Donnerstag, 14. November 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax macht Verschnaufpause und schließt mit Minus

Bei einem insgesamt sehr ruhigen Geschäft hat der deutsche Aktienmarkt unter einem leichten Abgabedruck gestanden. Vom Umfeld kamen eher negative Impulse: Aus Japan kamen schwache Wachstumsdaten, während in China schwächere Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht wurden. Impulse für Einzelaktien gab es weiter von der nun langsam endenden Berichtssaison. Tendenziell leicht stützend wirkte, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um 0,1 Prozent zulegte.

Der Dax verlor 0,4 Prozent und schloss bei 13.180 Punkten. Der MDax präsentierte sich nahezu unverändert bei 27.081 Zählern. Der TecDax stieg um 0,5 Prozent auf 2977 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,3 Prozent auf 3689 Punkte nach unten.

Bei den Einzelwerten ging es für Daimler um 4,5 Prozent nach unten. Konzernchef Ola Källenius will mit umfangreichen Kostensenkungen und strategischen Anpassungen zurück in die Erfolgsspur. Merck verloren nach Quartalszahlen 3,3 Prozent. Der Gewinn verfehlte im vergangenen Quartal die Erwartungen knapp. Für RWE ging es nach eigentlich befriedigenden Geschäftszahlen um 2,5 Prozent nach unten. Händler vermuteten Gewinnmitnahmen.

17:16 Uhr

Daimler findet Robotaxis nicht mehr so toll

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(Foto: Daimler AG)

Der Sparkurs bei Daimler wird auch das Gemeinschaftsprojekt mit dem Zulieferer Bosch für Robotaxis treffen. Die Ausgaben dafür müssten ebenfalls gedrosselt werden, erklärte Daimler-Chef Ola Källenius. Die beiden Unternehmen entwickeln und testen in Kalifornien vollständig autonom fahrende Wagen, die zum fahrerlosen Transport eingesetzt werden könnten.

Doch Källenius erklärte nun, das Geschäft mit einer Robotaxi-Flotte habe einen derart hohen Kapitalbedarf und so unsichere Gewinnaussichten, dass Daimler sich entschlossen habe, nicht unter den ersten Anbietern sein zu müssen. Auch technisch sei die Herausforderung größer als ursprünglich gedacht, die Fahrzeuge für die Anforderungen des Stadtverkehrs 100 Prozent sicher zu machen.

16:43 Uhr

Amazon testet gebündelte Zustellung an einem Wochentag

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(Foto: imago images / CHROMORANGE)

Wieder mal Neues von Amazon - der Onlinehändler testet in Deutschland die gebündelte Zustellung. Mitglieder des Kundenbindungsprogramms Prime können einen sogenannten "Amazon-Tag" in der Woche festlegen, an dem dann alle bei dem Unternehmen bestellten Waren gleichzeitig zugestellt werden. Das berichtete die "Wirtschaftswoche".

Wie in den USA senkt Amazon zudem auch in Deutschland die Gebühr für die Lieferung frischer Lebensmittel. Prime-Kunden in Berlin, Potsdam, Hamburg und München zahlen statt 9,99 Euro im Monat 7,99 Euro. Bei einem Bestellwert von unter 40 Euro fallen demnach statt bislang 5,99 nun 3,99 Euro an. Die Prime-Kunden können Amazon Fresh zudem auch pro Lieferung zahlen und den Dienst so ohne monatliche Mitgliedschaft nutzen. Die einmalige Lieferung kostet dann 5,99 Euro.

16:32 Uhr

Chiles Peso stürzt auf Rekordtief ab

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(Foto: REUTERS)

Die anhaltenden Unruhen in Chile schlagen immer mehr Anleger in die Flucht. Ungeachtet der jüngsten Geldspritzen der heimischen Notenbank fiel die Landeswährung Peso heute erneut auf ein Rekordtief. Im Gegenzug verteuerte sich der US-Dollar auf bis zu 807,60 Peso.

Die Notenbank stellte dem chilenischen Finanzsystem vier Milliarden Dollar zusätzlicher Liquidität in Peso und Dollar zur Verfügung. Außerdem bezeichnete Zentralbank-Chef Mario Marcel die Haushaltslage des südamerikanischen Landes als solide. Den Experten der US-Bank JPMorgan zufolge kommen chilenische Geldhäuser durch die Liquiditätsspritze zwar wieder leichter an Dollar, auf den Wechselkurs habe dies aber kaum Einfluss. Chilenischen Dollar-Anleihen verschaffte der Notenbank-Eingriff aber eine Atempause.

