Der Börsen-Tag
21. Januar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Max Borowski
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17:53 Uhr

Dax kommt mit blauem Auge davon

Nach einer Berg- und Talfahrt hat der deutsche Aktienmarkt leichter geschlossen. Der Dax lag zwischenzeitlich gut 1,4 Prozent im Minus. Aus dem Handel ging er am Ende mit einem Verlust von 0,6 Prozent bei 24.561 Zählern.

Die Themen waren die gleichen wie in den vergangenen Tagen, vor allem Grönland und der drohende Zollstreit mit den USA. Gegenwind kam aus Brüssel durch das überraschende Veto des EU-Parlaments zum Mercosur-Abkommen, was Händler als Zeichen politischer Entscheidungsschwäche werteten. Und dann stand die Rede von US-Präsident Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsgipfel in der Schweiz auf der Agenda. Trumps Rede sorgte für Erleichterung, aber brachte keine Entwarnung.

Die Reaktion auf Trumps Rede in Davos fiel an den Kapitalmärkten eher bescheiden aus. Marktstratege Neil Wilson von Saxomarkets nahm eine steigende Risikobereitschaft wahr. Risiko-Assets wie Aktien erholten sich von ihren Tagestiefs und Gold gab nach, als Trump in einer ausschweifenden Rede in Davos den Einsatz von Gewalt zum Erwerb Grönlands auszuschließen schien. "Ich werde keine Gewalt anwenden", sagte er, was eine sofortige Reaktion an den Märkten auslöste. Er bekräftigte jedoch seinen Wunsch, die Insel aus Gründen der nationalen Sicherheit zu erwerben.

Für Wilson haben die Kommentare die Sorgen des Marktes vor dem Extremrisiko einer US-Invasion in Grönland gemildert, aber sie beruhigen nicht die Bedenken hinsichtlich der Zölle gegen mehrere europäische Nationen und der Gefahr eines eskalierenden Handelskrieges zwischen der EU und den USA.

Dax kommt mit blauem Auge davon
17:28 Uhr

Netflix wird an der Börse abgestraft

Die Aktien von Netflix fallen um 5,8 Prozent. Die Zahlen des Streaminganbieters hatten nicht in allen Punkten überzeugt. Zudem gebe es am Markt Befürchtungen, dass Netflix zu viel für Warner Bros. zahlen könnte.

Netflix hatte unter anderem dank des Erfolgs der finalen Staffel "Stranger Things" und des neuen Films der Krimireihe "Knives Out" überraschend starke Quartalsergebnisse gemeldet. Mit seinem Ausblick enttäuschte der Streamingdienst jedoch. Der Umsatz werde im laufenden Vierteljahr voraussichtlich bei etwa 12,16 Milliarden Dollar und der Gewinn bei 0,76 Dollar je Aktie liegen.

Netflix wird an der Börse abgestraft
17:02 Uhr

Bericht über Stellenabbau in deutschem Tesla-Werk

Der US-Elektroautobauer Tesla hat Berichte über einen deutlichen Abbau von Stellen in seiner europaweit einzigen Autofabrik in Grünheide bei Berlin relativiert. "Im Vergleich zum Jahr 2024 hat es keinen nennenswerten Stellenabbau bei der Stammbelegschaft gegeben. Ein solcher ist auch nicht geplant", teilte eine Sprecherin mit. "Die Arbeitsplatzsicherheit in der Gigafactory ist auch weiterhin gegeben." Schwankungen in dieser Größe der gesamten Belegschaft - zu der auch Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter zählten - seien "vollkommen normal".

Das "Handelsblatt" berichtete, dass Tesla in seiner Gigafabrik in Brandenburg derzeit 10.703 Beschäftigte habe, während es vor zwei Jahren noch 12.415 gewesen seien. Das entspricht einem Rückgang von rund 14 Prozent. Das "Handelsblatt" beruft sich bei den Zahlen auf den Wahlvorstand im Tesla-Betriebsrat. In der Fabrik findet in diesem Jahr die Betriebsratswahl statt. Tesla hatte im Februar 2024 eine Beschäftigtenzahl von rund 12.500 angegeben, im Herbst 2024 knapp 12.000 und Ende 2025 rund 11.000.

"Die Situation und der Ausblick in der Gigafactory sind stabil – auch und gerade für die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden», erklärte die Sprecherin. Stets würden neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht. Bis 2027 würden zudem weitere Jobs wegen des geplanten Ausbaus der Batteriezellfertigung geschaffen.

Bericht über Stellenabbau in deutschem Tesla-Werk
16:49 Uhr

Atomkraftaktien steigen dank Trump-Rede

Eine positive Äußerung von US-Präsident Donald Trump zur Atomkraft gibt den Aktien der Anbieter Auftrieb. Am steilsten nach oben geht es für Unternehmen, die kleine Atomreaktoren entwickeln. So gewinnen NuScale Power, Nano Nuclear und Oklo zwischen 5,5 und 7,5 Prozent. Gefragt sind auch die Aktien von Uran-Produzenten und Versorgern wie enCore und Uranium Energy, die um knapp sechs und vier Prozent zulegen. "Wir setzen sehr stark auf die Welt der Atomenergie", hatte Trump bei seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gesagt.

