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"Smartphone auf vier Rädern" Vodafone bastelt an Auto-Revolution mit

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Freihändig vorm Lenkrad: Der Mobilfunkanbieter Vodafone will beim Autonomen Fahren mitmischen.

picture alliance / Daniel Naupol

Noch steuern Autofahrer ihre Fahrzeuge selbst. Hersteller arbeiten jedoch daran, dass der Verkehr künftig dicht vernetzt und autonom fließen kann. Auch Vodafone treibt diese Vision an. Der Mobilfunkriese will Autos künftig serienmäßig mit Sim-Karten ausstatten.

Der Telekommunikations-Konzern Vodafone will sein Geschäft mit der Autoindustrie in den kommenden Jahren enorm ausbauen. "Autonomes Fahren und die Infrastruktur dafür haben eine große strategische Bedeutung für Vodafone", sagte Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter. Demnach müssten Telekommunikationsunternehmen überlegen, "wie man bei der Digitalisierung vorne bleibt".

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Vodafone stelle nicht nur Sim-Karten her, sondern halte auch ein großes Sicherheits- und Informationspaket für den Straßenverkehr von morgen bereit. "Unser Ziel ist es, dass es in der Zukunft keine Toten mehr im Straßenverkehr gibt. Das ist mit vernetzten und autonomen Fahrzeugen möglich. Davon sind wir überzeugt."

Für dieses Ziel will Vodafone laut Ametsreiter eine breite Technologie zur Verfügung stellen: "Wenn das Auto sicherer wird und mehr Entertainment bietet, ist das eine gute Entwicklung, wir vernetzten die Autos." Es gehe aber auch um Wetterdaten oder Diebstahlschutz "Wir haben weltweit bereits zehn Millionen Sim-Karten in Autos. Wir gehen davon aus, dass sich diese Zahl deutlich erhöhen wird. Ich bin davon überzeugt, dass künftig jedes Auto mit einer Sim-Karte ausgestattet sein wird", sagte Ametsreiter. Vodafone sei in diesem Bereich bereits Weltmarktführer.

Datenkrake auf vier Rädern

Ametsreiter betonte, dass sich das Auto enorm wandeln werde. "Das Auto der Zukunft werden wir mit unserem Smartphone bestellen - immer dann, wenn wir es benötigen. Und noch mehr: Das Auto wird zum Smartphone auf vier Rädern." Möglich seien künftig zum Beispiel Videokonferenzen oder Virtual Reality (VR) im Auto. "Es ist enorm wichtig, moderne Technologien dafür zu entwickeln." Vodafone sehe sich als "Kooperationspartner" der Autoindustrie.

Zur Frage, was mit den gesammelten Daten passiert, sagte Ametsreiter: "Die Digital-Branche muss dem Kunden seine Datenhoheit zurückgeben. Wir brauchen Übersicht und Transparenz statt Kleingedrucktem und einem Flickenteppich von Freigaben. Nur das schafft Vertrauen. Und nur mit Vertrauen wird Digitalisierung gelingen."

Im Januar hatte Vodafone Deutschland eine umfassende Partnerschaft mit dem Kartendienst Here vereinbart. Gemeinsam mit Here solle ein 5G-Atlas für Autonomes Fahren entwickelt werden. In ihm kämen hochpräzise Karten mit Echtzeit-Vernetzung zusammen. Ein Test-Netz in Aldenhoven westlich von Köln soll in naher Zukunft schon in der fünften Mobilfunkgeneration (5G) mit hohen Geschwindigkeiten funken. Dort soll auch getestet werden, wie Mobilfunksignale Autounfälle mit Fußgängern vermeiden und Fahrzeuge in Echtzeit untereinander Daten austauschen können.

Hochpräzise digitale Karten gelten als eine entscheidende Voraussetzung für den Betrieb von Roboterautos und digitale Service-Angebote im Fahrzeug. Die deutschen Oberklasse-Autohersteller hatten Here deshalb 2015 für mehr als 2,5 Milliarden Euro dem finnischen Netzwerkausrüster Nokia abgekauft.

Quelle: n-tv.de, cri/dpa

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