Der Börsen-Tag
14. Oktober 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Max Borowski
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14:24 Uhr

Lufthansa erhält Zuschlag für Einstieg bei Portugal-Airline

Die Lufthansa kann bei der portugiesischen Fluggesellschaft TAP einsteigen und damit ihr Geschäft mit Lateinamerika ausbauen. Die deutsche Airline erhalte für 1,2 Milliarden Euro den Zuschlag für einen Anteil von 44,9 Prozent und habe sich damit gegen den Rivalen Air France-KLM durchgesetzt, teilte Portugals Regierung am Mittwoch nach einem Kabinettsbeschluss in Lissabon mit. Das Angebot der Lufthansa sei 16 Prozent höher gewesen als das von Air France-KLM, sagte Ministerpräsident Luis Montenegro.

Portugal will die in der Corona-Krise 2020 verstaatlichte Fluggesellschaft wieder teilprivatisieren und hat den Prozess im Juli 2025 neu gestartet. Air France-KLM und die Lufthansa hatten im September ihre endgültigen Gebote für die Beteiligung eingereicht und auf Druck der Regierung in Lissabon ihre Offerten noch einmal nachgebessert. Nach Ansicht der Regierung muss die Fluggesellschaft Teil eines Luftfahrtkonzerns werden, da EU-Beihilferegeln weitere staatliche Hilfen verbieten.

Lufthansa erhält Zuschlag für Einstieg bei Portugal-Airline
14:17 Uhr

Ministerium: Niedrigwasser und Energiepreise bremsen deutsche Wirtschaft

Die Konjunktur dürfte sich laut dem Bundeswirtschaftsministerium im Sommer vorübergehend abgeschwächt haben. Nach der Belebung im ersten Halbjahr seien Sonderfaktoren für eine Verlangsamung verantwortlich, teilte das Ressort von Ministerin Katherina Reiche in seinem Bericht zur wirtschaftlichen Lage mit. Zu diesen dämpfenden Effekten zähle der nachlassende globale Lageraufbau bei energieintensiven Gütern. Zudem dämpften Einschränkungen der Binnenschifffahrt infolge von Niedrigwasser weiter die Wertschöpfung. Auch von der Binnenwirtschaft seien angesichts von Kaufkraftverlusten aufgrund erhöhter Energiepreise, andauernder Unsicherheiten und gestiegener Finanzierungskosten kurzfristig kaum Impulse zu erwarten.

Ministerium: Niedrigwasser und Energiepreise bremsen deutsche Wirtschaft
14:05 Uhr

Morgan Stanley steigert Gewinn

Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat ihren Gewinn im dritten Quartal dank eines starken Aktienhandels gesteigert. Das auf die Aktionäre entfallende Ergebnis stieg in den drei Monaten bis Ende September auf 4,91 Milliarden Dollar oder 3,03 Dollar je Aktie, wie das Institut mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte der Überschuss noch bei 4,61 Milliarden Dollar beziehungsweise 2,80 Dollar je Anteilsschein gelegen.

Das Institut profitierte von der hohen Volatilität an den Finanzmärkten. Auslöser der Kursschwankungen waren die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed sowie der Krieg zwischen den USA und dem Iran.

Morgan Stanley steigert Gewinn
13:40 Uhr

Anleihemarkt auf Erholungskurs

Nach dem wochenlangen Ausverkauf setzten Staatsanleihen ihre Erholung fort. Im Gegenzug fiel die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen auf 3,449 Prozent, nach 3,463 Prozent am Vortag. Die Rendite von US-Bonds sank um zwei Basispunkte auf 5,2 Prozent und näherte sich damit ihrem tiefsten Stand seit zwei Wochen. Anleger suchten Analysten zufolge nach dem jüngsten Ausverkauf im KI-Sektor die Sicherheit von Staatsanleihen.

Anleihemarkt auf Erholungskurs
12:55 Uhr

Kurs von deutschem Windkraft– und Solarparkbetreiber stürzt ab

Die Anteilsscheine von PNE rauschen um 17 Prozent nach unten, nachdem der Windkraft- und Solarparkentwickler seine Gewinnerwartungen für das laufende Jahr wegen Projektverzögerungen gesenkt hatte.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) werde 2026 voraussichtlich bei 65 bis 80 Millionen Euro liegen, teilte das Unternehmen aus Cuxhaven in einer Pflichtmitteilung gestern nach Börsenschluss mit. Zuvor hatte die Prognose bei 110 bis 140 Millionen Euro gelegen.