16:00 Uhr

Konjunktursorgen drücken die US-Indizes

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(Foto: picture alliance/dpa)

Aus Furcht vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft fassen Anleger US-Aktien nur mit spitzen Fingern an. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 notierten zur Eröffnung jeweils knapp im Minus. Angesichts des anhaltenden Handelsstreits mit den USA wuchs die chinesische Wirtschaft wuchs die chinesische Wirtschaft im Oktober überraschend gering. Eine baldige Entspannung des Konflikts ist einem Zeitungsbericht zufolge nicht in Sicht.

Zu den größten Verlierern an der Wall Street gehörte Cisco mit einem Kursminus von 5,2 Prozent. Wegen einer schwächelnden Nachfrage sagte der Netzwerkausrüster für das laufende Quartal ein Ergebnis unter Markterwartungen voraus. Walmart hob dagegen auf Basis eines überraschend starken Quartalsergebnisses seine Gesamtjahresziele an. Die Titel des Einzelhändlers kletterten daraufhin auf ein Rekordhoch von 124,97 Dollar.

15:51 Uhr

n-tv Zertifikate: Anlegerliebling Expresszertifikat

Der europäische Aktienmarkt hat bis jetzt ein starkes Jahr hingelegt. Das lässt sich auch am Aktienindex EuroStoxx50 ablesen, der aktuell trotz der politischen Krisen wieder stark ansteigt. Wie weit es noch rauf gehen kann und wie Anleger mit Expresszertifikaten vom Aufwärtstrend profitieren können, darüber spricht Bianca Thomas mit Christine Romar von der Citigroup.

15:33 Uhr

EZB-Ratsmitglied zur weiteren Zinspolitik

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Francois Villeroy de Galhau

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Zinsen in der Eurozone werden nach Ansicht des französischen Notenbankchefs Francois Villeroy de Galhau voraussichtlich nicht viel weiter sinken. Die Märkte erwarteten, "dass die kurzfristigen Zinssätze nicht weit von ihrem Tiefpunkt entfernt sind", sagte das EZB-Ratsmitglied auf einem Bankenkongress in Frankfurt. Aktuell müssten wegen der Konjunkturabkühlung im Währungsraum, die vor allem auch Deutschland betreffe, die Sätze aber tief bleiben.

Die EZB hält ihren Leitzins bereits seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Zudem müssen Banken seit 2014 Strafzinsen zahlen, wenn sie bei der Euro-Notenbank überschüssige Gelder parken.

15:22 Uhr

Opec erwartet geringere US-Ölförderung

Tiefpumpen auf dem Gelände der Wintershall Dea in Emlichheim. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archivbild

(Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa)

Das Ölkartell Opec hat seine Prognose für die Ölproduktion der Nicht-Opec-Staaten im nächsten Jahr gesenkt. Wie aus dem aktuellen Monatsbericht für Oktober hervorgeht, liegt das vor allem an niedrigeren Erwartungen für die USA. Demnach rechnet die Opec damit, dass das Wachstum der Tagesproduktion 2020 um 34.000 Barrel niedriger als bisher angenommen sein und bei 2,17 Millionen Barrel liegen wird.

Die Prognose für das US-Förderwachstum 2020 wurde um 33.000 auf 1,5 Millionen Barrel gesenkt.

15:12 Uhr

Polnischer Versicherer schielt auf Coba-Tochter

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(Foto: REUTERS)

Der polnische Versicherungskonzern PZU ist interessiert an der mBank. Man werde eine Übernahme der ebenfalls in Polen ansässigen Commerzbank-Tochter prüfen, sagte Firmenchef Pawel Surowka. Eine mögliche Option sei, die mBank mit einer anderen Bank zusammenzuschließen, die zu PZU gehöre.

Die Commerzbank hält 69 Prozent an der mBank und will ihre Anteile veräußern, weil sie Geld braucht für ihren Konzernumbau. Insidern zufolge soll in den kommenden Monaten ein formaler Verkaufsprozess starten.

15:05 Uhr

Dax vergrößert Verlust etwas

Nicht viel Neues in Frankfurt: Der Dax ist am Nachmittag noch etwas tiefer ins Minus gerutscht - er gab um 0,5 Prozent auf 13.170 Punkte nach. Der MDax verlor 0,2 Prozent auf 27.018 Zähler. Der TecDax legte um 0,4 Prozent auf 2973 Stellen zu. Der EuroStoxx50 notierte 0,3 Prozent tiefer bei 3689 Punkten.

Klares Dax-Schlusslicht war nun die Merck-Aktie mit minus 4,8 Prozent. An der Dax-Spitze notierten Covestro mit plus 0,9 Prozent.

