Wirtschaft

SpaceX und Alphabet unter DruckNahost-Konflikt und Inflationssorgen belasten US-Börsen

11.08.2026, 23:27 Uhr
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Mit Spannung blicken Anleger auf die in den kommenden Tagen anstehenden Daten zur Verbraucher- und Erzeugerpreisinflation. (Foto: AP Photo/Richard Drew)

Steigende Ölpreise drücken die Stimmung an der Wall Street. Bei den Einzelaktien geben Technologiewerte nach. Der Vermögensverwalter Apollo Global ist nach der verkündeten Rechenzentren-Partnerschaft mit Nvidia bei vielen Anlegern gefragt.

Schwindende Hoffnungen auf eine Friedenslösung im Nahen Osten haben die Wall Street am Dienstag ins Minus gedrückt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer auf 53.792 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,3 Prozent auf 7728 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,6 Prozent auf 26.445 Punkte.

Der neu ernannte Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates des Iran hatte erklärt, die Straße von Hormus bleibe geschlossen, solange die USA ihr Verhalten nicht änderten und die Bedingungen des Iran zur Beendigung des Krieges nicht akzeptierten. Dies trieb die Ölpreise in die Höhe, die Nordseesorte Brent hielt sich in der Nähe eines Einwochenhochs. Der Energiesektor im S&P 500 stieg um 1,1 Prozent.

"Wie schon seit Monaten ist es einfach sehr schwer, eine Einigung zu finden, die für alle tragfähig ist", sagte Ross Mayfield, Anlagestratege bei Baird. "Öl notiert etwas höher und preist mehr Unsicherheit in dieser Hinsicht ein."

Bei den Einzelaktien gaben Technologiewerte nach. Amazon fielen um 2,1 Prozent und Alphabet um 3,8 Prozent. Die Papiere von SpaceX verloren fast vier Prozent. Alternative Vermögensverwalter verzeichneten hingegen Kursgewinne. Apollo Global stiegen um 6,2 Prozent und Blackstone um fast vier Prozent. Sie gehörten zu den Finanzinstituten, die kürzlich eine Partnerschaft mit Nvidia eingegangen sind, um Plattformen zur Finanzierung von Rechenleistung aufzubauen. Damit sollen mehr als 500 Milliarden Dollar mobilisiert werden.

Die Anleger blickten zudem auf die in den kommenden Tagen anstehenden Daten zur Verbraucher- und Erzeugerpreisinflation. Diese beeinflussen womöglich den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank. Fed-Chef Kevin Warsh hat das Ziel ausgegeben, die Prognosen zur Geldpolitik zu reduzieren. Dem FedWatch-Tool der CME-Börse zufolge sind die Händler uneins über die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung auf der Fed-Sitzung im September. Steigende Energiekosten infolge des Iran-Konflikts haben die Inflationssorgen neu entfacht.

Die Aktien von Jabil kletterten um 5,9 Prozent, nachdem die Schweizer Großbank UBS die Papiere des Elektronikunternehmens von "Neutral" auf "Kaufen" hochgestuft hatte. Die in den USA notierten Aktien von On brachen um 20,3 Prozent ein. Der Sportartikelhersteller hatte die Umsatzschätzungen verfehlt. Der Flüssiggas-Konzern Venture Global verlor 7,3 Prozent, nachdem der Umsatz im zweiten Quartal leicht unter den Erwartungen geblieben war.

Quelle: ntv.de, bho/rts

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