Mittwoch, 01. Juli 2020Der Börsen-Tag

17:57 Uhr

Verluste im Dax - Krisengewinner stützen MDax

Der Dax ist mit einem Verlust in das neue Börsenhalbjahr gestartet. Nur kurzzeitig hatten gute Nachrichten aus der Impfstoffforschung zu Covid-19 und US-Konjunkturdaten für etwas Rückenwind von der Wall Street sorgen können. Zum Schlussgong stand der deutsche Leitindex dann wieder tiefer mit minus 0,4 Prozent bei 12.260 Punkten.

Dax
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Der Tag hatte mit Verzögerungen begonnen: Am Morgen hatte eine technische Störung zum Auftakt den Xetra-Handel an der Deutschen Börse für rund drei Stunden zum Erliegen gebracht. Danach verlief der Handel für den Dax fast ausnahmslos in der Verlustzone.

Anders beim MDax, der gestützt unter anderem durch erneut satte Kurszuwächse bei Krisengewinnern wie dem Essenslieferanten Delivery Hero, dem Batteriehersteller Varta und dem Kochboxenversender Hellofresh mit einem Aufschlag von 0,9 Prozent bei 26.080 Zählern schloss.

17:21 Uhr

US-Fastfood-Riese mit 1600 Restaurants insolvent

Der Franchisenehmer NPC International, der mehr als 1.200 Restaurants von Pizza Hut und fast 400 von Wendy's betreibt, hat Insolvenz nach Chapter 11 beantragt. "Wir sehen das als Gelegenheit, eine bessere Zukunft für die von NPC betriebenen Pizza Hut-Filialen zu schaffen", sagte ein Sprecher von Pizza Hut.

Yum! Brands
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Das Wall Street Journal hatte am Montag berichtet, dass NPC angesichts von rund 800 Millionen Dollar an Schulden Insolvenz anmelden dürfte.

17:11 Uhr

Euro auf Berg-und-Tal-Fahrt

Der Euro hat am Mittwoch in einem schwankungsanfälligen Handel unter dem Strich zugelegt. Nachdem die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich auf 1,1185 US-Dollar gefallen war, stieg sie bis zum späten Nachmittag wieder auf 1,1265 Dollar. Sie kostete damit etwas mehr als im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1200 (Dienstag: 1,1198) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8929 (0,8930) Euro.

Getrieben wurde der Euro einmal mehr durch die allgemeine Stimmung an den Finanzmärkten. Im Vormittagshandel belasteten vor allem die schwachen Aktienmärkte. Dadurch erhielt der Dollar spürbaren Auftrieb. Die US-Währung wird von Anlegern in unruhigen Marktphasen oft gesucht, weil sie als sicherer Rückzugsort gilt. Ein Grund dafür ist die erhebliche Größe des US-Anleihemarkts. Am Nachmittag besserte sich die Finanzmarktstimmung jedoch etwas, wovon der Euro profitierte.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90430 (0,91243) britische Pfund, 120,31 (120,66) japanische Yen und 1,0620 (1,0651) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1765 Dollar gehandelt. Das waren etwa 15 Dollar weniger als am Vortag.

16:43 Uhr

Aktienkurs in Krise vervielfacht - Tesla wertvollster Autobauer der Welt

Pünktlich zum 10-jährigen Firmengeburtstag hat Tesla Toyota als wertvollsten Autobauer der Welt überholt. Die Aktie übersprang erstmals den Wert von 1100 Dollar. Der Börsenwert des gesamten Konzerns stieg damit auf 205 Milliarden Dollar.

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 1.452,71

Toyotas Marktkapitalisierung liegt zwar bei umgerechnet 284 Milliarden Dollar, aber darin sind laut "Financial Times" hohe Schulden des Konzerns einberechnet.

Zum Vergleich: Toyota verkauft pro Jahr 10 Millionen Autos, Tesla zuletzt 367.500. Toyota wird an der Börse mit dem 16-Fachen des Jahresgewinns bewertet, Tesla mit etwa dem 220-Fachen.

Aber: Während Toyota wie alle großen Autobauer während der Corona-Krise Umsatz und Gewinneinbußen hinnehmen muss, ist Tesla ungebremst auf Expansionskurs.

16:32 Uhr

US-Industrie kehrt auf Wachstumskurs zurück

Die US-Industrie ist im Juni mit einem Riesensatz zum Wachstum zurückgekehrt. Der vom Institute for Supply Management (ISM) berechnete Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes erhöhte sich auf 52,6 (Vormonat: 43,1). Das ist der größte monatliche Sprung seit August 1980. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Anstieg auf 49,5 prognostiziert.

Das Stimmungsbarometer liegt damit wieder über der Marke von 50 Zählern, ab der es ein Wachstum der US-Industrie signalisiert. Der Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA.

