Montag, 07. Januar 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:39 Uhr

Dax nur ganz kurz über 10.800 - TecDax gewinnt kräftig

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(Foto: imago/Sven Simon)

Es war nur ein kurzer Ausritt: Der Dax hat nach den kräftigen Gewinnen vom Freitag die 10.800-Punkte-Marke nach Handelsbeginn mal kurz überschritten, dann aber wieder den Gang nach unten angetreten.

"Viele Anleger sind jetzt aus den Weihnachtsferien zurück und müssen sich erst einmal auf einen komplexen Start ins neue Jahr einstellen", sagte Analyst Pierre Veyret vom Brokerhaus ActivTrades. So sorgten der Brexit und der andauernde Handelskonflikt zwischen China und den USA weiterhin für große Unsicherheit.

Schlussendlich verlor der Frankfurter Leitindex 0,2 Prozent und ging mit 10.748 Punkten aus dem Montaghandel. Dagegen legte der MDax um 0,6 Prozent auf 22.174 Zähler zu. Der TecDax stieg sogar um 1,7 Prozent auf 2512 Stellen.

Gewinner im Dax waren Infineon mit einem Plus von 3,6 Prozent. Das Schlusslicht bildeten Bayer mit minus 1,6 Prozent.

17:07 Uhr

Ölpreise setzen Klettertour fort

Brent Rohöl
Brent Rohöl 62,52

Die Rally der Ölpreise hat den fünften Tag in Folge angehalten. Die zum neuen Jahr in Kraft tretenden Förderkürzungen des Erdölkartells Opec sowie Verbündeter wie Russland treiben die Preise. Aber auch die Hoffnung auf eine steigende Nachfrage wird im Handel als Grund genannt. Verwiesen wird auf den starken Arbeitsmarktbericht in den USA und die Hoffnung auf ein Ende des Handelskonflikts.

US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 48,76 US-Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 1,7 Prozent auf 58,03 Dollar.

16:58 Uhr

Euro geht fester in die Woche

Der Kurs des Euro ist zu Wochenbeginn gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1445 (Freitag: 1,1403) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8737 (0,8770) Euro.

Grund für den Auftrieb des Eurokurses war Marktbeobachtern zufolge die Dollar-Schwäche, ausgelöst durch Aussagen des US-Notenbankvorsitzenden Jerome Powell vom Freitag. Er hatte deutlich gemacht, dass die Fed bei ihren künftigen Zinsentscheidungen die Sorgen der Finanzmärkte berücksichtigen werde. Außerdem werde die Notenbank angesichts der vergleichsweise geringen Inflation "geduldig sein" und die weitere Entwicklung der Wirtschaft beobachten.

Marktdaten aus den USA bestärkten das Bild einer schwächelnden US-Konjunktur. Der ISM-Einkaufsmanagerindex zur Stimmung im US-Dienstleistungssektor war schlechter ausgefallen als erwartet. Er gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89720 (0,89988) britische Pfund, 123,90 (123,20) japanische Yen und 1,1227 (1,1256) Schweizer Franken fest.

16:47 Uhr

Aston Martin stellt Notfallplan gegen Brexit-Chaos scharf

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(Foto: REUTERS)

Der traditionsreiche britische Autobauer Aston Martin hat seinen Notfallplan gegen einen ungeordneten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union verabschiedet.

  • "Wir müssen uns auf den schlimmsten Fall vorbereiten", sagte Aston-Martin-Chef Andy Palmer der Nachrichtenagentur Reuters. Dem Unternehmen sei nichts anderes übrig geblieben, als den im Oktober vorgestellten Plan im Dezember in Kraft zu setzen.

Sollte in der kommenden Woche das britische Parlament gegen das Brexit-Abkommen mit der EU stimmen, ist der ungeregelte Ausstieg Ende März wohl nicht mehr abzuwenden. Der Autobauer muss aber schon jetzt disponieren, etwa über die Lieferung von Teilen aus Europa, die in drei Monaten in der Produktion gebraucht werden.

