Dax taucht nach Rekordsprung ab
Einem freundlichen Vormittag folgte am deutschen Aktienmarkt ein tristerer Nachmittag. Der Dax, der mit 24.639 Punkten ein neues Rekordhoch markierte, kam im Verlauf des Tages wieder zurück und drehte ins Minus. Grund war eine schwach eröffnende Wall Street. Dennoch war die Stimmung unter den Investoren unverändert gut. Weiterhin sorgt US-Präsident Donald Trump für Schlagzeilen, die auch Impulse für die Aktienmärkte liefern. Die Ankündigung eines Zolls in Höhe von 50 Prozent auf Kupfer-Importe in die USA wirkte nach.
Der Dax ging 0,4 Prozent tiefer mit 24.457 Punkten aus dem Xetra-Handel. Der EuroStoxx50 notierte 0,1 Prozent leichter bei 5438 Stellen. Der Euro lag am Abend deutlich schwächer bei 1,1674 US-Dollar.
Nordex legten um 3,2 Prozent zu. Hier wurden erneut gute Auftragszahlen vermeldet. Im zweiten Quartal erreichte der Auftragseingang ein Volumen von gut 2,3 Gigawatt, fast doppelt so viel wie im gleichen Vorjahreszeitraum. Gerresheimer gewannen 4,5 Prozent. Die veröffentlichten Ergebnisse für das zweite Quartal entsprachen den Konsensschätzungen, haben aber die Erwartungen von Warburg übertroffen.
Fielmann verteuerten sich um 2,1 Prozent. Das Unternehmen habe starke Zahlen zum ersten Halbjahr vorgelegt, kommentierte Baader Helvea. Die neuen Ziele für 2030 überzeugten. Zudem habe die Optikerkette ihre Strategie "Vision 2035" vorgestellt.
"One Big Beautiful Bill" - So reagieren Aktien und Anleihen
Donald Trump hat seine Wahlversprechen in ein großes neues Steuergesetz umgewandelt. An den Märkten waren bereits erste Reaktionen zu beobachten, aber ist das Ganze überhaupt schon vollständig im Markt angekommen? Wer von dem Gesetz profitiert und wer nicht, darüber spricht Nancy Lanzendörfer mit Helen Windischbauer von der Fondsgesellschaft Amundi.
Analysten sehen große Probleme auf China zukommen
Chinas wirtschaftliche Fundamentaldaten könnten sich im zweiten Halbjahr dieses Jahres sichtbar verschlechtern, da die Nachfrage an mehreren Fronten deutlich schwächer werde, schreiben die Analysten von Nomura in einem Kommentar. Die Regierung in Peking werde sehr wahrscheinlich irgendwann im zweiten Halbjahr eilig eine neue Runde unterstützender Maßnahmen einleiten, meint Nomura. Das BIP-Wachstum werde im zweiten Halbjahr voraussichtlich auf 4,0 Prozent von rund 5,1 Prozent im ersten Halbjahr sinken.
Der Immobiliensektor befinde sich weiterhin in großen Schwierigkeiten, da sich der Rückgang des Umsatzvolumens und der Preise zuletzt verschärft habe, während sich die Verlangsamung des Exportwachstums aufgrund der US-Zölle noch verschlimmern könnte, fügt Nomura hinzu. Die Kampagne zur Bekämpfung von Überkapazitäten, insbesondere im Bereich der grünen Energie, habe endlich begonnen, was kurzfristig zu einer schwächeren Nachfrage nach Rohstoffen und einem Einbruch der Investitionen führen dürfte.
Rüstungs-Startups streichen Milliardenkapital ein
Was früher als Tabu galt, zieht heute Milliarden an: Rüstungs-Startups erleben einen Boom und erhalten Rekordsummen von Investoren. Der Krieg in der Ukraine und geopolitische Unsicherheit treiben die Branche an - und verändern die deutsche Gründerszene fundamental.
Übersät mit Fehlern: Das steht in Trumps Zollbriefen
US-Präsident Trump macht immer mehr Briefe öffentlich, in denen er Einfuhrzölle gegen andere Länder verhängt - bisher sind es gut 20. Die EU hat noch keinen solchen Brief erhalten. Dafür wird Trump woanders umso deutlicher: Vor allem mit einem großen Handelspartner rechnet er ab.
Porsche-Beratungstochter baut Stellen ab
Die womöglich vor dem Verkauf stehende Porsche-Tochter MHP will sich von einer niedrigen dreistelligen Zahl an Mitarbeitenden trennen. Das sagte der Chef der Unternehmensberatung, Federico Magno, dem "Focus". Dies sei Folge der Transformation des Unternehmens.
Insgesamt hat die auf die Autoindustrie spezialisierte Beratung mit Hauptsitz Ludwigsburg 5000 Beschäftigte. Sie will sich künftig auf mehr Branchen, etwa Luftfahrt, Energie und Halbleiter, fokussieren. Zu einem möglichen Ausstieg der zurzeit mit Gewinnschwund kämpfenden Mutter Porsche äußerte sich Magno nicht. Porsche sei ein hervorragender Partner und Kunde.
