Donnerstag, 18. Juni 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Minus 62 Prozent! Wirecard-Gewitter hält Börsianer in Atem

Wirecard
Wirecard 3,50

Es war ein spannender Börsenkrimi heute an der Frankfurter Börse. Hauptakteure waren die Verantwortlichen von Wirecard mit Vorstandschef Markus Braun an der Spitze. Sollte über die Bilanzaffäre des jungen Dax-Mitglieds mal ein Film gedreht werden, dann wird das mit Sicherheit ein Mehrteiler. Nachdem der Zahlungsdienstleister die Bilanzvorlage für 2019 erneut verschoben hat, stürzte der Kurs am Nachmittag um fast 70 Prozent ab. Sicher ist, dass die Justiz Arbeit bekommt, denn Wirecard will Anzeige gegen unbekannt stellen.

Das Wirecard-Gewitter drückte natürlich auch auf den Dax, der heute mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 12.282 Punkte aus dem Handel ging. Noch schlimmer erwischte es den TecDax, denn Wirecard ist auch in diesem Index notiert - er stürzte um 6,0 Prozent auf 3012 Zähler ab. Ruhig ging es dagegen im MDax zu, der kaum verändert bei 26.201 Stellen schloss. Der EuroStoxx50 sackte um 0,5 Prozent auf 3251 Punkte ab.

Der Umsatz in der Wirecard-Aktie war heute natürlich extrem hoch. Die NordLB stellte sie nun mit einem Kursziel von lediglich noch 20 Euro auf "Verkaufen". "Der Kurssturz ist beispiellos", sagte ein Händler. Er könne sich nicht erinnern, dass ein Dax-Wert jemals 65 Prozent oder mehr verloren habe. Am Ende notierte die Wirecard-Aktie 61,8 Prozent niedriger bei 39,90 Euro, sie verlor heute damit sage und schreibe 64,60 Euro.

Von diesem Desaster waren auch die Banken-Aktien betroffen, weil die Geldinstitute in geschäftlichen Beziehungen zu Wirecard stehen. Deutsche Bank sackten um 2,1 Prozent ab. Schlimmer erwischte es im MDax Commerzbank mit minus 7,3 Prozent.

Was war sonst noch so los im Dax? Lufthansa litten weiter unter dem Streit um Staatshilfen und verbilligten sich um 4,0 Prozent. Schwach waren heute auch Henkel, die 3,0 Prozent verloren.

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16:53 Uhr

Warum Anleger bei Lufthansa jetzt viel Risikopuffer brauchen

In der Corona-Krise ist der Flugverkehr in großen Teilen zum Erliegen gekommen und läuft nur langsam wieder an. Die Folgen für die Flugbranche sind so weitreichend, dass sogar die Lufthansa Staatshilfe in Milliardenhöhe braucht. Friedhelm Tilgen spricht mit Kemal Bagci von der BNP Paribas darüber, welche Möglichkeiten Discountzertifikate jetzt bieten, mit Risikopuffer auf die Aktie der Lufthansa zu setzen.

16:28 Uhr

Wirecard zieht Banken-Aktien mit runter

Des einen Freud' ist des anderen Leid: Die Aktie der Commerzbank ist in den Sog von Wirecard geraten. Das im MDax notierte Papier gab am Nachmittag 6,9 Prozent ab. Die Commerzbank habe enge Geschäftsbeziehungen zu Wirecard, hieß es am Markt. In Mitleidenschaft gerieten auch auch die Deutsche Bank und ihre Tochter DWS. Die DWS besitze schätzungsweise annäherend 4 Prozent der Wirecard-Aktien, verlautete in Frankfurt. Und die Deutsche Bank habe dem Zahlungsdienstleister einen Kredit gewährt.

Dagegen sind die Aktien des Wirecard-Konkurrenten Adyen in Amsterdam zeitweise auf neue Höchststände gestiegen.

Commerzbank
Commerzbank 4,15

16:13 Uhr

Corona und US-Jobmarkt bremsen Wall Street aus

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(Foto: AP)

Rötlicher Handelsbeginn in New York: Die steigende Zahl von Corona-Fällen hat die Anleger an der Wall Street verunsichert. Zudem bleibt die Lage am US-Arbeitsmarkt trotz gelockerter Beschränkungen angespannt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel um 0,5 Prozent auf 25.986 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 notierte 0,1 Prozent tiefer bei 3110 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag indes 0,2 Prozent höher bei 9927 Punkten.