Bisher kommen Motoren oder Getriebe, die Aston Martin in Europa beschafft, über den Hafen Dover ins Land. Dort werden bei einem harten Brexit aber starke Verzögerungen durch Zollkontrollen befürchtet. Aston Martin vereinbarte mit dem Transportunternehmen DHL, dass die Lkw in diesem Fall andere Häfen ansteuern. Auch der teurere Weg über Luftfracht sei organisiert.

Um seine Luxusautos ohne Unterbrechung in Europa verkaufen zu können, hat Aston Martin zudem im vergangenen Jahr ein Lager in Deutschland aufgebaut.

16:35 Uhr

Milliardenklage gegen HSH Nordbank

Gläubiger der HSH Nordbank haben im Streit um den Wert von Anleihen vor dem Landgericht Kiel eine Klage gegen das Institut eingereicht und fordern rund eine Milliarde Euro von der Bank. Einschließlich indirekter Anleihen belaufe sich die Forderung auf 1,4 Milliarden Euro, teilte eine Agentur im Auftrag der Anleger in Frankfurt am Main mit.

Das mittlerweile privatisierte Geldinstitut habe über Jahre hinweg Handlungen vorgenommen, deren einziger Zweck augenscheinlich darin bestanden habe, die Anleihen unzulässig herunterzuschreiben, hieß es. Die HSH Nordbank erklärte, ihr sei die Klage noch nicht zugestellt worden. Sie halte die Vorwürfe für substanzlos.

Das Institut war für eine Milliarde Euro von US-Investmentfonds unter der Führung von Cerberus und Christopher Flowers übernommen worden. Bei den Klägern handelt es sich um 18 Investoren mit Sitz in Deutschland, weiteren europäischen Ländern und den USA. Die Gläubiger fordern die Hochschreibung der Anleihe auf ihren Nennwert sowie Schadenersatz für unrechtmäßig entgangene Zinszahlungen. Die Kläger seien aber nach wie vor bereit, in einem Dialog mit der Bank eine einvernehmliche Lösung zu finden, hieß es weiter.

16:17 Uhr

Google bekommt Ärger in der Türkei

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die türkische Kartellbehörde hat eine Untersuchung gegen Google wegen des Verdachts auf Wettbewerbsverstöße eingeleitet. Die Behörde reagiere damit auf die Beschwerde eines Konkurrenten, nach der Google mit seinen Algorithmen für Suchen und die Platzierung von Werbung seine dominante Marktposition zum Nachteil anderer Unternehmen missbrauche, teilte die Wettbewerbsaufsicht mit.

Von der Untersuchung seien der türkische Google-Ableger Google Reklamcilik ve Pazarlama, Google International LLC, Google LLC, Google Ireland Limited und der Mutterkonzern Alphabet Inc. betroffen.

Im September hatte die Behörde gegen Google ein Bußgeld von 93 Millionen Lira (rund 15,1 Millionen Euro) wegen Wettbewerbsverstößen beim Verkauf seiner Software verhängt.

16:09 Uhr

US-Indizes treten auf der Stelle

Anleger in den USA haben nach der jüngsten Erholungsrally erst einmal Vorsicht walten lassen. Im Fokus stand erneut der Handelsstreit. Heute nahmen Delegationen aus China und den USA wieder Gespräche auf, um über eine Lösung in dem seit Monaten schwelenden Konflikt zu beratschlagen. Einen Durchbruch erwarteten Experten nicht.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte startete kaum verändert mit 23.461 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 bewegte sich mit 2535 Zählern ebenfalls kaum vom Fleck. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,3 Prozent auf 6757 Stellen zu.

Im Rampenlicht standen die Titel von General Electric (GE) mit einem Kursgewinn von 3,9 Prozent. Insidern zufolge hat der Finanzinvestor Apollo ein Auge auf das Flugzeug-Leasinggeschäft des krisengeplagten US-Mischkonzerns geworfen.