Unter den stark beachteten Unterindizes stieg der für Neuaufträge auf 56,4 (Vormonat: 31,8), jener für die Beschäftigung legte zu auf 42,1 (Vormonat: 32,1). Der Produktionsindex nahm zu auf 57,3 (Vormonat: 33,2), während der Subindex der Preise einen Anstieg auf 51,3 (Vormonat: 40,8) auswies.

Kurz zuvor hatte IHS Markit ein ähnliches Bild gezeichnet: Der von diesem Institut erhobene Einkaufsmanagerindex schnellte auf 49,8 in die Höhe von 39,8 Punkten im Vormonat. Der Sprung um 10 Punkte stellte einen Rekord dar. Volkswirte hatten einen Stand von 49,7 erwartet. In erster Veröffentlichung war ein Wert von 49,6 ermittelt worden.

16:19 Uhr

Kahlschlag bei Esprit: Hälfte aller Jobs in Deutschland gestrichen

Der angeschlagene Modekonzern Esprit will in Deutschland etwa jede zweite Filiale schließen und insgesamt rund 1100 Stellen abbauen. Auf die Bundesrepublik entfalle damit der Löwenanteil der Stellenstreichungen, teilte das Unternehmen mit:

Esprit
Esprit ,09

Insgesamt sollen weltweit 1200 Jobs gestrichen  werden. Der Stellenabbau sei Teil eines Restrukturierungsplans, erklärte der Modekonzern, der für deutsche Gesellschaften eine Schutzschirm-Insolvenz beantragt hatte. Sachwalter ist dabei der Rechtsanwalt Biner Bähr. Die rund 50 Läden in Deutschland - die Hälfte des Filialnetzes in der Bundesrepublik - sollen bis Ende November ihre Türen schließen, hieß es weiter. Mit diesen Maßnahmen will der in Hongkong ansässige Konzern dauerhaft seine Kosten drücken.

16:12 Uhr

Impfstoffhoffnung gibt Wall Street Auftrieb

Fortschritte bei der Entwicklung des Coronavirus-Impfstoffs von Pfizer und Biontech machen US-Anlegern Mut. Die immer noch nicht unter Kontrolle gebrachte Pandemie dämpfte ihre Kauflaune allerdings. ahlen. Gestern hatte der US-Mediziner und Präsidentenberater Anthony Fauci vor einem massiven Anstieg der Infektionen gewarnt. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 legten zur Eröffnung um jeweils etwa ein halbes Prozent zu.

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 3.353,15

"Die größte Herausforderung für die Marke im neuen Quartal sind die steigenden Infektionszahlen in den USA", sagte Art Hogan, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters National Securities. "Dies erhöht das Risiko von Rückschlägen bei der Lockerung der Restrikionen und damit auch bei der wirtschaftlichen Entwicklung." In dieses Bild passten die enttäuschenden Arbeitsmarktdaten der privaten Arbeitsagentur ADP. Statt der erhofften drei Millionen Jobs wurden im Juni nur knapp 2,4 Millionen Stellen neu geschaffen.

Auch der Dax macht am Nachmittag seine Verluste wett und notiert minimal im Plus bei 12.324 Punkten.

15:55 Uhr

Corona-Impfstoff von deutscher Biotech-Firma vor Massentest

Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und der US-Konzern Pfizer haben erste Ergebnisse ihrer Tests in den USA für einen Impfstoff gegen das neue Coronavirus als "ermutigend" bezeichnet. Bei allen 24 Probanden, denen bei jeweils zwei Injektionen der Wirkstoffkandidat verabreicht worden war, seien nach vier Wochen Antikörper gegen Sars-CoV-2 festgestellt worden, teilten die Unternehmen am Mittwoch mit. Schwerwiegende Nebenwirkungen seien bei dem Wirkstoff nicht festgestellt worden. Sie planen jetzt eine klinische Wirksamkeitsstudie mit bis zu 30.000 Teilnehmern, die Ende Juli starten soll.

Biontech-Mitbegründer und -Chef Ugur Sahin nannte die vorläufigen Daten sehr ermutigend. Sie zeigten, dass der Impfstoffkandidat "eine Immunantwort mit neutralisierenden Antikörpern im Menschen induzieren kann".

15:33 Uhr

US-Kaufhaus-Ikone meldet Milliardenverlust

Wie Galeria Karstadt Kaufhof in Deutschland bekommt auch das US-Traditionskaufhaus Macy's die Corona-Krise heftig zu spüren. Die ohnehin schon angeschlagene Kette ist tief in die roten Zahlen geraten. In den drei Monaten bis Ende Mai fiel unterm Strich ein Verlust von 3,6 Milliarden Dollar (3,2 Mrd Euro) an, wie der Shopping-Riese mitteilte. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum hatte Macy's noch 136 Millionen Dollar verdient. Nun drückten Abschreibungen und Sonderkosten die Bilanz deutlich ins Minus. Die Erlöse brachen um rund 45 Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar ein.

