Montag, 10. Februar 2020Der Börsen-Tag

Mit Max Borowski
17:57 Uhr

Rekordlaune an der Wall Street lässt Dax kalt

Die US-Märkte setzen nach kurzem Innehalten zu Handelsbeginn ihren Weg nach oben fort. Die Technologie-Börse Nasdaq meldet sogar ein neues Rekordhoch. Und der Dax? Der deutsche Leitindex kann seine Verluste am Nachmittag nur wenig eingrenzen und schließt 0,14 Prozent im Minus bei 13.494 Punkten. Der MDax legte immerhin um 0,38 Prozent auf 28 781 Punkte zu. 

Ein Blick auf die Einzelwerte im Dax zeigt, dass sich die Anleger weiter bei den zyklischen Werten mit hoher China-Abhängigkeit zurückhalten. So gaben die Kurse der Automobilwerte mit Continental, BMW und VW deutlicher nach. Aber auch für Adidas ist China ein extrem wichtiger Markt, der Wert schloss 1,1 Prozent tiefer. Defensive Werte wie Fresenius oder auch Vonovia gehörten zu den Gewinnern.

17:46 Uhr

Euro fällt auf Viermonatstief

Der Euro hat am Montag an seine Schwäche der vergangenen Tage angeknüpft.

Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung im Tief 1,0926 US-Dollar und damit so wenig wie zuletzt vor etwa vier Monaten.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,08

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0951 (Freitag: 1,0969) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9132 (0,9117) Euro. Belastet wurde der Euro durch Produktionsdaten aus der Industrie.

Nachdem bereits Zahlen aus den Industrieunternehmen Deutschlands, Frankreichs und Spaniens enttäuscht hatten, fielen am Montag auch Werte aus Italien schwach aus. Hoffnungen auf eine Erholung des angeschlagenen Sektors erhalten dadurch einen Dämpfer. Zumal die Aussicht auf Besserung schwindet: Am Montag fielen die vom Institut Sentix erhobenen Konjunkturerwartungen erstmals seit Oktober wieder zurück. Als Grund wurde der von China ausgehende Coronavirus genannt.

17:05 Uhr

Opec kann Ölpreisrückgang nicht stoppen

Die Opec und ihre Kooperationspartner (Opec+) wollen wegen der Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft aller Voraussicht nach die Ölproduktion weiter kürzen. Wie das Ölkartell mitteilte, empfiehlt ein Komitee der "Opec+" eine erneute Kürzung der Produktion bis Ende Juni. Die Wahrscheinlichkeit für ein außerordentliches Opec-Minister-Treffen wegen des Coronavirus ist allerdings  gesunken, nachdem der aserbeidschanische Energieminister sich entsprechend geäußert haben soll.

Rohöl WTI
Rohöl WTI 51,74

Das lässt zweifelhaft erscheinen, ob das Kartell wirklich den Willen und die Kraft hat, eine spürbare Verknappung des Angebots durchzusetzen.

Der Preis für ein Barrel der Sorte WTI verliert 0,7 Prozent auf 49,99 Dollar, Brent verliert 1,2 Prozent auf 53,84 Dollar.

Zum Vergleich: Anfang Januar stand Brent noch bei über 70 US-Dollar.

16:50 Uhr

Xerox bietet 35 Milliarden Dollar für HP

Xerox erhöht nach eigenen Angaben die Übernahmeofferte für den Computerhersteller HP von 22 auf 24 Dollar. Damit bestehe das Angebot an die Aktionäre von HP aus einer Barofferte von 18,40 Dollar zuzüglich 0,149 Xerox-Aktien pro HP-Aktie. Das entspricht einem Gesamtangebot von etwa 35 Milliarden Dollar.