Euro fester - Referenzkurse der EZB
Der Eurokurs ist gestiegen. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1709 (Mittwoch: 1,1698) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8540 (0,8548) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86270 (0,86130) britische Pfund, 171,33 (171,63) japanische Yen und 0,9320 (0,9325) Schweizer Franken fest.
Wall Street lahm, aber Kellogg-Aktie außer Rand und Band
Wegen der laufenden Zollverhandlungen der USA mit der EU und anderen Handelspartnern haben sich Anleger mit Engagements an der Wall Street zurückgehalten. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 kamen zur Eröffnung kaum vom Fleck. Unterstützung erhielt die Börse vom überraschend robusten US-Arbeitsmarkt, der die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank am Leben erhielt, obwohl die Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung keine Hinweise auf einen solchen Schritt bei der kommenden Sitzung Ende Juli lieferten.
Bei den Unternehmen sorgte WK Kellogg mit einem Kurssprung von gut 30 Prozent auf 22,84 Dollar für Furore. Der italienische Süßwarenkonzern Ferrero will den Frühstücksflocken-Hersteller, der 2023 aus der Aufspaltung von Kellogg hervorgegangen ist, für 23 Dollar je Aktie oder insgesamt 3,1 Milliarden Dollar übernehmen.
Zahl der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinkt überraschend
Die an den Finanzmärkten stark beachtete Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist zuletzt überraschend gesunken. In der vergangenen Woche stellten 227.000 US-Amerikaner einen Antrag auf staatliche Unterstützung, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Experten hatten mit 235.000 gerechnet, nach abwärts revidiert 232.000 in der vorangegangenen Woche. Die Zahlen deuten auf einen robusten Arbeitsmarkt hin. Kritisch wird es erst ab einer Zahl von rund 270.000, die Experten als Signal für eine negative Trendwende am Jobmarkt gilt.
Die US-Notenbank Federal Reserve beließ den Leitzins am 18. Juni im Bereich von 4,25 bis 4,50 Prozent. Sie will laut Fed-Chef Jerome Powell mehr Klarheit darüber gewinnen, wie sich die von Zollerhöhungen geprägte Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump auf die Inflation und den Arbeitsmarkt auswirken wird.
BMW-Aktie startet nach "Pre-Close Call" durch
Mit plus 4,1 Prozent stellt die Aktie von BMW aktuell den Dax-Gewinner. Analysten bewerten die Vorab-Aussagen (Pre-Close) des Automobilherstellers positiv. So soll die Automarge im zweiten Quartal über fünf Prozent liegen, damit werde das Erreichen des Ziels für 2025 von fünf bis sieben Prozent wahrscheinlicher. Der freie Cashflow soll gegenüber dem Vorquartal zulegen.
Analysten: Konsensschätzungen für Deutsche Telekom könnten steigen
Die Zahlen der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US am 23. Juli könnten ermutigend ausfallen, erwartet die UBS. Allerdings könnte die Deutsche Telekom selbst am 7. August schwächere Eckdaten (Key Performance Indicators) für ihr Deutschland-Geschäft melden. Die Analysten halten es gleichwohl für möglich, dass die Konsensgewinnschätzungen in den kommenden Quartalen um fünf bis zehn Prozent steigen. Verschiedene Faktoren, darunter das deutsche Stimuli-Paket, seien in ihren Schätzungen noch nicht berücksichtigt. Das niedrigere Kursziel basiere auf der Annahme eines Euro-Dollar-Kurses von 1,17 (bisher: 1,12).
Frankfurter Wolkenkratzer steht zum Verkauf
Ein markanter Teil der Frankfurter Skyline, der auch zum Symbol der Immobilienkrise in Deutschland geworden ist, steht zum Verkauf: das Trianon-Hochhaus im teuren Frankfurter Westend. Die Kanzlei Pluta, Insolvenzverwalterin für das Gebäude, teilte mit, dass Berater für die Abwicklung des Verkaufsprozesses mandatiert worden seien. "Wir haben den Verkaufsprozess gestartet, um einen Investor für den Büroturm Trianon zu finden", sagte Insolvenzverwalter Stephan Laubereau von der Kanzlei Pluta: "Das Interesse ist sehr groß, was mich für den Investorenprozess zuversichtlich stimmt."
Das Schicksal des 186 Meter hohen Gebäudes in Frankfurter Top-Lage wird von der Immobilienbranche angesichts der Probleme des Marktes für Büroimmobilien genau beobachtet. Die Eigentümergesellschaft des markanten Turms war im vergangenen Jahr in die Pleite geschlittert. Der Hauptmieter, die Fondsgesellschaft Deka, hatte die Immobilie verlassen und einen neuen Sitz bezogen.
Mieter in dem Hochhaus, das zuletzt 2018 für rund 670 Millionen Euro an südkoreanische Investoren verkauft worden war, ist die Bundesbank, die 2015 hier in Büros einzog. Ihr Campus wird renoviert. Nun soll Pluta zufolge Mellum Capital den Verkaufsprozess begleiten. Rund 370 Millionen Euro Schulden lasten auf der Immobilie, wie zwei Insider sagten.