"Obwohl unsere Filialen wieder geöffnet sind, gehen wir davon aus, dass die Covid-19-Pandemie das Land für den Rest des Jahres weiterhin belasten wird", erklärte Macy's-Chef Jeff Gennette. Die Aktie reagierte vorbörslich zunächst mit Kursverlusten auf die Quartalszahlen. An der Wall Street war mit deutlich besseren Ergebnissen gerechnet worden. Die traditionsreiche Kaufhauskette steckt schon länger in der Krise und hatte zuletzt bereits ein großes Sparprogramm mit tiefen Personaleinschnitten angekündigt.

14:46 Uhr

Aufschwung: US-Firmen schaffen mehr als zwei Millionen neue Jobs

Nach der Entlassungswelle in US-Firmen im Zuge der Corona-Krise kommt der Stellenaufbau wieder in Gang. Unter dem Strich wurden im Juni 2,36 Millionen Jobs geschaffen, wie aus der monatlichen Umfrage des Personaldienstleisters ADP hervorgehrt.

Zugleich wurden die Zahlen für Mai revidiert: Demnach wurden damals bereits 3,06 Millionen Jobs aufgebaut. Zunächst war von einem Abbau von 2,76 Millionen Arbeitsplätzen die Rede.

Die ADP-Zahlen gelten als ein gutes Vorzeichen für den am Donnerstag anstehenden Arbeitsmarktbericht der Regierung, der neben Jobs in der Privatwirtschaft auch Stellen im öffentlichen Dienst einschließt. Hier erwarten Experten ein Plus von drei Millionen Jobs außerhalb der Landwirtschaft, nach einem Zuwachs von 2,5 Millionen im Mai.

14:09 Uhr

Durchsuchungen bei Conti wegen VW-Abgasbetrug

Bei Continental haben Staatsanwaltschaft und Polizei verschiedene Standorte durchsucht. Dies stehe im Zusammenhang mit Ermittlungen zu von Volkswagen genutzten Abschaltsystemen in der Abgasreinigung eines Dieselmotors, teilte der Autozulieferer in Hannover mit.

Korrektur: Anders als zunächst von der Nachrichtenagentur Reuters gemeldet gab es bei VW selbst keine Durchsuchungen. Gegen den VW-Konzern läuft in der Sache kein Verfahren mehr.

13:49 Uhr

400 Firmen starten Boykott gegen Facebook

Menschenrechtsorganisationen haben dazu aufgerufen, und mehr als 400 Unternehmen wollen mitmachen: Heute soll der Werbe-Boykott gegen Facebook beginnen. Die Initiatoren und die Firmen fordern, dass das weltgrößte soziale Netzwerk wirksam gegen Hasspropaganda vorgeht.

Zwischen dem Netzwerk und seinen Kritikern gab es bereits Gespräche. Offenbar hat Facebook-Chef Zuckerberg aber nicht vor, seinen Kurs grundlegend zu ändern. Der Boykott setzt ihn wohl auch dabei finanziell nicht stark unter Druck. Obwohl Konzerne wie Coca Cola und Unilever dabei sind, die zu den größten Werbetreibenden der Welt gehören, stellen die Firmen, die sich bisher angeschlossen haben, insgesamt nur einen Bruchteil der jährlichen Werbeeinnahmen von rund 70 Milliarden Dollar.

13:49 Uhr

Gläubiger können Ansprüche anmelden - Karstadt-Insolvenzverfahren eröffnet

Das Amtsgericht Essen hat für die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof und acht verbundene Unternehmen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angeordnet. Betroffen seien neben der Warenhauskette selbst die Tochterunternehmen Karstadt Sports, Galeria Logistik, Sportarena, Le Buffet, Dinea Gastronomie Karstadt Feinkost, Atrys I und Saks Fifth Avenue Off 5th Europe, teilte das Amtsgericht am Mittwoch mit.

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung schließt an das bisherige Schutzschirmverfahren an. Galeria Karstadt Kaufhof und Karstadt Sports reichten beim Gericht die in den letzten Monaten erarbeiteten Insolvenzpläne mit den Details des Sanierungskonzepts ein.

Zum Sachwalter wurde der Insolvenzexperte Frank Kebekus berufen, der die Unternehmen auch schon im Schutzschirm-Verfahren beaufsichtigt hatte. Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens können nun die Gläubiger ihre Forderungen gegenüber Galeria Karstadt Kaufhof beim Sachwalter anmelden. Eine erste Gläubigerversammlung könnte Anfang September stattfinden.

