Der Börsen-Tag
26. Januar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:39 Uhr

Im Schatten des Goldpreises: Dax bleibt unter 25.000

Enttäuschende Konjunkturdaten und die Erwartung wichtiger Termine im Wochenverlauf haben für Nervosität an den Börsen gesorgt. Die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Unternehmen blieb zum Jahresanfang überraschend gedämpft. Der Ifo-Geschäftsklimaindex verharrte im Januar auf dem Vormonatswert. "Allerdings sehen die Details besser aus, als es der reine Index suggeriert", sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Insgesamt agierte der deutsche Aktienmarkt heute im Schatten der Rally bei wichtigen Edelmetallen. So übersprang Gold erstmals die 5000-Dollar-Marke.

Der Dax verließ den Handel 0,1 Prozent fester bei 24.933 Punkten, sein Tageshoch lag bei 24.985 Zählern. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent höher bei 5961 Stellen.

Im Dax zogen Commerzbank um 1,4 Prozent an und Deutsche Bank um 0,8 Prozent. Heidelberg Materials stiegen um 0,5 Prozent. In der zweiten Reihe erholten sich Aroundtown um 5,8 Prozent.

Friedrich Vorwerk verteuerten sich um 7,3 Prozent. Hier kamen die starken Zahlen zum vierten Quartal gut an. Von Jefferies wurden die Zahlen gelobt, der Gewinn (Ebit) liege 14 Prozent über ihrer Schätzung. Die Liquidität habe sich deutlich verbessert. Allerdings seien Auftragsbestand und -eingänge leicht zurückgegangen.

Im Schatten des Goldpreises: Dax bleibt unter 25.000
17:25 Uhr

ntv Wirtschaft - der neue Podcast

"ntv Wirtschaft" liefert von Montag bis Freitag kompakt die wichtigsten Nachrichten aus Wirtschaft, Börse und der Welt der Verbraucher - informativ, verständlich und nah an der Nachricht. Hören Sie die neue Folge immer überall, wo es Podcasts gibt.

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ntv Wirtschaft - der neue Podcast
17:13 Uhr

ETF-Gold-Zuflüsse stellen Zentralbanken in den Schatten

Der Goldpreis steigt und steigt und notiert erstmals oberhalb der 5000-Dollar-Marke. Angesichts der massiven Dynamik hat die Societe Generale ihr Kursziel für das Jahresende 2026 bereits so früh von 5000 auf 6000 Dollar je Feinunze nach oben korrigiert und bezeichnet dies sogar als "konservative Schätzung". Dabei lösen ETF die Zentralbanken als Preistreiber ab.

Die Marktstrategen der französischen Bank heben einen entscheidenden Paradigmenwechsel am Markt hervor: Während in den vergangenen Jahren vor allem die Goldkäufe der Zentralbanken den Preis stützten, seien es nun private und institutionelle Investoren über börsengehandelte Indexfonds (ETF). Seit Oktober 2025 dominierten ETF-Zuflüsse das Marktgeschehen. Die Abhängigkeit des Goldpreises auf diese Zuflüsse habe sich mehr als verdoppelt.

ETF-Gold-Zuflüsse stellen Zentralbanken in den Schatten
17:04 Uhr

Was SDax-Anleger beachten müssen

Neben dem Dax finden sich auch im M- und SDax börsennotierte Unternehmen aus Deutschland. Warum gerade Letzterer für Anleger interessant sein kann und welche Besonderheiten es zu beachten gibt, weiß Capital-Redakteurin Birgit Haas.

Was SDax-Anleger beachten müssen
16:51 Uhr

Gute Stimmung auf europäischem Anleihemarkt

Weiterhin kaum verändert zeigen sich die Risikoprämien gegen den Ausfall europäischer Unternehmensanleihen (CDS). Zwar ist der Ifo-Geschäftsklima-Index etwas schwächer ausgefallen als erwartet: "Das dürfte aber an der Zolldiskussion der vergangenen Woche liegen", so ein Marktteilnehmer. Und die Drohungen von Trump gegen mehrere EU-Staaten seien ja mittlerweile wieder vom Tisch. Damit rückten nun die Berichtssaison und die am Mittwoch anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank in den Blick.

Positiv zeigen sich die Spreads europäischer Staatsanleihen zu den Bundesanleihen: Der Spread französischer Anleihen ist auf 57 Basispunkte zusammengeschrumpft, der Spread Italiens liegt mit 59 Basispunkten kaum darüber, und der Spread Spaniens ist mit 35 Basispunkten sehr niedrig, wie ein Marktteilnehmer betont. "Zumindest von dieser Seite ist der Markt entspannt und die Stimmung gut", sagt er.

Gute Stimmung auf europäischem Anleihemarkt
16:41 Uhr

Warum die Hausse weitergehen könnte

Donald Trump hält die Börsen weiter in Atem und hat erst in der vergangenen Woche wieder für kräftige Turbulenzen gesorgt. Trotzdem sind viele Börsenbeobachter weiter optimistisch für die weitere Entwicklung. Wie Anleger sich jetzt positionieren können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.

