Der Börsen-Tag
28. September 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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17:39 Uhr

Dax kommt nicht aus dem Knick

Nach der Erholung am Freitag haben es Anleger an der Frankfurter Börse zum Auftakt der neuen Woche wieder ruhiger angehen lassen. Der Dax verlor minimal 0,1 Prozent und schloss bei 25.374 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte kaum verändert bei 6306 Stellen. "Da die heutige Agenda nur wenige neue Impulse bereithält, dürften die bestehenden Themen den Handel bestimmen", sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst beim Broker CMC Markets. So blieben die Energiepreise, Renditen und die Entwicklung der Technologieaktien die wichtigsten Taktgeber.

Die Ölpreise kamen am Nachmittag von den Tageshochs zurück. Der Grund hierfür könnte sein, dass wieder signifikante Ölmengen durch die zuletzt beschädigte East-West-Pipeline fließen. Laut Angaben von Bloomberg sollen wieder rund 3,5 Millionen Barrel durch die Pipeline fließen, also etwas die Hälfte der Gesamtkapazität. Der Dax ging daraufhin bis auf 25.576 Zähler hoch. Die Reaktion an den Anleihemärkten hielt sich dagegen in Grenzen.

Bei den Einzelwerten flogen Technologiewerte lange Zeit hochkantig aus den Depots, grenzten dann aber ihre Verluste ein. Infineon und Siltronic gaben um 0,3 beziehungsweise 1,9 Prozent nach, Aixtron gewannen noch 0,4 Prozent. "Die angekündigte Trainingspause von OpenAI bei seinem neuesten KI-Modell wirft die Frage auf, ob sich die enorme Geschwindigkeit der vergangenen Jahre tatsächlich fortsetzen lässt", sagte CMC-Markets-Experte Lipkow.

Südzucker gewannen 3,1 Prozent. Das Unternehmen hat das Ergebnis im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2026/27 deutlich gesteigert und die Umsatz- und Gewinnprognose für das Geschäftsjahr konkretisiert. 

Dax kommt nicht aus dem Knick
17:20 Uhr

Evonik-Aktionäre haben Chance auf Übernahmeprämie

Für Evonik-Investoren eröffne die BASF-Offerte die Chance auf eine Übernahmeprämie, während bei einem Scheitern Rückschlagpotenzial bestehe, merkt die DZ Bank an. Strategisch könnte Evonik das BASF-Spezialchemiegeschäft stärken, allerdings müssten Finanzierung, zusätzliche Synergien und die Haltung der RAG-Stiftung noch geklärt werden, geben die Analysten zu bedenken. Der durchschnittliche Aktienkurs drei Monate vor Veröffentlichung der Sondierung habe bei rund 15 Euro gelegen. Ein Preis von 22 Euro entspräche damit einer Übernahmeprämie von rund 46 Prozent und läge bereits über der üblichen Spanne von 30 bis 40 Prozent.

Da sich Evonik aktuell in einem zyklischen Tief befindet, könnte ein auf Mid-Cycle-Erträgen basierender Preis im Bereich von 22 Euro dennoch begründet sein. Strukturelle Probleme wie der Wettbewerb aus China, die Wachstumsschwäche in Europa und hohe Energiepreise seien hingegen dauerhaft und durch eine zyklische Erholung nicht lösbar; hierfür sei keine "Besserungsprämie" gerechtfertigt.

Evonik-Aktionäre haben Chance auf Übernahmeprämie
17:07 Uhr

Können die KI-Firmen den hohen Erwartungen gerecht werden?

Schon bald startet die Berichtsaison über das dritte Quartal, in der die börsennotierten Unternehmen Einblick in ihre Bücher gewähren. Oftmals ist diese Zeit eine turbulente Phase, denn übertroffene oder enttäuschte Erwartungen können immer mal wieder zu stärkeren Kurssprüngen führen. Wie Anleger sich dagegen wappnen oder das auch gezielt nutzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Patrick Kesselhut von Goldman Sachs.

Können die KI-Firmen den hohen Erwartungen gerecht werden?
16:53 Uhr

Starship erreicht erstmals Orbit - SpaceX-Aktie im Plus

Anleger greifen bei SpaceX zu, nachdem dessen Starship-Rakete nach Unternehmensangaben trotz eines Triebwerksproblems erstmals die Erdumlaufbahn erreicht hat. Die Titel des Raumfahrtkonzerns ziehen bis zu 1,4 Prozent an. Die unbemannte Rakete sollte die erste Serie von neuen Starlink-Satelliten aussetzen. Das Erreichen des Orbits ist ein lang erwarteter Meilenstein für das Starship-Programm. SpaceX-Gründer Elon Musk hatte dieses Ziel ursprünglich für 2022 vorhergesagt. Alle 13 vorangegangenen Testflüge waren auf suborbitale Flüge beschränkt. Die Entwicklung des Systems hat bisher fast ein Jahrzehnt gedauert und mehr als 15 Milliarden Dollar gekostet. Mit Starship sollen künftig häufiger Starlink-Satelliten und im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde NASA auch Missionen zum Mond gestartet werden.