13:17 Uhr

Bericht: VW macht bei jedem E-Auto bis zu 5000 Euro Minus

Elektroautos sollen die Zukunft sein. Das ist nicht nur eine politische Zielsetzung in Deutschland, sondern auch die von VW-Chef Herbert Diess ausgegebene Marschrichtung für den Autogiganten. Bislang allerdings sind die batteriebetriebenen Fahrzeuge auch für Volkswagen ein Verlustgeschäft - und zwar ein erhebliches.

Laut einem Bericht des "Business Insider" erklärte Diess in einer Rede vor Managern des Konzerns, dass der Autobauer mit den aktuellen E-Modellen "negative Deckungsbeiträge" erziele. Beim Up! sind es "rund 4.000 bis 5.000 Euro", laut einem Protokoll, aus dem der "Business Insider" zitiert. "Dies bedeutet, jeder verkaufte Up! kostet uns mehr als das Doppelte der Strafzahlungen, um die CO-Ziele zu erreichen - [das ist] also kein nachhaltiger, zielführender Weg, kompatibel zu sein. Für den Golf gilt nahezu das Gleiche."

Mit dieser Rechnung steht VW vor allem bei relativ günstigen E-Autos nicht allein da. Auch Tesla macht vor allem mit den teureren Modellen oder zumindest mit teuren Ausstattungen Gewinn. Mit Einsteiger-Modellen ist offenbar bisher kaum Geld zu verdienen.

13:03 Uhr

Angst vor Handelskrieg mit USA lässt Dax absacken

Die Verschärfung im Tonfall um die Ostsee-Pipeline Nordstream 2 machen Händler als einen unter mehreren Gründen aus, die den Dax ins Minus drücken. Der Index fällt nun um 1,5 Prozent. Die Sorgen kämen wieder auf, dass sich die exterritorialen Anmaßungen der USA zu einem Handelskrieg mit der EU entwickeln könne. "Die Trump-Administration ist bei so etwas völlig unberechenbar, da muss dieses Risiko eingepreist werden", so ein Händler.

Die SPD spricht hier mittlerweile offen von "Erpressung", Ex-Bundeskanzler Schröder fordert die EU zu Gegensanktionen auf und Außenminister Maas lehnt "Bevormundung" ab. Die drohenden US-Sanktionen würden sogar gegen Vertreter deutscher Behörden verhängt werden.

Dazu ist, trotz zuletzt ermutigender Konjunkturdaten, die Sorge vor einer zweiten wirtschaftlich verheerenden Corona-Welle vor allem in den USA groß.

12:45 Uhr

S&P stuft Lufthansa trotz Rettung auf Ramschniveau weiter herunter

Das Investmentgrade hatte die Lufthansa schon im Mai verloren. Jetzt hat S&P Global Ratings ihr Rating für die Deutsche Lufthansa AG weiter von BB+ auf BB gesenkt. Der Ausblick für die Bonität ist negativ.

Zwar sei das Rettungspaket für die Lufthansa in Höhe von 9 Milliarden Euro inzwischen in trockenen Tüchern, was die Liquidität deutlich erhöhen wird. Der größte Teil der Staatshilfe werde von S&P aber als Verschuldung betrachtet, was schwächere Bonitätskennzahlen zur Folge hat. Zudem rechnen die Ratinganalysten mit einem stärkeren Rückgang des EBITDA und einem höheren Cashflow-Defizit im Jahr 2020 wegen eines wahrscheinlich langsameren Aufschwungs im Langstreckenverkehr, des erwarteten schleppenden Geschäftsreiseverkehrs und einer schwächeren Nachfrage nach den Wartungs-, Reparatur- und Instandsetzungsdiensten (MRO) des Konzerns.

12:17 Uhr

Dax startet mit drei Stunden Verspätung im Minus

Nach drei Stunden Ausfall des Xetra-Handelssystems sind die Dax-Kurse endlich da:

Dax
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Der Leitindex notiert kurz nach Handelsbeginn mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 12.266 Punkten. Der MDax verliert 0,2 Prozent auf 25.790 Punkte.

Die Anleger sind offensichtlich weiter hin- und hergerissen zwischen der Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen einer erneuten Corona-Welle und der Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft.

Heftige Bewegungen gibt es wiedermal bei Wirecard, die 13 Prozent verlieren.

11:49 Uhr

VW stoppt Plan für Werk in der Türkei

Der VW-Konzern stoppt die Pläne für den Bau eines neuen Werks in der Türkei. "Hintergrund ist der durch die Corona-Krise erfolgte Einbruch der globalen Automobilnachfrage", erklärte das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg. Das Projekt für die Fabrik in Manisa bei Izmir war eigentlich so gut wie beschlossen, hatte aber zuletzt auf Eis gelegen.

