Wirtschaft

Platz für 10.700 E-Autos Zahl der Stromtankstellen steigt

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Strom für die Strecke: E-Fahrer brauchen bei niedrigem Batteriestand Anschluss ans Energienetz.

(Foto: dpa)

Wie steht es kurz vor der Bundestagswahl um die Elektromobilität in Deutschland? Experten aus der Energie- und Wasserwirtschaft äußern sich optimistisch. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur kommt voran. Jetzt, so heißt es, seien die Autobauer am Zug.

Der Ausbau der Stromtankstellen für Elektroautos kommt offenbar voran. Die Zahl der Ladepunkte ist binnen Jahresfrist um rund 18 Prozent auf 10.700 gestiegen, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf eine Erhebung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Eine Ladesäule mit zwei Anschlüssen wird dabei als zwei Ladepunkte gerechnet. In Deutschland gibt es demnach derzeit 4730 Ladesäulen, von denen allerdings nur 530 schnellladefähig seien, heißt es in der BDEW-Studie. Experten zufolge hängt die Akzeptanz der Elektromobilität in Deutschland auch vom Angebot dieser Schnellladestationen ab: Hier können E-Autofahrer ihre Fahrzeuge etwa während einer Kaffeepause wieder ausreichend aufladen, um ihre Fahrt über größere Distanzen fortzusetzen.

Im internationalen Vergleich hängt Deutschland hier noch hinterher. Im Nachbarland Frankreich etwa ermöglicht es eine großzügige staatliche Förderung Kommunen und Gemeinden, eine ausreichende Zahl an Ladestation auch im ländlichen Raum und an Autobahnen vorzuhalten.

In der BDEW-Studie erfasst wurden dem Bericht zufolge allerdings zunächst Ladepunkte von Energieunternehmen sowie von Parkhaus- und Parkplatzbetreibern. Die Gesamtzahl der öffentlich verfügbaren Auflademöglichkeiten in Deutschland dürfte also deutlich höher sein.

Autobauer am Zug

"Wenn der Trend so weitergeht, dürften fehlende Lademöglichkeiten künftig kein Hindernis mehr sein, um sich ein E-Auto anzuschaffen", sagte BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer dem RND. Jetzt sei die Automobilindustrie am Zuge, betonte Kapferer. "Was noch fehlt, ist eine attraktive Auswahl an Elektroautos zu erschwinglichen Preisen."

Erklärtes Ziel des Bundesverkehrsministeriums ist es bislang, eine "flächendeckenden Ladeinfrastruktur" mit bundesweit 15.000 Ladesäulen aufzubauen. Das im März gestartete Förderprogramm läuft allerdings erst langsam an.

Neben diesem sogenannten "Bundesprogramm Ladeinfrastruktur" gibt es dazu in Deutschland Fördermittel für E-Tankstellen auf Autobahnen sowie Anreize für Autofahrer wie etwa die Befreiung von der Kfz-Steuer für E-Fahrzeuge, eigene E-Kennzeichen und spezielle E-Parkplätze.

Quelle: n-tv.de, mmo/rts

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