Hintergrund der Anpassung seien sich abzeichnende Verschiebungen einzelner Projekte in das kommende Jahr, da Verkaufsprozesse länger dauerten und sich Genehmigungsverfahren verzögerten, hieß es zur Begründung. Zudem habe sich PNE entschieden, einige ursprünglich zum Verkauf stehende Windparks zu behalten.

Kurs von deutschem Windkraft– und Solarparkbetreiber stürzt ab
12:41 Uhr

Blackrock-Zahlen überzeugen Anleger

Die Aktie von Blackrock stieg vorbörslich um mehr als 3 Prozent, nachdem drei wichtige Finanzkennzahlen - Zuflüsse von Neukunden, Umsatz und bereinigter Gewinn - im jüngsten Quartal über den Erwartungen lagen.

Die Aktie war auf dem besten Weg, über 1.100 USD zu eröffnen, was der höchste Stand seit Anfang September wäre.

Blackrock-Zahlen überzeugen Anleger
12:26 Uhr

Dax baut Gewinne aus

Der Dax baut die Gewinne vorsichtig aus und liegt nun 0,6 Prozent auf 25.410 Punkte vorn.

Vor der Bekanntgabe der wichtigen US-Verbraucherpreise für September ist das weitere Aufwärtspotenzial begrenzt. Nach Einschätzung von xtb würde eine Kerninflation um 2,5 Prozent oder darunter die Wahrscheinlichkeit einer Zinspause im Oktober erhöhen und die Chancen für eine klassische Jahresendrally erhöhen. Charttechnisch liegt um 25.500 eine wichtige Hürden. Diese gilt es nachhaltig zu nehmen, um Aufwärtspotenzial zu eröffnen.

Dax baut Gewinne aus
11:56 Uhr

Europas wertvollster Konzern legt Rekordumsatz hin

Eine unverändert robuste Nachfrage verhilft ASML zu einem erneuten Umsatz- und Gewinnsprung. Daraufhin legte der weltgrößte Anbieter von Halbleiter-Produktionsanlagen einen überraschend optimistischen Ausblick für das laufende Quartal vor. "Wir haben einen Rekordumsatz am oberen Ende unserer Zielspanne erwirtschaftet", sagte Konzernchef Christophe Fouquet. Ein Ende des aktuellen Wachstums sei nicht in Sicht. Die Auftragsbücher für 2028 seien bereits gut gefüllt. Einige Kunden wollten bereits Bestellungen für 2029 und 2030 aufgeben.

Das wertvollste börsennotierte Unternehmen Europas steigerte den Umsatz im dritten Quartal um mehr als die Hälfte auf 11,66 Milliarden Euro. Der Reingewinn verdoppelte sich nahezu auf 4,96 Milliarden Euro und lag deutlich über den Markterwartungen. ASML-Finanzchef Roger Dassen kündigte zudem für 2027 Preiserhöhungen an, die sich ab 2028 vollständig in der Bilanz niederschlagen würden.

"Es gab Befürchtungen, dass der KI-Boom an Schwung verlieren könnte", sagte Gordon Kerr, Anlagestratege der Ratingagentur KBRA. Die Zahlen von ASML untermauerten jedoch die Einschätzung, dass die Chip-Nachfrage ungebrochen sei und der Bauboom bei Rechenzentren bis weit ins Jahr 2027 anhalten werde. ASML-Aktien stiegen an der Amsterdamer Börse um bis zu 3,6 Prozent. In ihrem Windschatten legte der europäische Technologie-Index zeitweise 1,6 Prozent zu.

ASML beherrscht Schätzungen zufolge 94 Prozent des Weltmarktes für Lithographie-Anlagen. Der Konzern setzt dabei als einziger auf extrem ultraviolettes Licht (EUV). Mithilfe dieser Technologie können die Maschinen - jede so groß wie ein Doppeldeckerbus und etwa 400 Millionen Dollar teuer - besonders feine Schaltkreise auf Silizium-Wafer brennen.