14:45 Uhr

Walmart übertrifft Gewinnprognose

Walmart
Walmart 108,16

Der US-Einzelhandelsriese Walmart hat auch im dritten Quartal gewinnseitig besser abgeschnitten als am Markt erwartet. Außerdem wird der Konzern beim Ausblick optimistischer. Anleger reagieren erfreut, der Aktienkurs schnellt im vorbörslichen Handel in den USA um 3,6 Prozent in die Höhe.

Walmart meldete für das Quartal einen Nettogewinn von 3,23 Milliarden US-Dollar, 92 Prozent mehr als im Vorjahr. Je Aktie waren es 1,15 Dollar nach 0,58 Dollar. Bereinigt verdiente der Konzern 1,16 Dollar je Anteil, 7 Cent mehr als laut Factset von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg um 2,5 Prozent auf 128 Milliarden Dollar und reichte damit nicht ganz an die Konsensschätzung heran.

14:33 Uhr

BMW intensiviert Forschung bei Batteriezellen

BMW steigt tiefer in die Technologie der Batteriezellfertigung ein. Der Autohersteller stellte sein neues Kompetenzzentrum für dieses Feld in München vor, das im Dezember die Arbeit aufnehmen soll. "Die Batteriezell-Technologie ist ein zentraler Erfolgsfaktor unserer Elektro-Offensive", sagte Konzernchef Oliver Zipse. Sie habe Einfluss auf Leistung und Kosten der Gesamtbatterie.

Dass man mit Kosten von 200 Millionen Euro ein eigenes Zentrum für die Batteriezellforschung mit bis zu 200 Mitarbeitern errichtet, erklärte Zipse damit, dass es sich um eine sehr spezifische Technologie handele. Da sei es sinnvoll, "das hier zu bündeln". BMW hat derzeit nicht vor, die Batteriezellen selbst zu bauen. Das übernehmen Samsung und CATL. Im Kompetenzzentrum will das Unternehmen aber Batterien entwickeln, die speziell auf die Bedürfnisse seiner Autos abgestimmt sind.

14:12 Uhr

Eurokurs fällt auf Monatstief

Der Euro ist heute mit einem Tagestief bei 1,0989 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit einem Monat gefallen. Die Frage sei nun, ob die Gemeinschaftswährung ihre Verluste noch ausbaue, oder weiter um die Marke von 1,10 Dollar notiere, heißt es von BMO Capital Markets. Die Analysten sehen erst bei einem nachhaltigen Unterschreiten der Marke von 1,0990 Dollar erhöhten Verkaufsdruck.

Die guten Konjunkturdaten aus Europa und Deutschland hätten einen deutlicheren Euro-Fall zunächst verhindert. Dazu kämen die weiter gefallenen Renditen. Einen wichtigen Impuls könnten die US-Einzelhandelsdaten für Oktober am Freitag liefern.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

13:59 Uhr

Kurs des britischen Bahnbetreibers Firstgroup bricht ein

Dicke Probleme für Firstgroup: In London stürzte der Aktienkurs des britischen Bahn- und Busbetreibers um 20 Prozent ab. Der Vorsteuerverlust des Unternehmens im ersten Halbjahr wurde kräftig ausgeweitet, allerdings hauptsächlich durch Einmalaufwendungen. Er erhöhte sich auf 187,1 Millionen Pfund nach nur 4,6 Millionen Pfund im Vorjahr.

Die Analysten von RBC Capital Markets sind der Meinung, dass Firstgroup eine noch radikalere Restrukturierung brauche, als nur den geplanten Verkauf des populären US-Langstrecken-Busnetzes Greyhound.

13:44 Uhr

Singapurs Finanzaufsicht bittet UBS zur Kasse

Die Schweizer Großbank UBS muss in Singapur eine Strafe von umgerechnet rund 8,1 Millionen Franken bezahlen. Das teilte die dortige Finanzmarktbehörde MAS mit. Die Bank hatte von Kunden für bestimmte Produkte zu hohe Preise verlangt und den Fall selbst angezeigt. Betroffen war nur ein sehr kleiner Teil der Transaktionen, wie die UBS erklärte.

Zuvor hatte bereits die Marktaufsicht in Hongkong wegen überhöhter Gebühren eine Strafe über die Bank verhängt. Inklusive der Entschädigung für die Kunden muss die UBS dort gut 76 Millionen Franken bezahlen. Für beide Fälle in Singapur und Hongkong hat die Bank bereits Rückstellungen gebildet.

13:29 Uhr

DIW tritt bei BIP-Entwicklung auf Euphoriebremse

Euphorie sieht anders aus: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat angesichts der leichten Zunahme der deutschen Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent im dritten Quartal vor zu hohen Erwartungen für die weitere Entwicklung gewarnt.

