Schwache Zahlen von Tui
Als schwächer als erwartet werden die Zahlen von Tui im Handel bezeichnet. Für Unsicherheit dürfte Marktbeobachtern zufolge vor allem das Aussetzen der Umsatzprognose sorgen. Auch werde die Gewinnerwartung für das laufende Jahr in einer sehr breiten Spanne von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro beim bereinigten Ebit ausgegeben.
Bei den Zahlen zum dritten Quartal störe vor allem der deutliche Gewinnrückgang, wahrscheinlich belastet vom Anstieg der Kerosinkosten nach dem US-Angriff auf den Iran. Allerdings sei wohl auch die Buchungsfreude der Kunden überschätzt worden, meint ein Händler. Daher überrasche fast, dass der Jahresausblick bestätigt wurde.
Brenntag vervierfacht Gewinn
Brenntag bleibt trotz des Kriegs im Iran und der daraus resultierenden Lieferengpässe für die Branche zuversichtlich. Preisdisziplin, Kostensenkungen und Verbesserungen im Vertrieb hätten sich mehr als ausgezahlt, erklärte Konzernchef Jens Birgersson. So stieg der Umsatz des Chemikalienhändlers im zweiten Quartal bereinigt um 11,1 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro und das operative Ergebnis (Ebitda) um 41 Prozent auf 463 Millionen. Der Nachsteuergewinn vervierfachte sich auf 182 Millionen Euro. In der vergangenen Woche hatte der Vorstand bereits seine Ergebnisprognose zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen angehoben.
Hannover Rück wächst trotz Preisdruck
Der weltweit drittgrößte Rückversicherer hat im 1. Halbjahr 2026 den Nettogewinn um 7,0 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro gesteigert. Auch das 2. Quartal mit 695 Millionen Euro lag über Analystenschätzungen.
Trotz eines Preisrückgangs von 4,5 Prozent in der Schaden-Rückversicherung zum 1. Juli hat die Hannover Rück 12,0 Prozent mehr Geschäft verzeichnet. Den Umsatz will man 2026 um rund 5,0 Prozent ausbauen.
Die Prognose bleibt: Angepeilt werden mindestens 2,7 Milliarden Euro Nettogewinn fürs Gesamtjahr. Analysten erwarten 2,77 Milliarden Euro. Damit schlägt sich Hannover Rück besser als Rivale Munich Re, der weniger Neugeschäft meldete und die Umsatzprognose senkte.
Schock bei 150 Dollar: So teuer wird Benzin, wenn der Ölpreis weiter steigt
Der Ölpreis nähert sich der Marke von 90 US-Dollar pro Barrel. Grund sind der Iran-Krieg und der Konflikt um die Straße von Hormus. Wenn Öl noch deutlich teurer wird, drohen an der Tankstelle Preise von 2,40 Euro und mehr, erklärt ntv-Börsenreporter Frank Meyer. Dagegen wäre auch die EZB machtlos.
So sind Anleger beim Bitcoin positioniert
Der Bitcoin legt leicht zu. Die Kurse haben sich zuletzt kaum bewegt, obwohl die Kryptowährung ihre beste Phase seit Mitte April erlebt hat, da in fünf aufeinanderfolgenden Sitzungen rund 850 Millionen US-Dollar in US-Spot-Bitcoin-ETFs geflossen sind.
Dies deute darauf hin, dass die Anleger immer noch weitgehend für ein anderes Ergebnis positioniert seien, kommentiert Jasper De Maere, Händler bei Wintermute. Obwohl die Verbesserung der ETF-Zuflüsse ermutigend sei, wolle man eine starke ETF-Aktivität bis zum Ende des Sommers sehen, bevor man eine uneingeschränkt konstruktive Haltung einnehme, so der Stratege weiter.
De Maere sagt, die nächsten Katalysatoren seien die US-Inflationsdaten in dieser Woche, gefolgt vom Jackson-Hole-Symposium im späteren Verlauf des Augusts und der Abstimmung des US-Kongresses über den Clarity Act im September. Der Bitcoin notiert 0,1 Prozent höher bei 63.733,37 Dollar.
Anleger werfen Bilfinger aus den Depots
Anleger kehren nach Zahlenvorlage Bilfinger den Rücken. Die Titel des Industriedienstleisters brechen in der Spitze um 9,3 Prozent ein und sind damit auf Kurs zum größten Tagesverlust seit Oktober 2024.