Starship erreicht erstmals Orbit - SpaceX-Aktie im Plus
16:41 Uhr

Bayer vor Zulassungserweiterung für Hitzewallungsmittel in den USA

Bayer ist einer erweiterten Zulassung seines Medikaments Lynkuet gegen Hitzewallungen in den USA hähergekommen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA habe den Ergänzungsantrag für das Mittel angenommen und ein beschleunigtes Prüfverfahren (Priority Review) eingeleitet, teilte das Dax-Unternehmen mit. Die Leverkusener streben an, das Medikament künftig auch Frauen anzubieten, die wegen einer Brustkrebserkrankung eine endokrine Therapie erhalten und in der Folge unter mittelschweren bis schweren Hitzewallungen leiden. Für diese spezifische Patientengruppe gibt es in den USA laut Bayer bislang keine zugelassene Behandlungsalternative.

Lynkuet ist dort seit Oktober 2025 schon für die Behandlung von Hitzewallungen zugelassen, die durch die natürlichen Wechseljahre bedingt sind. Das Mittel zählt für Bayer zu den fünf zentralen Medikamenten, die das künftige Wachstum der Pharmasparte tragen und Umsatzeinbußen durch abgelaufene Patente wettmachen sollen.

Bayer vor Zulassungserweiterung für Hitzewallungsmittel in den USA
16:20 Uhr

Strahlentherapie-Neuheit beflügelt Siemens Healthineers

Mit Accela setzt Siemens Healthineers auf KI in der Krebsbehandlung: Bestrahlungen sollen schneller planbar sein und Patienten weniger Zeit auf der Liege verbringen. ntv-Börsenexperte Patrick Dewayne erklärt, welches Wachstumspotenzial darin steckt - die US-Zulassung steht noch aus.

Strahlentherapie-Neuheit beflügelt Siemens Healthineers
15:58 Uhr

Steigende Ölpreise und Renditen belasten US-Börsen

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(Foto: picture alliance / Pressefoto Ulmer)

Weiter steigende Ölpreise und erneut zulegende Renditen sorgen zu Wochenbeginn für Abgaben an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Eröffnung 0,7 Prozent auf 51.468 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 reduziert sich um 0,5 Prozent und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 0,6 Prozent nach unten. Hier belasten vor allem Abgaben bei den Chip-Werten.

So verlieren Intel 3,2 Prozent, Marvell fallen um 2,2 Prozent und Sandisk um 3,5 Prozent. Erneut gibt es Befürchtungen in Bezug auf eine zu rasche und nicht kontrollierbare Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI). Hintergrund sind neue Berichte über Vorfälle mit KI-Agenten von OpenAI, die mit außergewöhnlichen Maßnahmen versucht haben sollen, an Daten zu gelangen. Der ChatGPT-Entwickler stoppte in der Folge vorläufig das Training der neuesten Modelle. Boeing reduzieren sich um 4,4 Prozent, nachdem das "Wall Street Journal" berichtet hatte, dass der Flugzeughersteller einen Softwarefehler identifiziert habe, der eine automatische Landefunktion stören könnte. 

Steigende Ölpreise und Renditen belasten US-Börsen
15:35 Uhr

Rüstungsaktie wegen Analystenprognose rot

Eine negative Analystenprognose hat die Aktien von Renk auf Talfahrt geschickt. Die Papiere des Panzergetriebe-Herstellers fallen um 1,9 Prozent auf 39,81 Euro. JPMorgan hat sein Kursziel für Renk von 75 auf 62 Euro gesenkt. Die Analysten der US-Investmentbank rechnen mit einem enttäuschenden dritten Quartal 2026. Zudem reduzierten sie ihre Schätzungen für den Gewinn je Aktie für die Jahre 2026 bis 2030. Während das Ergebnis in der wichtigen Rüstungssparte stark ausfallen dürfte, erwarten sie ein schwaches Abschneiden im Industriegeschäft. Als weiteren Grund für das reduzierte Kursziel nannte JPMorgan die jüngste Neubewertung von Herstellern von Landsystemen.

Rüstungsaktie wegen Analystenprognose rot
15:14 Uhr

Snowflake kündigt Milliardenanleihe an - Aktie fällt

Die geplante Ausgabe neuer Wandelanleihen setzt die Aktien des KI-Cloud-Anbieters Snowflake unter Druck. Die Titel des kalifornischen Unternehmens geben im vorbörslichen US-Handel rund drei Prozent nach. Snowflake will nach eigenen Angaben mit der privaten Platzierung von zwei Wandelanleihen ohne Zinskupon insgesamt 3,5 Milliarden Dollar aufnehmen. Mit dem Erlös soll ein Teil bestehender Wandelanleihen mit Fälligkeit 2027 zurückgekauft werden. Zudem sollen die Mittel für Aktienrückkäufe, Übernahmen, Investitionen sowie für den Ausgleich einer möglichen Verwässerung des Aktienkapitals verwendet werden.

Snowflake kündigt Milliardenanleihe an - Aktie fällt
14:52 Uhr

Nvidia legt Rekord-Aktienrückkauf auf - Aktie steigt

Die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms in Rekordhöhe gibt Nvidia Rückenwind. Die Papiere des US-Chipriesen legen vorbörslich um fast 1,5 Prozent zu. Nvidia hat eine Aufstockung seines Aktienrückkaufprogramms um 150 Milliarden Dollar angekündigt - die größte, die es je gegeben hat und die selbst die von Apple im Jahr 2024 übertrifft. Damit beläuft sich das Gesamtvolumen für Rückkäufe bis zum Geschäftsjahr 2028 auf insgesamt 235 Milliarden Dollar. Der boomende Markt für Künstliche Intelligenz (KI) spült Geld in die Kassen des Konzerns. Der hohe Mittelzufluss ermögliche sowohl Investitionen als auch eine Kapitalrückführung an die Aktionäre. Nvidia hat für das Geschäftsjahr 2028 ein Umsatzwachstum von rund 70 Prozent in Aussicht gestellt.

