Dienstag, 28. September 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
17:39 Uhr

Dax bekommt ordentlich auf die Mütze - 325 Punkte Verlust

Es war heute ein Tag zum Vergessen für den deutschen Aktienmarkt. Ohnehin schon den ganzen Tag im Minus, kam am Nachmittag noch kräftiger Westwind auf: Der negative Handelsbeginn an der New Yorker Wall Street verstärkte den Verkaufsdruck an den europäischen Märkten - und somit auch in Frankfurt.

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Eine Mischung aus Inflationsangst, drohender geldpolitischer Straffungen und einer ausgeprägten Schwäche im Technologiesektor lastete erheblich auf den Kursen. Dazu kam noch ein schlechter als erwartet ausgefallenes Verbrauchervertrauen in den USA. So rauschte der Dax am Nachmittag runter bis auf 15.233 Punkte - am Ende schloss er 2,1 Prozent oder 325 Punkte tiefer bei 15.249 Punkten. Der EuroStoxx50 verlor ebenfalls kräftig und sackte um 2,5 Prozent auf 4060 Stellen ab.

Im Sog der bereits am Montagabend schwächeren Nasdaq verloren auch europaweit die Technologie- und Chipwerte: Infineon lagen im Dax mit 5,9 Prozent im Minus, im MDax gaben Aixtron 4,9 Prozent ab.

Auch die monatelang stark gelaufene Medizintechnikbranche ist inzwischen auf Talfahrt. Die Aktie des Laborzulieferers Sartorius etwa litt als Dax-Schlusslicht mit 7,8 Prozent Abschlag. Als Letzter im MDax sanken Carl Zeiss Meditec um 6,6 Prozent, während Eckert & Ziegler im SDax acht Prozent verloren.

Unter den größeren Verlierern fanden sich auch die Sportartikelhersteller wieder. Die Corona-Pandemie beeinträchtigt derzeit die Produktion von Adidas in Vietnam. Die Papiere verloren 4,3 Prozent, während es für den Konkurrenten Puma um 2,6 Prozent abwärts ging.

17:17 Uhr

Wahl, Inflation, China: So gehen Anleger mit Unsicherheiten um

Der erste positive Impuls für die Börse vom Montag scheint schon wieder verflogen zu sein. Wie holprig werden die kommenden Wochen und Monate angesichts von Koalitionsverhandlungen und steigendem Inflationsdruck? Wie Anleger mit Unsicherheiten umgehen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von BNP Paribas.

17:07 Uhr

Ifo-Beschäftigungsbarometer steigt im September

Das Ifo-Beschäftigungsbarometer ist im September auf 104,3 Punkte von 103,6 im August gestiegen. Das ist der höchste Wert seit Oktober 2018. "Die deutschen Unternehmen stellen immer mehr neue Mitarbeiter ein", teilte das Münchner Ifo-Institut mit. "Die fortschreitenden Öffnungen in vielen Branchen sorgen für einen ständigen Anstieg der Beschäftigung."

Im Verarbeitenden Gewerbe ist das Beschäftigungsbarometer zwar insgesamt leicht gesunken. Aber der Maschinenbau und die Elektroindustrie planen gleichwohl, ihre Mitarbeiterzahl zu erhöhen. Bei den Dienstleistern stieg der Wert deutlich. Auf hohem Niveau plant auch die IT-Branche, Mitarbeiter einzustellen.

16:57 Uhr

Die Deutschen haben wieder bessere Kauflaune

Die Innenstädte füllen sich wieder, die Deutschen sind in Kauflaune. Sinkende Corona-Zahlen und die Hoffnung auf einen milden Verlauf der vierten Welle sorgen für Zuversicht beim Verbraucher. Das GfK-Konsumklima steigt auf den höchsten Wert seit fast anderthalb Jahren.

16:43 Uhr

EZB-Chefin sieht Euro-Wirtschaft noch nicht über den Berg

Die Wirtschaft im Euroraum hat den Corona-Schock nach Einschätzung von Europas Währungshütern noch nicht völlig verdaut. "Die Wirtschaft hat die Talsohle durchschritten, ist aber noch nicht ganz über den Berg", sagte EZB-Chefin Christine Lagarde zum Auftakt der jährlichen EZB-Notenbank-Konferenz. Der rasche Aufschwung nach Ende der Corona-Einschränkungen erkläre auch das zuletzt vergleichsweise kräftige Anziehen der Teuerungsraten.

Das, was aktuell zu beobachten sei, sei "vor allem eine Phase vorübergehender Inflation im Zusammenhang mit der Wiedereröffnung", führte Lagarde aus. Aus Sicht der EZB ist der Anstieg der Verbraucherpreise vorübergehend und auf Sonderfaktoren infolge der Corona-Krise zurückzuführen.

