Wirtschaft

Mehr Druck auf Arbeitgeber Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen weiter

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Sechs Prozent mehr wollen die Beschäftigten der Länder im öffentlichen Dienst.

(Foto: picture alliance/dpa)

Um den Druck auf die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst zu erhöhen, weiten die Gewerkschaften ihre Warnstreiks auf weitere Bundesländer aus. In Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen oder Hamburg gibt es etwa Arbeitsniederlegungen. In Berlin ist eine Großdemo angekündigt.

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder haben die Gewerkschaften mit Warnstreiks in Bayern und Baden-Württemberg den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Im Laufe des Tages sind auch Streikaktionen in Berlin, Dresden und Chemnitz angekündigt. In Würzburg legten nach Auskunft der Gewerkschaft Verdi mit Beginn der Frühschicht Landesbeschäftigte unter anderem am Uniklinikum die Arbeit nieder. "Wir rechnen mit etwa 200 Streikenden", sagte ein Sprecher. Am Klinikum gibt es wie an Wochenenden einen Notbetrieb. Die Streikenden wollten in der Würzburger Innenstadt für die Forderungen der Gewerkschaft demonstrieren.

In Baden-Württemberg mussten sich die Menschen auf ausgefallene Busse einstellen. In den Regionen Reutlingen, Tübingen, Göppingen, Geislingen und Karlsruhe sollte es nach Verdi-Angaben den ganzen Tag über nur einen eingeschränkten Busverkehr geben. In Tübingen und Reutlingen sei der Linienbusverkehr mit Ausnahme der Strecke zum Flughafen komplett lahmgelegt.

Auch auf viele Berliner kommen wegen der Warnstreiks Einschränkungen zu. Gewerkschaften riefen Erzieher, Lehrer, Mitarbeiter von Bürgerämtern sowie Senatsverwaltungen und weitere Berufsgruppen dazu auf, ganztägig die Arbeit niederzulegen. Bei einem Demo-Zug und einer Kundgebung am Brandenburger Tor erwartet Verdi für die Mittagszeit Tausende Teilnehmer.

Mit den seit Montag laufenden Aktionen wollen die Gewerkschaften den Druck in den Gesprächen für rund eine Million Beschäftigte erhöhen. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 28. Februar in Potsdam statt. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die Beschäftigten der Länder außer Hessen sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro im Monat zusätzlich. Die Länder haben die Forderungen zurückgewiesen.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa

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