Weil sich Kunden wegen der politischen Unsicherheit mit Neuinvestitionen zurückhielten, fiel der Auftragseingang im zweiten Quartal um 16 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Die operative Umsatzrendite (Ebita-Marge) erwartet Bilfinger im Gesamtjahr nun am unteren Ende der Spanne von 5,8 bis 6,2 Prozent.
Satter Geldregen: Dank Tech-Rally verdient Norwegens Staatsfonds so viel wie noch nie
Norwegens Staatsfonds hat im ersten Halbjahr 2026 so viel verdient wie noch nie. Dank des Booms bei Techwerten stand ein Plus von 1,75 Billionen norwegischen Kronen zu Buche, wie Fonds-Chef Nicolai Tangen mitteilte. Das entspricht rund 184,3 Milliarden Dollar.
Laut Tangen sind die Kursgewinne vor allem auf die Aktienmärkte zurückzuführen. Besonders asiatische Techwerte und die Schwergewichte aus den USA haben dem 2,3-Billionen-Dollar-Fonds kräftig in die Kasse gespült.
Der Fonds, der die Öleinnahmen Norwegens verwaltet, hält Beteiligungen an rund 7100 Unternehmen. Zum 30. Juni sah das Tech-Portfolio so aus:
- Nvidia: 1,28 % Anteil, bewertet mit 62 Mrd. Dollar
- Apple: 1,24 % Anteil, 52 Mrd. Dollar
- Alphabet: 1,17 % Anteil, 50 Mrd. Dollar
- Microsoft: 1,27 % Anteil, 35 Mrd. Dollar
- TSMC: 1,7 % Anteil, 34 Mrd. Dollar
- SpaceX: 0,05 % Anteil, 1,22 Mrd. Dollar
Damit profitiert der größte Einzelinvestor der Welt direkt vom KI- und Chip-Boom. Neben Aktien investiert der größte Staatsfonds der Welt auch in Immobilien und Energieprojekte.
EON bestätigt Prognose
EON hat das Ergebnis im ersten Halbjahr gesteigert und seine Prognose bestätigt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei im Halbjahr um ein Prozent auf 5,4 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Energiekonzern mit. Damit lag EON im Rahmen der Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit 5,39 Milliarden Euro gerechnet hatten. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern weiter ein bereinigtes Ebitda von 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro und einen bereinigten Konzernüberschuss zwischen 2,7 und 2,9 Milliarden Euro an.
EON investierte im ersten Halbjahr drei Milliarden Euro, wegen witterungsbedingter Verzögerungen etwas weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Schwerpunkt habe dabei insbesondere auf der Energie-Infrastruktur gelegen. Der größte europäische Verteilnetzbetreiber plant für das Gesamtjahr Investitionen von 8,7 Milliarden Euro.
Goldpreis zieht an, Öl auch
Am Rohstoffmarkt verteuern sich die Ölpreise weiter. So legt die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,8 Prozent auf 89,63 Dollar je Barrel (159 Liter) zu. Das US-Öl WTI notiert 1,0 Prozent fester bei 84,00 Dollar. Und auch der Goldpreis baut die Vortagesgewinne aus und zieht 0,46 Prozent auf 4387,03 Dollar je Feinunze an.
Schafft der Dax wieder ein Allzeithoch?
Der Dax bleibt sich in dieser Woche bislang treu und startet auch in das heutige Wochenmittegeschäft kaum verändert. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 26:440 Punkten, nachdem er gestern 0,3 Prozent auf 26.391 Zähler zugelegt hatte. Das neue Allzeithoch markierte er gestern bei 26.504,54 Stellen. Das Augenmerk der Anleger liegt heute zum einen auf der Berichtssaison, zum anderen auf Inflationsdaten aus Deutschland und den USA.
Super Micro, super Zahlen, Super-Aktie
Super Micro Computer blickt dank des Booms bei künstlicher Intelligenz (KI) optimistisch in die Zukunft. Der Server-Anbieter erwartet für das Geschäftsjahr 2027 einen Jahresumsatz zwischen 65 und 72 Milliarden Dollar, wie Super Micro mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 52,50 Milliarden Dollar gerechnet. Die Firma setzt darauf, dass die anhaltend starke Nachfrage nach ihren Servern das Wachstum weiter antreibt. Die Aktie des Konzerns legte im nachbörslichen US-Handel um neun Prozent auf 34,51 Dollar zu.