Europas wertvollster Konzern legt Rekordumsatz hin
11:38 Uhr

Mängel bei SEB-Risikomodellen 

Die SEB muss wegen Mängeln in ihren Risikomodellen vorübergehend höhere Kapitalanforderungen erfüllen. Die Finanzaufsicht Finansinspektionen (FI) teilte mit, den bestehenden Kapitalaufschlag auf nun 20 Milliarden schwedische Kronen (1,8 Milliarden Euro) verdoppelt zu haben. "Dies ist die Folge davon, dass die FI umfassendere Mängel bei den internen Kreditrisikomodellen der SEB festgestellt hat, als bislang bekannt war", erklärte die Behörde. Die erhöhte Anforderung an das harte Kernkapital gelte so lange, bis die schwedische Großbank die Mängel behoben habe. Ein erster Kapitalaufschlag von zehn Milliarden Kronen war bereits 2023 verhängt worden.

Mängel bei SEB-Risikomodellen 
11:27 Uhr

Schwacher Gabelstapler-Absatz macht Kion zu schaffen

Der Lagerlogistik-Spezialist Kion hat wegen eines schwächelnden Gabelstapler-Geschäfts seine Prognose für 2026 gesenkt und auch seine Mittelfristziele aufgeschoben.

Für das laufende Jahr rechne der Vorstand nun mit einem bereinigten Betriebsgewinn (Ebit) von 815 bis 875 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Bislang hatte Kion 880 bis 980 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Auch die Umsatzprognose wurde leicht auf 11,45 bis 11,75 Milliarden Euro reduziert.

An der Börse kamen die Nachrichten nicht gut an: Die im Nebenwerteindex MDax gehandelten Aktien gaben um zwei Prozent nach.

Schwacher Gabelstapler-Absatz macht Kion zu schaffen
11:08 Uhr

Gold-Investoren sind auf der Hut

Gold zeigt sich weitgehend stabil. Eine Feinunze kostet etwa 4160 Dollar. Die Anleger beobachten die im Tagesverlauf anstehenden US-Verbraucherpreisdaten genau, um Hinweise auf den Zinspfad der US-Notenbank zu erhalten. Ein höher als erwartet ausfallender Wert könnte die Erwartung schüren, dass die US-Notenbank auf ihrer nächsten Sitzung die Zinsen anheben könnte. Höhere Zinsen schmälern in der Regel die Attraktivität des unverzinsten Edelmetalls. Die Märkte richteten ihre Aufmerksamkeit auch auf die Rede des Fed-Chairmans Kevin Warsh am Freitag, so Critical Metals-Vorstandschef Tony Sage. 

Gold-Investoren sind auf der Hut
10:47 Uhr

US-Großbank muss Milliardenstrafe zahlen

Die Bank of America muss wegen Versäumnissen bei der Geldwäschebekämpfung und anderer Verstöße in den USA eine Geldstrafe von rund 1,2 Milliarden Dollar zahlen.

Das Finanzministerium erklärte, dies sei die dritthöchste je von ihm verhängte Geldstrafe. Die Großbank habe es versäumt, der Regierung verdächtige Aktivitäten im Umfang von mehr als fünf Milliarden Dollar zu melden, darunter solche, die Risiken für die nationale Sicherheit darstellten. Der Bank zufolge wird die am Dienstag bekannt gegebene Verständigung mit dem Ministerium die noch am Mittwoch anstehende Quartalsbilanz deutlich belasten. Die Aktie gab nachbörslich um 2,7 Prozent nach.

US-Großbank muss Milliardenstrafe zahlen
10:24 Uhr

IEA warnt vor lange anhaltendem Dieselengpass

Die weltweiten Dieselvorräte dürften sich voraussichtlich bis weit in das nächste Jahr hinein verknappen. Wie die Internationale Energieagentur (IEA) mitteilte, erholen sich die Kraftstoffexporte aus dem Nahen Osten trotz eines jüngsten Aufschwungs bei den Rohöllieferungen nur mühsam.

Das Angebot sank im dritten Quartal um 1,7 Millionen Barrel pro Tag. Der Krieg im Iran schränkte die Ströme durch die Straße von Hormus ein. Gleichzeitig musste Russland, einer der weltweit größten Exporteure von raffinierten Kraftstoffen, die Produktion aufgrund ukrainischer Angriffe auf seine Raffinerien drosseln.

Diesel ist ein wesentlicher Bestandteil der Weltwirtschaft. Er treibt Lastwagen an, die Lebensmittel und Konsumgüter transportieren, sowie schwere Maschinen auf Baustellen und Schiffe auf See. Zudem wird er in weitem Umfang zum Heizen verwendet.