Nvidia legt Rekord-Aktienrückkauf auf - Aktie steigt
14:35 Uhr

Märkte im Krisenmodus: "Wir haben uns dran gewöhnt"

Steigende Zinsen, explodierende Ölpreise, militärische Konflikte - die Börsen sehen sich derzeit mit so einigen Störfeuern konfrontiert. Dennoch zeigen sich die Märkte bislang äußerst robust. Haben sich die Anleger schlicht an die Krisen gewöhnt? Wie die kommenden Monate an der Börse aussehen könnten und welche Strategien jetzt sinnvoll sind, das diskutiert Friedhelm Tilgen mit Anja Schneider von der Société Générale und Kay-Peter Tönnes von Antecedo.

Märkte im Krisenmodus: "Wir haben uns dran gewöhnt"
14:14 Uhr

Analystenkommentar treibt Siemens Healthineers an Dax-Spitze

Ein positiver Analystenkommentar hat die Aktien von Siemens Healthineers an die Dax-Spitze getrieben. Die Papiere des Medizintechnikkonzerns verteuern sich um 3,5 Prozent auf 39,02 Euro. Die positive Stimmung in der Branche verhilft auch anderen Gesundheitswerten wie Fresenius, Merck und Bayer zu einem Plus von rund 1,5 bis zwei Prozent.

Die Siemens-Healthineers-Tochter Varian habe mit dem System "Accela" die wichtigste Erneuerung ihrer Plattform für Strahlentherapie seit Jahren vorgestellt, schrieben die Experten der US-Investmentbank Jefferies. Der finanzielle Beitrag werde sich jedoch nur schrittweise niederschlagen. Wegen erforderlicher Zulassungen, der Installation und des Hochfahrens der Produktion sei ein nennenswerter Umsatzbeitrag erst in den Geschäftsjahren 2027 und 2028 zu erwarten. Dennoch beließ Jefferies die Einstufung der Siemens-Healthineers-Aktie bei "Buy" mit einem Kursziel von 50 Euro.

Analystenkommentar treibt Siemens Healthineers an Dax-Spitze
14:02 Uhr

Drei deutsche Biontech-Standorte werden geschlossen

Drei deutsche Produktionsstandorte des Pharmaunternehmens Biontech mit zusammen 1800 Mitarbeitern werden geschlossen. Das Mainzer Unternehmen fand nach eigenen Angaben keine Käufer für seine Werke im hessischen Marburg, im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein und in Tübingen in Baden-Württemberg. Biontech wurde in der Corona-Pandemie mit seinem Covid-19-Impfstoff weltbekannt.

Drei deutsche Biontech-Standorte werden geschlossen
13:44 Uhr

Neues Programm für Erstkäufer in UK - Immobilienaktien schießen hoch

Das neue Programm der britischen Regierung für Neues Programm für Erstkäufer in GB dürfte Immobiliensektor stützen dürfte erhebliche Auswirkungen auf den Immobiliensektor und insbesondere auf den Wohnungsbau haben, schreibt der Analyst Oli Creasey von Quilter Cheviot in einer Research Note. Die Labour-Regierung sei bei ihrem Ziel, in dieser Legislaturperiode 1,5 Millionen Wohnungen zu bauen, in Verzug geraten. Obwohl dies ein sehr anspruchsvolles Ziel bleibe, dürfte das Programm helfen, diesem Ziel näher zu kommen, so Creasey.

"Die Ankündigung dürfte sich positiv auf die Immobilienpreise auswirken, die Nachfrage ankurbeln und Kapital in das System spülen", sagt er. Die Aktien von MJ Gleeson und Persimmon legen um 15 Prozent zu, während Barratt Redrow und Taylor Wimpey um 14 Prozent höher notieren. Das Programm soll potenzielle Erstkäufer unterstützen, die eine Neubauimmobilie von einem teilnehmenden Bauträger erwerben. Es ermöglicht eine Anzahlung von 2,5 Prozent, die durch ein staatlich gefördertes Eigenkapitaldarlehen in Höhe von 20 Prozent abgesichert wird.

Neues Programm für Erstkäufer in UK - Immobilienaktien schießen hoch
13:18 Uhr

Geldmarktsätze ziehen am langen Ende kräftig an

Mit den Sätzen am europäischen Geldmarkt und den Euribor-Fixings am langen Ende geht es kräftig nach oben. Der Brent-Preis steigt um vier Prozent auf über 108 Dollar das Fass, während die vielbeachtete Rendite zehnjähriger Treasurys um fünf Basispunkte auf 5,23 Prozent steigt. Auch die jüngste diplomatische Initiative zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus scheint im Sande verlaufen zu sein. Das treibt die Inflationserwartungen. Sowohl für die US-Notenbank wie auch die Europäische Zentralbank (EZB) wird für Oktober an den Märkten nun mehrheitlich eine Zinserhöhung eingepreist. Spannend werden die am Mittwoch anstehenden Verbraucherpreise für September aus Frankreich und Deutschland.