Neues vom Geldmarkt
Die Sätze am europäischen Geldmarkt zeigen sich wenig verändert. An der jüngsten Entwicklung der länger laufenden Euribors ist abzulesen, dass die Kurve in diesem Bereich steiler tendiert. Derweil sind die Erwartungen an zukünftige Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank wie festgenagelt, hier wird weiterhin mit einem weiteren Zinsschritt um 25 Basispunkte in diesem Jahr gerechnet.
Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 1,90 - 2,07 (1,90 - 2,07), Wochengeld: 1,90 - 2,07 (1,90 - 2,07), 1-Monats-Geld: 1,95 - 2,10 (1,92 - 2,10), 3-Monats-Geld: 1,95 - 2,15 (1,95 - 2,24), 6-Monats-Geld: 1,96 - 2,20 (1,96 - 2,20), 12-Monats-Geld: 1,97 - 2,27 (1,97 - 2,27), Euribors: 3 Monate: 1,9690 (1,9480), 6 Monate: 2,0510 (2,0190), 12 Monate: 2,0830 (2,0490)
Delta-Ausblick schiebt Aktien von Fluglinien an - Delta-Papier springt hoch
Ein günstiger Ausblick von Delta Airlines treibt auch die Aktien europäischer Fluglinien nach oben. Lufthansa steigen um 0,8 Prozent, Air France-KLM um gut zwei Prozent, und IAG um ein Prozent. Delta Airlines ziehen vorbörslich um zwölf Prozent an. Der US-Konzern teilte mit, die Nachfrage stabilisiere sich. Im zweiten Quartal lag der Gewinn je Aktie mit 2,10 Dollar knapp über der Prognose von 2,06 Dollar.
Ökonom: Trumps reziproke Zölle könnten Japans BIP massiv drücken
Sollten die von Präsident Donald Trump angedrohten reziproken Zölle von 25 Prozent auf japanische Waren eingeführt werden, dürfte dies das reale BIP Japans kumulativ um 1,1 Prozent drücken, meint der Ökonom Kento Minami von Daiwa Securities. Infolgedessen werde das reale BIP-Wachstum für das Jahr bis März 2026 voraussichtlich bei etwa 0,1 bis 0,2 Prozent liegen. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2024 lag das Wachstum bei 0,8 Prozent.
"Es ist unwahrscheinlich, dass die Trump-Zölle schwere Schocks für die Wirtschaft verursachen", meint Minami. "Aus geldpolitischer Sicht ist es unwahrscheinlich, dass die [Bank of Japan] angesichts des sich aufgrund eines strukturellen Arbeitskräftemangels verschärfenden Inflationsdrucks Zinserhöhungen aufgibt, aber sie wird wahrscheinlich an ihrem Kurs festhalten, die Zinsen langfristig weiter anzuheben."
Risikolaune am Anleihenmarkt steigt wieder
Wieder klar auf Einengungskurs gehen die Risikoprämien gegen den Ausfall europäischer Anleihen. Die relative Ruhe beim Thema US-Strafzölle hebt die Stimmung und damit auch die Risikoneigung. Dazu trägt bei, dass die zuletzt verschickten Trump-Briefe nur noch an für den Welthandel wenig signifikante Länder gegangen sind. Dies deute an, dass hinter den Kulissen mit großen Wirtschaftsblöcken wie China oder der EU zielorientiert weiter verhandelt werde. Entsprechend fällt der Itraxx-Sub-Financials wieder unter die Marke von 100 Basispunkten. Der Crossover-Index zeigt sich mit 277 Basispunkten, während er noch vor einer Woche bei 286 Basispunkten gehandelt wurde.
Neuer Chef übernimmt bei MTU im September - bisheriger CEO frei für Airbus
Der neue Vorstandschef von MTU Aero Engines tritt sein Amt bei dem Münchner Triebwerkszulieferer Anfang September an. Johannes Bussmann, bisher Chef des Prüfkonzerns TÜV Süd, rückt am kommenden Dienstag in den Vorstand des Dax-Unternehmens ein und übernimmt sechs Wochen später den Job von Vorstandschef Lars Wagner, wie MTU mitteilte.
Wagner verlässt MTU Ende Oktober und ist dann frei für seine neue Aufgabe als Chef des Verkehrsflugzeug-Geschäfts von Airbus. Beim Flugzeugbauer soll ihn sein Vorgänger Christian Scherer zwei Monate einarbeiten, ehe Wagner zum Jahreswechsel den Posten offiziell übernimmt. Die Rückkehr Wagners zu Airbus war seit dem vergangenen Herbst klar, offen war nur der Zeitpunkt seines Wechsels.