IEA warnt vor lange anhaltendem Dieselengpass
10:16 Uhr

Chipexporte mehr als verdoppelt - Chinas Handelsbilanzüberschuss nähert sich einer Billion Dollar

Die chinesischen Exporte sind im September wegen der weltweit starken Nachfrage nach Halbleitern und Autos unerwartet kräftig gestiegen. Sie wuchsen um 36,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Zollbehörde mitteilte. Die Einfuhren zogen mit 31,0 Prozent nicht ganz so stark an.

Der Handelsüberschuss - Exporte minus Importe - weitete sich allein im September auf 133,53 Milliarden Dollar aus. In den ersten neun Monaten des Jahres summierte er sich bereits auf 938,11 Milliarden Dollar. Damit ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt auf Kurs, den Rekordüberschuss des Vorjahres von 1,189 Billionen Dollar zu übertreffen.

Angetrieben wurde das Export-Wachstum vor allem durch Hightech-Güter. So stiegen die Halbleiter-Exporte in den ersten neun Monaten wertmäßig um 108,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Autoexporte legten sowohl wert- als auch volumenmäßig um mehr als 50 Prozent zu.

Chipexporte mehr als verdoppelt - Chinas Handelsbilanzüberschuss nähert sich einer Billion Dollar
09:49 Uhr

Ölpreise ziehen erneut an

- Der Ölpreis steigt, nachdem zwei Schiffe in der Straße von Hormus getroffen worden sind. Brent-Rohöl verteuert sich um 1,4 Prozent auf bis zu 107,15 Dollar je Barrel. Iranische Beamte teilten mit, dass der Iran neue Taktiken zur Bekämpfung von Schiffen einsetzen würde. Teheran versuche, die Ölpreise hoch zu halten und damit auch Einfluss auf die US-Zwischenwahlen zu nehmen. "Die Tatsache, dass iranische Offizielle offen zugeben, die US-Bemühungen zur Kontrolle der Ölpreise zu untergraben, spricht Bände über die wahren Absichten hinter den sogenannten 'Friedensgesprächen'", sagte Priyanka Sachdeva, Analystin bei Phillip Nova. Der Iran sei sich seiner geografischen Bedeutung und der Auswirkungen höherer Ölpreise auf die Weltwirtschaft bewusst und nutze diesen Einfluss. 

Ölpreise ziehen erneut an
09:31 Uhr

Großhandelspreise schießen nach oben

Die deutschen Großhändler haben ihre Preise im September so kräftig erhöht wie seit rund dreieinhalb Jahren nicht mehr. Diese stiegen um durchschnittlich 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ein größeres Plus gab es zuletzt im Februar 2023 mit 9,5 Prozent. Im Vormonat August lag die Teuerungsrate noch bei 6,8 Prozent.

"Ausschlaggebend für den Preisanstieg im September 2026 waren noch immer die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten", erklärten die Statistiker. In deren Folge erhöhten sich insbesondere die Großhandelspreise für Energieprodukte und Vorleistungsgüter wie Metalle. Mineralölerzeugnisse etwa kosteten 48,8 Prozent mehr als im September 2025. Zudem stiegen unter anderem die Preise im Großhandel für Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermittel mit 19,3 Prozent deutlich.

Großhandelspreise schießen nach oben
09:14 Uhr

Dax mit ruhiger Hand

Der Dax startet mit Gewinnen in das heutige Wochenmittegeschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.375 Punkten. Gestern war er 0,1 Prozent schwächer mit einem Stand von 25.260 Zählern aus dem Handel gegangen. Am Markt sei aber Zurückhaltung zu spüren, heißt es mit Verweis auf die am nachmittag anstehenden Verbraucherpreisdaten aus den USA. Investoren erhoffen sich hier einen Hinweis auf die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve (Fed).

Dax mit ruhiger Hand
08:59 Uhr

Starke China-Exporte, Kospi beendet Negativserie

Wenig verändert zeigen sich die ostasiatischen Aktienmärkte zur Wochenmitte. Teilnehmer sprechen von Zurückhaltung im Vorfeld wichtiger Konjunkturdaten und Unternehmensergebnisse. Im Fokus stehen dabei vor allem die US-Verbraucherpreise. Der Inflationsdruck in den USA dürfte im September zugenommen haben. Volkswirte rechnen damit, dass die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent gestiegen sind und um 3,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats lagen. Auslöser des Anstiegs dürften erneut höhere Energiepreise infolge des Kriegs am Golf gewesen sein.