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(Foto: picture alliance/SZ Photo/Wolfgang Filser)

Tagesgeld: 2,35 - 2,55 (2,40 - 2,60), Wochengeld: 2,39 - 2,63 (2,38 - 2,62), 1-Monats-Geld: 2,51 - 2,81 (2,27 - 2,57), 3-Monats-Geld: 2,49 - 2,82 (2,48 - 2,82), 6-Monats-Geld: 2,96 - 3,11 (2,96 - 3,11), 12-Monats-Geld: 3,25 - 3,55 (3,12 - 3,29), Euribors: 28.09. 24.09. 3 Monate: 2,607 (2,614), 6 Monate: 3,070 (3,013), 12 Monate: 3,379 (3,308)

Geldmarktsätze ziehen am langen Ende kräftig an
12:52 Uhr

Keine Entwarnung bei Euroraum-Anleihen - Ölpreise steigen deutlich

Die Renditen von Staatsanleihen der Eurozone stehen potenziell vor einer schwierigen Woche, da die Ölpreise hoch bleiben und das Emissionsvolumen hoch sein wird. Hohe Ölpreise erhöhen die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen. Gleichzeitig stehen am Montag Emissionen aus Belgien, am Dienstag aus den Niederlanden und Italien, am Mittwoch aus Deutschland und am Donnerstag aus Spanien und Frankreich an. Brent-Öl verteuerte sich um 3,7 Prozent auf 101,03 US-Dollar pro Barrel. Der Preis für WTI-Öl stieg um 4,2 Prozent auf 96,27 Dollar je Fass.

"Die Anleihemärkte bleiben in einer prekären Lage", schreibt Rainer Guntermann, Zinsstratege bei der Commerzbank, in einer Research Note. "Die wieder anziehenden Ölpreise, die heutige Anhörung von Lagarde sowie die Daten und das Angebot in dieser Woche könnten die derzeitige Nervosität noch verschärfen", sagt er. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sinkt laut Tradeweb um 0,2 Basispunkte auf 3,619 Prozent.

Keine Entwarnung bei Euroraum-Anleihen - Ölpreise steigen deutlich
12:25 Uhr

Zeichen stehen auf roten Wall-Street-Wochenstart

Mit Abgaben dürfte die Wall Street in die neue Woche starten. Im Iran-Krieg stehen die Zeichen weiter auf Konfrontation. So hat US-Präsident Donald Trump den Vorschlag des Irans für einen siebentägigen Waffenstillstand abgelehnt. Er habe Beratern erklärt, dass er nach den Zwischenwahlen im November mit einer Wiederaufnahme der Bombardierungen des Irans rechne, sagten US-Beamte. Mit Teherans Vorschlag wären im Gegenzug für die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen die Straße von Hormus wieder geöffnet und die Atomgespräche wieder aufgenommen worden. Friedensvermittler drängen den Iran zu einem Zugeständnis in seinem Atomprogramm, um die Waffenstillstandsgespräche mit den USA wiederzubeleben. Der Future auf den S&P-500 reduziert sich um 0,5 Prozent und für den Nasdaq-Terminkontrakt geht es um 1,0 Prozent nach unten.

Zeichen stehen auf roten Wall-Street-Wochenstart
12:00 Uhr

"Wettbewerb um Kapital ist wieder ausgebrochen"

Die Zinsen steigen - den einen freut's, der andere leidet. Macro-Monkey-Chefvolkswirt Martin Lück blickt auf die Gründe für diese Entwicklung, den Finanzierungsdruck bei KI-Firmen und wie sich Anlegerinnen und Anleger jetzt positionieren können. 

"Wettbewerb um Kapital ist wieder ausgebrochen"
11:52 Uhr

Dax bewegt sich kaum

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat bislang einen ruhigen Wochenbeginn erlebt. Der deutsche Leitindex notierte am Mittag kaum verändert bei 25.413 Punkten. Der EuroStoxx50 fiel um 0,2 Prozent auf 6291 Stellen. Der Euro lag 0,2 Prozent leichter bei 1,1378 US-Dollar.

Dax bewegt sich kaum
11:40 Uhr

Hugo-Boss-Finanzvorstand schmeißt hin

Nach der Machtübernahme durch das britische Textil-Konglomerat Frasers nimmt der Finanzvorstand des Modekonzerns Hugo Boss den Hut. Yves Müller, der vor knapp neun Jahren von Tchibo zu Hugo Boss gekommen war, habe sein Vorstandsmandat aus persönlichen Gründen niedergelegt, teilte das Unternehmen mit. Müller war seit 2022 auch für das operative Geschäft mit den Bereichen IT, Logistik, Produktion und Beschaffung sowie den Einkauf zuständig. Für zehn Monate war er 2020/21 Sprecher des Vorstands.

Sein Nachfolger, der zum 1. Oktober übernimmt, kommt aus der zweiten Reihe: Ivica Maric arbeitet seit 2005 für Hugo Boss, zumeist im Controlling und Rechnungswesen. Seit 2023 ist er Executive Vice President Business Operations.

Der vom Milliardär Mike Ashley kontrollierte Frasers-Konzern (Sports Direct, Debenhams) hatte die Beteiligung an dem Herren- und Damenausstatter mit einem Übernahmeangebot auf 48 Prozent ausgebaut und greift nach der Mehrheit. Seit Mitte September ist Frasers-Chef Michael Murray auch Vorsitzender des Aufsichtsrats von Hugo Boss.