Für Aufmerksamkeit sorgten die Dezember-Daten der US-Dienstleister. Sie gaben erwartungsgemäß leicht nach. Bereits vergangene Woche hatten Daten zur US-Industrie Investoren enttäuscht.

15:56 Uhr

UBS erwartet fallenden US-Dollar und stabileren Euro

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Für den US-Dollar rechnen die Devisenexperten der UBS in diesem Jahr mit der Wiederaufnahme des langfristigen Abwärtstrends. Es gebe erste Anzeichen für ein Ende der Sonderbewegung im Dollar, was die UBS etwa mit den enger werdenden Finanzierungskonditionen begründet. Das scheine eine geldpolitisch zurückhaltendere US-Notenbank zu erzwingen.

Tatsächlich habe sich der Dollar vermehrt an den Zinsentwicklungen außerhalb der USA orientiert - womit sich eine Wirtschaftserholung außerhalb der USA und entsprechende Zinserhöhungserwartungen als noch wichtiger und nachhaltig dollarschwächend erweisen. Überdies nähere sich die Notenbank Federal Reserve dem Ende ihres Zinsanhebungszyklus'.

Den Euro sehen die UBS-Devisenexperten hingegen im Aufwind. Das Wachstum sollte sich stabilisieren und die Inflation in der Eurozone anziehen - womit ein Zinsschritt der EZB vor dem Jahresende zu erwarten sei. Für den Euro nennt die UBS eine Spanne der fairen Bewertung zwischen 1,25 und 1,35 Dollar. Auch die politischen Risiken, wie der Brexit und das Verhalten Italiens, werden sich der UBS zufolge im Jahresverlauf als Einflussfaktoren abschwächen.

15:38 Uhr

Wall-Street-Firmen planen neue Börse

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Der New York Stock Exchange droht eine weitere Konkurrenz.

(Foto: REUTERS)

Finanzschwergewichte rund um Morgan Stanley, Fidelity Investments und Citadel Securities wollen die Börsen New York Stock Exchange und Nasdaq mit einem neuen Handelsplatz mit niedrigen Preisen herausfordern. Mit der Gründung der Members Exchange (MEMX) reagieren sie auf hohe Gebühren, über die sich Broker und Händler über Jahre hinweg geärgert haben.

MEMX wird von den neun Banken, Brokerhäusern und Hochfrequenz-Händlern kontrolliert und finanziert, heißt es in einer Pressemitteilung, aus der das "Wall Street Journal" zitiert. Eine solche Konstruktion geht auf die Zeit zurück, als die Börsen noch im Besitz ihrer Mitglieder waren, in der Regel Börsenmakler. Zu den Geldgebern der MEMX gehören auch die Investmentbanken Bank of America Merrill Lynch und UBS, der Hochgeschwindigkeitshändler Virtu Financial sowie die Retail-Broker Charles Schwab, E*Trade Financial und TD Ameritrade Holding.

Die in New York ansässige Börse wollte ihre Pläne zeitnah bekannt geben. Vertreter der Investorengruppe sagten, sie wollten in nächster Zeit versuchen, den Börsenstatus bei der zuständigen Aufsicht SEC zu bekommen. Die Zulassung für eine neue Börse ist ein langwieriger Prozess. Er kann zwölf Monate oder länger in Anspruch nehmen. Das bedeutet, dass MEMX wohl erst 2020 oder später den Handel aufnehmen wird.

Neue Börsen haben oft Schwierigkeiten, Handelsaktivitäten abseits der etablierten Märkte anzuziehen. Das Startup IEX Group, das heute die einzige unabhängige Börse betreibt, die sich nicht im Besitz der Big Three befindet, wickelt gerade einmal 2,5 Prozent des US-Aktienhandelsvolumens ab.

15:36 Uhr

Munich Re bündelt Anlagestrategie im Vorstand

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Die Munich Re bekommt zum ersten Mal einen eigenen Vorstand für die Kapitalanlage-Strategie. Nicholas Gartside soll das Amt als Chief Investment Officer (CIO) am 18. März antreten, wie der weltgrößte Rückversicherer in München mitteilte. Der 44-jährige Brite arbeitet seit 2010 für die Vermögensverwaltungs-Tochter der US-Investmentbank JPMorgan in London und ist dort für festverzinsliche Papiere, Devisen und Rohstoffe verantwortlich.