Ein düsterer Ausblick drückte Aktien des Kreuzfahrtanbieters Carnival - sie gaben um 4,4 Prozent nach. Nach einem Rekordverlust von 4,4 Milliarden Dollar im Quartal rechnet der Konzern auch in der zweiten Jahreshälfte mit roten Zahlen. Papiere der Mitbewerber Royal Caribbean Cruises und Norwegian Cruise gaben je 1,7 Prozent nach.

15:32 Uhr

BASF erwartet größere Rolle des mobilen Arbeitens

Wegen der Corona-Pandemie sind bei BASF in Deutschland derzeit 4500 Mitarbeiter kurz. Das sagte Arbeitsdirektor Michael Heinz bei der virtuellen Hauptversammlung der Ludwigshafener.

Überdies hat der Dax-Konzern mit verstärkter Arbeit im Home Office auf die Ansteckungsgefahr reagiert. Fast 40.000 Mitarbeiter arbeiteten erfolgreich von zuhause aus, sagte Vorstandschef Martin Brudermüller. Heinz sagte, er erwarte, dass mobiles Arbeiten in Zukunft eine deutlich größere Rolle spielen wird.

15:10 Uhr

Was ist los bei Wirecard? Aktie verliert zwei Drittel

Der Zahlungsdienstleister Wirecard steht wegen einer erneuten Bilanzverschiebung im Fokus. Der Aktienkurs des Dax-Unternehmens befindet sich im freien Fall. Heiko Böhmer, Kapitalmarktstratege Shareholder Value Management, äußert sich dazu in der Telebörse. Übrigens: Die Aktie notierte am Nachmittag rund 67 Prozent tiefer bei 34,50 Euro.

14:43 Uhr

US-Jobmarkt bleibt schwach, Philly-Fed-Index enttäuscht

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Lage am US-Jobmarkt bleibt angespannt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hat in der Woche zum 13. Juni schwächer abgenommen als erwartet. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 58.000 auf 1,508 Millionen. Experten hatten einen Rückgang auf 1,3 Millionen vorhergesagt.

Schwächer schnitt auch der für die US-Konjunktur wichtige Index der Fed in Philadelphia ab. Er notierte im Juni bei minus 27,5 Punkten, prognostiziert waren minus 20 Punkte.

14:32 Uhr

Bank of England stockt Kaufprogramm auf

Nach einem Dollar- und einem Euroregen gibt es auch einen mit dem Pfund. Die britische Notenbank hat nämlich ihr Kaufprogramm für Staatsanleihen um 100 Milliarden Pfund aufgestockt. Die meisten Volkswirte hatten mit einer solchen Erhöhung gerechnet, obwohl auch eine stärkere Aufstockung nicht ausgeschlossen wurde. Insgesamt liegt das Volumen des Kaufprogramms jetzt bei 745 Milliarden Pfund.

Der Leitzins wurde wie erwartet auf dem Rekordtief von 0,10 Prozent belassen. Die Notenbanker fassten diesen Beschluss einstimmig. Die Erhöhung des Kaufprogramms wurde indes mit einer Mehrheit von acht zu eins Stimmen beschlossen.

14:08 Uhr

Dax hüstelt, TecDax hustet, Wirecard kollabiert

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(Foto: picture alliance/dpa)

Kurz vor Veröffentlichung der US-Jobdaten hat der deutsche Aktienmarkt den Rückzug angetreten. Der Dax verlor 1,3 Prozent auf 12.224 Punkte. Besonders arg erwischte es den TecDax, der wegen des abstürzenden Wirecard-Kurses 4,9 Prozent auf 3047 Zähler absackte. Der EuroStoxx50 notierte 1,1 Prozent tiefer bei 3230 Stellen.

Wirecard erlebten wegen einer erneuten Bilanzverschiebung ein Desaster und verloren mehr als die Hälfte ihres Wertes, am Nachmittag stand ein Abschlag von 57 Prozent. Ansonsten erwischten im Dax auch Deutsche Bank einen schlechten Tag: minus 4,1 Prozent. Im Minus befanden sich auch die Autowerte. Unter Druck waren auch Lufthansa mit einem Verlust von 4,8 Prozent.