HP
HP 20,36

Seit Monaten weist HP die Übernahmeangebote seitens Xerox zurück. Zuletzt hatte Xerox eine Reihe von Kandidaten für den Aufsichtsrat von HP nominiert mit dem Ziel, die Aktionäre für eine Zustimmung für das Angebot zu gewinnen. HP-Aktien steigen im Eröffnungshandel um 4 Prozent auf 22,61 Dollar. Der Titel hat in den letzten drei Monaten mehr als 11 Prozent gewonnen, während der S&P 500 um 7,6 Prozent vorgerückt ist.

16:17 Uhr

Chinesen wollen mit Volvo fusioniern

Der chinesische Autobauer Geely will seine Geschäfte mit der schwedischen Tochter Volvo Cars zusammenlegen und dann gemeinsam an die Börse.

"Ein Zusammenschluss der beiden Firmen würde einen starken weltweiten Konzern ergeben", sagte Geely-Chef Li Shufu laut einer Volvo-Mitteilung. Er freue sich, mit Volvo-Cars-Chef Hakan Samuelsson über mögliche Einsparmöglichkeiten und technische Ergänzungen zu sprechen.

Geely hatte lange auch einen Börsengang von Volvo Cars im Visier, um Geld für den Umbruch in der Branche zusammenzubekommen. Nun solle ein gemeinsamer Konzern zunächst in Hongkong und später dann auch in Stockholm an der Börse notiert sein. Geely ist schon in Hongkong gelistet.

Die Chinesen sind auch mit knapp 10 Prozent größter Anteilseigner von Daimler. Auch am von Volvo Cars getrennten Lkw- und Nutzfahrzeughersteller Volvo AB ist Geely beteiligt.

16:10 Uhr

Wall Street dreht ins Plus

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet zunächst schwach, klettert aber bald in den grünen Bereich. Aktuell notiert der Leitindex 0,25 Prozent höher bei 29.176 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewinnt 0,2 Prozent auf 3334 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legt 0,35 Prozent zu auf 9553 Punkte.

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 3.388,35

Hoffen und Banken halten sich die Waage, was die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie angeht. "Die Investoren machen sich ziemliche Sorgen wegen großer negativer Auswirkungen des Virus auf die weltweite Wirtschaft", sagte Peter Cardillo, Chef-Marktanalyst beim Finanzdienstleister Spartan Capital Securities. Andererseits nimmt die chinesische Zentralbank viel Geld in die Hand, um das Finanzsystem am Laufen zu halten.

Um 1,2 Prozent abwärts ging es für die Apple-Aktien. Die Zwangsferien in China sind zwar zu Ende, die Produktion wird langsam wieder aufgenommen. Der Apple-Zulieferer Foxconn hat aber Schwierigkeiten, die Fertigung vollständig wieder in Schwung zu bekommen.

Besser lief es bei Tesla: Die Bänder im Werk in Shanghai laufen wieder an, die Aktien des Elektroautopioniers notierten 6,4 Prozent höher.

15:20 Uhr

Amazon-Aktien abgestoßen: Was macht Bezos mit 14 Milliarden?

Allein letzte Woche waren es vier Milliarden Dollar, die Jeff Bezos, der reichste Mann der Welt durch den Verkauf von Aktien seines Amazon-Konzerns einnahm. Das geht aus Mitteilungen des Konzerns hervor.

Mit dem rasant steigenden Aktienkurs wachsen auch Bezos' Einnahmen aus den langfristig geplanten Anteilsverkäufen. Der reichste Mann der Welt hatte 2017 einmal gesagt, dass er jährlich etwa Aktien im Wert von einer Milliarden Dollar verkaufen und den Erlös in sein Raumfahrtunternehmen Blue Origin stecken wolle. Tatsächlich verkauft Bezos aber mehr Aktien als dafür nötig wären - viel mehr.

Laut "Bloomberg" hat er inzwischen 14 Milliarden Dollar durch Aktienverkäufe eingenommen, den Großteil davon in den vergangenen vier Jahren. Was macht er mit so viel Bargeld? Größere Millionensummen steckte Bezos zuletzt in moderne Kunstwerke. Auch soll er auf der Suche nach einem neuen Eigenheim sein. Bleiben noch mehrere Milliarden für andere tägliche Ausgaben.

