Wirtschaft

Trotz GewinneinbruchTesla enttäuscht die Wall Street nicht

22.10.2026, 01:10 Uhr
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Im dritten Quartal konnte Tesla Lagerbestände abbauen. (Foto: picture alliance / HPIC)

Tesla-Chef Musk will den Konzern auf Roboter und Robotaxis ausrichten. Aktuell muss das Geld aber noch mit dem Verkauf von Elektroautos verdient werden. Da gab es zuletzt zwar Rückgänge, die Wall Street ist aber dennoch zufrieden.

Tesla hat das vergangene Quartal mit einem Gewinneinbruch abgeschlossen. Im Jahresvergleich gab es einen Rückgang von 43 Prozent auf 1,37 Milliarden Dollar. Der Umsatz stagnierte bei rund 28,05 Milliarden Dollar. Das war aber immer noch mehr als Analysten prognostiziert hatten. Die Aktie legte im nachbörslichen US-Handel zeitweise um 1,6 Prozent zu. Tesla-Chef Elon Musk hatte am Tag vor der Zahlenvorlage Spekulationen zu Überlegungen über einen Zusammenschluss mit der ebenfalls von ihm geführten Weltraumfirma SpaceX bestätigt.

Das dritte Quartal des Vorjahres war von einer Sonderkonjunktur geprägt: Ende September 2025 hat US-Präsident Donald Trump die Steuervergünstigung von 7500 Dollar beim Kauf von Elektroautos auslaufen lassen. In dem Vierteljahr schnellten die Tesla-Auslieferungen um 7,4 Prozent hoch, weil viele Interessenten in den USA die Prämie noch mitnehmen wollten. Danach kam - wie auch bei anderen Herstellern - ein Rückschlag. 

In diesem Jahr konnte Tesla die Auslieferungen zum Teil ausbauen, im dritten Quartal waren sie aber gesunken. Mit gut 486.500 Fahrzeugen lieferte der Konzern aber immer noch deutlich mehr aus als erwartet. Dabei baute Tesla Lagerbestände ab, es wurden 22.000 Fahrzeuge mehr ausgeliefert als produziert

Autogeschäft bleibt wichtigstes Standbein

Musk gab als Ziel aus, Tesla auf selbstfahrende Robotaxis und humanoide Roboter auszurichten. Aktuell muss das Geld weiterhin hauptsächlich mit dem Autoverkauf verdient werden. Das automobile Kerngeschäft steht bei Tesla allerdings unter Beobachtung, da Konkurrenten weltweit neuere und oft günstigere Modelle auf den Markt bringen. Tesla setzt hingegen stark auf die in die Jahre gekommenen Modelle 3 und Y. Um die Nachfrage anzukurbeln, hat der Konzern abgespeckte, günstigere Versionen beider Fahrzeuge angeboten.

Derweil hat sich die Energiesparte zu einem wichtigen Standbein von Tesla entwickelt, angetrieben durch die Nachfrage von Entwicklern erneuerbarer Energien und Rechenzentren nach Großbatterien. Tesla zufolge werden die aktuellen Zölle das Energiegeschäft jedoch härter treffen als die Autosparte.

Investoren fordern zunehmend Beweise dafür, dass Musks Vorstoß in die Bereiche autonomes Fahren und Robotik kommerziell erfolgreich ist. Tesla hatte Anfang Oktober mitgeteilt, dass seine "Cybercab"-Flotte in Austin binnen eines Monats von knapp 40 auf über 300 Fahrzeuge angewachsen sei, als nächstes folge Dallas. Im Juli startete Tesla fahrerlose Robotaxi-Fahrten in Miami, Orlando und Tampa in Florida, nachdem der Dienst bereits im April in Dallas und Houston eingeführt worden war.

Trotz eines Kursrückgangs von rund 14 Prozent in diesem Jahr bleibt Tesla mit einer Bewertung von etwa 1,4 Billionen Dollar der mit Abstand wertvollste Autobauer der Welt.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/rts

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