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13:54 Uhr

IW sagt Abschwung bei Gewerbemieten voraus - besonders in Berlin

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(Foto: imago images/Dirk Sattler)

Die Corona-Pandemie haut auch richtig bei den Gewerbemieten rein. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet einen deutlichen Rückgang von Preisen und Mieten für Büros in deutschen und europäischen Toplagen. Weil die Arbeitnehmer darauf drängen, mehr im Homeoffice zu arbeiten, könnten die Preise dauerhaft niedrig bleiben.

Besonders stark dürfte der Einbruch in Berlin werden. Hier erwartet das IW für dieses Jahr einen Einbruch der Büromieten um ein Fünftel, die Kaufpreise könnten sogar um 35 Prozent fallen. Weniger stark dürften die Auswirkungen für Frankfurt/Main werden, wo das IW einen Rückgang der Büromieten von 16 Prozent projiziert. In Düsseldorf und München werden die Mieten wahrscheinlich um jeweils gut 15 Prozent sinken, so die IW-Berechnungen. In Stuttgart wird mit 9,5 Prozent der in Deutschland niedrigste Rückgang für die Büromieten erwartet, die Kaufpreise könnten um 28 Prozent zurückgehen.

13:38 Uhr

Wall Street gibt noch Rätsel auf - US-Jobmarkt im Blick

Mit einer wenig veränderten Tendenz wird wohl die Wall Street heute ihren Handel beginnen. Der Future auf den S&P-500 liegt aktuell 0,1 Prozent im Minus.

Vor allem die Sorge vor einer wieder zunehmenden Verbreitung des Coronavirus dürfte für Zurückhaltung sorgen. Mehr als ein Dutzend US-Bundesstaaten melden einen Anstieg der Neuinfektionen. Daneben gibt es erneut Spannungen zwischen den USA und China. Die Machthaber in Peking haben mit einer harten Antwort auf die von den USA geplanten Sanktionen aufgrund des Vorgehens gegen die muslimische Minderheit der Uiguren gedroht. US-Präsident Donald Trump hatte das im Mai vom Kongress verabschiedete Sanktionsgesetz gestern mit seiner Unterschrift in Kraft gesetzt.

Wieder einmal rückt der US-Arbeitsmarkt in den Fokus. Es wird bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe mit einer Zunahme um 1,3 Millionen gerechnet, nach einem Plus von 1,5 Millionen in der vergangenen Woche. Die Wiedereröffnung von Geschäften und Fabriken dürfte zu einer Verbesserung geführt haben, heißt es von einem Beobachter. Zudem werden der Philadelphia-Fed-Index für Juni und der Index der Frühindikatoren für Mai veröffentlicht. Bei beiden wird mit einer kräftigen Erholung gerechnet.

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(Foto: REUTERS)

13:15 Uhr

Anlegerkanzlei weitet Klage gegen Wirecard aus

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Andreas W. Tilp bei einem früheren Prozess.

(Foto: dpa)

Nach der erneuten Verschiebung des Jahresabschlusses durch Wirecard und den Hinweisen der Prüfer auf Bilanztäuschung will die Anlegerkanzlei Tilp ihre Klage gegen den Dax-Konzern ausweiten. Eine Klage gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY strebt die Kanzlei aber nicht an. Die Tübinger Kanzlei hatte bereits im Mai die erste deutsche Anlegerklage gegen Wirecard vor dem Landgericht München I eingereicht.

Die Adhoc-Meldung vom Vormittag untermauere die Einschätzung, dass bei Wirecard in der Vergangenheit in erheblichem Maße falsch bilanziert wurde, sagte Rechtsanwalt Andreas W. Tilp. Es handele sich nun um einen "handfesten Bilanzskandal". Am frühen Nachmittag notierte die Wirecard-Aktie rund 55 Prozent niedriger.

13:07 Uhr

Asklepios hat Rhön-Klinikum "im Sack"

Rhön-Klinikum
Rhön-Klinikum 18,06

Das Interesse der Rhön-Klinikum-Aktionäre am Übernahmeangebot des Wettbewerbers Asklepios ist zum Ablauf der ersten Annahmefrist sprunghaft gestiegen. Dank der Annahme des Angebots durch den Melsunger Pharma- und Medizinbedarfsanbieter B.Braun, ein langjähriger Großaktionär bei Rhön, kam Asklepios nach eigenen Angaben bis gestern um 18.00 Uhr auf einen Stimmrechtsanteil von rund 83 Prozent. Im Vergleich zum letzten veröffentlichten Ergebnis entspricht dies einem Anstieg von rund 25 Prozent der Stimmrechte.