11:47 Uhr

Schlag für Wirecard: Wichtiger Partner stellt Bezahl-App ein

Die Allianz stellt ihre Bezahl-App "Pay&Protect" ein. Grund ist der Skandal bei Wirecard, mit dem die App entwickelt wurde. Die momentane Situation beim Zahlungsdienstleister habe den Versicherungskonzern veranlasst, "das Produkt einzustellen und auf Basis der bislang gesammelten Erfahrungen zu überprüfen, inwieweit und in welcher Form ein ähnliches Angebot für das Produktportfolio weiterhin von Bedeutung ist", teilte die Allianz Deutschland am Mittwoch auf Anfrage mit. Kurz zuvor wurden die Kunden informiert.

Für diese soll die App vorerst voll nutzbar bleiben, wie lange noch, teilte die Allianz nicht mit. Europas größter Versicherer hatte "Pay&Protect" erst im vergangenen August auf den Markt gebracht. Für Wirecard ist das keine erfreuliche Nachricht: Die Allianz ist das erste Schwergewicht der deutschen Finanzwirtschaft, das die Einstellung einer Kooperation mit Wirecard öffentlich macht.

Wie viele Allianz-Kunden die App nutzen, gab der Versicherer nicht bekannt. Das Produkt sei gut angenommen worden, sagte ein Sprecher, ohne eine Zahl zu nennen. Wirecard steht derzeit unter Regie des vorläufigen Insolvenzverwalters Michael Jaffé.

11:32 Uhr

Innogy ist Geschichte - Eon und RWE ordnen deutschen Energiemarkt neu

Der größte Übernahmedeal im europäischen Energiemarkt ist perfekt. Wie der Energieversorger RWE mitteilte, wurden die noch ausstehenden Innogy-Geschäfte mit Ökostrom und Gasspeichern von der Eon rückübertragen. Auch der Innogy-Anteil am österreichischen Energieversorger Kelag sei mit seinen Wasserkraftaktivitäten in den Dax-Konzern integriert worden. Insgesamt wechseln 2.700 Mitarbeiter in die RWE-Gruppe.

"Auf diesen Tag haben wir zwei Jahre hingearbeitet", sagte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz. "Die neue RWE ist komplett."

Die Eon SE und die RWE AG hatten vor zwei Jahren einen in der deutschen Wirtschaftsgeschichte einmaligen Deal besiegelt, wonach die RWE-Tochter Innogy zwischen beiden Konzernen aufgeteilt wurde. RWE fokussiert sich dabei vor allem auf die Ökostromproduktion und den Großhandel, Eon auf die Strom- und Gas-Verteilung sowie den Einzelhandel. Die EU-Kommission stimmte der Transaktion im September zu. Bei der Zerschlagung hatte RWE die Tochter Innogy zunächst an Eon übertragen. Zugleich hatte RWE die Ökostrom-Geschäfte von Eon übernommen. Die Rückübertragung der Innogy-Aktivitäten stand noch aus.

11:23 Uhr

Deutsche Börse: Keine Xetra-Kurse vor 12 Uhr

Seit mehr als zwei Stunden arbeitet die Deutsche Börse fieberhaft am Restart des ausgefallenen Xetra-Systems. Jetzt teilt der Börsen-Betreiber mit: Frühestens um 11.45 könne die Eröffnungsauktion beginnen. Bis diese dann abgeschlossen ist, werde es mindestens eine weitere Viertelstunde dauern.

11:14 Uhr

Ifo: "Von nun an geht es aufwärts" für die deutsche Wirtschaft

Nach einem Rekordeinbruch im zweiten Quartal dürfte sich die deutsche Wirtschaft nach Ansicht des Ifo-Instituts wieder spürbar erholen. Nach einem erwarteten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zwischen April und Juni um 11,9 Prozent zum Vorquartal, dürfte es im dritten Quartal um 6,9 Prozent nach oben gehen und Ende 2020 um 3,8 Prozent, erklärten die Münchner Forscher und Regierungsberater. Man erwarte einen Aufstieg aus dem Corona-Tal. "Von nun an geht es schrittweise wieder aufwärts", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Im Gesamtjahr dürfte die Wirtschaft um 6,7 Prozent einbrechen - und damit so stark wie nie in der Nachkriegszeit. 2021 soll das BIP laut Ifo wieder um 6,4 Prozent wachsen, "so dass die Wirtschaftsleistung von Ende 2019 dann Ende 2021 wieder erreicht wird".

Auch aktuelle Konjunkturindikatoren geben heute positive Signale:

  • Der Einkaufsmanagerindex stieg im Juni nach endgültigen Berechnungen auf 45,2 Punkte von 36,6 Zählern im Mai, wie das Markit-Institut unter Berufung auf seine Umfrage unter Hunderten Unternehmen mitteilte. In einer vorläufigen Schätzung war die Rede von 44,6 Punkten. Das Barometer näherte sich somit in dem Monat, in dem viele Covid-19-Eindämmungsmaßnahmen schrittweise aufgehoben wurden, wieder der Wachstumsschwelle von 50 Punkten an.
  • Auch der Anstieg der Arbeitslosigkeit verlangsamt sich. Im Juni waren 40.000 mehr Menschen ohne Job als im Mai, wie die Bundesagentur für Arbeit bekannt gab. Die Arbeitslosenquote stieg demnach um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Insgesamt waren 2.853.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Mai war die Zahl der Arbeitslosen noch um 169.000 gegenüber April geklettert; von März auf April waren es sogar 308.000.