Hugo-Boss-Finanzvorstand schmeißt hin
11:18 Uhr

Bergbauaktien tiefrot - Preise für Gold, Silber, Kupfer fallen

Bergbauaktien geben stark nach und folgen damit einem Abschwung der Metallpreise. Höhere Ölpreise und starke Daten zur Industrieproduktion in den USA haben die Erwartung verstärkt, dass die Leitzinsen der Zentralbanken länger hoch bleiben werden, was wiederum die zinslosen Metalle belastet, so die Analysten von ANZ. Gold- und Silberkontrakte fallen in New York um drei Prozent beziehungsweise fünf Prozent, während die Kupfer-Futures in London um 1,8 Prozent nachgeben.

Die Aktie des Silberproduzenten Fresnillo fällt um 5,8 Prozent und ist damit der größte Verlierer im Londoner FTSE 100. Die Aktien der Goldproduzenten Endeavour Mining und Antofagasta geben um 5,1 Prozent beziehungsweise 2,6 Prozent nach, während die des Kupferproduzenten Anglo American um 2,2 Prozent fallen. Die Aktien des luxemburgischen Stahlkonzerns ArcelorMittal geben um 2,2 Prozent nach.

Bergbauaktien tiefrot - Preise für Gold, Silber, Kupfer fallen
10:55 Uhr

Preiskampf ums Altersvorsorgedepot

Wenige Monate vor dem Start des Altersvorsorgedepots legen verschiedene Institute Angebote vor: mit Kosten unter einem Prozent pro Jahr - auch für Depots, die nicht Standard sind. Doch was bringen solche gemanagten Depots? ntv-Börsenexperte Friedhelm Tilgen ordnet ein.

Preiskampf ums Altersvorsorgedepot
10:32 Uhr

Gaspreise steigen wegen Aussicht auf längere LNG-Störungen

Die europäischen Gaspreise steigen um mehr als 2 Prozent, nachdem US-Präsident Donald Trump den Waffenstillstandsvorschlag des Irans abgelehnt hat, was die Sorgen vor länger anhaltenden Unterbrechungen der LNG-Lieferungen vor dem Winter schürt. Im frühen Handel steigt der niederländische Referenzkontrakt TTF um 2,4 Prozent auf 73,63 Euro je Megawattstunde.

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(Foto: IMAGO/Wolfgang Maria Weber)

"Geringere norwegische Pipeline-Lieferungen aufgrund von Wartungsarbeiten und ein gedämpfter LNG-Verkehr durch Hormus verknappen den Markt weiterhin", meinen die Analysten von ANZ. "Unterdessen unterstreiche eine Erholung der chinesischen LNG-Importe das Risiko eines stärkeren asiatischen Wettbewerbs um die Ladungen, wodurch die europäischen Gaspreise anfällig für die Winternachfrage und weitere Angebotsschocks würden." Die Gasspeicher in der EU sind derzeit zu 70 Prozent gefüllt.

Gaspreise steigen wegen Aussicht auf längere LNG-Störungen
10:08 Uhr

SAP sieht historische Chance 

SAP-Chef Christian Klein sieht für seinen Konzern durch neue KI-Produkte eine historische Chance für deutliches Wachstum. "Für SAP eröffnet sich gerade die größte Chance für einen weiteren wirklichen Schub", sagte Klein der der dpa. Investoren erwarteten eine Umsatzbeschleunigung. "Die Chance, dass SAP noch einmal über sich hinauswächst, war nie größer", sagte Klein. Durch die Software zur Unternehmensteuerung, das Industriewissen und die Fülle an Daten wolle SAP einen "einzigartigen Vorteil" ausspielen.

Der unweit des Hauptsitzes aufgewachsene Klein ist bereits seit 1999 bei SAP und seit 2019 Vorstandsvorsitzender. Klein richtet den Softwarekonzern gerade stark auf neue Geschäfte mit KI-Produkten aus, nachdem er in den Jahren zuvor eine Verlagerung der Geschäfte in die Cloud angestoßen hatte.

SAP sieht historische Chance 
09:45 Uhr

Eskalation im Iran-Konflikt? Bitcoin reagiert

Der Bitcoin fällt, da die Anleger angesichts der Sorge vor einer Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran bei risikoreichen Anlagen vorsichtig sind. Der Bitcoin notiert 1,2 Prozent niedriger bei 83.571,80 Dollar.

US-Präsident Trump hat den Vorschlag des Irans für einen siebentägigen Waffenstillstand abgelehnt. Ein deutlicherer Rückgang der Ölpreise würde die Inflationssorgen lindern und könnte die Erwartungen an höhere Zinsen dämpfen, kommentiert Joseph Dahrieh von Tickmill. Das würde dem Bitcoin mehr Raum für eine Erholung geben.

Eskalation im Iran-Konflikt? Bitcoin reagiert
09:28 Uhr

Sonne satt - Solarstrom-Rekord in Deutschland

Die Solarstromproduktion in Deutschland hat im bisherigen Jahresverlauf bereits den Wert des gesamten Vorjahres übertroffen. Von Anfang Januar bis zum Sonntag erzeugten Photovoltaikanlagen 90,2 Terawattstunden (TWh) elektrische Energie, wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) mitteilte. Im Gesamtjahr 2025 waren es 90,0 TWh gewesen. Der Verband berief sich auf Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE).