Die weitere Annahmefrist des Übernahmeangebots läuft voraussichtlich vom 23. Juni bis zum 6. Juli 2020. Eine Mindestannahmeschwelle gab es für die Offerte nicht, deshalb kann sie auch nicht scheitern. Der mit 25,3 Prozent zweitgrößte Anteilseigner B.Braun hatte sich lange gegen das Angebot von Asklepios positioniert, scheiterte aber auf einer außerordentlichen Hauptversammlung Anfang Juni mit dem Versuch, die Machtverhältnisse zu drehen.

12:48 Uhr

EZB-Kanonade: Banken decken sich ordentlich ein

Zahlreiche Euro-Banknoten liegen auf einem Haufen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild

Zahlreiche Euro-Banknoten liegen auf einem Haufen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild

(Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild)

Die Banken stehen im Geldregen: Die Geldinstitute haben sich bei der jüngsten EZB-Geldsalve im Rekordumfang von insgesamt 1,31 Billionen Euro eingedeckt. Das gab die Notenbank in Frankfurt bekannt. Die Währungshüter wollen mit den auf drei Jahre Laufzeit ausgelegten Refinanzierungsgeschäften Banken in der Corona-Krise mit ausreichend Liquidität versorgen. Zugleich soll der Kreditfluss an die Wirtschaft am Laufen gehalten werden. Ein Analyst sprach in diesem Zusammenhang von einer "geldpolitischen Vitaminspritze", denn den meisten Banken winke ein Prozent Zinsen von der EZB für das geliehene Geld.

Bei den Liquiditätsspritzen wird von der Notenbank als Zinskondition der Einlagensatz angesetzt. Dieser liegt aktuell im negativen Bereich - bei minus 0,5 Prozent. Banken erhalten somit eine Prämie, wenn sie bei den Geldern zugreifen.

12:27 Uhr

Wirecard: Treuhandkonten können nicht zugeordnet werden

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Markus Braun

(Foto: REUTERS)

Rabenschwarzer Tag für Wirecard, nun äußert sich Konzernchef Markus Braun: Seinen Angaben zufolge ist es noch unklar, "ob betrügerische Vorgänge zum Nachteil der Wirecard AG vorliegen". Deshalb werde der Finanzdienstleister Anzeige gegen unbekannt erheben.

Im Bilanzskandal stehen nach Darstellung des Dax-Konzerns zwei asiatische Banken und ein Treuhänder im Mittelpunkt. Die beiden Geldhäuser haben Wirecard darüber informiert, dass die bei ihnen geführten Kontonummern für Wirecard-Treuhandkonten "nicht zugeordnet werden konnten". Auf diese Konten haben Wirecard-Tochtergesellschaften demnach Sicherheitsleistungen von insgesamt 1,9 Milliarden Euro eingezahlt.

12:18 Uhr

JD.com erlebt erfolgreichen ersten Börsentag

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(Foto: AP)

Der chinesische Onlineriese JD.com hat heute in Hongkong ein erfolgreiches Börsendebüt aufs Parkett gelegt. Nach dem Handelsstart zog die Aktie um knapp sechs Prozent an und stieg vom Eingangspreis von 226 Hongkong-Dollar (knapp 26 Euro) auf 239 Hongkong-Dollar kurz nach Öffnung der Börse. Bei Börsenschluss lag der Wert bei 234 Hongkong-Dollar. Der Börsengang brachte rund 4 Milliarden US-Dollar (3,5 Milliarden Euro) ein.

Der Börsengang war der weltweit zweitgrößte in diesem Jahr, nachdem der Konzern Beijing-Shanghai High Speed Railway im Januar laut Bloomberg 4,3 Milliarden Dollar beim Börsenstart eingenommen hatte.

11:54 Uhr

Auch Platz von Wirecard im Dax gefährdet

Der Kurssturz der Wirecard-Aktie gefährdet nun auch die Zugehörigkeit des Zahlungsdienstleisters im Dax. Sollten sie auf dem aktuellen Stand von etwa 50 Euro verharren, wären sie für den Austauschtermin im September irgendwo zwischen Covestro und Heidelbergcement eingereiht und damit vermutlich zumindest ein Kandidat für einen Abstieg.

Am Mittag kostete die Aktie 61,68 Euro - ein Abschlag von 41 Prozent.