Atomkraftaktien steigen dank Trump-Rede
16:09 Uhr

Jeder dritte Vorstandsposten fällt weg - VW will mit Markenumbau eine Milliarde sparen

Der VW-Konzern baut seine Massenmarken um und will damit in den kommenden Jahren viel Geld in der Produktion einsparen. Die Neuordnung in der Organisation führe allein im Produktionsbereich zu Einsparmöglichkeiten von zusammengenommen einer Milliarde Euro bis 2030, teilte der Autobauer mit.

So sollen die Zentralbereiche Produktion, Technische Entwicklung und Einkauf in einem gemeinsamen markenübergreifenden Markengruppenvorstand gebündelt werden. Damit einher geht auch eine deutliche Reduzierung der bisherigen Vorstandsposten in den Marken der Gruppe. Die einzelnen Marken Skoda, Seat/Cupra und die Lieferwagensparte VW Nutzfahrzeuge (VWN) werden von jeweils nur noch vier regulären Vorständen geführt. Das neue Steuerungsmodell senke die Gesamtzahl der Vorstandsmitglieder in der Markengruppe um etwa ein Drittel, hieß es.

Europas größter Autobauer hatte den Umbau seiner Massenmarken unter anderem mit einem großen Sparprogramm bei der renditeschwachen Kernmarke VW lanciert. Als Teil der Bestrebungen von Konzernchef Oliver Blume werden in Deutschland bei VW 35.000 Arbeitsplätze bis 2030 abgebaut.

Jeder dritte Vorstandsposten fällt weg - VW will mit Markenumbau eine Milliarde sparen
16:01 Uhr

Börsen reagieren erleichtert auf Trumps Rede

Aussagen von US-Präsident Donald Trump haben die US-Anleger teilweise beruhigt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung während Trumps Auftritt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos knapp ein halbes Prozent höher bei 48.695 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann in etwa genauso viel auf 6820 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte leicht vor und lag bei 22.972 Stellen. Im vorbörslichen Geschäft vor Trumps Rede hatten die Börsenbarometer etwas nachgegeben.

Trump forderte vor den versammelten Staats- und Regierungschefs zwar sofortige Verhandlungen über einen Erwerb Grönlands durch die USA. Allerdings schloss er den Einsatz von Gewalt bei seinem Werben um die Insel im Gegensatz zu früheren Aussagen aus. "Trump neigt dazu, zunächst das Worst-Case-Szenario in den Raum zu stellen und dann auf eine vernünftigere Position zurückzurudern", sagte Gina Martin Adams, Chefstrategin beim Vermögensverwalter HB Wealth. "Das ist auch in den Markterwartungen eingepreist."

Der Dax und der EuroStoxx50, die vor dem Auftritt des Republikaners um bis zu 1,4 und 1,2 Prozent nachgegeben hatten, bauen ihre Verluste zum Teil ab. Zuletzt liegen sie jeweils rund ein halbes Prozent im Minus.

Börsen reagieren erleichtert auf Trumps Rede
15:53 Uhr

Kupfer - der nächste Highfliyer bei den Metallen?

Nicht nur die Edelmetalle Gold und Silber sind derzeit stark gefragt. Auch bei Industriemetallen wie Kupfer geht es seit Monaten kräftig nach oben.

Ob der Höhenflug noch weitergeht und wie Anleger auf den Kupferpreis setzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Anja Schneider von der Société Générale.

Kupfer - der nächste Highfliyer bei den Metallen?
15:06 Uhr

US-Finanzminister berichtet von Entschuldigungsanruf von Deutsche-Bank-Chef Sewing

Die Führung der Deutschen Bank hat sich nach Angaben von US-Finanzminister Scott Bessent von einer kritischen Studie eines ihrer Analysten distanziert. Der Vorstandschef des Instituts, Sewing, habe ihn angerufen und erklärt, die Bank stehe nicht hinter dem Bericht, sagte Bessent am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. In der Analyse war die Möglichkeit erörtert worden, dass europäische Investoren wegen des Streits um Grönland US-Vermögenswerte abstoßen könnten. Ein Sprecher der Deutschen Bank lehnte eine Stellungnahme ab. Er betonte jedoch, dass die Analyse-Abteilung ("Research") unabhängig arbeite und deren Ansichten nicht zwangsläufig die Meinung des Managements widerspiegelten.

Bessent kritisierte, die Analyse stamme von einer einzigen Person und sei von den Medien aufgebauscht worden. Hintergrund ist eine Notiz des Devisenstrategen George Saravelos vom Sonntag. Darin hatte dieser die Möglichkeit erörtert, dass europäische Anleger als Reaktion auf die Drohung von US-Präsident Donald Trump, Zölle wegen des Grönland-Streits zu erheben, US-Anleihen und Aktien verkaufen könnten.