Warum die Hausse weitergehen könnte
16:22 Uhr

Dollar-Sorgen treiben Umschichtung in europäische Aktien

Die Dollar-Schwäche dürfte nun auch stärkere Folgen für den Aktienmarkt haben. "Anleger dürften sich auf ein weiteres Abrutschen vorbereiten und in dollar-unabhängigere Branchen fliehen", so ein Händler. Zum einen treibe dies die Rohstoffmärkte, die praktisch als Währung interpretiert würden. Dazu würden aus europäischer Sicht Unternehmen mit Fokus auf den Binnenmarkt und den Euro-Raum gesucht. Dazu dürften vor allem Versorger, Telekom- und Immobilienwerte gehören, sowie wegen des europäischen Nachrüstungsbedarfs auch die Rüstungsaktien mit Fokus Europa.

Dollar-Sorgen treiben Umschichtung in europäische Aktien
16:03 Uhr

Wall Street eröffnet nun doch mit Gewinnen

(Foto: picture alliance / Sipa USA)

Mit kleinen Kursgewinnen starten die US-Börsen in den Handel. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,4 Prozent auf 49.307 Punkte. Der S&P-500 legt um 0,5 Prozent zu und der Nasdaq-Composite um 0,3 Prozent. Etwas Unterstützung erhalten die Aktienkurse von sinkenden Marktzinsen. Die neuen Politikschlagzeilen lassen die Anleger jedoch zurückhaltend agieren.

USA Rare Earth schießen um 17 Prozent nach oben. Die Trump-Regierung plant, 1,6 Milliarden Dollar in das Bergbauunternehmen zu investieren und eine Beteiligung aufzubauen. Für andere Aktien aus dem Bereich Seltene Erden geht es dagegen abwärts. MP Materials fallen um 3,2 und Ramaco Resources um 5,8 Prozent zu. Micron Technology fallen um 2,3 Prozent. Laut einem Bericht wird Samsung Nvidia mit Speicherchips der nächsten Generation beliefern. Micron ist der Hauptkonkurrent des südkoreanischen Unternehmens. Nach Vorlage von Viertquartalszahlen sinkt der Kurs von Steel Dynamics um 0,2 Prozent - der Nettoumsatz verfehlte die Markterwartungen.

Wall Street eröffnet nun doch mit Gewinnen
15:38 Uhr

Knallroter Tag für die Kion-Aktie

Ein negativer Analystenkommentar setzt den Papieren des Gabelstapler-Herstellers Kion zu. Die Aktien geben um mehr als fünf Prozent nach und steuern auf ihren schwärzesten Tag seit April 2025 zu. Die Investmentbank Jefferies hat die Titel auf "Underperform" von "Hold" herabgestuft. Die Analysten äußerten Zweifel an der erwarteten Markterholung. Deutsche Konjunkturhilfen dürften strukturelle Probleme wie hohe Energiekosten und Arbeitskräftemangel nicht lösen, hieß es. Zudem könne die Margenentwicklung stagnieren, da der Rückenwind aus dem Abarbeiten älterer Aufträge nachlasse und ein ungünstiger Verkaufsmix hin zu billigeren Modellen die Rentabilität belaste.

Knallroter Tag für die Kion-Aktie
15:25 Uhr

Rübenbauern erhöhen Anteil an Südzucker

Ein-Berg-von-Zuckerrueben-ist-auf-dem-Hof-des-Werkes-der-Suedzucker-AG
Ein Berg von Zuckerrüben ist auf dem Hof des Werkes der Südzucker AG. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Der Südzucker-Großaktionär SZVG (Süddeutsche Zuckerrübenverwertungsgenossenschaft) hat seinen Anteil an dem Unternehmen weiter ausgebaut. Der der SZVG zugerechnete Anteil habe 75 Prozent überschritten, teilte Südzucker in einer Pflichtmitteilung mit. Dabei werde ein Anteil von knapp über zehn Prozent von der Wiener Zucker Invest gehalten, der aber der SZVG zugeschlagen wurde. Der Anteil an Südzucker könne in Zukunft weiter steigen, hieß es zudem. Die SZVG ist nach eigenen Angaben die Beteiligungsgesellschaft der Rübenanbauer in Süddeutschland. Sie erwirbt mit dem bereitgestellten Kapital der Anbauer immer wieder Aktien an der Südzucker AG.

Rübenbauern erhöhen Anteil an Südzucker
15:02 Uhr

Wie können Anleger vom Gold-Hoch profitieren?

Der Preis für Gold klettert auf ein Allzeithoch. Sollten Anleger und Anlegerinnen jetzt noch schnell zuschlagen - oder verkaufen, wenn sie bereits Gold besitzen? ntv-Börsenreporterin Sabrina Marggraf ordnet die Entwicklung ein.

Wie können Anleger vom Gold-Hoch profitieren?
14:48 Uhr

Frischer Wind aus Südkorea hebt Delivery-Hero-Aktie kräftig hoch

Überraschend starke Zahlen der südkoreanischen Delivery-Hero-Tochter Woowa haben Anleger zum Einstieg beim Berliner Essenslieferdienst ermuntert. Die Titel legten zeitweise um bis zu 4,5 Prozent zu. Derzeit notiert das Papier nur noch 0,5 Prozent fester. Woowa erzielte im Dezember nach eigenen Angaben das beste Monatsergebnis seiner Geschichte: Die Bestellungen stiegen um 15 Prozent, die Zahl der Neukunden um 30 Prozent. "Und Woowa gehört zu Delivery Hero", resümiert ein Händler.