15:04 Uhr

Konzern hinter Parasite: Oskar-Aktie legt Riesensprung hin

Der südkoreanische Film "Parasite" war der große Gewinner der Oskar-Verleihung. Aber nicht nur bei den Filmpreisen sahnt die Firma Barunson Entertainment & Arts ab, sondern auch an der Börse. Die Aktie des koreanischen Unterhaltungskonzerns sprang nach der Bekanntgabe der Oskas an der Börse in Seoul um fast 30 Prozent.

 

14:56 Uhr

Coronavirus und Trumps Haushalt beschäftigen die Wall Street

Die Wall Street wird zur Eröffnung kaum verändert erwartet, wobei die Anleger weiter besorgt auf die Coronaepidemie und deren anhaltende Wucht blicken.

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 3.388,35

Immerhin hat Chinas Zentralbank ein Paket im Volumen von rund 39 Milliarden Euro zur Bekämpfung des Coronavirus geschnürt. Die Auswirkungen auf die betroffenen Wirtschaftszweige durch das Ausbremsen des Reisesektors und andere Beschränkungen des Geschäftslebens lassen sich noch kaum beziffern.

Im Lauf des Tages wird das Weiße Haus das Budget für das Haushaltsjahr 2021 veröffentlichen und damit Vorstellungen von Präsident Donald Trump für den Fall eines Wahlsiegs offenbaren.

14:34 Uhr

China: iPhone-Produktion darf nicht wieder anlaufen

Auch die iPhone-Produktion beim beim Technologieriesen Hon Hai Precision (bekannt als Foxconn) bleibt vorerst durch die Coronavirus-Epidemie stark beeinträchtigt.

Wie Reuters berichtet darf das Werk des Konzerns in Shenzen ihren Betrieb zunächst nicht wieder aufnehmen. Die Behörden würden Ende der Woche die Situation erneut prüfen. Laut "Bloomberg" ist auch die für Apple tätige Fabrik in der "iPhone-Stadt" von Zhengzhou betroffen.

14:13 Uhr

Wo die Telekom abwinkt: Investoren stecken Milliarden in Breitbandausbau

Die Telekom hat schon vor langer Zeit abgewinkt. Einen Flächendeckenden Breitbandausbau in Deutschland hält sie nicht für rentabel. Diese Lücke, die der deutsche Branchenprimus hinterlässt, wollen die Finanzinvestoren EQT und OMERS schließen. Dafür investieren sie Milliarden.

Zunächst übernehmen die Investoren die schwedische EQT und der größte kanadische Pensionsfonds Omers übernehmen die Anteile der US-Beteiligungsfirma KKR und des niederländischen Investors Reggeborgh an der Deutschen Glasfaser.

Das Unternehmen werde dabei mit 2,5 Milliarden Euro bewertet, sagten Insider der  Nachrichtenagentur Reuters. Deutsche Glasfaser soll dann mit dem saarländischen Rivalen Inexio fusioniert werden, den EQT im vergangenen Jahr für rund eine Milliarde Euro geschluckt hatte.

Mittelfristig wollen die Infrastruktur-Investoren sieben  Milliarden Euro in die Hand nehmen, um Lücken in der Breitband-Versorgung zu schließen. Mehr als sechs Millionen Glasfaser-Anschlüsse sollen entstehen. "Damit wird die Gruppe den größten Teil der noch nicht mit Gigabit-fähigen Internetanschlüssen versorgten Gebiete in Deutschland erschließen", hieß es in der Mitteilung.

13:55 Uhr

Preis für Rohstoff Zink im Sinkflug

Gestiegene Lagerbestände und Spekulationen auf eine geringere Nachfrage aus China wegen der Virus-Ausbreitung setzen dem Zink-Preis zu.

Das vor allem als Korrosionsschutz als Baumaterial eingesetzte Metalls verbilligt sich um ein weiteres Prozent auf ein Dreieinhalb-Jahres-Tief von 2123,50 Dollar je Tonne.