  • "Die deutsche Wirtschaft scheint besser durch den Sommer gekommen zu sein als erwartet", konstatierte DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen.
  • "Die Zeichen für eine tiefer greifende Rezession hatten sich zuletzt ohnehin etwas verflüchtigt - dass die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal um 0,1 Prozent gestiegen ist, überrascht dennoch."

Denn vor allem der schier unendliche Brexit-Prozess und die Handelskonflikte hätten deutliche Spuren hinterlassen, erklärte Michelsen weiter.

  • "Übermäßige Euphorie ist daher unangebracht, denn insgesamt bleibt die wirtschaftliche Entwicklung schwach."
13:14 Uhr

Handelsstreit holt wieder Wall Street ein

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Nach den Rekordständen zur Wochenmitte zeichnet sich heute eine wenig veränderte Eröffnung an der Wall Street ab. Schwache Konjunkturdaten aus China führen den Investoren wieder vor Augen, dass der weiter andauernde Handelsstreit negative Auswirkungen hat. Vor diesem Hintergrund zeigt sich der Future auf den S&P-500 aktuell mit einer kaum veränderten Tendenz. Am Vortag hatte der Dow-Jones-Index erstmals die Marke von 27.800 Punkten überwunden.

Für Impulse könnten auch die anstehenden US-Konjunkturdaten sorgen. So werden vor der Startglocke die US-Erzeugerpreise für Oktober und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Im Verlauf folgen dann noch die offiziellen Öllagerdaten für die Vorwoche.

13:09 Uhr

Künftig keine Plastikdeckel und -löffel bei McDonald's-Eis

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Fastfoodkette McDonald's reduziert im kommenden Jahr Plastikverpackungen bei ihren Desserts. Das Eis McFlurry soll in Europa ohne Plastikdeckel und Plastiklöffel angeboten werden. Ziel weltweit sei, dass bis 2025 alle Verpackungsmaterialien "nur noch aus erneuerbaren, recycelten oder zertifizierten Quellen stammen", teilte das Unternehmen mit. Weltweit betreibt McDonald's 37.000 Filialen.

Nach EU-Vorgaben muss der US-Fastfoodriese bis 2021 ohnehin Plastikprodukte wie Trinkhalme und Luftballonhalter komplett abschaffen. Für seine Shakes will McDonald's deshalb nach der Umstellung Papierbecher und alternative Trinkhalme anbieten. In Deutschland sollen die Luftballonhalter bereits in diesem Jahr abgeschafft werden. Durch den Umstieg im Dessertbereich will das Unternehmen rund 1000 Tonnen Plastik pro Jahr einsparen.

12:51 Uhr

Milliardeninvestitionen für Prager Airport

Tschechiens Regierung nimmt Hinsicht des Prager Vaclav-Havel-Flughafens in Prag ordentlich Geld in die Hand, um steigende Passagierzahlen zu bewältigen. Bis zum Jahr 2050 dürften sich diese Investitionen auf umgerechnet bis zu 2,2 Milliarden Euro belaufen, sagte Ministerpräsident Andrej Babis der Zeitung "Pravo".

Demnach wird erwartet, dass die Passagierzahl von 16,8 Millionen 2018 langfristig auf jährlich 30 Millionen ansteigt. Auch viele deutsche Touristen nutzen den Flughafen. In einer ersten Phase wird derzeit das Terminal 2 ausgebaut, an dem Flüge in den Schengen-Raum abgefertigt werden. Geplant ist zudem der Bau einer weiteren, rund drei Kilometer langen Start- und Landebahn, die im Jahr 2028 in Betrieb gehen könnte.

12:02 Uhr

Källenius' Sparhammer trifft auch die Daimler-Holding

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Ola Källenius krempelt Daimler um.

(Foto: dpa)

Daimler-Chef Ola Källenius schwingt bekanntlich bereits seit geraumer Zeit den Rotstift. Der Schwede will im Rahmen seines Sparplans auch die Belegschaft der Dachgesellschaft Daimler AG verkleinern. In der neu geschaffenen Holding arbeiten rund 6000 Menschen.

Wie Källenius beim Kapitalmarkttag in London sagte, gibt es Überschneidungen. Die Organisation müsse schlanker werden. Die Zahl der Führungskräfte im gesamten Konzern soll um zehn Prozent sinken.