Fielmann hat eine "Vision 35"
Der Augenoptiker Fielmann will in den nächsten zehn Jahren weltweit wachsen. Die Gruppe, die auch Hörakustik anbietet, werde sich von einem europäischen zu einem globalen Anbieter entwickeln, kündigte das Hamburger Familienunternehmen in einer Mitteilung an. "Vision 2035" nennt sich der Plan, der die "Vision 2025" ablöst. Das SDax-Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren immer wieder neue Märkte erschlossen: In den USA übernahm Fielmann die Unternehmen Shopko Optical (2024) und SVS Vision (2023). In den Jahren zuvor erwarb Fielmann auch mehrere Unternehmen in Europa.
Wie aus der Mitteilung hervorgeht, bestätigte das Unternehmen die Prognose für das laufende Jahr. Fielmann peilt einen Gesamtumsatz von bis zu 2,5 Milliarden Euro an. Im ersten Halbjahr wuchs der Umsatz vorläufig um zwölf Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 1,2 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen stieg um rund 26 Prozent auf etwa 290 Millionen Euro, was Fielmann unter anderem mit Kostendisziplin begründete. Die endgültigen Zahlen will das Unternehmen im August veröffentlichen.
Futures an der Wall Street knapp behauptet
Kleinere Gewinnmitnahmen dürften den heutigen Handel an der Wall Street prägen. Die Futures auf die großen Aktienindizes deuten einen knapp behaupteten Start an. Am Mittwoch hatten Zinssenkungsphantasien den Kursen Auftrieb gegeben. Aus dem Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung war hervorgegangen, dass sich im Offenmarktausschuss der Federal Reserve eine Mehrheit für Zinssenkungen zum Jahresende hin ausgesprochen hatte. Der Nasdaq-Composite erreichte daraufhin ein Rekordhoch, gestützt von Schwergewicht Nvidia, dessen Marktwert erstmals die Marke von vier Billionen Dollar knackte.
Heute stehen Auftritte einiger Fed-Vertreter auf der Agenda. An Konjunkturdaten werden nur die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche veröffentlicht. Allerdings ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt eines der Kriterien, an denen die Notenbank ihre Geldpolitik ausrichtet.
Baywa vermeldet tiefrote Zahlen
Der Münchener Agrarhändler Baywa hat vergangenes Jahr wegen Abschreibungen vor allem auf die Erneuerbare-Energien-Tochter einen Milliardenverlust verzeichnet. Das operative Fehlbetrag (Ebit) lag bei knapp 1,1 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahr hatte Baywa operativ noch 304 Millionen Euro verdient. Nach Abzug von Zinsen und Steuern schließt die Baywa AG das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Minus von etwa 1,6 Milliarden Euro ab. Der Umsatz sank um rund 12 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro.
"Im vergangenen Jahr hat die Baywa die schwerste Unternehmenskrise seit Bestehen erlebt. Entsprechend standen eine Reihe notwendiger, harter und auch mutiger Grundsatzentscheidungen an", sagte Vorstandschef Frank Hiller.
Südzucker mit deutlichem Ergebnisrückgang
Südzucker hat mit den Zahlen zum ersten Geschäftsquartal die Erwartungen verfehlt, wie die Analysten von Warburg anmerken. Den Ausblick habe der Zuckerkonzern bestätigt. Ursächlich für das schwächere Abschneiden seien hauptsächlich die enttäuschenden Ergebnisse der Segmente Zucker und Cropenergy gewesen. Außer dem Fruchtsegment hätten alle Geschäftsbereiche im ersten Quartal mit Widerständen zu kämpfen gehabt.
Südzucker hat bei deutlich niedrigeren Umsätzen auch weniger verdient. Die Erlöse sackten laut Mitteilung in den drei Monaten per Ende Mai deutlich auf 2,153 von 2,551 Milliarden Euro ab.
Kellogg-Aktie geht vorbörslich durch die Decke
Unter den Einzelwerten springen WK Kellogg vorbörslich um über 50 Prozent nach oben. Der italienische Nutella-Hersteller Ferrero steht einem Bericht des "Wall Street Journal" kurz davor, den Hersteller von Frühstücksflocken für drei Milliarden US-Dollar zu übernehmen.
Dax mit kleinem Plus - Euro stabil - Ölpreise leicht im Minus
Update von der Frankfurter Börse: Nach dem Erreichen des neuen Rekordhochs von 24.639,10 Punkten hat sich der Dax nur noch sehr wenig bewegt. Der deutsche Leitindex stieg am Mittag um 0,2 Prozent auf 24.588 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,3 Prozent höher bei 5461 Stellen. Der Euro lag leicht fester bei 1,1734 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI sanken geringfügig um je 0,2 Prozent.
Neue US-Zölle - in diesen Sektoren steigt der Druck
Auch wenn der US-Zollstreit weiterhin ein Thema an den Börsen ist, scheint nicht jeder Sektor gleich darauf zu reagieren. Warum sich der breite Markt stabil hält und in welchen Sektoren Anleger vorsichtig werden, darüber spricht Nancy Lanzendörfer mit Volker Meinel von der BNP Paribas.