16:27 Uhr

Dax schmiert ab - mehr als 300 Punkte weg

Der schwache Handelsstart an der Wall Street zieht auch die Kurse in Frankfurt in arge Mitleidenschaft. Der Dax verlor am späten Nachmittag 2,1 Prozent oder rund 330 Punkte auf 15.238 Stellen. Der EuroStoxx50 gab um 2,2 Prozent auf 4074 Punkte ab. 36 der 40 Dax-Werte notierten im Minus.

Negativ wird an der Böse gewertet, dass sich die Stimmung unter den US-Verbrauchern im September überraschend deutlich abgeschwächt hat. Der Index des Verbrauchervertrauens fiel auf 109,3 und damit den niedrigsten Wert seit sieben Monaten. Ökonomen hatten dagegen mit einem Anstieg gerechnet.

16:04 Uhr

Renditeanstieg belastet US-Börsen - Dax taucht kräftig ab

Weiter steigende Anleiherenditen haben an der Wall Street für Abgaben gesorgt. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen liegt aktuell bei 1,54 Prozent und legt damit bereits den sechsten Handelstag in Folge zu. Am Vortag waren es 1,48 Prozent. Es ist der höchste Stand seit rund drei Monaten. Auslöser ist die Aussicht auf eine Straffung der Geldpolitik, nicht nur durch die US-Notenbank.

In diesem Umfeld verlor der Dow-Jones-Index kurz nach der Eröffnung 0,2 Prozent auf 34.792 Punkte. Der S&P-500 gab um 0,8 Prozent nach. Die Technologiewerte litten erneut besonders stark unter den steigenden Marktzinsen, der Nasdaq-Composite büßte 1,6 Prozent ein.

Im Gefolge der Wall-Street-Eröffnung baute der Dax seine Verluste aus. Er notierte am Nachmittag 1,7 Prozent auf 15.317 Punkte. Der EuroStoxx50 verlor 1,9 Prozent auf 4085 Zähler.

15:40 Uhr

Yellen fürchtet Schuldendrama in den USA

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(Foto: REUTERS)

US-Finanzministerin Janet Yellen sieht den Aufschwung durch die Corona-Pandemie bedroht. "Während unsere Wirtschaft weiter expandiert und einen erheblichen Teil der im Jahr 2020 verlorenen Arbeitsplätze zurückerobert, bremsen die erheblichen Herausforderungen durch die Delta-Variante weiter das Tempo der Erholung und stellen erhebliche Hindernisse für eine dynamische Wirtschaft dar", sagte sie vor Senatoren. Der Aufschwung sei "fragil, aber schnell". Sie erwarte, dass die USA im kommenden Jahr zur Vollbeschäftigung zurückkehren werden.

Yellen warb zugleich dafür, die US-Schuldenobergrenze anzuheben. Andernfalls drohten "eine Finanzkrise und eine wirtschaftliche Rezession". Im Streit über die Anhebung der Schuldenobergrenze wird die Zeit knapp. Bis Donnerstag muss eine Lösung zur Anhebung des Limits von derzeit 28,5 Billionen Dollar gefunden werden, sonst droht - wie bereits mehrfach in der Vergangenheit - in den USA ein Regierungsstillstand.

14:54 Uhr

Lufthansa muss bei Flugplan nachjustieren

Lufthansa
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Rund eine Woche nach Ankündigung des Wegfalls der Einreisebeschränkungen in die USA verbucht der Lufthansa-Konzern deutlich mehr Nachfrage nach Flügen dorthin. In der vergangenen Woche wurden an einzelnen Tagen rund dreimal mehr Flüge über den Nordatlantik gebucht als in der Woche davor, teilte das MDax-Unternehmen mit. Die Nachfrage habe auf einigen Strecken fast das Niveau von vor der Corona-Krise erreicht.

Am beliebtesten waren Flüge von Frankfurt und Zürich nach New York und Miami, mit hoher Nachfrage sowohl von Privat- als auch Geschäftsreisenden. Der Konzern will nun seinen Flugplan ausweiten. So werden Lufthansa und Swiss ab November kurzfristig insgesamt drei tägliche Flüge nach Miami anbieten. Besonders stark nachgefragt sind USA-Flüge für Dezember, hier lagen die Buchungen so hoch wie im Vergleichszeitraum 2019. In der Weihnachtszeit seien New-York-Flüge traditionell gut nachgefragt.

14:34 Uhr

Fehlender Wind drückt Ökostrom-Bilanz

Windräder drehen sich im Wind. Foto: picture alliance /dpa/Archivbild

(Foto: picture alliance /dpa/Archivbild)

Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in Deutschland ist in den ersten drei Quartalen zurückgegangen. Insbesondere schwächere Windverhältnisse hätten den Anteil auf rund 43 Prozent nach zuvor 48 Prozent gedrückt, teilten das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mit. Im Vorjahr sei allerdings das erste Quartal ungewöhnlich windreich gewesen. Zudem sei der Stromverbrauch im Zuge der Corona-Krise deutlich niedriger gewesen. Den Berechnungen zufolge erzeugten die Windräder an Land im Juni 3,4 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das sei der niedrigste Monatswert seit August 2015 gewesen.