11:38 Uhr

Wirecard haut im TecDax mächtig rein - den Dax juckt's wenig

Die Absturz des Wirecard-Kurses hat massive Auswirkung auf den TecDax - er verlor kurz vor Mittag 4 Prozent auf 3074 Punkte. Dagegen ist der Dax nicht so sehr davon betroffen, weil Wirecard im Leitindex nicht so viel Gewicht hat. Er verringerte sich nur um 0,2 Prozent auf 12.351 Stellen.

TecDax
TecDax 2.971,28

11:21 Uhr

Wirecard kündigt Strafanzeige gegen unbekannt an

Im Bilanzskandal geht Wirecard nun in die Offensive: Der im Dax und TecDax notierte Zahlungsdienstleister will Strafanzeige gegen unbekannt erstatten. Das Unternehmen sieht sich nach eigenen Angaben sich als mögliches Opfer eines "gigantischen Betrugs".

Der Kurs der Wirecard-Aktie, der zeitweise um rund 67 Prozent eingebrochen war "erholte" sich etwas. Das Papier notierte nun fast 50 Prozent tiefer bei 53 Euro.

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10:58 Uhr

Wirecard verschiebt erneut Bilanz - Kurs stürzt ab

Der Zahlungsanbieter Wirecard hat die Veröffentlichung seines lange erwarteten Jahresabschlusses 2019 erneut verschoben. Der Abschlussprüfer EY habe das Dax-Unternehmen darüber informiert, dass es über die Existenz von im Konzernabschluss zu konsolidierenden Bankguthaben auf Treuhandkonten in Höhe von 1,9 Milliarden Euro keine ausreichenden Prüfungsnachweise gebe, teilte Wirecard mit. Die Summe entspreche etwa einem Viertel der Konzernbilanzsumme. Der Vorstand arbeite mit Hochdruck daran, den Sachverhalt in Abstimmung mit dem Prüfer weiter aufzuklären.

Der Aktienkurs brach um 60 Prozent auf 42 Euro ein. Das Papier war zeitweise vom Handel ausgesetzt.

Wirecard
Wirecard 3,50

10:53 Uhr

Dax dreht ins Plus

Zäher Handel in Frankfurt: Nach anfänglichen leichten Verlusten wies der Dax nun einen kleinen Gewinn aus. Der Leitindex stieg am späten Vormittag um 0,3 Prozent auf 12.421 Punkte. Der EuroStoxx50 gewann ebenfalls 0,3 Prozent und notierte bei 3277 Stellen.

Am Nachmittag stehen unter anderem mit den wöchentlichen Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe Neuigkeiten zu dem zuletzt stark unter der Krise leidenden US-Arbeitsmarkt an. Und auch der Hexensabbat am Freitag wirft seinen Schatten bereits voraus: Beim großen Verfallstag an den Derivatebörsen laufen dann Terminkontrakte und Optionen aus, was nicht selten zu eher zufällig wirkenden Kursausschlägen führt.

10:34 Uhr

Preiskampf im Lebensmittelhandel tobt bereits jetzt

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die ab dem 1. Juli beschlossene Mehrwertsteuersenkung sorgt für ein Anheizen des Preiskampfes im deutschen Lebensmittelhandel. Der Discounter Lidl kündigte heute an, die Preise bereits am kommenden Montag entsprechend zu senken. Zuvor hatte bereits der SB-Warenhausbetreiber Globus angekündigt, die im Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung für den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. Dezember vorgesehene Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent beziehungsweise von 7 auf 5 Prozent schon ab dem 29. Juni vorzunehmen.

Andere Handelsketten wie Kaufland oder dm halten bislang an dem 1. Juli als Termin für die Preisanpassung fest. Fast alle Handelsketten haben bereits angekündigt, die Steuervorteile in vollem Umfang an ihre Kunden weiterzugeben.

10:19 Uhr

Reise- und Luftfahrtaktien wieder unter Druck

Während der Dax im Nullkomma-Bereich verharrte, haben die Luftfahrt- und Reiseaktien eine Fahrt nach unten angetreten. Der Sektor verlor am Vormittag 0,8 Prozent.

In London verloren Carnival 5,4 Prozent. Im Dax sackten Lufthansa um 2,8 Prozent und MTU um 2,6 Prozent ab. Airbus waren mit 3,1 Prozent Minus Hauptverlierer im MDax. An der Pariser Börse fielen Safran 2,8 Prozent.

