Wirtschaft

Letzte Hoffnung Diesel-Umrüstung Umweltministerin rechnet mit Fahrverboten

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Massenhaft technische Nachrüstungen sind bisher nicht geplant.

(Foto: dpa)

Autoabgase sorgen vielerorts für dicke Luft. Maßnahmen wie Softwareupdates und mehr Elektrobusse dürften allein nicht ausreichen, um Fahrverbote für Dieselautos noch zu verhindern, warnt die neue Umweltministerin.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hält Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Deutschland für kaum noch vermeidbar. "Bei den Städten, in denen wir wirklich massive Überschreitungen der Grenzwerte haben, fürchte ich, dass wir allein mit Softwareupdates nicht hinkommen", sagte die SPD-Politikerin dem Berliner "Tagesspiegel". Konkret nannte sie München und Stuttgart.

Maßnahmen aus einem Sofortprogramm für saubere Luft wie die Elektrifizierung von Bussen seien zwar gut und würden vielen Städten helfen. Allerdings brächten sie "in der Summe zu wenig, um das Problem in den besonders belasteten Städten zu lösen", sagte Schulze. Eine technische Nachrüstung der Fahrzeuge sei aus ihrer Sicht "das einzig realistische Mittel, Fahrverbote zu verhindern".

Auf die Frage, ob die Autohersteller für die Hardwarenachrüstungen zahlen müssten, sagte Schulze: "Ja, sie sind ja auch die Verursacher." Nötig seien "Nachrüstungen vor allem für die besonders belasteten Ballungsräume, in denen wir die Grenzwerte anders nicht einhalten können". "Das werden letztlich nicht 50 Städte sein, sondern um die 20", sagte Schulze.

Quelle: n-tv.de, hul/AFP

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