Europa übertüncht China-Problem von BMW - große Nachfrage nach neuen Mini-Modellen
BMW hat im zweiten Quartal das schwache China-Geschäft durch Wachstum in Europa ausbügeln können. Von April bis Juni lieferte der Dax-Konzern mit den drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce 621.271 Fahrzeuge aus, ein Plus von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Kernmarke BMW verzeichnete allerdings einen Rückgang um 2,6 Prozent auf 550.693 Autos, wie die Münchner mitteilten. Die Nachfrage nach neuen Mini-Modellen ist dagegen hoch - der Absatz des Kleinwagens stieg im Quartal um ein Drittel auf rund 69.000 Stück.
Nach Regionen erzielten BMW und Mini zusammen in Europa den stärksten Zuwachs von zehn Prozent. Am größten Einzelmarkt China haben auch die Münchener weiter zu kämpfen gegen schwache Nachfrage und harte Konkurrenz: Die Verkäufe sackten um 13,7 Prozent auf gut 162.000 Fahrzeuge ab. In den USA, wo seit April der höhere Importzoll von 27,5 Prozent gilt, lagen die Auslieferungen an die Kunden mit 98.504 Wagen 1,4 Prozent über Vorjahr.
Pernod Ricard nehmen kräftigen Kursschluck
Pernod Ricard beschleunigen ihre Erholung. Der Kurs gewinnt 3,6 Prozent auf 95,98 Euro. "Die Hoffnung auf ein Ende des Zollstreits stützt", so ein Marktteilnehmer. Nun nehme auch die Chance auf eine charttechnische Bodenbildung zu: Den seit Mai intakten kurzfristigen Abwärtstrend habe der Kurs bereits überwunden, der seit Mitte 2023 bestehende zentrale Baisse-Trend sei allerdings noch intakt, er verlaufe bei gut 105 Euro.
Hochtief angelt sich Großauftrag von der Bahn
Im Zuge der Generalsanierung der deutschen Bahninfrastruktur hat Hochtief einen neuen Großauftrag der Deutschen Bahn erhalten. Das Unternehmen wird nach eigenen Angaben einen rund 42 Kilometer langen, zweigleisigen Streckenabschnitt der rechten Rheinschiene von Wiesbaden bis Lorchhausen sanieren.
Zu dem Projekt mit einem Wert von mehr als 170 Millionen Euro zählen auch zehn Bahnübergänge und zwölf Zugstationen, die neu- oder umgebaut werden, sowie zwei Personenunterführungen. Die Generalsanierung der Bahnstrecke am rechten Rhein soll von Juli bis Dezember 2026 stattfinden, die vorbereitenden Arbeiten hätten bereits in diesem Sommer begonnen.
Bankentitel vor Beginn der US-Quartalssaison rot
Vor den Quartalszahlen der US-Banken ab kommenden Dienstag geraten die Branchentitel in Europa unter Druck. Unicredit und Santander zählen mit minus 1,1 beziehungsweise minus 1,3 Prozent zu den Verlierern im EuroStoxx50. Im Dax fallen Commerzbank um 3,4 Prozent, Deutsche Bank verbilligen sich moderat um 0,1 Prozent. "Die Delta-orientierten Käufe sind ausgelaufen, nun geht es erst einmal in die andere Richtung", so ein Händler.
Nordex mit kräftigem Auftragseingang - Aktie gewinnt kräftig
Nordex hat einen starken Auftragseingang für das zweite Quartal vermeldet, der erneut einen Rekord für das Quartal erreichte, heißt es von Jefferies. Er habe um 15 Prozent über dem Konsens und 82 Prozent über dem Vorjahr gelegen. Auch der durchschnittliche Verkaufspreis habe sich mit einem Plus von 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr stabil gezeigt, was die anhaltende Preisdisziplin in der Branche zeige.
Das Unternehmen ziele derzeit darauf ab, den Rekordauftragseingang des vergangenen Jahres von 8,3 Gigawatt zu übertreffen, was es gut positionieren würde, um bis 2026 eine mittelfristige Ebitda-Marge von acht Prozent zu erreichen. Die Analysten gehen davon aus, dass Nordex sich besser als erwartet entwickeln wird. Der Nordex-Kurs notiert 3,6 Prozent höher.
Tesla baut Robotertaxi-Dienst in USA aus
Tesla will seinen Robotaxi-Dienst nach dem Start in Austin in Texas auch in der Gegend von San Francisco anbieten. Abhängig von Genehmigungsbehörden soll dies "in einem oder zwei Monaten" geschehen, wie Firmenchef Elon Musk auf seiner Social-Media-Plattform X ankündigt.
In Austin soll der Dienst demnach bereits an diesem Wochenende auf ein größeres Gebiet ausgeweitet werden. Der Elektroautobauer hatte den Dienst dort im vergangenen Monat in einem begrenzten Testgebiet gestartet. Der Konzern steht wegen sinkender Absatzzahlen unter Druck und setzt große Hoffnungen auf das fahrerlose Befördern von Passagieren.