09:54 Uhr

Händler sauer auf Wirecard wegen Vorgehens bei Bilanzzahlen

Wirecard
Wirecard 3,50

Einmal mehr sogt Wirecard für Unruhe auf dem Frankfurter Parkett: Einige Händler äußerten sich enttäuscht, dass die Bilanzzahlen nicht vorbörslich vorgelegt wurden, sondern erst im Handelsverlauf kommen sollen.

  • "Heute Morgen hatte man Ruhe zur Bewertung und Einschätzung, während der Handelszeit muss das überstürzt und in Konkurrenz zu Algo-Tradern gemacht werden", so ein Börsianer.

Diese Verfahrenweise bringe Unruhe und Volatilität in den Kurs, hieß es weiter. Die Wirecard-Aktie gab eine Stunde nach Handelsbeginn um 4,2 Prozent nach.

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09:37 Uhr

IMK-Konjunkturindikator hellt sich Sommerende kaum auf

Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten in der Rezession bleibt, ist trotz der weitgehenden Lockerungen der Kontaktbeschränkungen extrem hoch. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung für den Zeitraum von Juni bis Ende August.

In der Dreimonatsprognose zeigt der Indikator, der die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, demnach eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 95,6 Prozent an - nach 100 Prozent im Mai. Das nach dem Ampelsystem arbeitende IMK-Frühwarnsystem steht deshalb weiter auf "Rot".

09:14 Uhr

Massiver Einbruch: Land unter bei Reiseanbietern

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Corona-Krise lässt die deutschen Reiseanbieter kräftig bluten. Die Umsätze von Reisebüros und -veranstaltern sowie sonstigen Reservierungsdienstleistern brachen im ersten Quartal um rund 23 Prozent zum vorangegangenen Vierteljahr ein. Dies sei der stärkste Umsatzeinbruch in der Reisebranche seit 2008, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Ob die kürzlich gelockerten Reisevorschriften der Branche Aufwind verleihen werden, hängt nicht zuletzt von der Reise- und Ausgabebereitschaft der deutschen Verbraucher ab.

09:09 Uhr

Dax startet leicht errötet - Wirecard klar hinten

Dax
Dax 12.479,39

Der deutsche Aktienmarkt ist nach zwei Tagen mit Gewinnen leichter in den Handel gestartet. Der Dax verlor 0,2 Prozent auf 12.358 Punkte. Der MDax gab um 0,3 Prozent auf 26.137 Zähler nach. Der TecDax notierte kaum verändert bei 3192 Stellen. Der EuroStoxx50 sackte um 0,3 Prozent auf 3254 Punkte ab.

An die Dax-Spitze setzten sich Fresenius Medical Care mit plus 0,5 Prozent. Am Ende waren Wirecard mit minus 4,4 Prozent.

08:48 Uhr

Bei Zalando läuft's - Aktie mit dickem Plus

Zalando
Zalando 65,40

Bei Zalando herrscht gute Stimmung, der Online-Modehändler Die Zalando-Aktien rechnet für das zweite Quartal mit einem signifikanten Zuwachs bei Umsatz und Ergebnis.

Der Aktie geht es vorbörslich bereits sehr gut. Sie legt um 5,3 Prozent zu. Die Experten von RBC, JP Morgan und Citigroup hoben ihre Kursziele an.

08:24 Uhr

Dax hustet vor Start etwas - Wirecard und Lufthansa im Fokus

Rote Vorzeichen an der Frankfurter Börse: Der deutsche Aktienmarkt wird nach Lage der Dinge mit Verlusten in den heutigen Handel starten. Der Dax notierte vorbörslich 0,8 Prozent tiefer bei 12.287 Punkten.

Im Fokus der Anleger stehen weiter die globalen Konjunkturaussichten. US-Notenbankchef Jerome Powell appellierte gestern Abend (MESZ) an den Kongress, die von der Corona-Pandemie gebeutelte US-Wirtschaft weiterhin zu stützen. Es sei klug, sich weiter nach Möglichkeiten zur Unterstützung von Firmen und Haushalten umzuschauen. Einem Medienbericht zufolge arbeitet die US-Regierung derzeit an einem massiven Infrastrukturpaket.