US-Banken sehen sich zunehmend Druck durch Trump ausgesetzt. Er hatte im vergangenen Jahr bereits Goldman Sachs und dessen Chef David Solomon ins Visier genommen, weil die Bank vor negativen wirtschaftlichen Folgen von US-Zöllen gewarnt hatte. Trump stellte daraufhin Solomons Eignung infrage und kritisierte die Analysen des Hauses. An den Märkten sorgten die Zolldrohungen zuletzt für Bewegung: Der Euro legte zum Dollar zu, während US-Staatsanleihen unter Druck gerieten.

US-Finanzminister berichtet von Entschuldigungsanruf von Deutsche-Bank-Chef Sewing
14:55 Uhr

Dax gibt alle Gewinne seit Jahresanfang ab

Der Dax bröckelt weiter, aktuell notiert er 1,4 Prozent leichter bei 24.360 Punkten. "Die Käufer gehen davon aus, dass wir noch tiefere Kurse sehen", mutmaßt ein Marktteilnehmer. Diese Marktteilnehmer warteten.

Gegenüber dem Jahresstart sei der Dax nun ins Minus gerutscht. Abzuwarten bleibe, ob hier noch Absicherungen eingezogen würden. Dann könnte es weiter nach unten gehen. Charttechnisch notiere der Dax nun in der alten Schiebezone zwischen 23.000 und 24.700

Dax gibt alle Gewinne seit Jahresanfang ab
14:29 Uhr

Nach Buffetts Milliarden-Misserfolg - Berkshire bereitet Ausstieg bei Kraft Heinz vor

Die Aussicht auf einen Ausstieg des Großaktionärs Berkshire Hathaway schickt die Aktien von Kraft Heinz auf Talfahrt. Im vorbörslichen US-Handel fallen die Papiere des Lebensmittelkonzerns um knapp vier Prozent. Die Investmentgesellschaft könnte sich von ihrem Anteil von 27,5 Prozent trennen, wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Aufsichtsbehörden hervorgeht. Berkshire ist der mit Abstand größte Aktionär.

Star-Investor Warren Buffett ist Ende des Jahres als Chef von Berkshire zurückgetreten. Buffett war die treibende Kraft hinter der Fusion von Kraft und Heinz vor zehn Jahren, die finanziell allerdings nicht den erhofften Erfolg brachte. Im vergangenen Jahr kündigte das Unternehmen an, sich wieder aufspalten zu wollen. Berkshire musste insgesamt mehr als acht Milliarden Dollar auf seine Kraft-Heinz-Anteile abschreiben. Das Investment ist einer der teuersten Misserfolge der Investmentlegende Buffett.

Nach Buffetts Milliarden-Misserfolg - Berkshire bereitet Ausstieg bei Kraft Heinz vor
13:45 Uhr

Weiterer Fonds stößt US-Staatenanleihen in Milliardenumfang ab

Nach einem dänischen Pensionsfonds trennt sich einem Medienberichte zufolge nun auch ein schwedischer Vermögensverwalter von US-Staatsanleihen. Der große schwedische Pensionsfonds Alecta habe wegen politischer Risiken in den USA einen Großteil dieser Papiere verkauft, wie die Wirtschaftszeitung "Dagens Industri" (DI) unter Berufung auf das Unternehmen berichtete. Demnach beläuft sich der Verkauf auf ein Volumen von 70 bis 80 Milliarden schwedischen Kronen (umgerechnet 7,7 bis 8,8 Milliarden Dollar). Alecta begründete den Schritt mit gestiegenen Risiken und der Unvorhersehbarkeit der US-Politik, hieß es.

Der Schritt folgt auf eine ähnliche Entscheidung eines dänischen Fonds und deutet auf eine wachsende Nervosität unter nordischen Großinvestoren hin.

Weiterer Fonds stößt US-Staatenanleihen in Milliardenumfang ab
13:12 Uhr

Dax rutscht tiefer ins Minus

Nicht nur Zurückhaltung vor der Trump-Rede in Davos setzt den Dax am Mittag unter Druck. Das Minus von 1,1 Prozent ist auch den unerwarteten Problemen des Mercosur-Abkommens geschuldet. "Die EU würde sich bei einem Scheitern nicht nur fürchterlich blamieren, sondern auch vollkommen entscheidungsschwach wirken", sagt ein Händler: "Terminlich wäre das ein Super-GAU."

Investoren warten auf eine Rede von Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos im Laufe des Tages. "Der Grönland-Konflikt fungiert längst nicht mehr als ein geopolitisches Randthema. Fragen zu Rohstoffen, Handelswegen und geopolitischem Einfluss wirken als zentraler Risikofaktor", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research.