Das Unternehmen hatte im Juli von einer stark anziehenden Nachfrage berichtet. Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres gingen bei Super Micro Aufträge im Wert von über 60 Milliarden Dollar ein. Technologiekonzerne und Cloud-Anbieter erhöhen derzeit ihre Investitionen in Rechenzentren, um große Sprachmodelle und andere KI-Anwendungen zu betreiben.
KI treibt Chipwerte und Kospi
Bis auf den Aktienmarkt in Südkorea tut sich an den asiatischen Börsen nicht viel. Die meisten Handelsplätze liegen knapp im Plus oder im Minus - ein klarer Trend ist nicht auszumachen. Im Vorfeld der im Tagesverlauf, aber nach Börsenschluss in Asien erwarteten US-Inflationsdaten üben sich Anleger in Zurückhaltung. Denn die Daten dürften den mittelfristigen Zinspfad der US-Notenbank entscheidend beeinflussen. MUFG-Analyst Michael Wan verweist mit Blick auf die US-Geldpolitik auf die zuletzt schwachen US-Arbeitsmarktdaten. Gleichwohl seien "die Verbraucherpreisdaten im weiteren Tagesverlauf wohl wichtiger."
Der Kospi in Südkorea baut seine Aufschläge begleitet von erneuten Volatilitätsunterbrechungen kontinuierlich aus und steigt aktuell um 4,2 Prozent. Damit bleibt der Gradmesser für KI-Investitionen auf Erholungskurs - angeführt erneut von den beiden Halbleiterschwergewichten Samsung Electronics und SK Hynix, die um 7,9 und 7,3 Prozent vorrücken. Auch an anderen Plätzen der Region zählen Halbleiter- und Technologiewerte zu den Favoriten der Anleger - beflügelt von positiven Geschäftsausweisen im Sektor.
Nach der Feiertagspause klettert der Nikkei in Japan um 0,7 Prozent auf 67.423 Punkte. Aufschläge bei Finanz- und Energiewerten machen Verluste bei Elektronik- und Pharmaaktien mehr als wett. In China zeigt der Markt wie so häufig ein Eigenleben und zur Wochenmitte auch keine einheitliche Tendenz.
TUI-Gewinn enttäuscht
TUI hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres aufgrund der Belastungen durch den Irankrieg weniger verdient als am Finanzmarkt erwartet. Das bereinigte Betriebsergebnis sank von April bis Juni gegenüber dem starken Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 234 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 275 Millionen Euro bei einem leicht auf 5,98 Milliarden Euro gesunkenen Umsatz gerechnet. Auch der Erlös schrumpfte stärker als erwartet auf 5,8 Milliarden Euro. Unsicherheit und steigende Kosten durch den Krieg und die schwache Konjunktur ließen Verbraucher mit Buchungen zögern.
"2026 ist kein normales Jahr", sagte TUI-Chef Sebastian Ebel. "Die Nachfrage bleibt auch in geopolitischen Krisenphasen bestehen – wird jedoch kurzfristiger." Das Marktumfeld für den Anbieter von Pauschal- und Individualreisen, Kreuzfahrten und Urlaubsunternehmungen sei schwierig. In den vergangenen vier Wochen zogen die Buchungen aber wieder an. TUI bekräftigte die im April gesenkte Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr unter der Voraussetzung, dass sich die geopolitischen Spannungen nicht verschärfen und die Treibstoffversorgung gesichert bleibt.
Was zählt, ist die Inflation
Der Dax wird wenig verändert in den Handel starten. Gestern hatte der deutsche Leitindex mit 26.504,54 Punkten ein neues Allzeithoch erreicht, bevor er 0,3 Prozent im Plus bei 26.391,42 Zählern aus dem Handel ging. Für gute Stimmung an den europäischen Börsen sorgten Anzeichen für Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen dem Oman und dem Iran und ein zeitweiser Rückgang beim Ölpreis. An den US-Börsen ging es hingegen leicht nach unten.
Heute blicken die Finanzmärkte gespannt auf die Preisdaten aus den USA wegen möglicher Anzeichen für eine Abkühlung der Konjunktur. Die US-Inflationsrate dürfte im Juli auf 3,4 Prozent gefallen sein, von 3,5 Prozent im Juni. Das Ende des staatlichen Tankrabatts dürfte die Inflation in Deutschland hingegen nach oben getrieben haben. Waren und Dienstleistungen dürften sich im vergangenen Monat um durchschnittlich 2,8 Prozent verteuert haben, nach 2,3 Prozent im Juni.
Auf der Unternehmensseite blicken Anleger unter anderem auf die Quartalsbilanzen von TUI, TKMS, EON, Hannover Rück, Brenntag, K+S und Thyssenkrupp Nucera.