Für Aufsehen dürfte Wirecard sorgen. Im Tagesverlauf will der Zahlungsabwickler die schon mehrfach verschobene Jahresbilanz 2019 veröffentlichen. Anleger schauen vor allem darauf, ob der Konzern von den Wirtschaftsprüfern ein Testat für die Geschäftszahlen bekommt. Auch die staatliche Rettung der Lufthansa dürfte weiter Thema sein, nachdem Großaktionär Heinz Hermann Thiele in einem Zeitungsinterview den Einstieg des Staates bei Europas größter Airline abgelehnt hatte.

08:05 Uhr

Ölpreise sinken leicht - Brent bei knapp 40 Dollar

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 42,28

Die Ölpreise geben im frühen europäischen Handel etwas nach. Am Morgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 40,52 US-Dollar. Das sind 19 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 32 Cent auf 37,64 Dollar.

Die Ölpreise hatten zuletzt von der gewachsenen Zuversicht an den Finanzmärkten profitiert. Eine sich erholende Wirtschaft würde auch die Nachfrage nach Rohöl stützen, hoffen Investoren. Gebremst wird die Erholung jedoch durch die Furcht vor einer zweiten Welle des Corona-Virus in China.

07:30 Uhr

Wirecard sorgt für Spannung: Was sagen die Prüfer?

Dax
Dax 12.479,39

Neuer Tag, neue Sorgen am deutschen Aktienmarkt: Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern heute zufolge niedriger starten. Die Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft hatte ihn am Mittwoch 0,5 Prozent auf 12.382 Punkte steigen lassen.

Für Aufsehen dürfte Wirecard sorgen. Im Tagesverlauf will der Zahlungsabwickler die schon mehrfach verschobene Jahresbilanz 2019 veröffentlichen. Anleger schauen vor allem darauf, ob der Konzern von den Wirtschaftsprüfern ein Testat für die Geschäftszahlen bekommt. Auch die staatliche Rettung der Lufthansa dürfte weiter Thema sein, nachdem Großaktionär Heinz Hermann Thiele in einem Zeitungsinterview den Einstieg des Staates bei Europas größter Airline abgelehnt hatte.

07:04 Uhr

Studie: Corona-Krise dämpft Wachstum von Privatvermögen merklich

Der Zuwachs der Privatvermögen könnte wegen der Corona-Krise einen deutlichen Dämpfer bekommen. In einer Studie korrigiert die Unternehmensberatung Boston Consulting Group die Vorjahresprognose von 5,7 Prozent jährlichem Wachstum für die kommenden fünf Jahre auf 1,4 bis 4,5 Prozent nach unten.

"Wir gehen für die nächsten fünf Jahre von einer zukünftigen Wachstumsrate aus, die im Schnitt halb so hoch ist wie 2019", sagte Autorin Anna Zakrzewski bei der Vorstellung der Untersuchung. Dies gelte für alle drei entwickelten Szenarien zur Corona-Krise und der wirtschaftlichen Erholung.

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Vor Beginn der Corona-Krise war das weltweite Privatvermögen deutlich gewachsen. Von 2018 auf 2019 war es um Währungseffekte bereinigt um zehn Prozent auf rund 226 Billionen US-Dollar (etwa 201 Bio Euro) gestiegen. 2019 ist damit das stärkste Jahr der vergangenen zehn Jahre gewesen.

(Foto: imago images/CHROMORANGE)

06:34 Uhr

"Zweite Corona-Welle" in China verunsichert Asiens Märkte

Die Hoffnungen der Anleger an den asiatischen Börsen auf ein schnelles globales wirtschaftliches Comeback nach der Coronavirus-Pandemie wurden von steigenden Coronavirus-Fallzahlen in den USA und China zunichtegemacht. "Es ist ein großer Schock für die Märkte, dass China, das so wie es schien, die Krankheit erfolgreich bekämpft hatte, eine zweite Welle erlebt. Und in den USA sehen wir in vielen Staaten Rekordzahlen", sagte Norihiro Fujito, Chef-Anlagestratege bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. Dies deute darauf hin, dass je mehr die Wirtschaft wieder anläuft, es umso mehr Infektionen gibt.

Die Börse in Tokio zeigt sich heute in diesem Umfeld etwas schwächer. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt im Verlauf 1 Prozent tiefer bei 22.229 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 0,3 Prozent und liegt bei 1583 Punkten. Die Börse in Shanghai notiert unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt 0,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans steigt um 0,6 Prozent.