Die Solarenergie habe hingegen zeitgleich zugelegt. Viel Sonne und der kontinuierliche Ausbau von Photovoltaikanlagen hätten dazu geführt, dass 7,8 Milliarden Kilowattstunden Strom durch Photovoltaikanlagen erzeugt wurden. Dies seien elf Prozent mehr als im bislang stärksten Monat, dem Juni 2019, mit sieben Milliarden Kilowattstunden.

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14:05 Uhr

Massiver Druck auf VW bei Entschädigung in EU-Ländern

Abgase strömen aus dem Auspuff eines Autos mit Dieselmotor. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

(Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa)

Der Volkswagen-Konzern gerät wegen des uneinheitlichen Umgangs mit Entschädigungsforderungen im Diesel-Skandal verstärkt unter Druck. Man begrüße, dass VW sich für einen Vergleich mit großen Teilen der deutschen Konsumenten entschieden habe, heißt es in einem Statement des Netzwerks für die Zusammenarbeit im Verbraucherschutz (CPC), in dem die zuständigen Behörden der EU-Staaten organisiert sind.  Zugleich rufe man den Dax-Konzern dazu auf, Kontakt zu den Verbrauchern in allen Mitgliedsstaaten aufzunehmen, "die noch Entschädigung suchen, um angemessene Lösungen zu finden und dieses Kapitel zu schließen". So könne weiterer jahrelanger Rechtsstreit vermieden werden.

Alternativ könne VW sich mit dem gleichen Ziel an die CPC-Behörden werden.  Das sei "eine Frage des Vertrauens", sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders. Er verwies auf den Vergleich in Deutschland, bei dem sich Verbraucherschützer und VW darauf geeinigt haben, je nach Alter und Typ des Fahrzeugs zwischen 1350 und 6250 Euro an die Kunden zu zahlen. In den Niederlanden und Italien hätten Gerichte den Verbrauchern rund 3000 Euro zugesprochen, sagte Reynders. VW solle nun ein klares Signal an die Kunden in anderen Ländern senden, dass man sie in einem ähnlichen Rahmen entschädige.

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13:53 Uhr

Citigroup stuft Wachstumsprognose für China zurück

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(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Analysten der Citigroup haben wegen der Schuldenprobleme des Immobilienkonzerns Evergrande ihre Prognosen für das chinesische Wirtschaftswachstum gesenkt. Die Experten der US-Bank gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in der Volksrepublik nächstes Jahr nur um 4,9 Prozent statt um 5,5 Prozent wächst, wie sie in einem Researchbericht erklärten.

Auch eine Zinssenkung um 25 Basispunkte halten die Analysten nächstes Jahr für möglich. "Der Wachstumsdruck könnte eine verhaltene geldpolitische Lockerung auslösen inklusive einer Zinssenkung." Die Citi-Experten stuften auch ihre Prognosen für mehrere chinesische Aktienindizes zurück.

13:33 Uhr

Anhaltender Renditeanstieg dürfte Wall Street belasten

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(Foto: picture alliance / NDZ/STAR MAX/IPx)

Weiter steigende Anleiherenditen dürften an der Wall Street für eine negative Eröffnung sorgen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen ist auf 1,53 Prozent geklettert und legt damit bereits den sechsten Handelstag in Folge zu, am Vortag waren es noch 1,48 Prozent. Es ist der höchste Stand seit rund drei Monaten. Auslöser ist die Aussicht auf eine Straffung der Geldpolitik, nicht nur der US-Notenbank.

In diesem Umfeld geht es für den Future auf den S&P-500 aktuell um 0,9 Prozent nach unten. Die Technologiewerte dürften erneut besonders stark unter den steigenden Marktzinsen leiden. Der Future auf den Nasdaq-100 verliert 1,6 Prozent. Für einen Impuls könnte der eine halbe Stunde nach der Startglocke anstehende Index für das Verbrauchervertrauen im September sorgen. Hier wird mit einer Verbesserung gerechnet.

Für die Aktien von Concentrix geht es vorbörslich um knapp fünf Prozent aufwärts. Dank einer hohen Nachfrage steigerte der Anbieter von Unternehmensdienstleistungen den Umsatz im dritten Geschäftsquartal um 20 Prozent zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Gewinn wurde mehr als verdoppelt. Außerdem hob das Unternehmen seine Jahresziele an und wird erstmals eine Dividende zahlen sowie Aktien zurückkaufen.

13:13 Uhr

Inflationsorgen und steigende Zinsen drücken Dax runter

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An den europäischen Aktienmärkten geht es heute teils kräftig nach unten. Der Dax verlor am frühen Nachmittag 1,2 Prozent auf 15.382 Punkte, der EuroStoxx50 gab sogar um 1,7 Prozent auf 4096 Punkte nach. Während die jüngsten Erholungen an den Börsen nur noch zu niedrigeren Hochs geführt haben, ist die Abgabebereitschaft auf der anderen Seite gestiegen. Diese risikoaverse Haltung wird durch die Nachrichtenlage untermauert, die sich zuletzt eintrübte.

