Wirtschaft

Aufbau von Venezuelas IndustrieTrump winkt mit Subventionen für Ölkonzerne

06.01.2026, 16:49 Uhr
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Die Förderung und der Handel des Rohstoffs ist der wichtigste Wirtschaftszweig des südamerikanischen Landes. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Obwohl Venezuela über die größten Ölreserven weltweit verfügt, macht die Industrie nicht mal ein Prozent der weltweiten Versorgung aus. Nun sollen US-Konzerne mithilfe der Trump-Regierung für einen Wiederaufbau in weniger als anderthalb Jahren sorgen.

US-Präsident Donald Trump hat mögliche Subventionen für Ölkonzerne in Aussicht gestellt, die den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur Venezuelas unterstützen. Dieses Vorhaben könne in weniger als 18 Monaten abgeschlossen werden, sagte er dem US-Sender NBC News in einem Interview.

Trump gab sich nach Angaben des Senders überzeugt, dass die USA dieses Ziel schneller erreichen könnten, es allerdings viel Geld erfordern wird. "Eine enorme Summe Geld muss ausgegeben werden und die Ölunternehmen werden diese ausgeben, und dann werden sie von uns oder durch Einnahmen entschädigt."

Venezuela verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Rohölreserven. Allerdings ist die Ölförderung in dem südamerikanischen Land in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Venezuela leidet unter US-Sanktionen und Blockaden, aber auch einer maroden Infrastruktur der Industrie. Die wirtschaftliche Isolation und die Verstaatlichung von Unternehmen durch sozialistische Regierungen haben den Ölhandel, den wichtigsten Wirtschaftszweig des Landes, stark eingeschränkt. Aktuell machen die Liefermengen weniger als ein Prozent der globalen Versorgung aus.

Trump: US-Unternehmen bauen Ölindustrie auf

Trump hatte nach dem Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro bereits gesagt, dass US-Unternehmen die Ölindustrie wiederaufbauen würden. Für Aufsehen sorgte auch seine Behauptung, die USA würden Venezuela vorübergehend führen. Sein Außenminister Marco Rubio relativierte diese Aussage später und sprach davon, mit Hilfe einer bereits bestehenden Ölblockade politische Veränderungen in dem Land herbeiführen zu wollen.

Dem Sender NBC News sagte der US-Präsident nun, dass neben Rubio unter anderem US-Vizepräsident JD Vance, Pentagon-Chef Pete Hegseth und Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller die Intervention in Venezuela steuern würden. Die letztendliche Verantwortung sehe der Präsident allerdings bei sich selbst.

Quelle: ntv.de, gri/dpa

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