Der Börsen-TagEZB-Kanonade: Banken decken sich ordentlich ein

Die Banken stehen im Geldregen: Die Geldinstitute haben sich bei der jüngsten EZB-Geldsalve im Rekordumfang von insgesamt 1,31 Billionen Euro eingedeckt. Das gab die Notenbank in Frankfurt bekannt. Die Währungshüter wollen mit den auf drei Jahre Laufzeit ausgelegten Refinanzierungsgeschäften Banken in der Corona-Krise mit ausreichend Liquidität versorgen. Zugleich soll der Kreditfluss an die Wirtschaft am Laufen gehalten werden. Ein Analyst sprach in diesem Zusammenhang von einer "geldpolitischen Vitaminspritze", denn den meisten Banken winke ein Prozent Zinsen von der EZB für das geliehene Geld.
Bei den Liquiditätsspritzen wird von der Notenbank als Zinskondition der Einlagensatz angesetzt. Dieser liegt aktuell im negativen Bereich - bei minus 0,5 Prozent. Banken erhalten somit eine Prämie, wenn sie bei den Geldern zugreifen.