Zum einen ist ein Versuch, die US-Schuldengrenze vorübergehend auszusetzen, zunächst gescheitert. Zum anderen treiben Inflationssorgen den Investoren Falten auf die Stirn, während die Zinsen wie auch die Ölpreise steigen. Der Zinsanstieg in den USA setzt sich fort, aktuell zeigt sich die zehnjährige US-Rendite bei 1,53 Prozent. Die Renditen "brechen nach oben aus durch steigende Ölpreise und respektable Wirtschaftsdaten", sagt Peter Cardillo von Spartan. Dies befeuert den Inflationsdruck und damit auch den Druck auf die Notenbanken, die lockere Geldpolitik zurückzufahren.

12:54 Uhr

Britische Regierung entzieht Privatbahn Linien in London

Die britische Regierung hat einem privaten Bahnunternehmen wegen mutmaßlichen Vertragsbruchs die Erlaubnis entzogen, die Züge im Südosten Londons und Umgebung zu betreiben. Wie Verkehrsminister Grant Shapps mitteilte, soll der Bahnbetrieb von behördlicher Seite übernommen werden. Hintergrund sei ein ernsthafter Vertrauensbruch durch das Unternehmen Southeastern, so der Minister weiter. Es gehe um 25 Millionen Pfund (rund 29 Millionen Euro) an erhaltenen Steuergeldern, die das Unternehmen nicht ordnungsgemäß angegeben habe. Der Betrieb werde aber unverändert aufrechterhalten.

Southeastern ist einer von mehreren privaten Bahnbetreibern, die im Großraum London aktiv sind. Die Züge des Unternehmens verbinden die Londoner Innenstadt mit südöstlichen Außenbezirken und Orten in den Grafschaften Kent und East Sussex.

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Southeastern-Zug bei der Durchfahrt durch Wye in Kent.

(Foto: dpa)

12:33 Uhr

Stützt Chinas Zentralbank Evergrande?

Die chinesische Zentralbank hat Hilfen für den ins Straucheln geratenen Immobilienkonzern Evergrande signalisiert. Die People's Bank of China (PBOC) versprach, die Rechte und Interessen von Privatleuten, die am Immobilienmarkt investiert sind, zu wahren.

Konkret zu den Schuldenproblemen von Evergrande äußerte sich die Notenbank nicht, bei Anlegern machte sich dennoch Erleichterung breit. Die gebeutelten Evergrande-Aktien legten in Hongkong um gut acht Prozent zu. Auch Titel von anderen Immobilienkonzernen waren gefragt.

12:13 Uhr

Ford investiert Milliarden in E-Auto-Produktion

Der US-Autobauer Ford und sein koreanischer Batteriepartner SK treiben den Ausbau ihrer Montage- und Batteriewerke für Elektroautos in den USA voran. Rund 11,4 Milliarden Dollar sollen in den Bau eines F-150-Werks und dreier Batteriefabriken investiert werden, teilten die Unternehmen mit. An den neuen Standorten in Stanton, Tennessee, und Glendale, Kentucky, sollen bis 2025 rund 11.000 Arbeitsplätze entstehen. Die Investition ist die größte Aufwendung im Fertigungsbereich in der 118-jährigen Geschichte von Ford.

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11:55 Uhr

IAB-Institut: Arbeitslosenzahl sinkt nicht mehr so schnell

Das Arbeitmarktbarometer des IAB-Instituts hat sich im September leicht eingetrübt. "Die Aussichten auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Beschäftigung zeigen insgesamt trotz des Rückgangs positive Signale", erklärten die Nürnberger Forscherinnen und Forscher allerdings. Die Beschäftigungskomponente erreicht mit 107,0 Punkten das höchste Niveau seit Anfang 2018. Die Komponente Arbeitslosigkeit des IAB-Arbeitsmarktbarometers sinkt im September zwar deutlich vom Höchststand um 2,6 Punkte auf 105,5 Zähler, liegt aber insgesamt immer noch auf einem sehr positiven Wert.

11:36 Uhr

Erholung der deutschen Wirtschaft stockt

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(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Die Erholung der deutschen Konjunktur von der Corona-Krise ist im August ins Stocken geraten. Der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft sank um 0,3 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zuvor hatte es drei Monate in Folge ein Wachstum gegeben, zuletzt im Juli von 1,3 Prozent.

Trotz des Rückschlags liegt der Umsatz inzwischen um 12,9 Prozent über dem Niveau vom Februar 2020 - dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland. Berechnet wird dieser Indikator auf Basis der Umsatzsteuer-Voranmeldungen aus den Bereichen Industrie, Bau, Handel, Dienstleister, Energie- und Wasserversorgung. Damit verdichten sich die Hinweise darauf, dass Europas größte Volkswirtschaft an Schwung verliert.