Frischer Wind aus Südkorea hebt Delivery-Hero-Aktie kräftig hoch
14:28 Uhr

Pharma-Aktie bricht nach Bericht über geplatzten Milliardendeal ein

Ein Medienbericht über einen Abbruch der Übernahmegespräche mit dem US-Pharmariesen Merck lässt die Aktien des Krebsmedikamentenentwicklers Revolution Medicines einbrechen. Die Titel des US-Unternehmens verlieren im vorbörslichen Handel an der Wall Street mehr als 20 Prozent. Hält das Minus nach dem Handelsstart an, dürften sie den Großteil ihrer Gewinne seit Bekanntwerden der Annäherung an Merck wieder abgeben.

Die Verhandlungen seien vorerst ins Stocken geraten, nachdem die Unternehmen keine Einigung über den Preis erzielen konnten, berichtete das "Wall Street Journal" am Sonntag unter Berufung auf Insider. Die "Financial Times" hatte jüngst berichtet, Merck sei in Gesprächen, um Revolution für bis zu 32 Milliarden Dollar zu kaufen. An der Börse ist Revolution aktuell knapp 23 Milliarden Dollar wert. Die Papiere hatten am Freitag mit rund 117 Dollar geschlossen. Anfang Januar waren sie noch für unter 80 Dollar zu haben gewesen.

Pharma-Aktie bricht nach Bericht über geplatzten Milliardendeal ein
14:14 Uhr

DIHK: Freihandel mit Indien wäre echter Game-Changer für deutsche Industrie

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(Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Die deutsche Industrie hofft auf die Verkündung des seit langem angestrebten Freihandelsabkommens der EU mit Indien. Dies wäre ein echter Game-Changer, sagte der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier. "Das Abkommen kann die zum Teil beachtlichen Zollsätze und Handelshürden, die beim Eintritt zum indischen Markt für unsere Unternehmen zu beachten sind, helfen abzubauen." Insbesondere wären signifikante Zollsenkungen für Industrieprodukte für Firmen aus dem Automobil- und Maschinenbau sowie dem Chemiesektor eine wünschenswerte Konjunkturhilfe.

Sollte es nicht in letzter Minute noch Probleme geben, dürfte die Einigung am Dienstag in Neu-Delhi verkündet werden. Dort treffen sich Indiens Regierungschef Narendra Modi mit EU-Ratspräsident Antonio Costa und Kommissionschefin Ursula von der Leyen zum Indien-EU-Gipfel.

DIHK: Freihandel mit Indien wäre echter Game-Changer für deutsche Industrie
13:51 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Die Sätze am europäischen Geldmarkt zeigen sich zum Start in die Woche kaum verändert. Während die US-Notenbank Fed am Mittwoch dieser Woche das Ergebnis ihrer Zinsentscheidung bekannt gibt, steht die EZB am Donnerstag der folgenden Woche auf der Agenda. Trotz vieler Unwägbarkeiten wird am Terminmarkt fest davon ausgegangen, dass beide Notenbanken ihre Leitzinsen bestätigen werden. Der EZB dürfte die jüngste Stärke des Euro nicht entgangen sein. Neben den US-Zöllen gebe es für die europäischen Unternehmen von der Währungsseite damit verstärkt Gegenwind auf der Ertragsseite.

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(Foto: IMAGO/Zoonar)

Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 1,90 - 2,07 (1,90 - 2,07), Wochengeld: 1,92 - 2,09 (1,92 - 2,09) 1-Monats-Geld: 1,94 - 2,12 (1,94 - 2,12) 3-Monats-Geld: 2,02 - 2,20 (2,02 - 2,20) 6-Monats-Geld: 2,07 - 2,27 (2,07 - 2,27) 12-Monats-Geld: 2,19 - 2,37 (2,19 - 2,38) Euribors: 23.01. 22.01. 3 Monate: 2,0380 2,0300 6 Monate: 2,1570 2,1490 12 Monate: 2,2430 2,2160

Neues vom Geldmarkt
13:31 Uhr

USA droht erneut fiskalischer Regierungsstillstand

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(Foto: imago/UPI Photo)

Die US-Börsen stehen heute wieder ganz im Zeichen der Politik. Der Aktienterminmarkt deutet einen etwas leichteren Handelsbeginn am Kassamarkt an, denn die neuen Politikschlagzeilen laden nicht zu Käufen ein. "Der 'Sell America'-Handel beschleunigt sich wieder, und globale Investoren reduzieren leise ihr US-Engagement und werden dies wahrscheinlich auch weiterhin tun", erläutert CEO Emily Bowersock Hill von Bowersock Capital Partners.

Zum einen hat US-Präsident Donald Trump mit einer massiven Eskalation im schwelenden Handelsstreit mit Kanada gedroht. Er warnte, dass die USA Zölle von 100 Prozent auf alle kanadischen Importe erhöben, falls "Kanada einen Deal mit China macht". Zum anderen dürfte den USA ein teilweiser und erneuter Regierungsstillstand bevorstehen. Am Freitag läuft die Frist für den US-Kongress ab, einen Haushaltsentwurf für weite Teile der Regierung zu verabschieden, was nicht nur das Heimatschutzministerium (ICE), sondern auch andere Behörden einschließt.

USA droht erneut fiskalischer Regierungsstillstand
13:12 Uhr

Was tun, wenn die Märkte einknicken?