Die Zink-Lagerbestände liegen derzeit bei 71.150 Tonnen. Das entspricht einem Plus von 43 Prozent binnen einer Woche.

13:39 Uhr

Investor für "Vicotria's Secret" gefunden

Die Hoffnung auf einen raschen Verkauf der Unterwäschemarke "Victoria's Secret" gibt der Mutter L Brands Auftrieb. Die Marke gilt unter anderem durch die enge Verbindung von L-Brands-Boss Les Wexner zum wegen sexuellen Missbrauchs verurteilten Jeffrey Epstein als beschädigt.

Die Aktien des Mode- und Kosmetikkonzerns steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 7,3 Prozent. Dem TV-Sender CNBC zufolge steht eine Einigung mit dem Finanzinvestor Sycamore kurz bevor.

12:58 Uhr

"Weit über 100 Millionen": Tesla beantragt Fördergelder in Brandenburg

Subventionen gehören zum Geschäftsmodell - nicht nur bei Tesla:

Der US-Elektroautobauer hat jetzt den erwarteten Förderantrag für den Bau seiner Fabrik in Grünheide bei Berlin gestellt. Das sagte der Vorstandschef der zuständigen Investitionsbank des Landes Brandenburg, Tillmann Stenger. "Die Unterlagen werden nun sukzessive vervollständigt."

Für eine Bewilligung sei ein Investitionsplan erforderlich. Noch könne die Höhe der Fördersumme nicht beurteilt werden. Er gehe aber davon aus, dass sie bei weit über 100 Millionen Euro liegen werde, sagte Stenger. Notwendig sei auch ein Notifizierungsverfahren bei der EU-Kommission in Brüssel. Das werde gerade vorbereitet. 

12:31 Uhr

Der Dax schwächelt

Nach der jüngsten Erholung hat der Dax den Rückwärtsgang eingelegt. Der Leitindex fällt gegen Mittag angesichts der Sorgen um das Coronavirus um 0,29 Prozent auf 13 474,37 Punkte.

Der MDax schlug sich mit einem kleinen Anstieg auf 28.719 Punkte etwas besser. Auf Eurozonen-Ebene fiel der EuroStoxx 50 mit dem Dax um 0,3 Prozent.

Am Markt herrscht Sorge vor fallenden Kursen wegen der wirtschaftlichen Folgen des Virus. Nach dem Ende der Neujahrsferien wird das Ausmaß der Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft in China und darüber hinaus immer stärker sichtbar. Auch Strafzölle wurden zu Wochenbeginn wieder zum Thema, nachdem die USA am Wochenende Sonderabgaben auf weitere Stahl- und Aluminium-Produkte aus aller Welt in Kraft setzte.

12:14 Uhr

Immobilienhype: Provinz überholt Metropolen

Die Immobilienpreise in Deutschland - Sie ahnen es schon - steigen weiter, und zwar kräftig. Laut dem Verband der deutschen Pfandbriefbanken (VDP) kletterten die Preise von Wohn- und Gewerbeimmobilien 2019 um weitere 6,3 Prozent nach oben.

Allerdings gibt es eine entscheidende Trendwende zu vermelden: In den sieben größten Metropolen, oft Top-7-Städte genannt, schwächt sich der Preisauftrieb bei Wohnimmobilien auf nur noch 2,9 Prozent ab. Damit liegen die Großstädte bei Wohnungen und Wohnhäusern inzwischen weit unter dem Bundesdurchschnitt von 6,4 Prozent. Investoren haben ihren Fokus inzwischen von Berlin & Co. in kleinere Städte verlegt.

11:51 Uhr

Uber-Apps in München verboten

Uber muss einen weiteren Rückschlag in Deutschland einstecken.

Wie das Landgericht München mitteilte, hat es die Apps Uber Black, Uber X und Uber Van wegen Verstoßes gegen das Personenbeförderungsgesetz in der bayerischen Landeshauptstadt verboten.