"Dax sprengt den Deckel weg": Wieder neues Allzeithoch - Anleger gehen voll ins Risiko
Die Rally am deutsche Aktienmarkt geht weiter. Der Dax startet mit einem neuen Allzeithoch bei 24.639 Punkten. Zuletzt notiert der Leitindex 0,3 Prozent höher bei 24.622 Zählern. "Der Dax sprengt den Deckel weg", schreibt Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst CMC Markets in einem Kommentar.
"Dass die USA weiterhin mit der Europäischen Union verhandeln, wertet die Börse als ein Zeichen der Stärke", so Stanzl. Die Tatsache, dass viele Zölle bereits aktiv sind und das Wachstum trotzdem stark bleibe, lasse das Thema bei immer weiter steigenden Kursen in den Hintergrund rücken. Die Anleger hofften nun auf eine erneute Bestätigung ihres Optimismus durch die bald beginnende Berichtssaison.
Ihr Hauptaugenmerk richten Anleger auf die Bekanntgabe der wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe. Nach den überraschend starken Beschäftigtendaten der vergangenen Woche erhoffen sie sich zusätzliche Rückschlüsse auf die künftige Geldpolitik der US-Notenbank. Aktuell erwarten Analysten zwei weitere Zinssenkungen der Fed. Der Rückhalt für eine rasche Zinssenkung, wie sie US-Präsident Donald Trump fordert, ist in der Notenbank laut den Protokollen der jüngsten Sitzung allerdings gering. Experten sagen für die abgelaufene Woche 235.000 US-Erstanträge voraus, etwa so viele wie im vorangegangenen Berichtszeitraum.
TSMC übertrifft Erwartungen
Der weltgrößte Auftragsfertiger von Chips, TSMC, profitiert von der wachsenden Nachfrage nach Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI). So schnellte der Umsatz im Zeitraum April bis Juni um 38,6 Prozent auf 933,8 Milliarden Taiwan Dollar (27,23 Milliarden Euro) nach oben, wie der Konzern mitteilte. Damit übertraf TSMC die Analystenschätzungen von 927,8 Milliarden Taiwan Dollar. Das Unternehmen, zu dessen Kunden Nvidia gehört, will am 17. Juli seinen vollständigen Quartalsbericht veröffentlichen.
"Keine guten Nachrichten": Baupreise für Wohngebäude steigen schneller als Inflation
Die Preise für den Bau neuer Wohnungen in Deutschland steigen schneller als die allgemeine Inflation. Der Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude verteuerte sich im Mai wie schon im vorangegangenen Messmonat Februar um 3,2 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt zu seiner vierteljährlichen Auswertung mitteilt. Zum Vergleich: Die Inflationsrate lag im Mai bei 2,1 Prozent. Von Februar auf Mai erhöhten sich die Baupreise um 0,8 Prozent.
"Für die Bauwirtschaft und auch für die Bundesregierung sind das keine guten Nachrichten: Bauen verteuert sich weiterhin, und zwar recht kräftig", sagte der Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank, Cyrus de la Rubia.
Inflation sinkt auf 2,0 Prozent
Mit 2,0 Prozent Inflation hat sich das Leben hierzulande im Juni so wenig verteuert wie zuletzt im Oktober 2024. Von Mai auf Juni des laufenden Jahres blieb das Niveau der Verbraucherpreise unverändert. Das Statistische Bundesamt bestätigte seine vorläufigen Berechnungen.
Energie war nach Angaben der Wiesbadener Behörde im Juni 3,5 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Das dämpft die allgemeine Teuerung. Allerdings war die Differenz zum Vorjahresmonat im April und Mai noch größer gewesen. Binnen Jahresfrist gingen im Juni 2025 die Preise für Kraftstoffe (minus 4,6 Prozent) zurück. Brennstoffe wie Heizöl und Holzpellets (jeweils minus 5,6 Prozent) sowie Strom (minus 2,4 Prozent) waren ebenfalls günstiger. Zugleich fielen die Preissteigerungen für Lebensmittel mit 2,0 Prozent im Juni geringer aus als in den Monaten zuvor.
Hier greifen die Anleger vorbörslich zu
Nordex werden vorbörslich fester gehandelt. Der Kurs steigt um etwa 1 Prozent. Ein Händler verweist auf die Auftragszahlen. Im zweiten Quartal erreichte der Auftragseingang ein Volumen von gut 2,3 Gigawatt, fast doppelt so viel wie im gleichen Vorjahreszeitraum.
So stark profitieren Aurubis von Trumps Zollhammer auf Kupfer
Aurubis dürften auch heute von den hohen Kupferpreisen profitieren. Der Preis ist bereits seit Dienstag nach oben geschossen, weil US-Präsident Donald Trump Kupfer-Einfuhren nun mit 50 Prozent besteuert. Vorbörslich notierten die Papiere heute bereits 4,4 Prozent im Plus.
"Aurubis ist klar der Gewinner", sagt ein Marktteilnehmer. Die erste Aurubis-Schmelze in den USA nehme im September den Betrieb auf, die zweite im kommenden Jahr. Damit leide Aurubis nicht unter den Zöllen und profitiere von den hohen Preisen. Kupfer verteuert sich am Donnerstag um weitere 1,7 Prozent.