Deutscher U-Boot-Bauer schwimmt in Aufträgen
Die Thyssenkrupp-Rüstungstochter TKMS hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 zugelegt und sich bei den Jahreszielen etwas optimistischer gezeigt. Der U-Boot-Bauer steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebit sei insbesondere dank Zuwächsen in der Sparte Submarines um 13 Prozent auf 110 Millionen Euro geklettert. Der Auftragsbestand habe Ende Juni 20,1 Milliarden Euro betragen – ein Rekordwert.
Der Konzern erwarte nun unter anderem dank starker Zuwächse bei Atlas Elektronik für das Geschäftsjahr (per Ende September) einen Umsatzanstieg um zehn bis zwölf Prozent nach bisherigen Schätzungen von zwei bis fünf Prozent.
"Operativer Hebel" zieht: Kurssprung bei Neocloud-Aktie
CoreWeave hat dank einer starken Nachfrage nach seinen Cloud-Diensten für künstliche Intelligenz (KI) im abgelaufenen Quartal die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der Umsatz lag im zweiten Quartal bei 2,58 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 2,56 Milliarden Dollar gerechnet. Der bereinigte Verlust pro Aktie fiel mit 1,03 Dollar geringer aus als die am Markt erwarteten 1,20 Dollar. Die Aktien des Unternehmens legten im nachbörslichen Handel um fast zehn Prozent zu.
"CoreWeave hat in diesem Quartal einen wichtigen Wendepunkt erreicht, da sich unsere Größe allmählich in einem wachsenden operativen Hebel niederschlägt", sagte Firmenchef und Mitgründer Michael Intrator.
Sogenannte Neocloud-Anbieter wie CoreWeave und der Konkurrent Nebius, die anderen Technologieunternehmen Hardware und Cloud-Kapazitäten zur Verfügung stellen, verzeichnen durch die massiven KI-Investitionen der Branche eine rasant steigende Nachfrage. CoreWeave profitiert dabei von engen Beziehungen zu Nvidia und hat sich als wichtiger Anbieter von dessen KI-Chips etabliert. Zu den Kunden zählen unter anderem Meta und das KI-Start-Up Anthropic, der Entwickler von Claude.
Paramount will Hollywood den Rücken kehren
Paramount stellt laut Medienberichten die Weichen für einen Wegzug aus Kalifornien. Der Auslöser des Schritts soll eine Wettbewerbsklage gegen die geplante Übernahme des Rivalen Warner Brothers sein. Der Paramount-Verwaltungsrat habe den Beginn des Vorhabens ab dem 1. Oktober gebilligt, berichteten unter anderem die Website Puck und der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.
Den Berichten zufolge sprach Paramount-Chef David Ellison von einem auf fünf Jahre ausgelegten Plan, bei dem der Großteil der Jobs im Film- und TV-Bereich den Standort wechseln soll. Sollte die Warner-Übernahme gelingen, könne auch ein Studiogelände in Hollywood verkauft werden.
Als potenzielles neues Zuhause würden unter anderem die Bundesstaaten Tennessee, Georgia und Texas in Erwägung gezogen, hieß es. Das sind alles Bundesstaaten, in denen die Republikanische Partei von Präsident Donald Trump stark ist. Auch andere in Kalifornien ansässige Unternehmen, etwa der von Tech-Milliardär Elon Musk geführte Autokonzern Tesla, verlegten in den vergangenen Jahren ihre Firmenzentrale in republikanische Bundesstaaten, die den Unternehmen eine freiere Hand und eine niedrigere Steuerlast versprechen.
Spotify kennzeichnet KI-generierte Profile
Spotify will zukünftig Profile von Interpreten kennzeichnen, die mit künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden. Mit dem sogenannten "AI-Persona"-Label soll für Hörer ab Mitte September transparenter werden, ob es sich um eine echte Person handelt, teilte der Musikstreaming-Dienst mit. Nutzer hatten Besorgnis über Profile geäußert, die menschlich wirken, hinter denen jedoch KI-generierte Figuren stehen. Die Kennzeichnung soll auf Bannern, in den Profilbeschreibungen, in den Suchergebnissen sowie in Playlists zu sehen sein.