Wie das Gericht erläuterte, hat sich Uber nicht an bestimmte Vorgaben des Personenbeförderungsgesetzes gehalten. So nehme das Unternehmen mit seinem jetzigen Modell zumindest billigend in Kauf, dass die Uber-Fahrer die Entscheidungshoheit über den jeweiligen Auftrag behielten und eben nicht der Mietwagenunternehmer. Zudem könnten die Fahrer über die App die potenziellen neuen Fahrgäste bereits sehen, bevor sich der Mietwagenunternehmer eingeschaltet habe. Dies führe dazu, dass sich die Fahrer unmittelbar zu den Fahrgästen begäben, ohne die gesetzlich vorgeschriebene Rückkehrpflicht zu beachten.

Eigenen Angaben zufolge hat Uber bereits vor dem Urteil seine Vermittlungsmodell in den betroffenen Apps umgestellt.  "Wir haben bereits Ende Dezember unser Modell in ganz Deutschland komplett umgestellt", sagte ein Uber-Sprecher dpa. "Das Urteil betrifft daher einen alten Vermittlungsprozess, der nicht mehr genutzt wird. Daher wird es keine Auswirkungen auf unseren Service haben, wie er aktuell angeboten wird."

11:08 Uhr

Ex-Disney-Chef vermarktet Filmrechte an Flucht von Autoboss Ghosn

Filmreif - dieses Adjektiv fiel oft zur Beschreibung der Flucht des zweitweise inhaftierten und angeklagten Automanagers Carlos Ghosn aus Japan über die Türkei in den Libanon. Ghosn selbst nimmt das offenbar wörtlich. Der langjährige Boss der Renault-Nissan-Allianz hat jetzt einen Agenten für die Vermarktung der Filmrechte an seiner Geschichte angeheuert. Die Wahl von Michael Ovitz, dem ehemaligen Präsidenten von Walt Disney und einem der profiliertesten Agenten in Hollywood, zeigt, dass Ghosn es ernst meint.

Wie "Bloomberg" berichtet, hat Ghosn bereits Vorschläge für eine Verfilmung seiner Erlebnisse erhalten. Es gebe aber noch keine konkreten Pläne, so eine Sprecherin des Ex-Managers.

10:44 Uhr

Virus-Krise: VW-Bänder in China stehen lange still

Das Coronavirus setzt sich in der Wirtschaft hartnäckig in den Lieferketten fest. Volkswagen wird deswegen einige Werke in China später wiedereröffnen.

Die Produktion des Gemeinschaftsunternehmens Saic Volkswagen werde nicht vor dem 17. Februar starten, kündigte VW an. Lediglich in einem Werk in Schanghai werde die Fertigung bereits ab dem heutigen Montag wieder beginnen.

Das Gemeinschaftsunternehmen in China mit FAW werde dagegen am heutigen Montag die Produktion wieder aufnehmen, so VW. Ausgenommen sei allerdings ein Werk in Tianjin, wo die Fertigung eine Woche später wieder anlaufen soll.

Grund für die spätere Aufnahme der Produktion in vielen Werken seien beschränkte Reisemöglichkeiten für Mitarbeiter infolge der Ausbreitung des Coronavirus. Außerdem würden die landesweiten Lieferketten nach den verlängerten Neujahrsferien nun nach und nach erst wieder anlaufen.

VW besitzt in China insgesamt 33 Werke, darunter 15 Fahrzeugwerke - 6 FAW-Volkswagen, 8 Saic Volkswagen, 1 JAC Volkswagen -, der Rest sind Komponentenwerke.

10:31 Uhr

Teamviewer brechen nach glänzenden Zahlen ein

Der deutsche Softwareanbieter Teamviewer hat glänzende Zahlen mit einem Gewinn von 100 Millionen Euro (nach Verlust im vergangenen Jahr) und einen im gut 50 Prozent gewachsenen Umsatz präsentiert. Für weitere Kurssteigerungen reicht das alledings nicht. Das alles und wohl noch mehr hatten die Anleger im zuletzt massiv gestiegenen Kurs schon eingepreist und machen nun Kasse.