Vorstandschef Joachim Wenning will mit seiner Hilfe mehr aus den mehr als 200 Milliarden Euro schweren Kapitalanlagen herausholen. "Wir sind überzeugt, dass wir das Rendite-Risiko-Profil unseres Anlageportfolios weiter optimieren können", erklärte Wenning. "Hierzu ist die Zentralisierung der Ergebnisverantwortung eine notwendige Voraussetzung."

15:21 Uhr

Rasantes Wachstum der Sojaimporte aus den USA

Sojaimporte aus den USA in die EU sind im zweiten Halbjahr 2018 um 112 Prozent gestiegen. Die Zunahme im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei Teil der Umsetzung der Handelsabsprachen von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker mit US-Präsident Donald Trump, erklärte die EU-Kommission in Brüssel.

Juncker und Trump hatten im Juli in Washington den Handelskonflikt beider Seiten vorerst entschärft und Gespräche über ein neues Handelsabkommen verabredet. Teil der Vereinbarung war, den Handel mit bestimmten Produkten auszuweiten, darunter Sojabohnen. Seither haben die USA Brasilien als größten Soja-Lieferanten der EU abgelöst. Der Anstieg um 112 Prozent bezog sich auf die Monate Juli bis Dezember 2018 im Vergleich zur selben Zeit des Vorjahres. 75 Prozent aller nach Europa gebrachten Sojabohnen stammten aus den USA. Aus US-Sicht: 28 Prozent der gesamten Sojaexporte gingen nach Europa.

Für amerikanische Farmer, die für Trump eine wichtige Wählergruppe sind, ist dies also ein bedeutender Absatzmarkt. Hintergrund der Verschiebung ist eine Änderung der Lieferströme nach den von Trump gegen China verhängten Schutzzöllen. Zudem war US-Soja zuletzt billiger als Soja aus Brasilien.

15:15 Uhr

Dax verharrt im Minusbereich, MDax und TecDax legen zu

Kaum Bewegung beim Dax: Der Frankfurter Leitindex notierte auch am Nachmittag in der Verlustzone. Nach der kräftigen Erholungsrally vom Freitag ist am deutschen Aktienmarkt die Vorsicht zurückgekehrt. Viele Anleger warten auf Aussagen über Fortschritte in den Zoll-Verhandlungen zwischen China und den USA.

Kurz vor Handelsbeginn in New York verlor der Dax 0,4 Prozent auf 10.720 Punkte. Dagegen stieg der MDax um 0,3 Prozent auf 22.097 Zähler. Mit dem TecDax ging es sogar um 1,3 Prozent auf 2503 Stellen hoch. Der EuroStoxx 50 verlor 0,6 Prozent.

Der Blick auf die Branchen zeigt eine Tendenz in Richtung mehr Risiko. Während defensive, also weitgehend konjunkturunabhängige Sektoren wie der Lebensmittel-, Pharma- oder Immobilien-Sektor nachgaben, waren vor allem Aktien aus der konjunktursensiblen Technologie-Branche die Favoriten.

Im Dax und MDax bestätigte sich das: Wirecard und Infineon legten als Spitzenreiter im Leitindex zwischen 2,1 und 2,7 Prozent zu. Das Papier des Gesundheitskonzerns Fresenius zählte dort mit minus 1,6 Prozent zu den schwächsten Werten.

Im MDax waren die Papiere des Halbleiterwafer-Herstellers Siltronic Spitzenwert mit 6,0 Prozent, während die der Optikerkette Fielmann am Index-Ende 2,2 Prozent einbüßten.