Zu dem Rekord trugen dem Verband zufolge ungewöhnlich viele Sonnenstunden und der Ausbau der Photovoltaikanlagen bei. Neben neuen Anlagen auf Dächern und Freiflächen wachse auch die Bedeutung von Batteriespeichern, mit denen der Strom flexibler vor Ort genutzt werden könne. Im vergangenen Jahr steuerte die Photovoltaik den Angaben zufolge rund ein Fünftel der heimischen Stromerzeugung bei. Solarenergie sei eine tragende Säule der Stromversorgung, erklärte BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.

Sonne satt - Solarstrom-Rekord in Deutschland
09:13 Uhr

Dax zeigt sich stabil

Der Dax beginnt den Handel kaum verändert. Der deutsche Börsenleitindex, der am Freitag noch einen Wochenschlussspurt hingelegt und mit 25.409 Punkten geschlossen hatte, notiert aktuell im Bereich von 25.450 Zählern. Dabei zeigten sich die Aktienmärkte in Asien uneinheitlich. Die Ölpreise legten am Morgen wieder zu. 

Dax zeigt sich stabil
08:58 Uhr

17-Prozent-Kursrutsch trifft diesen Autozulieferer

In Tokio brechen Aktien von Nidec über 17 Prozent ein. Berichten zufolge muss der Zulieferer der Autoindustrie eine Abschreibung im Umfang von umgerechnet 6,3 Milliarden Dollar vornehmen und wird sich auch von seinem Präsidenten trennen. - als Folge eines der größten Bilanzskandale Japans.

17-Prozent-Kursrutsch trifft diesen Autozulieferer
08:39 Uhr

Ein Rückschlag drückt die Anlegerstimmung

Die europäischen Börsen dürften wenig verändert in die neue Woche starten. Auf der Stimmung lasten ausbleibende Fortschritte bei den Bemühungen um eine Beendigung des Kriegs gegen den Iran. US-Präsident Donald Trump hat den jüngsten iranischen Vorschlag für einen Waffenstillstand abgelehnt. Daraufhin ziehen die Ölpreise, die am Freitag etwas gesunken waren, heute wieder deutlicher an. Das Barrel Brentöl verteuert sich um 2,6 Prozent auf gut 107 Dollar.

Konjunkturseitig steht mit Blick auf die Inflationssorgen und den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank in dieser Woche vor allem der PCE-Preisindex in den USA im Blick, der am Mittwoch veröffentlicht wird. Das zweite Highlight folgt am Freitag mit dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht. Heute ist die Agenda der Konjunkturdaten noch leer.

Ein Rückschlag drückt die Anlegerstimmung
08:21 Uhr

Chipaktien unter Druck

Uneinheitlich geht es zum Start in die neue Woche an den Börsen in Ostasien zu. Unter Druck stehen Chipaktien und andere Aktien mit KI-Fantasie, weil wieder Sorgen über eine zu schnelle und unkontrollierbare Entwicklung von Künstlicher Intelligenz umgehen. Hintergrund sind neue Meldungen über Vorfälle mit KI-Agenten von OpenAI, die selbstständig außergewöhnliche Mittel ergriffen haben sollen, um an Daten zu gelangen. Der ChatGPT-Entwickler hat darauf vorläufig das Training der neuesten Modelle gestoppt. Das wirft generell wieder Fragen über die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit der hohen KI-Investitionen vieler Unternehmen auf.

Daneben bremst der wieder deutlich gestiegene Ölpreis angesichts ausbleibender Fortschritte im Hinblick auf eine Wiederöffnung der Straße von Hormus. Brent-Öl verteuert sich um 2,5 Prozent auf knapp 107 Dollar.

An der stark technologielastigen Börse in Seoul geht es um 2,1 Prozent nach unten. Dort war zuletzt wegen Feiertagen zwei Tage in Folge nicht gehandelt worden. Die beiden Schwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics verlieren je rund 4,5 Prozent. Der Topix in Tokio liegt minimal im Plus, aber auch hier werden Technologieaktien abgegeben. Kioxia büßen 2,6 und Lasertec 1,1 Prozent ein. Der HSI steigt 0,6 Prozent. In Shanghai geht es für den Composite-Index um 1,7 Prozent südwärts. Der S&P/ASX 200 in Sydney verbessert sich um 0,4 Prozent.

Chipaktien unter Druck
08:01 Uhr

Drei Mobilfunk-Anbieter reichen

Der neue Deutschland-Chef des spanischen Telekommunikations-Konzerns Telefonica sieht die Struktur des deutschen Mobilfunkmarkts kritisch. In keinem anderen großen Land gebe es vier Netzbetreiber, sagte Santiago Argelich Hesse. Das Modell der Service-Provider, die Mobilfunktarife verkaufen, ohne ein eigenes Netz zu betreiben, habe sich auch nur in Deutschland erhalten. "Es wäre eine Lösung für das Problem, wenn sich der Markt auf drei Anbieter konsolidiert", sagte der Deutsch-Spanier. Es brauche keine vier Mobilfunknetze. Die derzeitige, von der Politik gewollte Struktur führe zu niedrigen Preisen für die Verbraucher, sei aber innovations- und investitionsfeindlich. "Wir müssen sehen, wie wir diese ganzen Regeln und Kosten begrenzen."