Porsche: Bisher rund 300 Millionen Euro Zoll-Belastung
Der Sportwagenbauer Porsche hat die Belastung durch den seit April geltenden höheren US-Importzoll auf Autos auf rund 300 Millionen Euro beziffert. Diese Summe sei in den Monaten April und Mai angefallen, ging am Vortag aus einer Präsentation für Analysten hervor.
Ende April hatte Finanzchef Jochen Breckner die erwartete Belastung dadurch, dass Porsche die Preise vorerst nicht erhöht und den Zoll auf die eigene Kappe nimmt, auf "mehr als 100 Millionen Euro" beziehungsweise einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag beziffert.
Zukauf gibt Gerresheimer Rückenwind
Der ins Visier von Finanzinvestoren geratene Spezialverpackungshersteller Gerresheimer hat im ersten Halbjahr dank eines Zukaufs zugelegt. Der Umsatz stieg um 15,7 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro und das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um 11,8 Prozent auf 210,4 Millionen gestiegen. Organisch sei der Umsatz allerdings gegenüber den Pro-Forma-Zahlen 2024 um 2,1 Prozent gesunken, das bereinigte Ebitda schrumpfte um 6,4 Prozent, teilte der für die Pharma- und Kosmetikindustrie produzierende Konzern mit.
Vorstandschef Dietmar Siemsen begründete dies mit einer gedämpften Nachfrage der Kosmetikindustrie und einem wohl temporären Rückgang der Nachfrage nach Verpackungen für oral einzunehmende flüssige Medikamente.
Dax auf Kurs Richtung 25.000 Punkte
Die Hausse am deutschen Aktienmarkt setzt sich heute voraussichtlich fort. Nach dem Ausbruch auf neue Rekorde am Vortag wird der Dax am frühen Morgen noch etwas höher bei 24.575 Punkten erwartet. "Der Dax ist auf Kurs Richtung 25.000", so ein Marktteilnehmer, der dabei auf die Hoffnung auf ein Ende des Zollstreits sowie das sich anbahnende Ende des Gazakriegs verweist. Daneben lebt die Zinssenkungsfantasie in den USA wieder auf.
Das Fed-Protokoll zeigt, dass die Zinssenkungsfantasie intakt bleibt. Zehn US-Notenbanker rechnen laut dem Protokoll mit zwei Zinssenkungen in diesem Jahr, neun allerdings nur mit einer Senkung oder keinem Schritt. Einerseits dürften die Zölle von US-Präsident Donald Trump den Inflationsdruck erhöhen, andererseits dürften sie aber auch das Wachstum verlangsamen. Dies wirft schwierige Fragen für die Notenbanker auf, die sich zwischen einem robusten Arbeitsmarkt und zunehmenden Anzeichen einer wirtschaftlichen Belastung bewegen.
Und so lief es am Vorabend an der Wall Street:
Bitcoin erstmals über 112.000 Dollar
Die Digitalwährung Bitcoin ist in der Nacht über die Marke von 112.000 Dollar gestiegen, rutschte dann wieder aber wieder etwas ab. Der neue Rekord liegt bei 112.040 Dollar. In den vergangenen Wochen war der Kurs auf der Stelle getreten.
Die Hoffnung auf den großen Wurf im Zollkonflikt zwischen den USA und wichtigen Handelspartnern fungiere als Zünglein an der Waage und nähre den Risikoappetit der Anleger, schreibt Experte Timo Emden von Emden Research in einem Kommentar. Allerdings sollten sich die Anleger "vor Augen halten, dass die Handelsstreitigkeiten weiterhin alles andere als vom Tisch sind und jederzeit in die Verlängerung gehen könnten". Der Bitcoin - die bekannteste und älteste Digitalwährung - hatte bereits im Mai an der Marke von 112.000 Dollar gekratzt.
Trumps Zollankündigung bringt brasilianische Währung und Aktien unter Druck
Die Ankündigung eines hohen Strafzolls gegen Brasilien durch US-Präsident Donald Trump hat die Landeswährung und Aktien brasilianischer Firmen auf Talfahrt geschickt.
Der brasilianische Real wertete um gut zwei Prozent auf 5,58 je Dollar ab. Die in den USA gehandelten Papiere des Ölkonzerns Petroleo Brasil gaben im nachbörslichen Handel um 1,3 Prozent nach, die des Flugzeugbauers Embraer um rund sechs Prozent.
Der börsengehandelte Fonds iShares MSCI Brazil verlor zwei Prozent. Trump hatte in einem Brief an den brasilianischen Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva angekündigt, dass die USA ab dem 1. August Importe aus Brasilien mit einem Zoll von 50 Prozent belasten werden.
Hier mehr zum Thema:
Trump: Kupfer-Zölle treten am 1. August in Kraft
US-Präsident Donald Trump hat den 1. August als Start für Kupferzölle in Höhe von 50 Prozent angekündigt. Der Republikaner schrieb auf der Plattform Truth Social: "Amerika wird wieder eine DOMINANTE Kupferindustrie aufbauen."