Die Aktien der verlieren nach Eröffnungsgewinnen 7,4 Prozent. Damit notierten sie aber immer noch etwa 16 Prozent über dem Ausgabepreis vom vergangenen September.

Ein Börsianer bezeichnete die vorgelegten Zahlen als "durchwachsen". Der Umsatzausblick für 2020 sei etwas vorsichtig. "Alles in allem kein Grund, sich um die Aktie zu reißen."

Teamviewer peilt für das laufende Jahr Erlöse von 420 bis 430 Millionen Euro an.

10:29 Uhr

Wenig Bewegung am Ölmarkt

Die Ölpreise bewegen sich nur wenig.

Der Preis für Rohöl aus den USA konnte sich weiter über 50 US-Dollar je Barrel (159 Liter) stabilisieren, nachdem er in der vergangenen Woche erstmals seit etwa einem Jahr unter die Marke gefallen war. Nach wie vor bleiben die Sorge vor konjunkturellen Auswirkungen des Coronavirus und mögliche Maßnahmen der Opec+ zur Stützung der Ölpreise die bestimmenden Themen.

Ein Barrel Brent kostete am Morgen 54,54 US-Dollar. Das waren sieben Cent mehr als am Freitag. Der Preis für Rohöl der Sorte WTI stieg ebenfalls geringfügig um sechs Cent auf 50,38 Dollar.

Zuletzt hatten Experten der Opec+ eine weitere Kürzung der Fördermenge in einem Volumen von 600.000 Barrel pro Tag empfohlen. Während Saudi-Arabien eine solche Maßnahme unterstützen dürfte, steht Russland einer weiteren Förderkürzung tendenziell ablehnend gegenüber.

10:06 Uhr

Bitcoin durchbricht 10.000er Marke

Bitcoin ist zurück, wiedermal.

Die älteste und wichtigste Cyber-Devise steigt zeitweise um 4,6 Prozent auf ein Fünf-Monats-Hoch von 10.200 Dollar.

Getrieben werde die Rally weiterhin vom anstehenden "Halving", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Damit bezeichnen Experten die automatische Halbierung der Bitcoin-Menge, die in einem bestimmten Zeitraum durch "Schürfen" neu geschaffen werden kann und Inflation verhindern soll.

09:50 Uhr

Rekord-Kurssprung bei deutschem Hightech-Konzern

Die milliardenschwere Übernahmeofferte von Atlas Copco verhilft Isra Vision zum größten Kurssprung der eigenen Firmengeschichte.

Die Aktien des Darmstädter Spezialisten für industrielle Bildbearbeitung steigen um 43,8 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 50,20 Euro. Der schwedische Industrie-Ausrüster bietet 50 Euro je Isra-Titel. Atlas-Papiere notierten in Stockholm kaum verändert.

09:34 Uhr

BVB-Blamage enttäuscht auch die Börse

Die Pleite des BVB gegen Leverkusen war nicht irgendeine Niederlage. Zu sehen, wie der selbsternannte Meisterschaftsanwärter innerhalb weniger Minuten geradezu kollabierte, zehrt auch am Vertrauen der Anleger in den Konzern Borussia Dortmund.

Die Aktien des Fußball-Bundesligisten verlieren rund 1,5 Prozent.

09:18 Uhr

Dax-Anleger gehen in Deckung

Seit Wochen schwanken die Anleger wegen der unklaren Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs auf die Weltwirtschaft zwischen Sorge und Zuversicht. Heute stehen mal wieder die Bedenken im Vordergrund:

Dax
Dax 13.783,89

Der Dax notiert zur Eröffnung knapp im Minus bei 13.486 Punkten.

Der MDax lag mit 0,2 Prozent im Minus bei 28.615 Zählern. Auf Eurozonen-Ebene gab der EuroStoxx 50 um 0,2 Prozent nach.