Drei Mobilfunk-Anbieter reichen
07:47 Uhr

Preiskampf ums Altersvorsorgedepot nimmt Fahrt auf

Die Deutsche Bank steigt in den Wettlauf um das beste Angebot für das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot ein. "Lockvogelangebote sind ganz klar nicht unsere Strategie", betonte Deutsche-Bank-Manager Raffael Gasser gegenüber der dpa. "Unser Ziel ist, dass Kunden genau wissen, worauf Sie sich einlassen und auch in ein paar Jahren keine negativen Emotionen entwickeln, weil wir irgendwie die Spielregeln verändern."

Mit dem Altersvorsorgedepot sollen Sparerinnen und Sparer ab 2027 über die Anlage in Indexfonds (ETFs), Aktienfonds und Anleihen privat fürs Alter vorsorgen können. Das soll den Menschen mehr Geld für den Ruhestand bescheren, weil sie zwar mit mehr Risiko, aber chancenreicher anlegen können.

Das Gesetz, auf dem das Altersvorsorgedepot beruht, erlaubt Anbietern, ihre Preise später jederzeit zu erhöhen. Dies müssen sie nur vier Monate vorher ankündigen. Darum gibt es bereits Befürchtungen, der Preiswettbewerb könne letztlich zulasten der Kundschaft gehen.

Preiskampf ums Altersvorsorgedepot nimmt Fahrt auf
07:29 Uhr

Startup-Gründungsboom hält an

Der Gründerboom in Deutschland ist einer Studie zufolge trotz der mauen Konjunktur ungebrochen. Seit Jahresbeginn seien mehr als 3000 Startups hinzugekommen, so viele wie noch nie, ergab der Startup-Monitor 2026 des deutschen Startupverbands. Im gleichen Zeitraum seien zehn Unternehmen zu sogenannten Einhörnern aufgestiegen. Dadurch erreiche die Zahl der deutschen Startups mit einer Bewertung von jeweils mehr als einer Milliarde Euro den Rekordwert von 39. "Der Aufbruch kommt zur richtigen Zeit", betonte Verbandschefin Verena Pausder. "Große Teile unserer Industrie ringen um ihre Existenz."

Zwischen Januar und September sammelten deutsche Startups acht Milliarden Euro Wagniskapital ein, hieß es weiter. Dies sei mehr als im Gesamtjahr 2025. Halte der aktuelle Trend an, werde das Investitionsvolumen 2026 mit zwölf Milliarden Euro voraussichtlich den zweithöchsten Wert hinter dem Boomjahr 2021 erreichen. Dennoch bleibe die Kapitalbeschaffung ein Hemmschuh: Junge Startups hätten immer häufiger Probleme, an Geldspritzen zu kommen.

Startup-Gründungsboom hält an
07:12 Uhr

Zwei Themen bremsen Asien-Anleger aus

Sorgen vor weiter steigenden Zinsen und geopolitischen Spannungen im Nahen Osten drämgen die asiatischen Anleger zum Wochenstart in die Defensive. In Tokio bleibt der Nikkei-Index fast unverändert bei 66.333,53 Punkten und der breiter gefasste Topix notiert 0,2 Prozent höher bei 4135,38 Zählern. Deutlich abwärts geht es dagegen in China: Der Shanghai Composite verliert 1,9 Prozent auf 3815,78 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 2,2 Prozent auf 4340,68 Punkte.

In Japan rückt die Geldpolitik in den Fokus. Aus den Protokollen der jüngsten Sitzung der Bank of Japan (BOJ) geht hervor, dass die Währungshüter angesichts steigender Inflationsrisiken raschere Zinserhöhungen in Betracht ziehen. "Das Tempo der Zinserhöhungen könnte schneller sein als von den Märkten erwartet", so ein Notenbanker. Die hartnäckige Schwäche des Yen und die durch den Nahost-Konflikt gestiegenen Importpreise für Energie heizen die Teuerung an. Dies treibt die Anleiherenditen in die Höhe, was weltweit die Finanzierungskosten verteuert und insbesondere zinssensible Technologiewerte belastet, die derzeit Milliarden für den Ausbau der Künstlichen Intelligenz (KI) aufwenden.

In China drücken schwache Wirtschaftsdaten auf die Stimmung, da sich das Gewinnwachstum der Industrie im August weiter verlangsamte. Zu den klaren Gewinnern zählten Hersteller von Computern und Elektronik, deren Gewinne dank des KI-Booms in den ersten acht Monaten um 110 Prozent in die Höhe schnellten.

Zwei Themen bremsen Asien-Anleger aus
06:54 Uhr

Ölpreise steigen nach Trump-Aussagen

Die Ölpreise steigen um mehr als ein Prozent, nachdem US-Präsident Donald Trump einen iranischen Friedensplan zur Öffnung der Straße von Hormus abgelehnt hat. Die Nordseesorte Brent verteuert sich um 1,3 Prozent auf 105,64 Dollar je Barrel, US-Leichtöl WTI steigt um 0,8 Prozent auf 93,11 Dollar. Der Iran hatte den Vorschlag in der vergangenen Woche über katarische Vermittler unterbreitet. Trump wies den Plan am Wochenende zwar zurück, stellte in einem Interview jedoch weitere Verhandlungen für diese Woche in Aussicht. Die geopolitischen Risiken in der Region bleiben Analysten zufolge auch wegen anhaltender Raketen- und Drohnenangriffe der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien hoch.