Beinahe täglich schickt US-Präsident Donald Trump mit seinen Äußerungen und Plänen Schockwellen in die Finanzmärkte. Noch halten sich die Aktienkurse aber wacker auf ihren hohen Niveaus. Dennoch wird die Frage lauter, ob eine Konsolidierung nach mehreren starken Börsenjahren nicht langsam überfällig sein könnte. Ob Anleger die Schwankungen mittels Sparplan aussitzen oder mit Hebelinstrumenten aktiv für sich nutzen wollen: es gibt viele verschiedene Strategien. Friedhelm Tilgen diskutiert darüber mit Kemal Bagci von der BNP Paribas und dem Finanzexperten Joachim Nareike.

Was tun, wenn die Märkte einknicken?
12:40 Uhr

Intervenieren Japan und die USA am Devisenmarkt?

Führende japanische Regierungsvertreter haben Spekulationen über eine bevorstehende gemeinsame Intervention mit den USA am Devisenmarkt neue Nahrung gegeben. Man stehe in enger Abstimmung mit den US-Behörden, sagte der für internationale Angelegenheiten zuständige Vertreter des Finanzministeriums, Atsushi Mimura. Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte, die Regierung beobachte den Devisenmarkt "mit einem Gefühl der Dringlichkeit".

Die Äußerungen folgen auf Berichte, wonach die New Yorker Federal Reserve am Freitag sogenannte "Rate Checks" vorgenommen habe, was den Yen bereits stark hatte ansteigen lassen. Beide Regierungsvertreter lehnten es jedoch ab, die Berichte oder die Möglichkeit einer koordinierten Intervention zu kommentieren. Bei "Rate Checks" fragen Notenbanken bei Händlern die aktuellen Kurse ab. Dies wird an den Finanzmärkten oft als Vorstufe für ein Eingreifen am Devisenmarkt gewertet, um eine Währung zu stützen oder zu schwächen.

Intervenieren Japan und die USA am Devisenmarkt?
12:22 Uhr

Ryanair geht mit Prognose für Ticketpreise hoch

Ryanair hat nach einem starken Buchungsstart zu Jahresbeginn seine Prognosen für die Ticketpreise angehoben. Die Ticketpreise dürften im bis Ende März laufenden Geschäftsjahr 2025/26 um ein bis zwei Prozentpunkte stärker zulegen als die im November vorhergesagten sieben Prozent. "Die Nachfrage der Verbraucher ist sehr stark. Wir hatten in den letzten Wochen unsere beiden buchungsstärksten Wochen aller Zeiten", sagte Finanzchef Neil Sorahan. "Ich sehe keine Abschwächung bei dem Wunsch der Leute zu verreisen."

Für das Gesamtjahr 2025/26 stellt Europas größte Fluggesellschaft gemessen an den Passagierzahlen einen Gewinn nach Steuern zwischen 2,13 und 2,23 Milliarden Euro in Aussicht. Dies wäre ein Zuwachs von rund einem Drittel im Vergleich zu den 1,6 Milliarden Euro des Vorjahres und entspricht den Erwartungen von Analysten. Im abgelaufenen dritten Quartal erzielte Ryanair einen Gewinn nach Steuern von 115 Millionen Euro. Nicht enthalten ist darin eine Sonderbelastung von 85 Millionen Euro im Zusammenhang mit einer Strafe der italienischen Wettbewerbsbehörde vom Dezember.

Ryanair geht mit Prognose für Ticketpreise hoch
11:59 Uhr

Dax rutscht leicht ab - Euro sehr fest

Update von der Frankfurter Börse: Am deutschen Aktienmarkt sind bislang Minuszeichen Trumpf. Der Dax lag am Mittag 0,3 Prozent tiefer bei 24.824 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,1 Prozent im Minus bei 5942 Stellen. Der Euro lag 0,3 Prozent fester bei 1,1860 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI fielen geringfügig um je 0,2 Prozent.

Dax rutscht leicht ab - Euro sehr fest
11:35 Uhr

Satellitenbauer-Aktie geht durch die Decke

Kräftig aufwärts um 33 Prozent geht es mit der Aktie des Satellitenbauers OHB. Hier treiben Presseberichte, man wolle zusammen mit Rheinmetall (-1,5 Prozent) einen Konkurrenten zum US-Netzwerk Starlink aufbauen. Im Rüstungsbereich springt auch der tschechische Börsenneuling CSG Group um 6,5 Prozent auf knapp 35 Euro. Damit setzt sich der erfolgreiche Börsengang fort: Vergangene Woche waren die Titel zu 25 Euro an die Börse gegangen.

Satellitenbauer-Aktie geht durch die Decke
11:15 Uhr

Rekordfieber am Edelmetall-Markt - Gold nun über 5100 Dollar

Der Goldpreis eilt in der neuen Woche von Meilenstein zu Meilenstein. Das in Krisenzeiten als "sicherer Hafen" geltende gelbe Metall verteuerte sich am Vormittag um bis zu 2,6 Prozent auf 5110,50 Dollar je Feinunze. Erst wenige Stunden zuvor hatte es die historische Marke von 5000 Dollar übersprungen. Gefragt war auch Silber, das erst am Freitag die Schallmauer von 100 Dollar geknackt hatte. Heute schoss der Preis für das Edelmetall um sieben Prozent nach oben und erreichte mit 110,11 Dollar ebenfalls ein neues Allzeithoch. Im vergangenen Jahr verteuerte sich Silber um rund 150 Prozent, bei Gold lag das Plus bei etwa 65 Prozent.