Bereits am Vortag war bekannt geworden, dass Trump Extra-Zölle für bestimmte Branchenimporte länderunabhängig erheben will - der Startzeitpunkt für Kupfer war noch unklar.
"Der Nikkei tut sich schwer, weiter zur 40.000er-Marke vorzurücken"
Die japanische Börse tendiert am Morgen schwächer tendiert. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,5 Prozent auf 39.610,61 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 0,7 Prozent niedriger bei 2.809,29 Zählern. Die Börse Shanghai gewinnt 0,3 Prozent auf 3.505,05 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,3 Prozent auf 4.004,11 Punkte.
"Der Nikkei tut sich schwer, weiter zur 40.000er-Marke vorzurücken", sagte Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities. "Der Aktienmarkt könnte angesichts der fehlenden Fortschritte in den japanisch-amerikanischen Zollverhandlungen und der Oberhauswahlen eine abwartende Haltung einnehmen."
Japans Großhandelspreise steigen langsamer
Der Anstieg der Großhandelspreise in Japan hat sich im Juni den dritten Monat in Folge abgeschwächt und signalisiert damit nachlassenden Inflationsdruck.
Die Preise, die Unternehmen für ihre Waren und Dienstleistungen untereinander verlangen, stiegen um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Bank von Japan (BoJ) mitteilte. Die Entwicklung stützt die Einschätzung der Notenbank, wonach der von den Rohstoffkosten ausgehende Preisdruck allmählich nachlässt. Grund für die Abschwächung waren sinkende Preise für Treibstoff und Metalle sowie ein stärkerer Yen, der die Importe um 12,3 Prozent verbilligte.
VW stoppt Lieferung des ID.Buzz in die USA
Der Autobauer Volkswagen hat einem Medienbericht zufolge die Lieferung seines Elektro-Kleinbusses ID.Buzz in die USA vorerst gestoppt. Hintergrund seien neben einem Rückruf auch die Strafzölle der Regierung von US-Präsident Donald Trump, berichtete das "Handelsblatt" am Vorabend vorab unter Berufung auf Konzernkreise.
Ein Sprecher der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge habe bestätigt, dass der ID.Buzz derzeit nicht in die USA ausgeliefert werde, so die Zeitung. Als Grund sei ein Rückruf wegen einer aus Behördensicht zu breiten Rücksitzbank des US-Modells genannt worden.
Zwei mit dem Vorgang vertraute Personen hätten jedoch auf die im April eingeführten Strafzölle der US-Regierung unter Trump hingewiesen, so das "Handelsblatt".
Kennt der Dax kein Halten mehr?
Es scheint fast so! Gestern übersprang der deutsche Leitindex locker flockig sein altes Allzeithoch bei 24.479 Punkten, und selbst dann ging ihm nicht die Puste aus. Der Dax kletterte in der Spitze bis auf 24.609 Punkte, und bei Handelsschluss stand immer noch ein sattes Plus von 1,3 Prozent bei 24.521 Zählern zu Buche.
Die Käufer im Dax seien in diesem Jahr zu einer untypischen Zeit aktiv, kommentiert Jochen Stanzl von CMC Markets. Jahreszeitlich wären schwächere Kurse angesagt. "Die Umschichtung von Kapital aus den USA nach Europa und Deutschland geht weiter, weil Anleger der unsicheren Zollpolitik der US-Regierung entgehen wollen", so Stanzl.
Die deutsche Wirtschaft könne diese Unsicherheiten teilweise kompensieren, sowohl durch die europäische Binnenkonjunktur als auch durch eine konjunkturelle Erholung in Fernost, ergänzte er. "Im besten Fall kann Deutschland eine weitere Rezession in diesem Jahr vermeiden und im kommenden Jahr zu neuem Wachstum zurückkehren. Diese Entwicklung nimmt der Dax bereits jetzt vorweg, da Anleger an der Börse stets drei bis sechs Monate in die Zukunft blicken."
Und was steht heute an?
Der Datenkalender ist immer noch wie leer gefegt. Der Inflationsdruck in Deutschland hat im Juni voraussichtlich nachgelassen. Klarheit bringen die endgültigen Daten des Statistischen Bundesamtes. In einer ersten Schätzzahl hatte die Behörde eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent ermittelt. Im April und Mai lag diese noch bei jeweils 2,1 Prozent und damit leicht über dem Zielwert von 2,0 Prozent, den die Europäische Zentralbank mittelfristig für den gesamten Euroraum anstrebt.
Wegen des Booms bei Künstlicher Intelligenz hoffen Anleger beim weltgrößten Chip-Auftragsfertiger TSMC auf ein erneutes kräftiges Umsatzplus im Juni. Firmenchef C.C. Wei hatte vor einigen Wochen betont, dass die Nachfrage nach KI-Hochleistungsprozessoren trotz des US-Zollchaos ungebrochen sei.
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