Wirtschaft

US-Lieferungen nach China Trump will Deals mit Huawei wieder erlauben

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(Foto: imago images / ZUMA Press)

Seit Mai ächzt Huawei unter dem Handelszoff zwischen China und den USA, weil der chinesische Technikriese auf einer schwarzen US-Liste steht. Nun will US-Präsident Trump die Blockade des zweitgrößten Smartphone-Herstellers der Welt offenbar wieder aufheben.

US-Präsident Donald Trump will Lieferungen von Unternehmen seines Landes an den chinesischen Technik-Riesen Huawei wieder zulassen. "Ich habe zugestimmt, dass der Verkauf von Produkten weiter erlaubt wird", sagte er nach Abschluss des G20-Gipfels in Japan. Er verwies darauf, dass US-Unternehmen, die im großen Maße an Huawei liefern, "nicht glücklich" gewesen seien.

"Auf Bitten anderer Hightech-Unternehmen und von Präsident Xi habe ich mich einverstanden erklärt, dem chinesischen Unternehmen Huawei zu erlauben, Produkte von ihnen zu beziehen, die nicht unsere nationale Sicherheit betreffen", erklärte Trump. Zuvor hatte er sich mit Chinas Staatschef Xi Jinping auf einen "Waffenstillstand" in ihrem Handelskrieg und die Wiederaufnahme von Verhandlungen geeinigt.

Huawei ist unmittelbar von dem bislang erbittert geführten Handelskonflikt zwischen den USA und China betroffen. Die US-Regierung hatte den Konzern im Mai auf eine schwarze Liste gesetzt, weil sie fürchtete, dass die Technologie des Netzwerkausrüsters zu Spionagezwecken verwendet werden könnte. Seitdem war es US-Firmen untersagt, Geschäfte mit dem führenden Netzwerkausrüster und zweitgrößten Smartphone-Hersteller der Welt zu machen. Huawei hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Das Vorgehen Washingtons galt in Peking vor allem als politisch motiviert. Washington sei darauf aus, Chinas Aufstieg zu verhindern, indem der Zugang zu US-Technologie abgeschnitten werde, argumentierte die chinesische Regierung.

Nach der Verhängung des Geschäftsembargos haben viele internationale Unternehmen ihre Kooperation vorerst unterbrechen oder auf den Prüfstand stellen müssen. So steht eine weitere Nutzung des Smartphone-Betriebssystems Android von Google und der Chip-Architektur des britisch-japanischen Technologie-Spezialisten ARM auf der Kippe.

Quelle: n-tv.de, cri/dpa/rts

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