11:15 Uhr

Wie die Börse auf das Wahlergebnis reagiert

Nach der gestrigen Bundestagswahl ist der Dax stark in die neue Handelswoche gestartet, denn die nun möglichen Koalitionen stimmen Anleger eher optimistisch. Doch die Gefahr von Turbulenzen ist deshalb nicht gebannt, denn die Koalitionsverhandlungen könnten auch Unruhe in die Märkte bringen. Wie Anleger jetzt damit umgehen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Anouch Wilhelms von der Société Générale.

10:53 Uhr

Steigende Gaspreise zwingen BASF zu drastischem Schritt

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Wegen der steigenden Erdgaspreise in Europa hat BASF seine Ammoniakproduktion an den Standorten Antwerpen und Ludwigshafen gedrosselt. In einer Mitteilung des Dax-Konzerns heißt es, die Bedingungen für den wirtschaftlichen Betrieb einer Ammoniakanlage hierzulande hätten sich erheblich verschlechtert. BASF werde die Entwicklung der Gaspreise beobachten und die Ammoniakproduktion entsprechend anpassen.

Die BASF-Aktie verteuerte sich am späten Vormittag um 1,2 Prozent.

10:35 Uhr

Dax vergrößert Verlust - nun unter 15.500er-Marke

An der Frankfurter Börse sind die Verluste im Verlauf des Vormittags größer geworden. Die anfängliche Erleichterung der Anleger über den Ausgang der Bundestagswahl ist mittlerweile verflogen. "Nach einem kurzen Glückgefühl über ein Ausbleiben einer rot-rot-grünen Koalition ist recht schnell wieder Normalität eingekehrt", sagte Christian Henke, Analyst beim Brokerhaus IG.

Der Dax verlor 0,9 Prozent auf 15.428 Punkte. Der EuroStoxx50 ging sogar um 1,4 Prozent auf 4105 Stellen runter. Ursache seien vor allem die steigenden Zinsen, die die Technologiewerte belasteten, sagte ein Händler. "Das hilft den Banken, aber das ist zu wenig, um den Markt oben zu halten." Hinzu kämen Gewinnmitnahmen.

Nicht gut sei die Aussage des Chefs der Fed von Minneapolis, Neel Kashkari, angekommen, dass Inflationsbekämpfung bei keine Priorität habe, hieß es auf dem Parkett. Kashkari wurde damit zitiert, dass es erste Pflicht der Fed sei, Arbeitsplätze zu schaffen. Inflation habe er erst an zweiter Stelle erwähnt.

Auf Unternehmensseite standen jene Werte unter Druck, die als Gewinner der Corona-Krise gelten. So setzten im Dax Anteile am Laborzulieferer Sartorius als Schlusslicht ihre Talfahrt den dritten Tag in Folge fort und rutschten um 5,9 Prozent bergab. Der Kochboxenversender Hellofresh büßte 2,7 Prozent ein und Essenslieferant Delivery Hero 0,4 Prozent. Medizinwerte wie Merck und Qiagen verloren 1,9 beziehungsweise 1,3 Prozent.

 Unter den Verlierern fanden sich auch die Sportartikelhersteller wieder: Adidas und Puma brachten es auf ein Minus von 2,2 beziehungsweise 1,4 Prozent.

10:22 Uhr

Lufthansa-Tochter droht ungeimpftem Flugpersonal

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(Foto: imago/Lindenthaler)

Die Schweizer Fluglinie Swiss warnt impfunwillige Besatzungsmitglieder vor der Entlassung. Flugpersonal, das weiterhin eine vollständige Corona-Impfung verweigere, stehe müsse voraussichtlich Ende Januar 2022 mit der Kündigung rechnen, teilte die zur Lufthansa gehörende Airline mit.

Mitarbeiter, die mehr Zeit für die Entscheidung zur Impfung benötigen, können ihr Arbeitsverhältnis für rund sechs Monate ruhen lassen. Für diejenigen, die nachweislich aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden könnten, würden individuelle Lösungen gesucht. Swiss hatte bereits im August die Einführung eines Impf-Obligatoriums für ihre Besatzungen angekündigt. Die neue Regelung sei bereits firmenintern kommuniziert worden.

10:08 Uhr

Amazon startet Versicherungsgeschäft in Großbritannien

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon steigt einem heimischen Broker zufolge in Großbritannien in das Versicherungsgeschäft ein. Es würden Policen für kleinere und mittlere Firmenkunden angeboten, teilte der Broker Superscript mit. Es sei das erste Angebot dieser Art von Amazon in Großbritannien und werde mit anfänglichen Rabatten flankiert. In den USA bietet das Startup Next Insurance bereits über eine Prime-Firmenmitgliedschaft Amazon-Policen für kleine Geschäfte an.

