Wirtschaft

Tweet beeinflusst Ölpreis Trump verlangt von Opec höhere Produktion

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Ölpumpen sind auf einem Feld bei Ponca City im US-Bundesstaat Oklahoma zu sehen.

(Foto: picture alliance / epa Larry W. )

US-Präsident Donald Trump sorgt via Twitter mal wieder für Unruhe an den Börsen. In seinem Tweet fordert er das Ölkartell Opec abermals auf, die Rohölforderung zu erhöhen. Auf die Preise wirkt diese Äußerung sofort.

US-Präsident Donald Trump hat das Ölkartell Opec dazu aufgefordert, die Produktion anzukurbeln und damit den Preis des Rohstoffs zu drücken. Die Weltmärkte seien fragil und der Ölpreis entwickle sich zu hoch, twitterte er. Daher sei es "sehr wichtig", dass die Organisation erdölexportierender Länder "den Ölfluss" steigere.

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"Danke Ihnen", fügte der US-Staatschef hinzu. Die Ölpreise reagierten auf den Tweet mit Preisabschlägen. Der Preis für Terminkontrakte auf US-Öl fielen um mehr als einen Dollar auf 58,33 Dollar. Auch der Kontrakt für ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent sackte um mehr als einen Dollar auf 66,76 Dollar ab.

Die Ölpreise haben dieses Jahr angezogen, nachdem sich die Opec-Staaten mit dem Nicht-Kartell-Mitglied Russland auf eine Förderbremse geeinigt hatten. Doch dem im Kartell sehr einflussreichen Staat Saudi-Arabien fällt es offenbar zusehends schwerer, Moskau bei der Stange zu halten. Wie drei mit der Sache vertraute Personen mitteilten, will sich Russland höchstens auf eine Verlängerung um drei Monate einlassen.

Energieminister Alexander Novak soll seinem saudischen Amtskollegen mitgeteilt haben, dass er bei einem Treffen im Juni die Förderbremse nur bis Ende September zusagen könne. Sollte Russland aus der jüngsten Vereinbarung ausscheren, dürften die Ölpreise fallen.

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Quelle: n-tv.de, kpi/rts

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