Wirtschaft

Neues Mehrjahres-Hoch Zukunftsängste treiben Goldpreis weiter an

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Die Goldnachfrage aus Asien könnte bald weiter ansteigen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Während die Finanzmärkte wegen der unsicheren Lage nach dem Brexit-Votum abrutschen, avanciert Gold zur Anlage der Wahl. Der Preis für das Edelmetall steigt auf einen neuen Höchststand. Das Wetter in Asien könnte die Nachfrage zusätzlich stärken.

Wegen der unklaren Aussichten für die Weltkonjunktur nach dem Brexit-Referendum nehmen immer mehr Anleger Kurs auf sichere Häfen. Die "Antikrisen-Währung" Gold stieg am Morgen um bis zu 1,2 Prozent und war mit 1371,40 Dollar je Feinunze so teuer wie zuletzt vor zweieinhalb Jahren. Die global an den Finanzmärkten zu beobachtende "Flucht" der Anleger in die vermeintliche Sicherheit von Yen und Staatsanleihen aus Japan, den USA, Großbritannien und Deutschland befeuert auch den Goldpreis.

Gold, Feinunze
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Während Sicherheit Trumpf ist, fällt das britische Pfund als ein Hauptleidtragender des britischen EU-Austritts auf den tiefsten Stand seit 1985. Am Vortag hatte die Bank of England die Verunsicherung der Anleger mit Aussagen verstärkt, dass die Notenbank wohl nicht alle negativen Folgen des Brexits werde auffangen können. "Aktuell dominiert die Nachfrage aus dem Sicherheitsbedürfnis heraus. Unter Investoren manifestiert sich das Gefühl hoher Risiken, daher fliehen viele in Gold", sagt Gnanasekar Thiagarajan, Director bei Commtrendz Risk Management.

Im Handel wird neben den Brexit-Sorgen aber auch auf eine zuletzt steigende Nachfrage aus dem wichtigen Abnehmerland China verwiesen. Händler rechnen auch weiterhin mit einer anziehenden Nachfrage nach physischem Gold, aber auch nach Silber aus China und Indien wegen des günstigen Verlaufs des Monsunregens. Dies lasse auf üppige Ernten schließen, in deren Folge die Goldnachfrage aus beiden Ländern anziehen dürfte, heißt es.

Quelle: n-tv.de, kst/DJ/rts

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