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09:54 Uhr

VW-Manager im Prozess um hohe Betriebsratsgehälter freigesprochen

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(Foto: dpa)

Im Untreue-Prozess um die jahrelange Genehmigung hoher Gehälter für leitende Betriebsräte bei Volkswagen hat das Landgericht Braunschweig die vier angeklagten Personalmanager freigesprochen. Die zuständige Kammer urteilte, ihnen sei kein strafbares Verhalten nachzuweisen. Sie folgte damit nicht der Linie der Staatsanwaltschaft, die in ihrem Plädoyer Bewährungsstrafen und Geldauflagen für die Führungskräfte gefordert hatte.

Es ging um die Frage, ob drei ehemalige und ein noch heute amtierender Manager zwischen 2011 und 2016 unangemessen hohe Bezüge für besonders einflussreiche Mitglieder der VW-Belegschafsvertretung freigegeben hatten. Juristisch gesehen lautete der Vorwurf der Ankläger auf Untreue, teils im besonders schweren Fall. Das Landgericht sah das in seinem Urteil nicht so.

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09:16 Uhr

Corona treibt Preise für Dienstleistungen nach oben

Die Corona-Krise hat die Preise der Service-Branche in Deutschland auf den höchsten Stand seit mindestens sechs Jahren und verteuert vor allem den Verkehr. Die Erzeugerpreise für Dienstleistungen lagen im zweiten Quartal 2021 um 7,2 Prozent höher als vor Jahresfrist und 3,3 Prozent höher als Anfang 2021, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit Berechnung des Gesamtindex 2015.

Stark stiegen die Preise in der See- und Küstenschifffahrt - sie verdoppelten sich auf Jahressicht. Grund seien die schnelle Erholung des chinesischen Produktionssektors, die coronabedingt längeren Entladezeiten bei Schiffen sowie der Stau leerer Container in den Häfen, hieß es weiter. Dies habe zu Kapazitätsengpässen geführt. Wegen der Blockade des Suezkanals durch das havarierte Containerschiff "Ever Given" im März kam es zu Verzögerungen auf Handelsrouten. Ferner stiegen Frachtraten vor allem bei Exporten aus China nach Europa deutlich.

09:11 Uhr

Dax bleibt in den Startlöchern hängen

Nach den gestrigen kleineren Gewinnen ist der deutsche Aktienmarkt heute leichter in den Handel gestartet. Der Dax gab in den ersten Minuten 0,3 Prozent auf 15.523 Punkte nach. MDax und TecDax verloren 0,5 beziehungsweise 0,7 Prozent. Der EuroStoxx50 notierte dagegen 0,2 Prozent höher bei 4166 Stellen.

Im Blick steht auch das heute beginnende Zentralbanker-Forum in der portugiesischen Kleinstadt Sintra. Neben der Eröffnungsrede von EZB-Chefin Christine Lagarde stehen zwei weitere Punkte auf der Tagesordnung: "Um 17.00 Uhr wird EZB-Direktorin Isabel Schnabel ein Panel über die Zukunft der Inflation leiten, an dem auch Charles Goodhart teilnimmt und das daher für einige unangenehme Schlagzeilen sorgen könnte", so die Commerzbank.

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08:42 Uhr

Analysten geben Nordex Rückenwind

Nordex-Aktien steigen vorbörslich bei Lang & Schwarz 1,7 Prozent. Die Experten der Citigroup setzten die Anteilsscheine des Windturbinenbauers auf "Buy" von zuvor "Neutral" hoch und hoben das Kursziel auf 19,50 Euro von zuvor 19 Euro an.

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Nordex 15,12

08:27 Uhr

Dreijahreshoch: Ölpreis knackt 80-Dollar-Marke

Die Preisrally am Ölmarkt setzt sich fort. Die Sorte Brent aus der Nordsee gewinnt 0,7 Prozent und springt über die Marke von 80 Dollar je Barrel. Damit erreicht Brent den höchsten Stand seit drei Jahren. US-Öl WTI verteuert sich um 0,8 Prozent auf 76,08 Dollar. Am Ölmarkt trifft derzeit ein knappes Angebot auf eine anziehende Nachfrage dank der Lockerungen der Corona-Beschränkungen.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 85,27
Rohöl WTI
Rohöl WTI 83,66

 

08:14 Uhr

Konsumstimmung so gut wie seit anderthalb Jahren nicht mehr

Trotz der zuletzt rasant gestiegenen Preise ist die Verbraucherstimmung so gut wie seit fast anderthalb Jahren nicht mehr. Die Nürnberger Marktforscher der GfK prognostizieren in ihrem Konsumklimabarometer für Oktober einen Wert von 0,3 Punkten und somit 1,4 Zähler mehr als im September. Im April 2020 wurde zuletzt ein besserer Wert gemessen. Experten hatten mit einem leichten Rückgang auf minus 1,6 Zähler gerechnet.