Aufwärts geht es an der technologielastigen Börse in Seoul, wo der Kospi nach zuletzt fünf Handelstagen mit Abgaben in einer Erholungsbewegung um 1,3 Prozent steigt. Hier legen die beiden Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix um 2,1 und 1,2 Prozent zu. Tiger Brokers zufolge spiegelt der jüngste Ausverkauf des Kospi eine breitere Neubewertung der Frage wider, wie viel des künftigen KI-Wachstums bereits in den Aktienbewertungen eingepreist ist.

Dagegen halten sich die Bewegungen an den anderen Handelsplätzen der Region in recht engen Grenzen. Der Nikkei in Tokio gewinnt 0,9 Prozent, der breiter gefasste Topix zeigt sich wenig verändert. In Sydney fällt der S&P/ASX 200 um 0,7 Prozent. In China tritt der Shanghai Composite ebenfalls auf der Stelle, der Hang-Seng-Index legt um 0,2 Prozent zu. Veröffentlichte neue Konjunkturdaten aus China sorgen hier kaum für Bewegung: Die chinesischen Exporte stiegen im September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36,3 Prozent, nach einem Plus von 25,0 Prozent im August. Analysten hatten eine Zunahme um 25,0 Prozent erwartet.

Starke China-Exporte, Kospi beendet Negativserie
08:40 Uhr

Rekordstimmung bei Europas Topaktie

Eine unverändert robuste Nachfrage verhilft ASML zu einem erneuten Umsatz- und Gewinnsprung. Daraufhin legte der weltgrößte Anbieter von Halbleiter-Produktionsanlagen einen überraschend optimistischen Ausblick für das laufende Quartal vor. "Wir haben einen Rekordumsatz am oberen Ende unserer Zielspanne erwirtschaftet", sagte Konzernchef Christophe Fouquet. Ein Ende des aktuellen Wachstums sei nicht in Sicht. Einige Kunden wollten bereits Bestellungen für 2029 und 2030 aufgeben.

Das wertvollste börsennotierte Unternehmen Europas steigerte den Umsatz im dritten Quartal um mehr als die Hälfte auf 11,66 Milliarden Euro. Der Reingewinn verdoppelte sich nahezu auf 4,96 Milliarden Euro und lag deutlich über den Markterwartungen. Vor allem das Geschäft mit der Modernisierung bereits installierter Anlagen habe sich überraschend stark entwickelt, erläuterte Fouquet. Auf Grundlage dieser Zahlen kündigte der niederländische Konzern eine Zwischendividende von 1,88 Euro je Aktie an.

Rekordstimmung bei Europas Topaktie
08:21 Uhr

Erholungsversuch mit Hindernissen

Europas Börsen dürften mit Aufschlägen in den Handel starten. Der Auftakt in die US-Berichtssaison ist holprig verlaufen. Wie CMC anmerkt, sind die Quartalszahlen von JP Morgan, Citigroup, Goldman Sachs, UnitedHealth und Johnson & Johnson insgesamt zwar besser als erwartet ausgefallen. Dennoch konnten sie die Anleger nur teilweise überzeugen. "Das zeigt, wie hoch die Messlatte inzwischen liegt. Gute Zahlen allein reichen nicht mehr aus, um neue Kursfantasie zu entfachen. Die Unternehmen müssen die Erwartungen inzwischen deutlich übertreffen, um weitere Käufer anzulocken", heißt es.

Mit Preisen von rund 106 Dollar das Barrel notiert Öl auf einem weiterhin sehr hohen Niveau. Positiv für die Börsen ist aber die relative Entspannung an den Anleihemärkten. Die zehnjährige US-Benchmarkanleihe rentiert mit 5,20 Prozent klar unter den jüngsten Hochs und hat zuletzt keine Anstalten gemacht, diese erneut zu testen. Im Handel ist von einer zunehmenden Entkopplung der Anleihe- von den Energiemärkten die Rede.

Mit Blick auf die Wirtschaftsdaten steht die Bekanntgabe der US-Verbraucherpreise am Nachmittag im Blick. Erwartet wird ein Anstieg von 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der Datensatz ist der letzte von Bedeutung für die US-Notenbank, die am 28. Oktober über die Geldpolitik entscheiden wird. Eine Erhöhung der Leitzinsen auf der kommenden Sitzung wird an den Märkten nur mit einer Wahrscheinlichkeit von derzeit 22 Prozent eingepreist.