11:08 Uhr

Börsianer, die handeln können, geben sich optimistisch

Das Xetra-System gibt auch nach mehr als zwei Stunden nach dem offiziellen Handelsbeginn kein Lebenszeichen von sich. Der größte Teil des deutschen, österreichischen und auch slowenischen, ungarischen und tschechischen Aktienhandels ist damit lahmgelegt. Auf dem Parkett und bei anderen Börsen und Plattformen wird aber natürlich trotzdem gehandelt. Hier ein Überblick:

Euro Stoxx 50
Euro Stoxx 50 3.264,52

Die Hoffnung der Anleger auf eine zeitnahe Wirtschaftserholung hat Europas Börsen, soweit sie funktionieren, gestützt. An den übrigen Börsen in Europa geht es weiter aufwärts. Der EuroStoxx50 notierte 0,3 Prozent im Plus bei 3242 Punkten.

"Investoren sind mit der aktuellen Rendite zufrieden und verspüren keine Not, Aktien zu verkaufen", sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. "Auf der anderen Seite gibt es aber auch nur sehr wenige Gründe, gerade jetzt Aktien zu kaufen." Zuversichtlich stimmten die Anleger unter anderem positiv ausgefallene Konjunkturdaten für den verarbeitenden Sektor aus China.

Die Stimmung könne angesichts der weiter hohen Virus-Neuinfektionen weltweit allerdings schnell wieder kippen, sagten Börsianer.

Der Dax liegt immer noch auf Eis und stand zuletzt rund 0,7 Prozent höher bei 12.391,72 Punkten.

10:52 Uhr

Neue Razzien bei Wirecard - Konzernchef Braun gekündigt

Im Zuge der Wirecard-Ermittlungen führen die Behörden eine erneute Razzia durch. Wie die Staatsanwaltschaft München I mitteilte, durchsucht sie seit Mittwochmorgen fünf Objekte, drei davon in München - darunter den Firmensitz der Wirecard AG - und zwei in Österreich im Wege der Rechtshilfe. Die Razzia ist Teil des Ermittlungsverfahrens gegen Verantwortliche bzw. ehemalige Verantwortliche bei Wirecard.

Die Behörden sind mit zwölf Staatsanwälten, 33 Polizeibeamten und weiteren IT-Fachleuten des Polizeipräsidiums München und ihren österreichischen Kollegen angerückt.

Bei den Ermittlungen geht es in erster Linie um den Vorwurf falscher Angaben und Marktmanipulation in mehreren Fällen. Diese sind auch Grundlage des Haftbefehls gegen Ex-Vorstandschef Markus Braun. Der Österreicher ist aktuell gegen eine Kaution von 5 Millionen Euro auf freiem Fuß.

Braun ist nun auch formell seinen langjährigen Job los. Der Aufsichtsrat hat ihm mit sofortiger Wirkung gekündigt. Braun war bereits am 19. Juni im Zuge des Bilanzskandals bei dem inzwischen insolventen Dax-Konzern als Mitglied des Vorstands zurückgetreten.

10:31 Uhr

Ärger über "Fantasiepreise" durch Xetra-Ausfall

Verärgerte Händler und irreführende Kurse machen den Finanzplatz Frankfurt am Mittwoch aus. Nach über einer Stunde läuft Xetra noch immer nicht. "Die angezeigten Xetra-Kurse der Aktien müssten eigentlich storniert werden, weil sie nicht repräsentativ sind", sagt ein Händler. Denn die Deutsche Börse AG habe sehr lange gebraucht, bis sie den allgemeinen Xetra-Ausfall erklärt habe. Bereits vor 9 Uhr seien Orders nicht angenommen worden vom System, die Eröffnungsauktion dürfte daher nur aus dem Überhang alter Orders bestanden haben.

Kurse wie 3,4 Prozent Plus bei Bayer oder 2,5 Prozent Minus bei Continental seien daher "reine Fantasiepreise". Sie dürften eigentlich nicht als Grundlage für Derivate wie Optionen oder Zertifikate herangezogen werden.

Vermutungen, dass der Grund der Panne eine Überlastung der Xetra-Systeme durch extrem schnell getaktete Orders Algo-Trader sei, wies die Deutsche Börse kategorisch zurück.