11:45 Uhr

Lufthansa integriert Ausgleich für Klimafolgen bei Buchung

Passagiere der Lufthansa und Swiss können künftig bereits im Buchungsprozess die Klimafolgen ihrer Flüge finanziell ausgleichen. Über die Plattform "Compensaid" wird dem Fluggast neben klassischen Aufforstungsprojekten auch angeboten, die für ihn benötigte Kerosinmenge aus nachhaltigen Rohstoffen einzukaufen. Lufthansa bezieht den Treibstoff nach eigenen Angaben vom finnischen Hersteller Neste Oil und tankt ihn auf späteren Flügen am Drehkreuz Frankfurt zu. Das nachhaltige Kerosin wird aus alten Speisefetten hergestellt.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Das alternative Kerosin ist derzeit rund viermal so teuer wie fossiler Treibstoff. Bei einem individuellen Pro-Kopf-Verbrauch von 28 Litern auf der einfachen Strecke Hamburg-Frankfurt ergibt sich aktuell ein Aufpreis von 42 Euro zu den regulären Kerosinkosten. Das wäre deutlich teurer als die bislang möglichen und auch weiterhin angebotenen Kompensationszahlungen etwa für Aufforstungsprojekte. Hier wäre der Passagier mit lediglich 2 Euro dabei.

11:34 Uhr

Deutsche Telekom sucht Partner für Funktürme

Die Deutsche Telekom prüft verschiedene Optionen für ihr Funkmastengeschäft. Laut Konzernchef Tim Höttges ist das Unternehmen "bereit für einen Börsengang oder eine Partnerschaft". Ein Verkauf der Sparte sei nicht seine bevorzugte Variante, sagte der Manager auf einer Konferenz in Barcelona.

Ein möglicher Partner könnte der spanische Konzern Cellnex sein. Mit diesem könne sich die Tochter zu einem europäischen Unternehmen entwickeln. Schon vor Jahren fasste die Telekom ihre rund 33.000 Funkmasten in Deutschland und den Niederlanden in einer eigenen Sparte unter dem Namen Deutsche Funkturm zusammen. Einem Insider zufolge ist das Geschäft bis zu 9 Milliarden Euro wert.

11:23 Uhr

Dax kommt nicht aus dem Knick - Daimler und RWE schwach

Schwache Konjunkturdaten aus China und der anhaltende Zollstreit mit den USA haben Europas Börsen belastet. In Frankfurt sorgten auch die Kursverluste bei Daimler für lange Gesichter. Der Dax fiel kurz vor Mittag um 0,2 Prozent auf 13.208 Punkte, der EuroStoxx50 legte dagegen um 0,1 Prozent auf 3702 Zähler zu.

Sowohl die chinesische Industrieproduktion als auch der Einzelhandelsumsatz blieben hinter den Erwartungen zurück, das Investitionswachstum erreichte ein Rekordtief. Investoren sahen das als Beweis, dass der Handelsstreit zwischen den Regierungen in Peking und Washington das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt belastet. Die Wirtschaftsdaten aus Deutschland lieferten keine Unterstützung, obwohl das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Juli bis September überraschend um 0,1 Prozent zum Vorquartal gewachsen war.

Daimler fielen am Kapitalmarkttag zweitweise um bis zu 4,7 Prozent auf ein Drei-Wochen-Tief von 51,04 Euro. Danach berappelte sich die Aktie wieder etwas und notierte 2,9 Prozent tiefer bei 51,97 Euro. Der Wandel zu Elektroautos wird Daimler zufolge den Gewinn in den kommenden beiden Jahren belasten, so dass die Pkw-Tochter Mercedes-Benz Cars und Vans auf dem niedrigen Renditeniveau von vier Prozent verharren könnte. Trotz steigender Konzerngewinne machten Anleger auch bei RWE Kasse. Die Aktien fielen um 2,1 Prozent auf 25,88 Euro.

11:13 Uhr

Porzellan-Manufaktur Meissen kämpft gegen rote Zahlen an

Die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen will ein Drittel ihrer Stellen streichen. Damit reduziere sich die Zahl der Mitarbeiter von 619 auf 418, teilte das Traditionsunternehmen mit. Zu diesem Schritt sehe sich das Unternehmen angesichts eines schwierigen Umfelds in der Porzellanbranche sowie des zu erwartenden wirtschaftlichen Abschwungs gezwungen, hieß es. Zudem wolle man sich von nicht profitablen Standorten trennen.

Europas älteste Porzellan-Manufaktur, die 1710 gegründet wurde, kämpft seit Jahren mit Millionenverlusten. Der Umbau zum Luxuskonzern unter dem ehemaligen Chef Christian Kurtzke scheiterte. 2017 kündigte Chef Tillmann Blaschke einen Kurswechsel und die Rückbesinnung auf das Kerngeschäft - das Porzellan - an. Die Manufaktur ist eine hundertprozentige Tochter des Freistaates Sachsen.