Erholungsversuch mit Hindernissen
08:04 Uhr

Lufthansa gewinnt wohl Airline-Bieterrennen

Die Lufthansa steht offenbar vor dem Einstieg bei der portugiesischen Fluggesellschaft TAP. Der deutsche Konzern werde den Zuschlag für einen Anteil von 44,9 Prozent erhalten und sich damit gegen den Rivalen Air France-KLM durchsetzen, berichtete der Fernsehsender SIC unter Berufung auf Insider. Die Lufthansa biete den Kaufpreis vollständig in bar an, während die Offerte des französisch-niederländischen Konkurrenten eine Mischung aus Bargeld und Aktien vorsehe. Zudem habe die stärkere Finanzlage der Deutschen den Ausschlag gegeben.

Lufthansa gewinnt wohl Airline-Bieterrennen
07:44 Uhr

Milliardenstrafe gegen Bank of America

Die Bank of America hat in den USA eine Geldstrafe von 1,2 Milliarden Dollar wegen Versäumnissen bei der Geldwäschebekämpfung und anderer Verstöße bekommen. Das Finanzministerium erklärte, dies sei die dritthöchste je von ihm verhängte Geldstrafe. Die Großbank habe es versäumt, verdächtige Aktivitäten im Umfang von mehr als fünf Milliarden Dollar zu melden, darunter solche, die Risiken für die nationale Sicherheit darstellten. Die Bank habe bei der Erstellung von Compliance-Programmen ihren eigenen Erträgen Vorrang eingeräumt. "Wenn eine Bank dieser Größe ihren Verpflichtungen zur Bekämpfung von Geldwäsche und zur Einhaltung von Sanktionen nicht nachkommt, reichen die Folgen weit über ihre eigenen Mauern hinaus", erklärte Finanzminister Scott Bessent.

In der vergangenen Woche hatten die Behörden wegen ähnlicher Mängel bei der Geldwäschebekämpfung eine Geldstrafe in Höhe von 350 Millionen Dollar gegen die American Express National Bank verhängt, die Direktbanktochter des Kreditkartenriesen American Express.

Milliardenstrafe gegen Bank of America
07:12 Uhr

Ölpreise dämpfen Aufwärtstrend an Asien-Börsen

Die asiatischen Aktienbörsen legen zu. KI-Aktien hätten sich nach einem Ausverkauf erholt, andererseits hätten die hohen Ölpreise und die Zurückhaltung im Vorfeld der später am Tag erwarteten US-Inflationsdaten den Anstieg gedämpft, heißt es von Marktteilnehmern. Der breit gefasste MSCI-Index für Aktien aus dem asiatisch-pazifischen Raum ohne Japan legte leicht zu, ebenso der japanische Nikkei und der südkoreanische Kospi. US-Rohöl WTI steigt 0,8 Prozent auf 94,96 Dollar pro Barrel (159 Liter), Brent-Öl notiert bei 106,6 Dollar. 

Ölpreise dämpfen Aufwärtstrend an Asien-Börsen
06:55 Uhr

Trump und der Ölpreisschock 

Der Ölpreisschock dürfte die Inflation in den USA vor den anstehenden Zwischenwahlen weiter in die Höhe treiben. Experten erwarten, dass die Teuerungsrate für September auf 3,6 Prozent steigen wird, nach 3,4 Prozent im August. Als Preistreiber gilt vor allem der infolge des Iran-Krieges stark verteuerte Sprit: Vor den Zwischenwahlen am 3. November setzen die hohen Benzinpreise die Republikaner von US-Präsident Donald Trump unter Druck und gefährden ihre Mehrheit im Kongress. Trump war im Januar 2025 mit dem Versprechen ins Weiße Haus zurückgekehrt, die Inflation einzudämmen.

Trump und der Ölpreisschock 
06:37 Uhr

FBI nimmt OpenAI-Mitarbeiter fest

Die US-Bundespolizei FBI hat nach Angaben des KI-Unternehmens OpenAI einen Mitarbeiter wegen eines versteckten Abhörgeräts in einem Büro festgenommen. Der ChatGPT-Entwickler teilte mit, er habe eigene Modelle der Künstlichen Intelligenz (KI) eingesetzt, um den Verantwortlichen zu identifizieren und die Herkunft der Wanze zurückzuverfolgen. Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass die Person unrechtmäßig auf Quellcodes, Kundendaten oder die Gewichtungen der Modelle zugegriffen oder diese entwendet habe. Der Mitarbeiter sei entlassen worden. Das FBI sei informiert.