10:12 Uhr

Möbelhändler-Aktie hebt ab

Tja, "richtige" Xetrakurse gibt es immer noch nicht. Aber die Richtung bei Home24 ist außerbörslich eindeutig:

Bei Lang & Schwarz legt das Papier des Online-Möbelhändlers mehr als 20 Prozent zu. Die durch die Corona-Pandemie ausgelöste steigende Kauflust im Internet hat Home24 ein starkes zweites Quartal beschert. Die Umsätze zogen um rund 40 Prozent an, wie das Unternehmen in der Nacht zum Mittwoch anhand vorläufiger Daten mitteilte.

Auch die Wiedereröffnung der stationären Geschäfte habe die starke Nachfrage nach Online-Angeboten nicht bremsen können. Da einige Bestellungen erst noch in den Folgemonaten ausgeliefert werden, sieht Home24 auch positive Folgen für das dritte Quartal.

Home24 rechne nun mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von mindestens 15 Prozent - was der ursprünglichen Prognose entspricht. Anfang April hatte sich das Unternehmen wegen der Corona-Pandemie noch etwas vorsichtiger geäußert und die Umsatzprognose auf 10 Prozent bis 20 Prozent revidiert.

09:57 Uhr

Ryanair-Boss: Bis zu 20 Prozent Gehaltsverzicht oder Tausende verlieren Job

Der Billigflieger Ryanair will durch Gehaltsverzicht in der Corona-Krise möglichst viele Beschäftigte an Bord halten. Es gehe um 20 Prozent weniger Einkommen bei den am besten bezahlten Piloten bis hin zu fünf Prozent Verzicht der Flugbegleiter mit dem geringsten Verdienst, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary am Mittwoch im TV-Sender BBC.

"Wenn wir diese Lohnkürzungen vereinbaren können, können wir so gut wie alle Stellenstreichungen vermeiden." Er selbst wolle auf die Hälfte seiner Bezahlung verzichten.

Bei der irischen Airline stehen rund 3500 Arbeitsplätze auf der Kippe, knapp ein Fünftel aller Jobs, weil Passagierflüge durch die Reisebeschränkungen wegen Corona von März bis Juni weitgehend ausfielen. Das betrifft überwiegend das Personal in Cockpit und Kabine.

Die britische Gewerkschaft BALPA einigte sich mit Ryanair, das Ergebnis einer Urabstimmung dazu sollte am Mittwoch bekannt gegeben werden. Unterdessen fährt Ryanair mit Kampfpreisen ab Juli den Flugbetrieb wieder hoch.

09:18 Uhr

Kein Börsenstart - Handelssystem ausgefallen

An dieser Stelle können wir Ihnen nicht wie gewohnt berichten, wie der Dax in den Handel startet. Denn das tut er nicht. An der Börse heißt es, es gebe technische Probleme. Der Start verzögert sich.

09:09 Uhr

Schwedens Sonderweg lässt Währung massiv steigen

Schwedens Handling der Corona-Epidemie ist und bleibt heftig umstritten. Einen Hinweis darauf, dass zumindest die Wirtschaft von den weniger strengen Beschränkungen profitiert hat, liefert der Währungsmarkt: Die schwedische Krone ist seit dem Höhepunkt der Pandemie um rund 9 Prozent gegenüber dem Euro gestiegen.

Während Schweden in den vergangenen Monaten wirtschaftlich weniger stark gelitten hat als etwa die skandinavischen Nachbarländer, bleibt aber unklar, ob das Land langfristig besser dastehen wird. Indikatoren wie der Konsum zeigten, dass die Wirtschaft in Dänemark und Norwegen inzwischen stärker anziehe, sagte der Chef-Währungsstratege der Bank Nordea laut "Bloomberg". Während die Nachbarländer nach ihren strengen Corona-Maßnahmen nun zu weitgehenden Lockerungen übergingen, könnte "Schweden in einem Semi-Lockdown für längere Zeit stecken bleiben." Zudem könnte die schwedische Riksbank gegensteuern, wenn ihr die Krone zu stark erscheine.

08:27 Uhr

Steinhoff wird optimistischer

Der südafrikanische Möbelhändler Steinhoff zeigt sich angesichts einer guten Nachfrage infolge der Lockerungsmaßnahmen in zahlreichen Ländern vorsichtig optimistisch. Der Umsatz habe mittlerweile wieder ein Niveau erreicht, das etwa dem vor Ausbruch des Coronavirus entspreche, teilte das Unternehmen mit. Der Barmittelbestand sei Anfang Juni deutlich besser gewesen als zum Beginn der Pandemie befürchtet. Per Ende Mai seien etwa 95 Prozent der Geschäfte wieder geöffnet. Allerdings gebe es keinen Grund zur Entwarnung. Die Situation könne sich schnell verändern und es sei nicht sicher, wie nachhaltig letztlich die aktuell relativ gute Nachfrage sei.