10:52 Uhr

Türkische Lira nach Trump-Erdogan-Treffen schwächer

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(Foto: picture alliance/dpa)

Nachdem das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem türkischen Pendant Recep Tayyip Erdogan gestern ohne Abschlusserklärung in Streitfragen zwischen beiden Seiten beendet wurde, fällt der Kurs der Lira wieder zurück. Die zuvor aufgelaufenen Gewinne gehen komplett wieder verloren.

Uneinigkeit zwischen beiden Staaten gibt es was das Vorgehen in Syrien betrifft, den Kauf von russischen Rüstungsgütern durch die Türkei und das US-Vorgehen gegen die staatlich kontrollierte Halkbank. Der US-Dollar wird mit 5,7765 Lira gehandelt, verglichen mit 5,7431 Lira am Vorabend.

10:33 Uhr

Wiener Airport ist Schlachtfeld der Billigflieger

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(Foto: picture alliance / Helmut Fohrin)

Der bei Billig-Airlines sehr beliebte Flughafen Wien-Schwechat schreibt seine Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre weiter. In den ersten drei Quartalen konnte der Airport die Zahl der Passagiere im Vergleich zum Vorjahr um 16,6 Prozent steigern. Der operative Gewinn (Ebit) stieg in dieser Zeit um 12,9 Prozent auf nun 215 Millionen Euro. Das Wachstum hat sich aber etwas abgeschwächt.

Der Flughafen der österreichischen Hauptstadt hat sich zuletzt zum Schlachtfeld der Billigflieger entwickelt - zum Leidwesen der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA). Die liefert sich mit der zu Ryanair gehörenden Lauda inzwischen einen harten Kampf um die Vorherrschaft in der österreichischen Hauptstadt. Ryanair-Chef Michael O'Leary hatte vor Kurzem angekündigt, dass Lauda die AUA in fünf Jahren überflügeln wolle.

10:15 Uhr

Kühne stockt Anteil bei Hapag-Lloyd auf

Der Logistik-Milliardär und HSV-Investor Klaus-Michael Kühne. Foto: Christian Charisius/Archivbild

Klaus-Michael Kühne

(Foto: Christian Charisius/dpa)

Der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne hat seinen Anteil an der Containerreederei Hapag-Lloyd weiter erhöht. Die Kühne Holding kaufte in den vergangenen Monaten drei Prozentpunkte zu und hält inzwischen 29,2 Prozent. Damit hat der Hamburger Unternehmer (Kühne & Nagel) den bisher größten Anteilseigner von Hapag-Lloyd, die chilenische Reederei CSAV überholt, die auf 27,8 Prozent (plus 0,3 Prozent) kommt.

Die Hamburger Traditionsreederei sieht den Wettlauf zwischen den beiden Hauptaktionären um die Vormachtstellung mit gemischten Gefühlen, denn dadurch schrumpft der Streubesitz. Hapag-Lloyd war deswegen unlängst aus dem SDax gefallen.

09:56 Uhr

Qiagen-Anleger im Übernahmefieber - Aktienkurs schießt hoch

Qiagen
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Übernahmespekulationen haben die Aktie von Qiagen auf den höchsten Stand seit dreieinhalb Monaten getrieben. Der Kurs schoss um bis zu 15,4 Prozent auf 34 Euro nach oben.

Der US-Technologiekonzern Thermo Fisher Scientific habe den Biotechkonzern wegen einer möglichen Übernahme angesprochen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Weder Thermo Fisher noch Qiagen gaben bislang Stellungnahme dazu ab. Qiagen ist rund 8 Milliarden US-Dollar am Markt wert. Börsianern zufolge half den Qiagen-Titel zusätzlich eine positive Analysteneinschätzung nach oben. JP Morgan stufte die Aktien auf "Overweight" von "Underweight" herauf.

09:43 Uhr

China-Daten bremsen Nikkei aus

Nikkei
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Schwache Konjunkturdaten aus China haben die Stimmung an den asiatischen Börsen getrübt. In Japan gab der Nikkei 0,8 Prozent nach auf 23.141 Punkte, der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,9 Prozent und lag bei 1684 Punkten. In China setzten die Anleger auf staatliche Konjunkturhilfen, weswegen die Börse in Shanghai etwas fester notierte.