Bei den Unternehmen rückte Isra Vision ins Rampenlicht. Der schwedische Industrie-Ausrüster Atlas Copco will den Spezialisten für industrielle Bildbearbeitung für 50 Euro je Aktie oder insgesamt 1,1 Milliarden Euro übernehmen. Isra-Aktien blieben zunächst vom Handel ausgesetzt.

09:01 Uhr

Harter Kurs von Källenius? Börsianer blicken auf Daimler

imago91549664h.jpg

Ist das der Mann, der bei Daimler mehr Stellen streicht als bislang bekannt? Ola Källenius (r.).

imago images / STPP

Mit dem Wirbel um eine angebliche Verschärfung des Sparprogramms bei Daimler rücken die Aktien des Stuttgarter Autobauers ins Rampenlicht.

  • Dax
    Dax 13.783,89
    Der Dax-Konzern wolle anstatt der bisher bekannten 10.000 bis zu 15.000 Stellen abbauen, berichtete das "Handelsblatt" am Wochenende unter Berufung auf Konzernkreise. Eine Stellungnahme von Daimler steht noch aus.
  • Daimler plane damit Einsparungen, die über das bisher bekannte Volumen von 1,4 Milliarden Euro hinausgingen, hieß es. Daimler-Chef Ola Källenius setze auf einen Mix aus Investitionen in nachhaltige Luxusfahrzeuge und hartem Sparkurs.
  • "Das macht Sinn", meinte ein Händler. Möglicherweise werde das Programm leicht positiv gesehen.

Die Daimler-Aktien waren vor dem Wochenende mit einem Tagesminus von 2,7 Prozent auf einem Niveau von 42,88 Euro aus dem Handel gegangen.

08:24 Uhr

Inflation in China zieht an

In der Volksrepublik klettern die Verbraucherpreise: Die offizielle Teuerungsrate in China erreicht den höchsten Stand seit Oktober 2011.

  • Die Inflationsrate lag im Januar bei 5,4 Prozent, wie die nationale Statistikbehörde in Peking mitteilte.
  • Damit fiel die Teuerung zum Jahresanfang noch deutlich höher aus als erwartet. Volkswirte hatten damit gerechnet, dass die Inflationsrate von 4,5 Prozent im Dezember auf 4,9 Prozent anziehen würde.
  • Gründe für den Anstieg seien unter anderem die Angebotsknappheit bei Schweinefleisch wegen der Schweinepest und das Neujahrsfest, hieß es.

Wie sich die andauernde Coronavirus-Epidemie in China auf die Konjunktur und die Entwicklung der Verbraucherpreise auswirken wird, ist noch unklar.

08:16 Uhr

Vodafone startet Europas erste 5G-Tankstellen

2fb21523b239dc5af4545dbb00f34afa.jpg

"Gigacube 5G" für schnelles Netz an der Zapfsäule: Hannes Ametsreiter, Geschäftsführer von Vodafone Deutschland, hält einen stationären 5G-Router in Händen.

dpa

Mit der fünften Mobilfunkgeneration 5G sollen nun auch Tankstellen in großem Stil ins digitale Breitband-Zeitalter gebracht werden.

  • Der Telekommunikationsanbieter Vodafone und der französische Energiekonzern Total bringen zu Wochenbeginn in Düsseldorf und Erfurt die beiden ersten 5G-Tankstellen in Europa ans Netz.
  • An den mit 5G vernetzten Tankstellen sollen die Kunden künftig direkt an der Zapfsäule bezahlen können. Zudem soll ihnen ein schnelles lokales Mobilfunknetz (WLAN) zur Verfügung gestellt werden.
  • Total betreibt in Deutschland rund 1200 Tankstellen.
Vodafone
Vodafone 1,81

07:34 Uhr

Sturmtag an der Börse: Dax lässt sich ins Minus wehen

05d8d01ae47111604e7d7728a64c88a3.jpg

Aufräumarbeiten auf der A45 bei Hagen: Helfer der Feuerwehr müssen nach dem Durchzug des Sturmtiefs "Sabine" umgestürzte Bäume beseitigen.

