Unternehmen in der Metallerzeugung und -bearbeitung.

Der Außenhandel stützte bereits das Wachstum im zweiten Quartal, in dem das Bruttoinlandsprodukt mit 0,3 Prozent das dritte Mal in Folge zulegte. Das gehe erneut "auf die gute Exportentwicklung zurück", sagte die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand. Im Frühjahr wurden insgesamt 2,0 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als in den ersten drei Monaten. Das ist vor allem auf die Warenausfuhren zurückzuführen, die um 2,6 Prozent anstiegen. Die Dienstleistungsexporte stagnierten dagegen auf dem Niveau des Vorquartals.

Quelle: ntv.de, nbr/rts

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