Steinhoff
Steinhoff ,05

Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben weiter daran, offene Rechtsstreitigkeiten beizulegen. Der Konzern, der in Europa, den USA und in Afrika tätig ist, hatte im Dezember 2017 massive Unregelmäßigkeiten bei der Rechnungslegung einräumen müssen.

08:11 Uhr

Einzelhandelsumsätze legen kräftig zu

Wenig überraschend hat der Einzelhandel im Mai deutlich mehr eingenommen. Im Vergleich zum April stiegen die Umsätze der Händler real um mehr als 13 Prozent. Auf Jahressicht kletterten die Erlöse um fast vier Prozent. Im Mai war Deutschland langsam wieder aus dem Lockdown erwacht. Nach vielfach angeordneten Schließungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie durften die Geschäfte unter strengen Auflagen wieder öffnen.

07:35 Uhr

Schalten die Märkte auf konjunkturbullish?

Händer rechnen zu beginn des neuen Quartals mit steigenden Kursen an Europas Börsen. Vor allem die marktbreite Erholung an der Wall Street sei ein gutes Zeichen, dass nun doch an den globalen Märkten auf konjunkturbullish geschaltet werde, heißt es. Bis auf Boeing legten nahezu sämtliche Aktien und Branchen zu.

Dax
Dax 12.700,28

Die am Vortag aufgekommenen Sorgenfalten vor einem neuen Schweinegrippe-Virus G4 wurden vom obersten US-Virologen Anthony Fauci gedämpft. Der beobachte die Entwicklung, sehe aber keine unmittelbare Bedrohung. Dazu soll es schnell ein erneutes Hilfsprogramm für die US-Wirtschaft geben. Das US-Verbrauchervertrauen zeigte eine besser als befürchtete Stimmung. Bei den Konjunkturdaten kam in der Nacht erneut Erfreuliches aus China.

Damit geraten auch die Revisionen der Einkaufsmanager-Indizes in Europa und den USA in den Fokus. Nach den jüngsten positiven Daten hofft man auch hier mit Aufwärtskorrekturen. Am Nachmittag richtet sich der Fokus dann auf den wichtigen ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe der USA im Juni.

07:07 Uhr

Stimmungsdämpfer in Japan, Zuversicht in China

Die Börse in Tokio handelt schwächer. Nach einer freundlichen Eröffnung drehte sie ins Minus. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gibt im Verlauf 0,2 Prozent nach auf 22.246 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index fällt um 0,5 Prozent und lag bei 1551 Punkten. In Japan hatte eine Umfrage zuvor eine deutlich negative Stimmung in den Unternehmen ergeben. Die Börse in Shanghai tendierte dagegen 0,6 Prozent im Plus. Die Firmen der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt berichteten von einer steigenden Inlandsnachfrage. Die Börse in Hongkong blieb wegen eines Feiertages geschlossen.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 107,69 Yen und stagnierte bei 7,0642 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9467 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1234 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0639 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,2 Prozent auf 1,2381 Dollar.

06:46 Uhr

Chinas Industrie fährt wieder hoch

Chinas Industrie hat dank einer steigenden Nachfrage aus dem Inland im Juni die Produktion hochgefahren. Der von Caixin Media Co und dem Researchhaus Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den verarbeitenden Sektor erhöhte sich auf Monatssicht von 50,7 auf 51,2 Punkte. Das ist der höchste Stand seit sechs Monaten. Ein PMI-Stand über 50 deutet auf eine Expansion des Sektors hin, Werte darunter auf eine Schrumpfung. Der Index beruht auf einer Umfrage unter rund 400 Unternehmen, wobei auch kleinere, in Privatbesitz befindliche Firmen stärker berücksichtigt sind. Der auf Daten der staatlichen Statistikbehörde basierende offizielle Einkaufsmanagerindex für die Industrie war im Juni auf 50,9 Punkte ebenfalls gestiegen. Dieser Indikator ist stärker auf in Staatsbesitz befindliche Großunternehmen ausgerichtet.

06:27 Uhr

Japans Unternehmen pessimistisch

Die Stimmung in der japanischen Wirtschaft ist infolge der Corona-Pandemie im Juni auf den niedrigsten Wert seit elf Jahren gefallen. Wie aus dem sogenannten Tankan-Bericht der japanischen Notenbank hervorgeht, fiel der Sentiment-Index für die Großunternehmen des Landes auf minus 34 verglichen mit minus 8 in der vergangenen Umfrage im März. Ökonomen hatten in einem Konsens einen Wert von minus 31 erwartet. Der Index bildet den Prozentsatz der Unternehmen ab, die das Geschäftsumfeld als günstig bewerten, abzüglich jener, die es als widrig bezeichnen. Der Index, der die Stimmung unter den großen Dienstleistern misst, sackte ebenfalls ab, und zwar auf minus 17 von plus 8 im März. Die Umfrage wurde im Zeitraum 28. Mai bis 30. Juni erstellt.