Zur Erholung des Konsumklimas tragen laut GfK aktuell steigende Einkommensaussichten und die anziehende Konsumneigung bei. Zugleich legten die Bürger in der abebbenden Pandemie-Krise nicht mehr so viel Geld auf die hohe Kante. Die Zuversicht der Konsumenten steige, dass die vierte Corona-Welle weniger ausgeprägt sein werde als von vielen befürchtet: "Auch wenn das Konsumklima fast wieder sein Vorkrisenniveau erreicht hat, bleibt abzuwarten, ob von einer grundlegenden Trendwende gesprochen werden kann", warnte GfK-Experte Rolf Bürkl zugleich. Es komme vor allem auch darauf an, wie sich das Infektionsgeschehen in den Wintermonaten entwickeln werde und ob neue Beschränkungen notwendig würden.

07:59 Uhr

Dax dürfte weiter zulegen

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Nach der Bundestagswahl hatten sich Anleger über den Ausgang erleichtert gezeigt. Der deutsche Leitindex zog zum Wochenstart 0,3 Prozent auf 15.574 Punkte an. "Auch wenn die Unsicherheit darüber, wie die finale Regierung aussieht, noch länger anhalten dürfte, können Anleger und Unternehmer aufatmen, denn ein rot-grün-rotes Bündnis ist vom Tisch", sagte Bernd Meyer, Chefanlagestratege von der Berenberg Bank. Im Blick behalten Investoren zudem den hoch verschuldeten Immobilienriesen China Evergrande. Für Unsicherheit sorgt zudem die Stromknappheit in China, die die Lieferschwierigkeiten von Zulieferern verschärft. Auf der Konjunkturseite soll der GfK-Index am Vormittag Auskunft über die Konsumlaune der Deutschen geben.

Dax
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07:45 Uhr

Autos auf Halde: Chipmangel verzögert Auslieferung

Die Versorgungskrise bei Halbleitern führt bei großen Auto- und Nutzfahrzeugherstellern zu ungewohnten Abläufen in der Produktion. Unternehmen sind gezwungen, unfertige Modelle erst einmal abzustellen, um sie dann später nachrüsten und ausliefern zu können. Beim Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck gibt es beispielsweise einen erheblichen Bestand an produzierten Lkw, bei denen wesentliche Teile noch fehlen, wie ein Sprecher erklärt.

Europas Branchenführer Volkswagen nutzt ebenfalls die Möglichkeit, Fahrzeuge zunächst unfertig zu bauen, um sie nachzurüsten, sobald die entsprechenden Halbleiter und Bauteile verfügbar sind. Die Mikrochips sind inzwischen unentbehrlich. Ob Bordrechner oder Sensor: In modernen Wagen steckt überall Elektronik.

Die Dimension der Halbleiterknappheit ist inzwischen enorm. Der gesamten Autoindustrie könnten 2021 laut einer Schätzung der Beratungsfirma Alix Partners Einnahmen von gut 210 Milliarden US-Dollar (179 Mrd Euro) entgehen. Denn obwohl die Nachfrage da ist, kann nicht ausreichend geliefert werden.

07:28 Uhr

Kospi im Minus - HSI deutlich fester

An den Börsen in Ostasien und Australien ist keine einheitliche Tendenz auszumachen. Die Energiekrise in China und der drohende Zahlungsausfall des chinesischen Immobilienriesen Evergrande lasten vielerorts auf der Stimmung. Dazu kommen überwiegend negative Vorgaben der US-Börsen. Der Aktienmarkt in Schanghai erholt sich mit Kursgewinnen von durchschnittlich 0,5 Prozent derweil etwas von den Verlusten des Vortags, wenngleich die Stromrationierung und die damit verbundene zeitweise Stilllegung von Produktionsbetrieben Befürchtungen wecken, dass die schon bestehenden Lieferkettenprobleme etwa in der Elektronikbranche verstärkt werden könnten. Betroffen sind unter anderem auch Zulieferer von Apple.

In Hongkong geht es mit dem Hang-Seng-Index um 1,5 Prozent aufwärts. Die in den vergangenen Wochen hart abgestrafte Evergrande-Aktie legt nach dem Kursgewinn von gut 8 Prozent am Montag nun um weitere 3,5 Prozent zu. Anleger hoffen, dass ein Zusammenbruch des hoch verschuldeten Konzerns noch abgewendet werden kann. Die chinesische Zentralbank (PBoC) habe am Montag auf ihrer Homepage versichert, dass die Rechte von Immobilienkäufern gewährleistet würden, berichtet Reuters. Allerdings habe die PBoC Evergrande in ihrer Stellungnahme nicht erwähnt.

An der Börse in Seoul gibt der Kospi um 1,0 Prozent nach. Anleger nähmen Gewinne in Biotech- und Internet-Aktien mit, berichten Händler. Korea Gas springen gegen die negative Tendenz um 13 Prozent. Der staatlich kontrollierte Gaskonzern will ins Geschäft mit Wasserstoffenergie expandieren. Die Analysten von Meritz Securities schätzen, dass Korea Gas mit dem Wasserstoffgeschäft bis 2030 einen Umsatz von 4 Billionen Won (umgerechnet ca 2,9 Milliarden Euro) erzielen wird. Sie bekräftigten daher ihre Kaufempfehlung für die Aktie und erhöhten das Kursziel um 11 Prozent auf 51.000 Won.