Risikoscheue Investoren flüchteten sich in das von Rekord zu Rekord eilende Gold. Der Preis für die Feinunze kletterte um bis zu 2,6 Prozent auf 4887,82 Dollar. Silber verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 95,11 Dollar je Feinunze und blieb damit etwas unter seinem Rekordhoch vom gestern. Der Dollar stagnierte nahe seines Drei-Wochen-Tiefs. Am Kryptomarkt rangierte Bitcoin weiterhin unter der 90.000-Dollar-Marke.

Am Aktienmarkt zählten Finanzdienstleister und Banken mit einem Minus von jeweils rund einem Prozent zu den größten Verlierern. Auf zarten Erholungskurs gingen hingegen die Autobauer, die wegen den möglichen neuen Zöllen unter Druck geraten waren. Porsche SE, VW und Mercedes-Benz notierten bis zu ein Prozent höher.

Dax rutscht tiefer ins Minus
13:05 Uhr

Noch stärkerer Euro: Anleger positionieren sich

An den Optionsmärkten positionieren sich Anleger auf einen noch stärkeren Euro, wie Ulrich Stephan von der Deutschen Bank sagt. Dahinter stehe die Annahme, ein weiter eskalierender Handelskonflikt könne zum Verkauf von US-Staatsanleihen führen. Das würde wiederum den Dollar weiter schwächen. "Der Euro-Dollar-Kurs dürfte kurzfristig den Entwicklungen im Zollkonflikt folgen", so der Anlagestratege.

Noch stärkerer Euro: Anleger positionieren sich
12:53 Uhr

Conti kann Erwartungen nicht erfüllen

Continental hat im Schlussquartal weniger als erwartet umgesetzt und ist im Gesamtjahr 2025 nur am unteren Rand der Zielspanne gelandet. Die Gewinnmarge hat sich sowohl im vierten Quartal als auch im Gesamtjahr verschlechtert - zumindest im Schlussquartal hatte der Markt hier eine kleine Verbesserung erwartet. Beim Free Cashflow landete der Reifenhersteller, der im Dax notiert ist, am oberen Ende der Zielspanne.

Die Aktie notiert 0,9 Prozent im Minus.

Im abgelaufenen Jahr sank der Umsatz den überraschend veröffentlichten Eckzahlen zufolge auf 19,7 Milliarden Euro von 20,1 Milliarden im Vorjahr. Davon entfielen 5,0 Milliarden (Vorjahr: 5,19 Milliarden) Euro auf das vierte Quartal. Die Markterwartung lag zuletzt bei rund 5,14 Milliarden Euro bzw. 19,88 Milliarden.

Conti kann Erwartungen nicht erfüllen
12:21 Uhr

Ryanair: "Idioten"-Streit mit Musk heizt Buchungen an

Ryanair-Boss Micheal O’Leary verbucht die gegenseitigen Beschimpfungen mit Elon Musk in den vergangenen Tagen als Erfolg. Die Ticket-Buchungen seien spürbar angestiegen dank der Auseinandersetzung, in der sich die beiden Milliardäre als "Idioten" beschimpften und Musk androhte, die Billig-Airline zu kaufen, um O’Leary zu feuern, sagte der streitbare Ryanair-CEO bei einer eigens einberufenen Pressekonferenz. Europas Airline hat den publikumswirksamen in den vergangenen Tagen für eine umfangreiche Werbekampagne ausgeschlachtet. "Wenn es hilft, Ryanair-Buchungen anzukurbeln, können Sie mich jeden Tag den ganzen Tag lang beleidigen", so O’Leary laut einem Bloomberg-Bericht.

Ausgangspunkt des Streits waren O'Learys Aussagen, dass und warum er keine Starlink-Internettechnik in Ryanairfliegern installieren will.

Ryanair: "Idioten"-Streit mit Musk heizt Buchungen an
12:00 Uhr

Nach Champagner-Zollschock: Luxuskonzern führt Euro-Leitindex an

Nach guten Burberry-Zahlen führen LVMH-Aktien die Gewinnerliste im Euro-Stoxx-50 an. Nach der Zollandrohung von 200 Prozent auf Champagner und Ähnliches durch US-Präsident Trump hoffe der Markt nun auf eine Entspannung. Der Kurs steigt um 2,3 Prozent. Auch Hermes liegen fest im Markt. Burberry selbst gewinnen 4,5 Prozent.

Nach Champagner-Zollschock: Luxuskonzern führt Euro-Leitindex an
11:41 Uhr

Ölfeldausrüster spürt schwieriges Marktumfeld

Ein schwieriges Marktumfeld mit niedrigen Ölpreisen hat Umsatz und Gewinn des österreichischen Ölfeldausrüsters SBO im abgelaufenen Jahr gedrückt. Die Erlöse sanken 2025 auf 455 Millionen Euro von 560,4 Millionen Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schrumpfte auf 71 Millionen von 101,9 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn halbierte sich nahezu auf 32 Millionen Euro.

