Wirtschaft

Technologie-Branche stöhnt Weniger Seltene Erden aus China

Begehrte Seltene Erden: Im chinesischen Damao füllt ein Arbeiter Lanthanum in eine Gießform.

Begehrte Seltene Erden: Im chinesischen Damao füllt ein Arbeiter Lanthanum in eine Gießform.

(Foto: REUTERS)

Ungeachtet der Proteste von Industrieländern drosselt China die Ausfuhr Seltener Erden. Zu Beginn des Jahres würden mehr als zehn Prozent weniger der für die Technologiebranche wichtigen Metalle exportiert, teilte das Wirtschaftsministerium in Peking mit. Demnach will China allerdings mehr Unternehmen beliefern als im Vorjahr. Konkret sollen 14.446 Tonnen ausgeliefert werden.

In der Volksrepublik werden 97 Prozent der weltweiten Menge an Seltenen Erde gefördert. Das Land hatte bereits angekündigt, die Ausfuhr der Metalle zu drosseln und im kommenden Jahr mit höheren Zöllen zu belegen, um die Umwelt zu schützen und die Belieferung der eigenen Wirtschaft zu sichern. Industrieländer wie Deutschland, Japan oder die USA haben deswegen vor Engpässen gewarnt. Zuletzt drohten die USA, sich bei der Welthandelsorganisation WTO zu beschweren.

Unter dem Sammelbegriff Seltene Erden werden 17 verschiedene Metalle geführt, die etwa in Computern, Halbleitern, Elektromotoren oder Windturbinen verwendet werden.

Chinas Reserven an Seltenen Erden sind zwischen 1996 und 2003 um 37 Prozent geschrumpft. Laut dem Handelsministerium sind sie binnen 15 bis 20 Jahren erschöpft, wenn sie weiter im selben Maß gefördert werden wie bisher. Die USA waren bis in die 90er Jahre einer der größten Produzenten. Wegen ökologischer Bedenken und niedriger Preise wurde jedoch das wichtigste Bergwerk, die Mountain Pass Mine in Kalifornien, 2002 geschlossen.

Quelle: n-tv.de, rts

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