dpa

Dunkle Wolken am Börsenhimmel: Am deutschen Aktienmarkt müssen sich Anleger auf einen stürmischen Wochenstart einstellen. Der Leitindex an der Frankfurter Börse dürfte zum Xetra-Start um 9.00 Uhr im Minus eröffnen.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen wird der Dax zum Auftakt bei 13.483,50 Punkten gesehen, was einem Minus von 0,2 Prozent entspricht.
  • Die Vorgaben aus Übersee sind wenig hilfreich. In Tokio liegt der Nikkei im Minus. An der Wall Street hatte der Dow-Jones-Index die vergangene Woche mit einem Abschlag von 0,9 Prozent beendet.
  • Auf der Terminagenda des Tages stehen abgesehen vom Sentix-Konjunkturindex für Deutschland und dem OECD-Frühindikator nur wenige greifbare Orientierungsmarken.
Dax
Dax 13.783,89

Das Wirtschaftsleben in Deutschland erlebt zu Wochenbeginn zudem witterungsbedingte Behinderungen: Aufgrund des Wintersturmtiefs "Sabine" fallen viele Fernverkehrsverbindungen im Schienennetz und im innerdeutschen Luftverkehr aus. Auch auf den Autobahnen ist mit sturmbedingten Sperrungen zu rechnen.

07:22 Uhr

"Job Report": So sieht die Lage am US-Arbeitsmarkt aus

Die weltgrößte Volkswirtschaft bewegt sich weiter nah am Rand der Vollbeschäftigung: Wie aus dem Ende vergangener Woche vorgelegten Monatsbericht der US-Regierung zur Lage am Arbeitsmarkt hervorgeht, sind die Vereinigten Staaten konjunkturell mit viel Schwung ins neue Jahr gestartet.

Im Januar entstanden 225.000 neue Arbeitsplätze - deutlich mehr als von Ökonomen erwartet. Die unabhängig davon berechnete Arbeitslosenquote legte im Januar minimal um einen Tick auf 3,6 Prozent zu.

*Datenschutz

Mehr dazu lesen Sie hier.

06:58 Uhr

Auftrieb zum Wochenstart: Euro blickt nach oben

Im Devisenhandel beginnt die zweite Februarwoche 2020 mit leichtem Auftrieb beim Euro. Der Kurs der Gemeinschaftswährung notiert allerdings weiter unterhalb der Marke von 1,10 Dollar.

  • Am frühen Morgen liegt der Euro bei 1,0956 Dollar und damit 0,1 Prozent über dem Niveau von Ende vergangener Woche.
  • Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zuletzt am Freitagnachmittag noch mit 1,0969 (Donnerstag: 1,1003) Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,9117 Euro.
  • Im asiatischen Geschäft hält sich der Dollar fast unverändert bei 109,75 Yen und gibt 0,2 Prozent auf 6,9897 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9770 Franken. Das Pfund Sterling notiert unverändert bei 1,2894 Dollar.
Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,08

 

06:53 Uhr

Minuszeichen in Fernost: Asien-Börsen geben nach

Virus-Sorgen drücken die asiatischen Aktienmärkte zu Wochenbeginn ins Minus: Unter dem Eindruck der jüngsten Entwicklung im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie in China stellen sich Börsianer auf eine womöglich länger andauernde Belastung ein.

Trotz positiver Signale - wie etwa einer teilweisen Aufhebung von Arbeits- und Reisebeschränkungen - sei die Stimmung der Anleger immer noch nervös, heißt es. Die Zahl der Todesopfer und Infizierten steigt weiterhin an.

  • In Tokio gibt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index im Verlauf um 0,4 Prozent nach auf 23.727 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 0,6 Prozent und liegt bei 1721 Punkten.
  • Die Börse in Shanghai notiert zu Wochenbeginn 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verliert 0,4 Prozent.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fällt um 0,9 Prozent.
Nikkei
Nikkei 23.237,44