Als Gründe für die Rückgänge nannte SBO ein Überangebot am Ölmarkt, geopolitische Unsicherheiten und ein sich laufend veränderndes Zollumfeld. Dies habe dazu geführt, dass Kunden weniger investierten. Konzernchef Klaus Mader verwies auf Sparmaßnahmen: "Unsere Maßnahmen waren klar auf Effizienz und Kostendisziplin ausgerichtet." Der Auftragseingang ging im Gesamtjahr auf 406 Millionen von 483,7 Millionen Euro zurück.

Ölfeldausrüster spürt schwieriges Marktumfeld
11:05 Uhr

Agentur: Ausverkauf von US-Schulden bedroht Welt-Finanzsystem

Die Ratingagentur Scope rechnet nicht mit einem großangelegten Verkauf amerikanischer Staatsanleihen als Reaktion auf den Grönland-Konflikt. "Europäische Länder halten ebenso wie Japan und China große Bestände an ausstehenden US-Staatsanleihen", schrieb Scope-Analyst Eiko Sievert in einer Kurzanalyse, die Reuters vorlag. "Wir halten es jedoch für unwahrscheinlich, dass europäische Investoren als Reaktion auf die derzeitigen politischen Spannungen US-Anlagen in großem Stil und auf koordinierte Weise abstoßen würden." Dies liege am hohen Anteil, der sich im Besitz privater Investoren befinde. Sollte ein solches Szenario dennoch eintreten, könne das zudem zu riskanten Notverkäufen führen. "Dabei würden die eigenen Vermögenswerte der Investoren stark an Wert verlieren, was das globale Finanzsystem, in dem sie agieren, destabilisieren würde."

Angesichts der zunehmenden politischen Unsicherheit in den USA dürften Investoren ihre US-Bestände jedoch wahrscheinlich weiter schrittweise diversifizieren. "In Verbindung mit der wachsenden Staatsverschuldung der USA kann dies zu einem Aufwärtsdruck auf die Risikoprämien für künftige Anleiheemissionen führen", betonte Sievert. "Dies erhöht die Anfälligkeit der Staatsfinanzen, da die Zinsaufwendungen weiter steigen."

Der dänische Pensionsfonds AkademikerPension hatte gestern angekündigt, seine gesamten Bestände an US-Staatsanleihen im Wert von rund 100 Millionen Dollar zu verkaufen.

Agentur: Ausverkauf von US-Schulden bedroht Welt-Finanzsystem
10:54 Uhr

Autoaktien erholen sich trotz Zollsorgen

Autotitel liegen auf Erholungskurs. Ein Händler verweist auf Pre-Close-Calls von Mercedes-Benz und von Porsche AG. "Zumindest sind weitere negative Überraschungen ausgeblieben", sagt er. Mercedes-Benz steigen um 1,4 Prozent, VW um 1,5 Prozent, Porsche AG 1 Prozent und BMW um 0,9 Prozent. Der Stoxx-Autoindex gewinnt 0,9 Prozent und ist damit zweitstärkster Branchenindex hinter den Basic Resources.

Autoaktien erholen sich trotz Zollsorgen
10:36 Uhr

Ölpreise geben deutlich nach

Die Ölpreise kommen vor den Daten zu den US-Lagerbeständen am Donnerstag deutlich zurück. Sowohl Brent als auch WTI geben um etwa 1 Prozent nach. Erwartet wird ein deutlicher Anstieg der US-Lagerbestände, wie es am Markt heißt. Zudem könnte der Zollstreit die Konjunkturaussichten dämpfen und damit auch die Ölnachfrage, heißt es. Für die Aktienmärkte sei die Entwicklung erst einmal positiv, so ein Marktteilnehmer weiter.

Ölpreise geben deutlich nach
10:00 Uhr

Danone-Aktienkurs bricht ein

Danone brechen um mehr als 9 Prozent ein. Nach Deutscher Bank am Dienstag hat sich nun auch die Bank of America skeptisch geäußert. Zudem hat Danone die 200-Tagelinie unterschritten und den Aufwärtstrend gebrochen.

Danone-Aktienkurs bricht ein
09:47 Uhr

Dax mit Chancen auf Erholungswelle

Aus charttechnischer Sicht zeichnet sich nun eine Erholungswelle ab. Der Dax dürfte in das Gap zwischen 24.758 und 24.911 Punkten laufen und dieses vermutlich auch schließen, so ein Marktanalyst. Darüber ist zwischen 25.070 und 25.198 ein weiteres Gap offen, das der DAX am Montag gerissen hat.

Dax mit Chancen auf Erholungswelle
09:36 Uhr

Run in Edelmetalle: Gold zieht Richtung 5000er-Marke

"Die Edelmetalle bleiben die Märkte der Stunde", sagt ein Marktteilnehmer. Die Feinunze Gold gewinnt weitere 2,3 Prozent auf gut 4870 Dollar. "Vermutlich wollen die Märkte wie so oft bei großen runden Marken die 5000er wenigstens testen", so der Marktteilnehmer weiter. Auch in Euro zieht die Feinunze deutlich an auf gut 4150 Euro.