Rekordfieber am Edelmetall-Markt - Gold nun über 5100 Dollar
10:55 Uhr

Ifo-Umfragechef: Auftragsmangel bleibt Problem der Wirtschaft

Nochmal zurück zum Ifo-Index: Der steigende Pessimismus bei den Dienstleistern hat zu Jahresbeginn eine Stimmungsaufhellung in der deutschen Wirtschaft verhindert. Besonders im Tourismus, in der Werbebranche sowie im Bereich Transport und Logistik habe sich das Geschäftsklima verschlechtert, sagte Ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe zu der Umfrage seines Instituts unter 9000 Managern. Auch im Gastgewerbe ist die Stimmung weiter mies. "Hier wurden positive Impulse durch die Mehrwertsteuersenkung erwartet", sagte Wohlrabe mit Blick auf den seit 1. Januar von 19 auf sieben Prozent gesenkten Satz für Speisen. Allerdings seien viele Gastronomen zugleich durch den höheren Mindestlohn auch bei den Personalkosten stärker belastet worden. Dieser stieg um gut einen Euro auf 13,90 Euro pro Stunde.

Zentrales Problem der deutschen Wirtschaft bleibe der Auftragsmangel. "Knapp jedes dritte Unternehmen berichtet über fehlende Aufträge", betonte Wohlrabe. Dagegen seien die Exporterwartungen der Industriebetriebe trotz zwischenzeitlicher neuer Zolldrohungen durch US-Präsident Donald Trump gestiegen.

Ifo-Umfragechef: Auftragsmangel bleibt Problem der Wirtschaft
10:31 Uhr

Was passiert, wenn alle US‑Anleihen verkaufen?

Wenn ein Staat mehr Geld ausgeben möchte, als er über Steuern einnimmt, kann er über Staatsanleihen Schulden aufnehmen. Aktuell sind US-Staatsanleihen mit einem Volumen von rund 30 Billionen Dollar im Umlauf. Was passiert also, wenn alle Investoren ihre Anleihen im großen Stil verkaufen?

Was passiert, wenn alle US‑Anleihen verkaufen?
10:12 Uhr

Ifo-Index enttäuschend - "Selbst aus Sicht durch rosarote Brille ist Konjunkturlage ernst"

Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich im Januar entgegen den Erwartungen nicht aufgehellt. Der vom Ifo-Institut erhobene Geschäftsklimaindex stagnierte auf dem Vormonatsniveau von 87,6 Punkten. Volkswirte hatten dagegen einen Anstieg auf 88,0 prognostiziert. Der Index der Lagebeurteilung stieg auf 85,7 (85,6) Punkte. Erwartet worden waren 86,0 Punkte. Der Index der Erwartungen sank auf 89,5 (89,7) Punkte. Die Prognose hatte auf 90,0 gelautet.

"Gemessen an den immensen Schuldenplänen der Politik ist das eine Enttäuschung. Die Lagebeurteilung bleibt schlecht, die Erwartungen profitieren vom Fiskalpaket bisher nicht", meinte Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe: "Selbst bei der Sicht durch die rosarote Brille ist Konjunkturlage weiter ernst. Für eine echte Aufbruchsstimmung muss das Geschäftsklima endlich klettern, und das deutlich. Der Glaube an eine Investitionsoffensive bleibt wegen schwieriger Standortbedingungen schwach. Das Drama um das Mercosur-Abkommen zeigt, dass manche Politiker noch im Wolkenkuckucksheim verweilen. Die Weichen bleiben vorerst bestenfalls auf ein konjunkturelles Strohfeuer gestellt."

Ifo-Index enttäuschend - "Selbst aus Sicht durch rosarote Brille ist Konjunkturlage ernst"
09:51 Uhr

Investoren entziehen dem Dollar ihr Vertrauen

Anleger entziehen dem US-Dollar ihr Vertrauen. Relativ zum "sicheren Hafen" Schweizer Franken notiere die US-Währung wieder in der Nähe ihres ElfJahrestiefs aus dem vergangenen November, merkt Thomas Altmann von QC Partners am Montagmorgen an: "Ein Grund dafür ist sicherlich die volatile US-Handelspolitik. Erst am Wochenende gab es neue Zolldrohungen, diesmal gegen das Nachbarland Kanada".

Investoren entziehen dem Dollar ihr Vertrauen
09:32 Uhr

Deutscher Autozulieferer meldet Ergebniseinbruch

Stabilus hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2025/26 Einbußen bei Umsatz und Gewinn zu verkraften. Der Umsatz sei unter anderem aufgrund von Währungseffekten und der schwierigen Marktentwicklung im Bereich Automotive um 10,7 Prozent auf 291,1 Millionen Euro gesunken, teilte der Industrie- und Autozulieferer mit. Das bereinigte betriebliche Ergebnis (Ebit) brach auf 29,3 Millionen von 37,8 Millionen Euro im Vorjahr ein, die bereinigte Ebit-Marge sank auf 10,1 von 11,6 Prozent. Der Gewinn fiel auf 8,1 Millionen Euro, nach 14,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

An den Prognosen für das Geschäftsjahr 2026 hält das Management fest. Stabilus strebt weiterhin einen Umsatz von 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro sowie eine bereinigte Ebit-Marge zwischen zehn und zwölf Prozent an.

Deutscher Autozulieferer meldet Ergebniseinbruch
09:15 Uhr

Neue Rekorde zum Wochenstart

Mit leichten Abschlägen startet der Dax in das heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der am Freitag mit 24.901 Punkten geschlossen hatte, notiert aktuell im Bereich von 24.885 Zählern. Von den asiatischen Märkten gibt es uneinheitliche Vorgaben. Ein ähnliches Bild hatte die Wall Street am Freitagabend geliefert.