Auch Japans Wirtschaftswachstum wuchs im dritten Quartal so langsam wie seit einem Jahr nicht mehr, da die schwache Nachfrage die Exporte einbrechen ließ. Anleger griffen zu dem als sicherer Anlagehafen geltenden Yen. Der Kursanstieg der Devise drückte wiederum die Aktienkurse von exportabhängigen Werten wie den Autobauern. Nissan, Honda Motor und Toyota fielen um bis zu 3,5 Prozent.

09:26 Uhr

Daimler baut Stellen ab und bremst Investitionen

Der Mercedes-Stern auf dem Mercedes-Benz Werk Untertürkheim strahlt im Sonnenschein. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild

(Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild)

Sparen ist angesagt: Daimler will mit Personalabbau und einem Einfrieren der Investitionen den anhaltenden Gewinnschwund bekämpfen. Bis Ende 2022 solle die Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars mehr als eine Milliarde Euro an Personalkosten einsparen, teilte das Dax-Unternehmen mit. Dazu sollten sowohl im Management als auch außerhalb der Produktion Stellen abgebaut werden. Die Investitionen und Entwicklungsausgaben sollten auf dem Niveau von diesem Jahr eingefroren werden.

Mercedes-Benz Cars und Vans könne damit im kommenden Jahr eine Rendite von mindestens vier Prozent und von mindestens sechs Prozent zwei Jahre später erreichen, bereinigt um Zölle. Auch im Lkw-Geschäft in Europa sollen die Kosten bis Ende 2022 um 550 Millionen Euro sinken. Daimler will zugleich die Nettoliquidität auf mehr als zehn Milliarden Euro erhöhen. Mit der Daimler-Aktie ging es um 3,2 Prozent nach unten.

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09:10 Uhr

Dax startet etwas schwächer - Henkel an Index-Spitze

Dax
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Der deutsche Aktienmarkt ist uneinheitlich in den heutigen Handel gestartet. Der Dax sackte um 0,2 Prozent auf 13.209 Punkte ab. Der MDax notierte 0,1 Prozent höher bei 27.103 Zählern. Der TecDax stieg um 0,8 Prozent auf 2986 Stellen.

An der Dax-Spitze lag in den ersten Handelsminuten die Henkel-Aktie. Nach ordentlichen Zahlen verteuerte sie sich um 2,4 Prozent.

08:55 Uhr

Henkel verdient weniger, bestätigt aber Prognose

Henkel hat im dritten Quartal weniger verdient, auch der Umsatz entwickelte sich das zweite Quartal in Folge organisch rückläufig. Gründe waren unter anderem die seit Jahresbeginn hochgefahrenen Investitionen sowie schwache Nachfrage nach Klebstoffen aus der Industrie und die seit langem schwache Geschäftsentwicklung im Bereich Beauty Care. Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern sieht sich dennoch auf Kurs für die im August gesenkte Prognose.

Im Zeitraum Juli bis September hat der Dax-Konzern beim bereinigten Gewinn nach Steuern und Dritten 617 Millionen Euro verdient, 10 Prozent weniger als die vergleichbaren 686 Millionen ein Jahr zuvor. Der Umsatz betrug im Quartal 5,08 Milliarden Euro, nominal ein Plus von 0,8 Prozent, organisch ein Rückgang von 0,3 Prozent.

Henkel
Henkel 94,50

08:47 Uhr

Merck steckt sich höhere Ziele

Der deutsche Spezialchemie- und Pharmakonzern Merck setzt sich angesichts gut laufender Geschäfte im dritten Quartal höhere Umsatz- und Ergebnisziele für das laufende Jahr. Die Erlöse sollen 2019 nun auf 15,7 bis 16,3 Milliarden Euro steigen, wie der im Dax notierte Konzern in Darmstadt mitteilte. Zuvor wurden 15,3 bis 15,9 Milliarden Euro angepeilt.

Unter dem Strich belief sich der Gewinn auf 343 Millionen Euro, ein leichtes Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

08:43 Uhr

US-Reserven sinken - Ölpreise legen weiter zu

Brent Rohöl
Brent Rohöl 64,36

Die Ölpreise haben am Morgen ihre gestrigen Gewinne ausgebaut. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 62,75 US-Dollar. Das waren 38 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 39 Cent auf 57,51 Dollar.

Händler verwiesen zur Begründung auf neue Lagerdaten aus den USA. Das American Petroleum Institute (API) hatte gestern Abend einen Rückgang der amerikanischen Rohölvorräte gemeldet. Sinkende Reserven sorgen normalerweise für steigende Ölpreise. Heute gibt die US-Regierung ihre wöchentlichen Lagerdaten bekannt.

08:37 Uhr

Deutschland bleibt von Rezession verschont

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die deutsche Wirtschaft ist einer Rezession entronnen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs von Juli bis September überraschend um 0,1 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im zweiten Quartal war es noch um revidiert 0,2 Prozent geschrumpft.