OpenAI steht wegen verschiedener Sicherheitsvorfälle zunehmend unter Beobachtung. Erst am Freitag hatte das Unternehmen drei Forscher entlassen, da sie gegen interne Richtlinien zum Umgang mit sensiblen Informationen verstoßen haben sollen. Die Betroffenen kritisierten daraufhin in einem offenen Brief, die plötzlichen Kündigungen könnten die Belegschaft verunsichern und eine Unternehmenskultur gefährden, in der Sicherheitsbedenken offen angesprochen werden.

FBI nimmt OpenAI-Mitarbeiter fest
06:17 Uhr

Evotec schlägt den Markt

Evotec hat sich nach eigenen Angaben in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres besser entwickelt als erwartet. Auf Basis vorläufiger Ergebnisse werde für den Zeitraum ein Konzernumsatz von rund 465 Millionen Euro und ein bereinigter Konzern-Verlust (Ebitda) von rund 42,8 Millionen Euro erwartet, teilte das Hamburger Biotech-Unternehmen mit. "Diese Zahlen liegen über den aktuellen Markterwartungen, wobei die Abweichung im Wesentlichen auf die zeitliche Verteilung der Konsensschätzungen zurückzuführen ist", hieß es.

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte Evotec die Prognose eines Konzernumsatzes zwischen 570 und 610 Millionen Euro - 595 bis 635 Millionen bei konstanten Wechselkursen - und eines bereinigten Konzern-EBITDA von rund minus 70 bis minus 105 Millionen Euro - minus 60 bis minus 90 Millionen Euro bei konstanten Wechselkursen. Mitte Juli hatte Evotec seine Jahresziele drastisch gesenkt. Als Hauptgründe waren verzögerte Meilensteinzahlungen und später als geplante Abschlüsse neuer Partnerschaften genannt worden.

Evotec schlägt den Markt
06:00 Uhr

Wenn China hustet …

Der Dax hat gestern die Aufwärtsbewegung erst einmal beendet und am Ende schwächer geschlossen. Der deutsche Börsenleitindex büßte 0,1 Prozent auf 25.260 Punkte ein, hatte am Montag noch 0,8 Prozent auf 25.278 Zähler zugelegt. Die Ölpreise kamen zwar leicht zurück, das Niveau ist aber nach wie vor hoch. Positiv wurde dagegen gewertet, dass die Anleiherenditen nicht weiter gestiegen seien. Im Handel heißt es, die Zuversicht steige, dass die jüngsten Höchststände der Renditen zumindest zunächst nicht wieder getestet werden.

China legt heute die Handelsbilanz für den September vor. Ökonomen erwarten, dass die Exporte um 25,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zulegen, nach einem Plus von 25 Prozent im August. Die Importe dürften sich mit einem Zuwachs von 24,5 Prozent etwas abgeschwächt haben. Die Zahlen gelten als wichtiger Indikator für die Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Ein anhaltend robustes Exportgeschäft wäre eine entscheidende Stütze für das Wirtschaftswachstum. Es würde zeigen, dass der weltweite KI-Boom die Nachfrage nach chinesischen Hightech-Produkten hochhält und die Hersteller so die schwache Binnennachfrage ausgleichen können.

Auf Unternehmensseite blicken die Anleger erneut auf den US-Bankensektor, denn mit Bank of America und Morgan Stanley legen zwei weitere führende Finanzinstitute ihre Zahlen vor. In Europa liegt das Augenmerk auf einem Technologieschwergewicht, denn der weltgrößte Anbieter von Maschinen zur Halbleiter-Herstellung, ASML, wird voraussichtlich erneut deutliche Umsatz- und Gewinnsteigerungen bekannt geben. Dank eines rasant wachsenden Bedarfs an hochmodernen Computerchips gilt die Produktion für 2027 als ausverkauft. Daher richten Anleger ihr Augenmerk auf den Ausblick der darauffolgenden Jahre. Bislang erwarten sie für 2028 eine abflauende Nachfrage. Für das abgelaufene dritte Quartal 2026 hat das niederländische Unternehmen Erlöse zwischen elf und zwölf Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Wenn China hustet …