Wie es am Markt heißt, sei Gold derzeit der Hauptprofiteur des so genannten Debasement-Trends. In diesem würden die Kryptowährungen aktuell vernachlässigt. Daneben treibt der Vertrauensverlust in die Vertragstreue des US-Präsidenten den Goldpreis.

Run in Edelmetalle: Gold zieht Richtung 5000er-Marke
09:16 Uhr

"Börsen sind auf diesem Niveau verwundbar"

Der Dax startet erneut mit Verlusten in den Handel. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 24.615 Punkten. Gestern hatte er mit 24.703 Zählern geschlossen. An zwei Handelstagen hat er damit bislang 2,3 Prozent eingebüßt.

"Die Börsen sind auf diesem Niveau verwundbar", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Das haben bereits die vergangenen beiden Handelstage beim Dax gezeigt", erläutert er. "Vielleicht sehen wir den Beginn einer Korrektur. Solang aber die 24.500er-Marke hält, ist noch alles gut. Spannende Zeiten."

"Börsen sind auf diesem Niveau verwundbar"
08:58 Uhr

Diese Aktie ist 2026 bislang der 70-Prozent-Überflieger

In Seoul klettern die Aktien von Hyundai Motor um 10,2 Prozent nach oben. Hier treiben die Hoffnungen auf eine positive Entwicklung der US-Robotiksparte des Automobilherstellers. Die Aktien sind in diesem Jahr bereits um über 70 Prozent gestiegen, was dazu führte, dass die Marktkapitalisierung von Hyundai erstmals über 100 Billionen Won stieg. Hyundai hat angekündigt, ab 2028 humanoide Roboter in Produktionsstätten einzusetzen und plant, jährlich weltweit 30.000 Einheiten des Modells Atlas zu produzier

Diese Aktie ist 2026 bislang der 70-Prozent-Überflieger
08:38 Uhr

"Alle warten auf Trump"

"Alle warten auf Donald Trump", sagt ein Marktteilnehmer am Morgen. Der Dax wird zunächst kaum verändert erwartet und damit deutlich über den Ständen aus dem Späthandel vom Dienstag. In Asien sind die erwarteten weiteren Abschläge überwiegend ausgeblieben, die US-Index-Futures erholen sich etwas und am US-Rentenmarkt hat es die befürchteten Anschlussverkäufe nicht gegeben. Zudem will Donald Trump seine Umfragewerte verbessern: Er will jedem US-Bürger aus den Zolleinnahmen einen Scheck über 2.000 Dollar ausstellen. Andererseits geht der Run in die Edelmetalle weiter und der Euro verteidigt die jüngste Gewinne.

"Sollte Trump die Lage weiter eskalieren, könnten die Kurse wieder deutlich nachgeben", so ein Marktteilnehmer. Genauso sei bei Entspannungssignalen eine Erholung möglich. Eigentlich war die Rede in Davos für 14.30 Uhr erwartet worden. Weil es aber ein anscheinend technisches Problem mit dem Flug nach Zürich gab, könnte sich die Rede verzögern.

"Alle warten auf Trump"
08:23 Uhr

Entspannung an japanischen Anleihemärkten

Wenig Bewegung gibt es zur Wochenmitte an den asiatischen Aktienmärkten. Die Blicke sind vor allem auf die Entwicklungen um Grönland gerichtet. US-Präsident Donald Trump will sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mit europäischen Politikern treffen. Der Markt hofft auf eine einvernehmliche Lösung. Daneben steht weiter Japan im Fokus, wo es am Vortag mit der Sorge um übermäßig aggressive fiskalische Maßnahmen zu Turbulenzen am Anleihemarkt mit einem starken Ausverkauf von japanischen Staatsanleihen gekommen war. Im Zuge dessen war die Rendite zehnjähriger Papiere auf den höchsten Stand seit 27 Jahren geklettert. Die Finanzministerin des Landes ist jedoch zuversichtlich, dass die Situation nicht außer Kontrolle geraten wird.

"Japans Plan für die Emission von Staatsanleihen ist sorgfältig ausgearbeitet", so Satsuki Katayama in einem Bloomberg-Interview am Rande des Weltwirtschaftsforums. "Ich glaube, das japanische Finanzministerium ist vielleicht die aufmerksamste Behörde der Welt, wenn es darum geht, einen detaillierten und sorgfältigen Dialog mit den Marktteilnehmern zu führen." Aktuell fällt die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen um 9 Basispunkte auf 2,29 Prozent.

Für den Nikkei geht es um weitere 0,4 Prozent nach unten. An den chinesischen Börsen verbessert sich der Shanghai Composite um 0,2 Prozent, der Hang-Seng-Index in Hongkong legt um 0,1 Prozent zu. Der Kospi in Seoul zeigt sich wenig verändert. Der Index hatte am Vortag den jüngsten Rekordlauf beendet, der ihn zwölf Handelstage in Folge nach oben geführt hatte. In Sydney hat der S&P/ASX 200 die Sitzung mit einem Abschlag von 0,4 Prozent beendet.