Handelskonflikte, schwächere Weltkonjunktur und Brexit-Chaos setzen der exportabhängigen deutschen Wirtschaft zu. Die Industrie hat deshalb fünf Quartale in Folge ihre Produktion gedrosselt. Unter der Flaute in der Industrie leiden inzwischen auch viele unternehmensnahe Dienstleister, etwa die Logistikbranche.

07:39 Uhr

K+S erwartet weniger Gewinn

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Kaliabbau in Deutschland: Burkhard Lohr (l.).

picture alliance / Arne Dedert/d

Sinkende Kalipreise und umfangreiche Produktionskürzungen verhageln dem Dünger- und Salzkonzern K+S die Jahresziele stärker als erwartet.

  • K+S
    K+S 10,28
    Wegen der schwachen Nachfrage müsse die Kaliproduktion nun insgesamt um 500.000 Tonnen gedrosselt werden, wie der MDax-Konzern am Morgen mitteilte. Zudem lief es im Geschäft mit Auftausalz vor der Hauptsaison noch nicht rund.
  • Konzernchef Burkhard Lohr rechnet daher 2019 nur noch mit einem leichten Wachstum des operativen Ergebnisses auf rund 650 Millionen Euro nach bisher angepeilten 730 bis 830 Millionen Euro.
  • Im abgelaufenen dritten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um 8 Prozent auf 905 Millionen Euro, und das operative Ergebnis verdoppelte sich auf 81 Millionen Euro.

Die Zuwächse in den aktuellen Geschäftszahlen sehen nur optisch gut aus: Das Vorjahresquartal war bei K+S außergewöhnlich schwach ausgefallen, wie Beobachter anmerkten. Damals hatten wegen des trockenen Sommers Abwasserentsorgungsprobleme zu massiven Produktionsausfällen im hessisch-thüringischen Kalirevier geführt.

07:29 Uhr

RWE stockt den Ausblick auf

Der Energiekonzern RWE blickt optimistisch in die Zukunft: Bei der Vorstellung des Zwischenberichts am Morgen hob das Dax-Unternehmen seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2019 an. Der Umbau zum Schwergewicht unter den deutschen Ökostromerzeugern läuft und beschert RWE steigende Gewinne.

  • Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebitda) von "RWE Stand alone", also ohne operative Beiträge der früheren Tochter Innogy, sei in den ersten neun Monaten auf 1,5 Milliarden Euro geklettert, hieß es. Das sind 200 Millionen mehr als vor Jahresfrist, wie der Versorger mitteilte.
  • Die Zuwächse seien vor allem dem schwankenden Energiehandel zu verdanken. Im laufenden Geschäftsjahr werde RWE aber auch von der Wiederaufnahme des britischen Kapazitätsmarktes profitieren.
  • Daher rechne der Versorger im Gesamtjahr mit einem bereinigten Ebitda von 1,8 bis 2,1 Milliarden Euro. Bislang hatte der Konzern 1,4 bis 1,7 Milliarden in Aussicht gestellt.
RWE
RWE 26,19

06:37 Uhr

Powell und die Dollar-Stärke: Euro fällt unter 1,10

Im internationalen Devisenhandel beginnt der vorletzte Tag der Handelswoche mit einer leichten Tendenz zur Schwäche beim Euro. Die europäische Gemeinschaftswährung notiert in der Nacht nah an ihrem Wochentiefstand - und damit so schwach wie seit Ende September nicht mehr.

  • Euro / US-Dollar
    Euro / US-Dollar 1,11
    Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,0996 Dollar und damit rund 0,1 Prozent unter Vorabendniveau.
  • Den offiziellen Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zur Wochenmitte mit 1,1006 (Dienstag: 1,1015) Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,9086 (0,9079) Euro.
  • Beobachter sprachen von einer breit angelegten Dollar-Stärke, die den Euro bereits im Tagesverlauf belastet habe. Auch neue Daten zur Inflation in Deutschland und in den USA konnten die Kurse im Handelsverlauf kaum bewegen.

Aussagen des US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell zur weiteren Geldpolitik in den USA zeigten im Devisengeschäft keine unmittelbare Wirkung. Der Fed-Chef signalisierte zuletzt erneut eine Zinspause in den USA, sofern sich die amerikanische Wirtschaft nicht unerwartet abschwächt. Nachdem die US-Notenbank Ende Oktober den Leitzins das dritte Mal in diesem Jahr gesenkt hatte, war von den Währungshütern bereits klar gestellt worden, dass zunächst keine weiteren Schritte zu erwarten sind.

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