Profilbetreiber können selbst angeben, ob dahinter eine KI-Figur steht. Zudem will Spotify Profile überprüfen, die fotorealistische, KI-generierte Bilder verwenden. Als KI-Figuren eingestufte Profile werden standardmäßig nicht mehr in redaktionellen oder algorithmischen Empfehlungen berücksichtigt, es sei denn, Nutzer folgen diesen Kunstfiguren. Betroffene Account-Inhaber sollen bei einer Einstufung durch Spotify benachrichtigt werden und können dagegen Widerspruch einlegen. Die Kennzeichnung bezieht sich dem Unternehmen zufolge auf die öffentliche Identität des Profils und nicht darauf, wie die Musik produziert wurde.
Das ist los im frühen Devisenhandel
Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 159,39 Yen und legt leicht auf 6,7458 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8113 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1538 Dollar und zieht leicht auf 0,9362 Franken an.
Nvidia greift Rivalen mit neuen KI-Modellen an
Nvidia arbeitet offenbar an neuen Modellen für künstliche Intelligenz (KI). Ziel des Chipkonzerns sei es, mit den weltweit führenden Open-Source-Modellen zu konkurrieren, berichtete das Branchenportal "The Information" unter Berufung auf mit dem Projekt vertraute Mitarbeiter. Ein Veröffentlichungstermin für die Modellfamilie namens Nemotron 4 sei bislang offen, da das abschließende Training noch ausstehe. Dem Bericht zufolge könnte das Modell jedoch im Herbst fertig sein.
Nvidia bestätigte zwar die Arbeit an Nemotron 4, äußerte sich jedoch nicht zu den Einzelheiten des Berichts. "Nvidia investiert in Nemotron", erklärte Kari Briski, Vizepräsidentin für generative KI bei Nvidia, in einem Statement. Man sei davon überzeugt, dass jedes Unternehmen und jedes Land auf offene, für alle zugängliche Modelle der Spitzenforschung angewiesen sei.
Der Halbleiterkonzern gehört zu den wenigen großen US-Firmen, die Modelle mit offenem Quellcode veröffentlichen. Diese gewinnen an Bedeutung, da die Kosten für KI-Entwicklungen steigen und günstigere chinesische Modelle technologisch an die Systeme führender US-Entwickler wie Anthropic oder OpenAI heranreichen.
Urlaub? Rüstung. Inflation!
Der Dax wagt sich langsam aus seiner Deckung – und dann direkt mit einem neuen Allzeithoch. Im gestrigen Handel schraubte er den Rekord auf 26.504,52 Punkte, schloss mit einem Stand von 26.391 Zählern 0,3 Prozent fester. Der Aufschlag hätte vermutlich noch größer ausfallen können, aber in der verfahrenen Situation im Nahen Osten zwischen den USA und dem Iran macht sich Perspektivlosigkeit breit. Eine Lösung und damit eine dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus scheint wieder in weiter Ferne. Die Ölpreise tendierten zeitweise wieder um die 90-Dollar-Marke.
Zur Wochenmitte steht das Thema Inflation im Mittelpunkt: So dürfte das Ende des staatlichen Tankrabatts die Inflation im Juli in Deutschland nach oben getrieben haben. Waren und Dienstleistungen dürften sich um durchschnittlich 2,8 Prozent verteuert haben, nach 2,3 Prozent im Juni. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht dazu Details. Auch aus den USA werden Inflationsdaten erwartet: Dort dürfte die Inflationsrate auf 3,4 Prozent gefallen sein, von 3,5 Prozent im Juni. Die Finanzmärkte schauen mit großer Aufmerksamkeit auf die Preisdaten aus den USA wegen möglicher Anzeichen für eine Abkühlung der Konjunktur.
Unternehmensseitig rückt TUI in den Blick, denn: Der führende Anbieter von Pauschalreisen legt Zahlen für sein drittes Geschäftsquartal vor. Analysten erwarten im Schnitt einen Rückgang des operativen Gewinns um 14 Prozent auf rund 275 Millionen Euro sowie einen Umsatz von 5,98 Milliarden Euro -minus 3,5 Prozent. Im Fokus steht die Einschätzung zur Buchungslage und Preisentwicklung im laufenden, saisonal wichtigsten Sommerquartal.
Zudem legt die Rüstungstochter von Thyssenkrupp, TKMS, ihre Zahlen für die ersten neun Monate vor. Beim Auftragsbestand könnte das Unternehmen einen neuen Rekord verbuchen. Die steigenden Rüstungsausgaben in aller Welt haben die Nachfrage nach Waffen und Munition angeheizt. TKMS muss erklären, mit welchen Kapazitäten es die Milliardenaufträge abwickeln will.
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