Ölpreise steigen nach Trump-Aussagen
06:35 Uhr

Schwache Binnennachfrage bremst Chinas Industrie

Das Gewinnwachstum der chinesischen Industrie hat sich im August wegen einer anhaltend schwachen Binnennachfrage weiter verlangsamt. Die Gewinne der Industrieunternehmen stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,2 Prozent, wie aus Daten des Nationalen Statistikbüros (NBS) hervorgeht. Im Juli hatte das Plus noch bei 11,2 Prozent gelegen. In den ersten acht Monaten des Jahres legten die Gewinne um 15,7 Prozent zu, nach einem Anstieg von 17,6 Prozent im Zeitraum von Januar bis Juli. Die Statistik erfasst Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 20 Millionen Yuan (2,98 Millionen Dollar) aus ihrem Hauptgeschäft.

Während der Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) die Gewinne in der Technologiebranche antrieb, haben Unternehmen in anderen Sektoren wegen der Kaufzurückhaltung und Überkapazitäten zunehmend Schwierigkeiten, ihre Preismacht zu behaupten. So sprangen die Gewinne bei der Herstellung von Computern, Kommunikations- und anderen elektronischen Geräten in den ersten acht Monaten um 110 Prozent in die Höhe. Dagegen verzeichnete die Wein-, Getränke- und Teeindustrie einen Gewinneinbruch von 34,7 Prozent.

Schwache Binnennachfrage bremst Chinas Industrie
06:16 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,3 Prozent auf 157,67 Yen und legt leicht auf 6,7154 Yuan zu. Zur Schweizer Währung büßt er etwas auf 0,8290 Franken ein. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1388 Dollar und zieht leicht auf 0,9441 Franken an. Die US-Währung profitierte zuletzt von robusten Wirtschaftsdaten und der Erwartung, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen im Oktober erneut anheben wird. Der Yen stand trotz der falkenhaften Töne der japanischen Notenbank weiter unter Druck.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
05:59 Uhr

"Kommt es gerade zu einem perfekten Sturm?"

In dieser Börsenwoche werden Anleger weiter auf die Entwicklungen im Nahen Osten sowie am Öl- und Anleihemarkt blicken. Wie aus Kreisen der Verhandlungspartner verlautete, könnte eine Vereinbarung vorsehen, dass Teheran die für den Öltransport wichtige Wasserstraße von Hormus wieder öffnet. "Dies verschafft den Investoren eine Atempause", so die Experten der Helaba. "Allerdings nutzt sich diese Hoffnung ab angesichts immer neuer vermeintlicher Verhandlungslösungen."

Nordsee-Rohöl der Sorte Brent verbilligte sich am Freitag um rund 1,5 Prozent. Dennoch verharrte der Preis über der 100-Dollar-Marke und verzeichnete auf Wochensicht ein Plus von rund einem Prozent. Der Dax begab sich in den vergangenen Tagen ebenfalls auf Richtungssuche. Am Freitag schloss er mit einem Stand von 25.409 Punkten und fuhr damit ein kleines Wochenplus ein, das erste im September.

Im Fokus stehen auch die zuletzt rasant angestiegenen Anleiherenditen. "Am Rentenmarkt reiben sich selbst erfahrene Akteure derzeit die Augen", sagt Carsten Klude, Chefvolkswirt der Privatbank M.M.Warburg. Die Erwartung weiterer Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed trieb die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zuletzt über die psychologisch wichtige Marke von fünf Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Juli 2007, also vor der globalen Finanzkrise. "Dies wirft die fundamentale Frage auf: Erleben wir aktuell eine gesunde Normalisierung nach den zwischenzeitlichen Nullzinsjahren der jüngeren Vergangenheit, oder kommt es gerade zu einem perfekten Sturm und zum Beginn einer neuen Ära dauerhaft höherer Zinsen und Renditen?", fragt sich Klude.

Im Mittelpunkt dieser Konjunkturdatenwoche steht der US-Arbeitsmarktbericht für September, der am Freitag veröffentlicht wird. Daraus erhoffen sich Börsianer neue Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed, die versucht, mit erhöhten Zinsen die Inflation einzudämmen und den heiß gelaufenen Jobmarkt abzukühlen. Die Beschäftigung in den USA dürfte auch in diesem Monat merklich gestiegen sein. "Der amerikanische Arbeitsmarkt hat Belastungen wie den drastischen Anstieg der Ölpreise oder die Zollpolitik der US-Regierung bisher recht gut verkraftet, auch wenn die Entwicklung teilweise etwas holprig verlief", sagt Commerzbank-Ökonom Bernd Weidensteiner. "Allerdings verweisen Beobachter darauf, dass überproportional viele Stellen im Gesundheitswesen geschaffen wurden."

Bei anderen Konjunkturdaten warten Anleger unter anderem auf Zahlen zum Verbrauchervertrauen in der Eurozone und in den USA im September, die am Dienstag veröffentlicht werden. Der heutige Wochenstart fällt terminlich betrachtet aber erst einmal ruhig aus.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

"Kommt es gerade zu einem perfekten Sturm?"