"Die Anleger fokussieren sich auf Edelmetalle", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Gold und Silber warten mit neuen Rekorden auf. Die Preise je Feinunze bewegen sich in den Bereichen von 5100 Dollar und knapp 110 Dollar", erläutert sie. "Unter Druck steht dagegen der Dollar."

Neue Rekorde zum Wochenstart
08:59 Uhr

Mögliches Tech-IPO als Alibaba-Kurstreiber

Ein potenzieller Börsengang von Alibabas T-Head könnte erheblichen Wert für das Chip-Geschäft des Technologie-Konzerns freisetzen, so die Analysten von Nomura nach Medienberichten über die Pläne für eine Börsennotierung. T-Head sei neben Kunlunxin von Baidu und Cambricon Technologies einer der führenden chinesischen Chip-Entwickler, merken die Analysten an. Nomura schätzt die kombinierte Bewertung des Cloud-Geschäfts von Baidu und Kunlunxin auf 63 Milliarden US-Dollar, was dem 9,4-fachen des kombinierten geschätzten Umsatzes für 2027 entspreche. Die Analysten meinen, AliCloud, zu der auch T-Head gehört, sollte mindestens das gleiche Multiple wie das Pendant von Baidu verdienen. Nomura belässt die Einstufung für Alibaba auf "Buy" und erhöht das Kursziel für die ADRs von 193,00 auf 237,00 US-Dollar. Die Aktie schloss zuletzt bei 173,23 US-Dollar.

Mögliches Tech-IPO als Alibaba-Kurstreiber
08:41 Uhr

US-Eskalation lässt Dollar abstürzen

Mit einem zurückhaltenden Start in die neue Handelswoche rechnen Händler. Die Börsen warten auf den Beginn der Berichtssaison in Europa und die Ergebnisse der US-Notenbank-Sitzung am Mittwoch. Dazu schaut man mit Sorge auf den Goldpreis. Sein Anstieg über 5.000 Dollar wird nicht gefeiert, sondern als Krisen-Indikator und Flucht aus dem US-Dollar gewertet. Die Eskalation in den USA, mit der erneuten Tötung eines US-Bürgers durch die Einwanderungsbehörde ICE, beunruhigen.

Die innenpolitische Tragweite macht auch der Wirtschaft Sorgen: Am Wochenende forderten mehr als 60 CEOs von Firmen in Minnesota eine Deeskalation, darunter Cargill, Target und Unitedhealth.

Dazu nimmt Trump wieder seine unberechenbare Drohpolitik gegen Kanada auf. Wegen positiver Import-Konditionen für chinesische Autos bedroht er den Nachbarn mit Zöllen von 100 Prozent. Die US-Politik hatte beim US-Dollar in der Vorwoche zur schwächsten Handelswoche seit acht Monaten geführt. Die Reputation der US-Währung ist seit der Grönland-Debatte massiv angeschlagen. "Wir sehen ein Muster, wo die Politik, wann immer sie sich bewegt, den Spielraum der politischen Optionen auf eine Art erweitert, die disruptiv ist. Die Marktreaktion ist dann, den Dollar zu verkaufen", sagt Steve Englander, Leiter des Devisen-Research bei Standard Chartered Bank. Aktuell gibt der Dollar-Index um weitere 0,5 Prozent nach.

US-Eskalation lässt Dollar abstürzen
08:20 Uhr

Investoren wägen bei Ölpreisen ab

Die Ölpreise zeigen sich zunächst kaum verändert. Händler wiegen Sorgen über die Versorgungssicherheit wegen der Spannungen zwischen den USA und dem Iran gegen Anzeichen für ein Überangebot im laufenden Jahr ab. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stagniert bei 65,86 Dollar. Die US-Sorte WTI notiert kaum verändert bei 61,05 Dollar.

Investoren wägen bei Ölpreisen ab
08:03 Uhr

Viele deutsche Firmen sind für Kriegsfall schlecht gerüstet

Viele Unternehmen in Deutschland sind dem IW-Institut zufolge möglicherweise nicht ausreichend auf einen Spannungs- und Verteidigungsfall vorbereitet. "Gesamtverteidigung und Abschreckung gegenüber Russland kann nicht allein militärisch gedacht werden, sondern erfordert die systematische Einbindung der Wirtschaft", berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine noch nicht veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Die IW-Fachleute stützen sich demnach unter anderem auf eine repräsentative Befragung von mehr als 1000 Firmen – mit gemischtem Ergebnis: 86 Prozent geben an, sich bereits wirksam gegen Cyberattacken zu schützen. Gegen Desinformation, Sabotage und Spionage habe die Mehrheit ebenfalls Maßnahmen ergriffen. Umgekehrt sind nur gut drei Prozent der Firmen für einen Materialausfall gerüstet, bei der Notfallplanung für größeren Personalausfall liegt die Quote bei vier Prozent. Sogenannte Vorhalteverträge gibt es laut Studie bei knapp fünf Prozent. Für Infrastrukturmängel und -engpässe im Ernstfall sehen sich 24 Prozent gerüstet; weitere 17 Prozent wollen nachlegen.