Entspannung an japanischen Anleihemärkten
08:03 Uhr

Dax-Konzern denkt über eigenen Verkauf nach

Qiagen zieht offenbar neues Übernahmeinteresse auf sich und prüft neben anderen strategischen Optionen auch einen möglichen Verkauf. Das Dax-Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden arbeite mit Beratern zusammen, während der Aufsichtsrat das Interesse von potenziellen Bietern prüfe, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Qiagen habe in den vergangenen Wochen mit mehreren möglichen Käufern gesprochen, darunter strategische Investoren aus den USA. Die Gespräche befänden sich in einem frühen Stadium und es sei nicht sicher, ob sie zu einem Verkauf führen würden.

Dax-Konzern denkt über eigenen Verkauf nach
07:43 Uhr

Bundesregierung plant erste große Gaskraftwerks-Ausschreibung

Die Bundesregierung plant für den Spätsommer eine erste große Ausschreibung für neue Gaskraftwerke. Dies kündigte Staatssekretär Frank Wetzel aus dem Wirtschaftsministerium an. Die neue Kraftwerksstrategie sei ein zentrales Vorhaben. Der Zubau von jederzeit zuschaltbaren Kraftwerken sei kein Widerspruch zum Ausbau der Erneuerbaren, sondern sichere diesen ab, sagte Wetzel. Es handele sich um "zwei Seiten derselben Medaille". Die Strategie diene als erster Schritt hin zu einem späteren Kapazitätsmarkt, für den noch 2027 die gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden sollten.

Konkret sollen 2026 neue Kraftwerkskapazitäten ausgeschrieben werden. Die neuen Gaskraftwerke sollen schrittweise auf den Betrieb mit Wasserstoff umgestellt werden: jeweils zwei Gigawatt in den Jahren 2040 und 2043, bis 2045 dann die vollständige Umstellung.

Bundesregierung plant erste große Gaskraftwerks-Ausschreibung
07:28 Uhr

Netflix-Ausblick schockt Anleger

Der Erfolg der finalen Staffel "Stranger Things" und des neuen Films der Krimireihe "Knives Out" haben Netflix zu einem überraschend starken Quartalsergebnis verholfen. Mit seinem Ausblick enttäuschte der Streamingdienst jedoch. Der Umsatz werde im laufenden Vierteljahr voraussichtlich bei etwa 12,16 Milliarden Dollar und der Gewinn bei 0,76 Dollar je Aktie liegen. Analysten hatten mit 12,19 Milliarden Dollar beziehungsweise mit 0,81 Dollar je Aktie gerechnet. Die Netflix-Aktie fiel daher im nachbörslichen Geschäft der Wall Street um mehr als vier Prozent.

Zum Jahresabschluss 2025 wuchsen die Erlöse den Angaben zufolge um rund 17 Prozent auf 12,05 Milliarden Dollar. Der Überschuss lag bei 0,56 Dollar je Aktie. Die Basis hierfür sei der anhaltende Kundenzustrom. Die Zahl der Nutzer habe die Marke von 325 Millionen überschritten.

Netflix-Ausblick schockt Anleger
07:09 Uhr

"Sell America"-Sorgen belasten Asien-Börsen

Die Spannungen über die US-Drohungen, Grönland zu übernehmen, belasten die asiatischen Börsen. Anleger trennen sich von US-Anlagen im Vorfeld einer Rede von US-Präsident Donald Trump in Davos. Zuvor war die Wall Street um mehr als zwei Prozent eingebrochen und der US-Dollar hatte den größten Tagesverlust seit über einem Monat erlitten. "Der 'Sell America'-Handel war die treibende Kraft hinter den großen Marktbewegungen über Nacht, da die Anleger ihr Engagement in den USA reduzieren wollten, die von vielen als unzuverlässiger Partner mit einer selbstzerstörerischen Politik angesehen werden", sagt Mantas Vanagas, ein leitender Ökonom bei Westpac.

Der breite MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans fällt 0,3 Prozent. Der japanische Nikkei-Index gibt 1,2 Prozent nach. Alle Augen sind nun auf das Weltwirtschaftsforum in Davos gerichtet, wo Trump am Nachmittag eine Rede halten soll.

"Sell America"-Sorgen belasten Asien-Börsen
06:52 Uhr

Wall-Street-Anleger strafen diese Aktie ab

Der Sportartikelhersteller Lululemon hat den Online-Verkauf einer neuen Kollektion ausgesetzt und setzt damit seine Aktien unter Druck. Die Titel des Anbieters von Yoga-Bekleidung rutschen an der Wall Street um fast sechs Prozent ab. Lululemon hat nach eigenen Angaben den Online-Verkauf der Kollektion "Get Low" vorübergehend eingestellt, geht aber davon aus, die Produkte bald wieder anbieten zu können. Laut Analysten von BNP Paribas folgt die Entscheidung auf Kundenbeschwerden. Demnach ist die Kleidung zu groß geschnitten, da sich das Strickmaterial dehnt. Zudem sei das Material teilweise durchsichtig.