07:14 Uhr

US-Notenbanker gibt Amt auf

Der US-Notenbanker Robert Kaplan gibt seinen Posten an der Spitze der Federal Reserve Bank in Dallas auf. Er lege sein Amt am 8. Oktober nieder, um jegliche Ablenkung für die Zentralbank im Zusammenhang mit seinen persönlichen Investments zu vermeiden, teilt er mit. Er habe mit seinen Handelsaktivitäten die Compliance-Vorschriften der Bank erfüllt.

Kurz zuvor hatte der Präsident der Fed in Boston, Eric Rosengren, seinen Rücktritt zum Monatsende aus gesundheitlichen Gründen angekündigt. Er war im vergangenen Jahr wegen umstrittener Aktiengeschäfte unter Druck geraten.

07:01 Uhr

Pfund legt zum Dollar zu

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,1 Prozent auf 111,16 Yen und stagniert bei 6,4543 Yuan. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent höher bei 0,9264 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1693 Dollar und zieht 0,1 Prozent auf 1,0833 Franken an. Das Pfund Sterling gewinnt 0,1 Prozent auf 1,3704 Dollar.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,16
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,86

 

06:46 Uhr

Möglicher Domino-Effekt von Evergrande belastet auch Japan-Börsen

Die Kurse an den japanischen Aktienmärkten fallen. Die ungelöste Schuldenkrise des Immobilienkonzerns Evergrande und Stromausfälle in China verschreckten die Anleger. "Was wir in China mit den Bauunternehmern und den Stromausfällen sehen, wird sich negativ auf die asiatischen Märkte auswirken", sagte Tai Hui, Asien-Stratege von JPMorgan der Nachrichtenagentur Reuters. Die Investoren versuchen, den potenziellen Dominoeffekt von Evergrande zu berechnen und die durch die Regierung in Peking festgelegten CO2-Emissionsziele und die steigenden Kohlepreise verursachten Engpässe behindern die Produktion einiger Energiekonzerne.

Der Nikkei-Index verliert zunächst 0,3 Prozent auf 30.140 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt 0,5 Prozent und notiert bei 2078 Punkten.

Nikkei
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06:27 Uhr

Laschet, Lagarde, Powell: Das wird für den Dax heute wichtig

Mit Gewinnen ist der Dax in die neue Handelswoche gestartet. Sie hätten aber deutlich höher ausfallen können, denn im Tageshoch lag der deutsche Leitindex über der 15.700er-Marke. In den Feierabend war er aber mit 15.554 Zählern gegangen und damit nur etwa 50 Stellen über dem Niveau des Tagestiefs. Gestützt hatten sowohl das Ergebnis der Bundestagswahl, durch das eine Regierung ohne FDP-Beteiligung sehr unwahrscheinlich ist. Aber auch steigende Kurse an der Wall Street.

Da politische Börsen bekanntlich kurze Beine haben, dürften sich die Nachwehen der Bundestagswahl in Grenzen halten - auch wenn über die politische Zukunft von Union-Chef und -Kanzlerkandidat Armin Laschet derzeit breit diskutiert wird. In den Vordergrund dürften im Dienstagshandel aber die Verbraucherstimmungen in Deutschland und den USA rücken: Bereits um 8.00 Uhr erscheint der GfK-Konsumklimaindikator für den Oktober und könnte dem Aktienmarkt und damit auch dem Dax einen Impuls liefern. Am Nachmittag folgt dann der Index der Verbraucherstimmung aus den USA. Auch Daten zum französischen Verbrauchervertrauen werden veröffentlicht.

Unternehmensseitig liefert Übernahmekandidat Hella ausführliche Ergebniszahlen ab. Der Dax-Konzern Covestro lädt zu einer Investorenkonferenz. About You gibt ein Trading Update. Und auch der französische Versorgerriese Total informiert Investoren über die Lage der Geschäfte. Interessant für Anleger dürfte auch die Veröffentlichung des World Oil Outlooks der Opec sein, vor allem vor dem Hintergrund der zuletzt doch deutlich gestiegenen Ölpreise.

Darüber hinaus sollten die Anleger auch wieder die Noten- und Zentralbanken im Blick haben. Der Grund: Sowohl US-Notenbankchef Jerome Powell als auch die Präsidentin der Europäischen Zentralbank , Christine Lagarde, warten mit Reden auf. Sie spricht zur Eröffnung des Geldpolitischen Forums der EZB, Powell zum Cares-Gesetz vor dem Senatsausschuss für Bank- und Wohnungswesen sowie städtische Angelegenheiten.

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