Viele deutsche Firmen sind für Kriegsfall schlecht gerüstet
07:46 Uhr

Geopolitik belastet Asien-Börsen

An den asiatischen Aktienmärkten geht es überwiegend nach unten. Vor allem der Nikkei in Tokio und der Kospi in Seoul leiden unter Gewinnmitnahmen und geben deutlicher nach. An den chinesischen Börsen tendieren die Indizes knapp behauptet. Die Stimmung bleibt gedrückt, laut Marktteilnehmern wegen der geopolitischen Risiken und der US-Handelspolitik. Die US-Regierung hat nun Kanada mit einem Zoll von 100 Prozent gedroht, falls das Land wie beabsichtigt ein Handelsabkommen mit China schließt. Auch die US-Index-Futures geben angesichts der allgemeinen Verunsicherung nach. Die Märkte der Stunde bleiben die Edelmetalle: Die Feinunze Gold steigt erstmals über die Marke von 5.000 Dollar hinweg auf 5.059 Dollar, und die Feinunze Silber legt um mehr als 3,4 Prozent zu auf knapp 107 Dollar.

Daneben warten die Märkte auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch. Von ihr werden zwar überwiegend unveränderte Geldmarktsätze erwartet, der Blick richtet sich aber auf Aussagen zur künftigen Geldpolitik. Und schließlich könnte der Fortgang der Berichtssaison die Stimmung weiter beeinflussen.

Der Hang-Seng-Index in Hongkong fällt um 0,2 Prozent. Trotzdem dürfte der Aktienmarkt in Hongkong sein starkes Momentum auch im Jahr 2026 beibehalten, wie die Analysten von HSBC kommentieren. Der Markt habe seit 2017 "seine beste Rally erlebt", und dies dürfte sich 2026 angesichts der sich verbessernden Gewinne fortsetzen, so die Analysten.

Geopolitik belastet Asien-Börsen
07:30 Uhr

Kanadas neue U-Boot-Flotte: TKMS bekommt Konkurrenz

Südkorea hat für einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag eine hochrangige Delegation nach Kanada entsandt. Der Stabschef des südkoreanischen Präsidenten, Kang Hoon-sik, reise gemeinsam mit Industrieminister Kim Jung-kwan sowie Vertretern der Konzerne Hyundai Motor, Hanwha und HD Hyundai Heavy Industries nach Kanada, sagte er. Angesichts des Wettbewerbs mit der "Produktions-Supermacht" Deutschland seien die Aussichten nicht unbedingt einfach, sagte Kang vor Reportern. "Ich hoffe, dass die hervorragende Leistung unserer U-Boote sowie das Engagement der Regierung für den Ausbau der industriellen und sicherheitspolitischen Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern direkt vermittelt werden kann", sagte Kang.

Südkorea konkurriert mit dem deutschen Rüstungskonzern TKMS um das kanadische Projekt für eine neue U-Boot-Flotte. Branchenkennern zufolge hat der Auftrag einen Wert von mehr als zwölf Milliarden Dollar. TKMS-Chef Oliver Burkhard hatte vergangene Woche der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, das deutsche Unternehmen sei in Gesprächen mit norwegischen und deutschen Firmen, um Kanada ein milliardenschweres Investitionspaket anzubieten. Der südkoreanische Hanwha-Konzern hatte seinerseits am Freitag erklärt, er wolle bis 2040 eine große Zahl von Arbeitsplätzen in Kanada schaffen. Für Südkorea hätte der Auftrag Kang zufolge einen gesamtwirtschaftlichen Wert von mehr als 40 Billionen Won - rund 27,62 Milliarden Dollar - und würde 20.000 Arbeitsplätze schaffen.

Kanadas neue U-Boot-Flotte: TKMS bekommt Konkurrenz
07:11 Uhr

Produktion für Nvidia: Samsung will zu Rivalen aufschließen

Samsung Electronics will einem Insider zufolge im kommenden Monat mit der Produktion seiner Speicherchips der nächsten Generation (HBM4) beginnen und diese an den US-Konzern Nvidia liefern. Damit will der südkoreanische Konzern zu seinem heimischen Rivalen SK Hynix aufschließen, der als Hauptlieferant für die in der Künstlichen Intelligenz (KI) entscheidenden Chips gilt. Die südkoreanische Zeitung "Korea Economic Daily" berichtete unter Berufung auf Branchenkreise, Samsung habe die Qualifikationstests für Nvidia und AMD bestanden. Die Samsung-Aktie legte daraufhin um 2,2 Prozent zu, während die Papiere von SK Hynix um 2,9 Prozent nachgaben. Nvidia benötigt die HBM4-Chips für seine kommende Chip-Plattform "Vera Rubin".

Produktion für Nvidia: Samsung will zu Rivalen aufschließen
06:52 Uhr

"Alle flüchten in Gold als einzige Alternative"

Der starke Yen belastet die Börse in Tokio. Der Nikkei-Index gibt 1,9 Prozent auf 52.804,51 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 2,1 Prozent niedriger bei 3554,86 Zählern. Die chinesischen Börsen zeigen sich hingegen leicht im Plus. Der Shanghai Composite gewinnt 0,1 Prozent auf 4141,01 Stellen, und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen legt um 0,3 Prozent auf 4715,12 Punkte zu.