Wall-Street-Anleger strafen diese Aktie ab
06:38 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Am Devisenmarkt notiert der Dollar kaum verändert bei 158,19 Yen. Der Schweizer Franken erreicht gegenüber der japanischen Währung ein Rekordhoch von 200,19 Yen. Der Dollar-Index, der den Greenback mit einem Korb anderer wichtiger Währungen vergleicht, hält sich nach einem Rückgang von 0,5 Prozent stabil bei 98,56.

Das ist los im frühen Devisenhandel
06:18 Uhr

Palantir-Chef äußert sich zu Einwanderung und KI

Künstliche Intelligenz wird nach Einschätzung des amerikanischen Software-Anbieters Palantir breit angelegte Einwanderung zur Stützung der Wirtschaft und des Arbeitsmarkts westlicher Industrienationen unnötig machen. Es werde mehr als genug offene Jobs für Bürger eines Landes geben, "insbesondere solche mit einer Berufsausbildung", sagte Firmenchef Alex Karp beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Diese Trends machen es schwer vorstellbar, warum wir Einwanderung in großem Maßstab haben sollten", sagte Karp - außer wenn jemand sehr spezielle Fähigkeiten besitze. Im Westen gebe es das "unglückliche" Narrativ, dass Künstliche Intelligenz Menschen die Jobs wegnehmen werde.

Experten rechnen damit, dass KI-Software vor allem Büroangestellten verstärkt Aufgaben abnehmen wird. Einige Unternehmen wie etwa Amazon leiteten mit Blick darauf bereits Stellenstreichungen im großen Stil ein.

Palantir entwickelt Software, mit der zum einen Geschäftsprozesse analysiert und verbessert werden können. Zum anderen wird Technologie der Firma auch vom Militär und von Sicherheitsbehörden eingesetzt, um Informationen aus verschiedenen Quellen zu verknüpfen. Das ist etwa bei Ermittlungen und Geheimdienst-Aufklärung von Nutzen. Allerdings gibt es auch Bedenken wegen Datenschutzes und Kritik, weil Software der Firma von den US-Behörden genutzt wird, die Präsident Donald Trump mit der Umsetzung seiner Massenabschiebungs-Agenda beauftragt hat.

Palantir-Chef äußert sich zu Einwanderung und KI
05:59 Uhr

Der Horror nimmt kein Ende

Die bisherige Dax-Woche fällt tiefrot aus. Lag der deutsche Börsenleitindex am Freitag noch bei gut 25.300 Punkten, beendete er das gestrige Geschäft mit einem Abschlag von 1,0 Prozent und 24.703 Zählern. Der Grund dafür liegt in den Zoll-Androhungen von US-Präsident Donald Trump gegen mehrere europäische Staaten, darunter Deutschland, im Zusammenhang mit dem von ihm vom Zaun gebrochenen Streit um Grönland.

Und auch zur Wochenmitte bleibt diese Auseinandersetzung das bestimmende Thema, denn Trump wird heute beim Weltwirtschaftsforum in Davos erwartet. Am Nachmittag soll Trump vor den führenden Vertretern aus Politik und Wirtschaft eine Rede halten. Erwartet wird, dass die Forderungen des US-Präsidenten nach einer US-Annexion des zu Dänemark gehörenden Grönlands im Zentrum stehen werden. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz wird am Mittwoch in dem Schweizer Skiort erwartet. Trump hat für eine Übernahme Grönlands auch militärische Gewalt nicht ausgeschlossen. Die Europäer haben den Forderungen Trumps eine entschiedene Absage erteilt. Trump hat in Davos auch mehrere Vorstandsvorsitzende von führenden Unternehmen zu einem Empfang geladen.

Gleichzeitig wird in der Machtprobe zwischen Trump und der unabhängigen Notenbank ein wegweisendes Urteil erwartet. Der Oberste Gerichtshof entscheidet, ob die Entlassung von Fed-Direktorin Lisa Cook rechtens war. Ein Berufungsgericht hatte am 15. September den Antrag der Regierung abgelehnt, eine einstweilige Verfügung gegen die Entlassung Cooks auszusetzen. Diese war im September von einem Bundesbezirksgericht erlassen worden. Trump begründet die von ihm geplante Entlassung von Cook damit, dass sie vor ihrem Amtsantritt im Jahr 2022 Hypothekenbetrug begangen haben soll. Sie bestreitet die Vorwürfe. Der Ausgang des Urteils wird von den Finanzmärkten mit großer Spannung verfolgt, denen die Unabhängigkeit der Notenbank als hohes Gut gilt.

Zudem entscheidet das Europäische Parlament, ob der Europäische Gerichtshof mit einer Prüfung des bereits unterzeichneten EU-Mercosur-Freihandelsabkommens beauftragt wird. Die Bundesregierung hat die Abgeordneten aufgefordert, den EuGH nicht anzurufen, um das Inkrafttreten des Abkommens nicht zu gefährden.

Der Horror nimmt kein Ende