Händler verweisen auf die Sorgen vor einer Intervention der japanischen Notenbank Bank of Japan (BOJ), um die Währung zu stützen. Ein stärkerer Yen schmälert die Auslandseinnahmen der stark exportorientierten japanischen Wirtschaft. "Das Interventionsrisiko bleibt bestehen, und die Aussichten sind unklar", sagt die Strategin Maki Sawada von Nomura Securities. "Für Händler ist es in diesem Umfeld schwierig, Positionen einzugehen." Zu den größten Verlierern zählen die Aktien von exportorientierten Unternehmen wie Toyota und Honda, die jeweils mehr als drei Prozent nachgeben.

Zusätzliche Nervosität verursachen geopolitische Unsicherheiten. Die Verhängung weiterer Sanktionen gegen den Iran durch die US-Regierung sowie neue Zolldrohungen von Präsident Donald Trump treiben Anleger in als sicher geltende Häfen wie Gold. Der Goldpreis springr auf ein neues Rekordhoch von über 5000 Dollar je Feinunze. "Die Regierung Trump hat einen dauerhaften Bruch mit der bisherigen Vorgehensweise verursacht, und deshalb flüchten jetzt alle in Gold als einzige Alternative", sagt Kyle Rodda, Marktanalyst bei Capital.com.

"Alle flüchten in Gold als einzige Alternative"
06:35 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Am Devisenmarkt steht der Yen im Fokus. Spekulationen über eine mögliche Intervention der japanischen Notenbank geben der Währung Auftrieb. Der Dollar verbilligt sich im Gegenzug um ein Prozent auf 154,20 Yen. Der Euro legt um 0,3 Prozent auf 1,1862 Dollar zu. Anleger blicken zudem auf die im Wochenverlauf anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed.

Das ist los im frühen Devisenhandel
06:17 Uhr

Goldpreis schreibt Geschichte

Der Goldpreis ist um 0,75 Prozent auf ein Rekordhoch von 5019,85 Dollar je Feinunze Gold gestiegen. Anleger flüchteten angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen in das als sicherer Hafen geltende Edelmetall. Zunehmende Spannungen zwischen den USA und der Nato wegen Grönland haben die Rally in diesem Jahr weiter angeheizt.

Bereits im Jahr 2025 hatte sich Gold um 64 Prozent verteuert. Gestützt wurde der Preis von einer lockeren US-Geldpolitik, der Nachfrage von Zentralbanken und Rekordzuflüssen in börsengehandelte Fonds (ETF). China hatte seine Goldkäufe im Dezember den 14. Monat in Folge fortgesetzt. "Unsere Prognose für das Jahr ist, dass Gold einen Höchststand von 6400 Dollar je Feinunze bei einem Durchschnitt von 5375 Dollar erreichen wird", sagte der unabhängige Analyst Ross Norman.

Goldpreis schreibt Geschichte
06:00 Uhr

"Keine Entwarnung": Trump, die Fed und SAP

Der weitere geldpolitische Kurs der US-Notenbank könnte in dieser Woche für den Dax zum Zünglein an der Waage werden. Analysten rechnen zwar nicht damit, dass die Fed bei der nächsten Zinsentscheidung am Mittwoch ihre Lockerungspolitik fortsetzen wird. Sie erhoffen sich aber neue Hinweise darauf, wie die Notenbanker in den kommenden Monaten agieren werden.

Die Federal Reserve hatte den Leitzins im Dezember um einen Viertelprozentpunkt auf die aktuelle Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gesenkt und dies vor allem mit dem schwachen Jobmarkt begründet. Seit seinem Amtsantritt vor rund einem Jahr fordert US-Präsident Donald Trump von der Fed deutliche Zinssenkungen. Er wirft der Notenbank vor, mit ihrer Politik die Wirtschaft zu bremsen. Wiederholt hat Trump über eine Entlassung Powells spekuliert. Powells Amtszeit als Fed-Chef endet im Mai. Er war 2018 von Trump berufen worden. Laut US-Finanzminister Scott Bessent könnte der US-Präsident bereits in dieser Woche eine Entscheidung über den nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank treffen.

Die Anleger blicken zugleich weiterhin auf die Entwicklungen im Streit um Grönland. Dieser setzte die Börsen zuletzt unter Druck: Am Freitag hatte der Dax mit 24.901 Punkten geschlossen und damit fast zwei Prozent unter dem Vorwochenschluss. "Zwar beruhigte sich die Lage zuletzt, da der US-Präsident beim Wirtschaftsforum in Davos von seinen Androhungen bezüglich Grönlands sowie den Strafzöllen wieder abrückte. Nach einhelliger Meinung kann jedoch keine Entwarnung gegeben werden", so die Experten der Helaba.

Auf der Unternehmensseite läutet Europas größter Softwarekonzern SAP am Donnerstag mit seinen Geschäftszahlen für 2025 die heiße Phase der deutschen Bilanzsaison ein. In den USA geht die Bilanzflut weiter. Erwartet werden am Dienstag unter anderem die Zahlen von General Motors, Texas Instruments, UnitedHealth und Boeing. Am Mittwoch folgen die mit Spannung erwarteten Zahlen von Microsoft, Meta und Tesla. Am Donnerstag gewähren unter anderem Apple, Visa und Mastercard und Lockheed Martin einen Blick in ihre Bücher. Am Freitag stehen die Bilanzen von Chevron, Exxon Mobil, Colgate-Palmolive und Verizon an.

Die Konjunkturdatenwoche eröffnet aber heute der Ifo-Index, der die Stimmung in den deutschen Chefetagen widerspiegelt. Analysten sagen für Januar einen leichten Anstieg des Barometers voraus.

"Keine Entwarnung": Trump, die Fed und SAP