14:33 Uhr

Kurs des IT-Konzerns Luxoft schnellt nach Verkauf hoch

Mit einem Kurssprung von 83 Prozent hat die Aktie der Luxoft Holding im vorbörslichen Handel in den USA auf die Nachricht reagiert, dass der Technologiedienstleister seinem Verkauf an die DXC Technology Co zugestimmt hat. Der Deal habe ein Volumen von zwei Milliarden US-Dollar. DXC stiegen um 4,7 Prozent.

DXC zahle 59 Dollar je Luxoft-Aktie in bar. Dies entspreche einem Aufschlag von 86 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. DXC wolle die Transaktion bis Juni abschließen. Sie setzt auf Umsatzsynergien aus dem Cross-Selling.

  • Luxoft und DXC ergänzten sich in hohem Maße, sagte DXC-CEO Mike Lawrie. "Unsere gemeinsame Vision der digitalen Transformation macht diese strategische Kombination zu einer perfekten Kombination für beide Unternehmen - und zu einem enormen Vorteil für unsere Kunden", ergänzte er.

Die in Zug in der Schweiz ansässige Luxoft entwickelt und verkauft kundenspezifische Software für IT-Organisationen und Softwareanbieter. In den drei Monaten bis zum Freitag hatten Luxoft knapp 30 Prozent eingebüßt, DXC verloren 37 Prozent.

14:10 Uhr

Diess: Zukunft von VW entscheidet sich in China

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China soll nach den Plänen von Volkswagen-Chef Herbert Diess künftig noch eine viel wichtigere Rolle für den deutschen Autokonzern spielen.

  • "Die Zukunft von Volkswagen wird sich auf dem chinesischen Markt entscheiden", sagte der Top-Manager, der in diesem Monat persönlich die strategische Führung des China-Geschäfts übernehmen wird, in Peking.

Dass er China zur Chefsache erklärt hat, begründete Diess dabei vor allem mit den großen Veränderungen, die sich derzeit auf dem größten Automarkt der Welt abspielen. Über viele Jahre hätten internationale Autobauer ihre Technologie von außen auf den chinesischen Markt gebracht und dort lokalisiert.

Doch nun spiele sich Innovation zunehmend direkt in China ab, wo Fähigkeiten etwa in der E-Mobilität oder bei selbstfahrenden Autos schon "weit entwickelt" seien. Volkswagen werde daher seine Strategie anpassen und mehr direkt in China forschen.

14:00 Uhr

Wall Street dürfte sich beruhigen

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(Foto: picture alliance / Sven Hoppe/dp)

Nach der zuletzt extrem hohen Volatilität scheint heute an der New Yorker Wall Street Ruhe einzukehren. Denn der Aktienterminmarkt suggeriert eine wenig veränderte Handelseröffnung am Kassamarkt. Sollte sich die knapp behauptete Tendenz im Handelsverlauf durchsetzen, wäre dies verglichen mit den zwei vorangegangenen Handelstagen ein vergleichsweise ruhiger Wochenstart.

Handelsstreit und Regierungsstillstand mögen aktuell keine Schrecken verbreiten, zum Kauf von Aktien animieren die beiden Problemfelder derweil aber auch nicht. Am Freitag hatten Fantasien einer weniger straffen Geldpolitik trotz eines überzeugenden Arbeitsmarktberichtes Anleger in den Aktienmarkt getrieben, die übergeordneten Probleme wurden kurzzeitig ausgeblendet.

Allerdings rücken die chinesisch-amerikanischen Handelsstreitigkeiten nun wieder stärker ins Bewusstsein, denn es beginnen die zweitägigen Handelsgespräche. US-Präsident Donald Trump gibt sich optimistisch und geht davon aus, dass Washington und Peking ihren Handelsstreit beilegen werden. "Ich denke, wir werden ein Abkommen mit China schließen", sagte Trump. Analysten sehen dies skeptisch: Die Citigroup bezweifelt, dass der Handelsstreit innerhalb der 90-tägigen Frist beigelegt werden kann, in der beide Seiten auf Zollerhöhungen verzichten. Nomura sieht in den aktuellen Liquiditätshilfen für das chinesische Finanzsystem einen Beleg für die wachsende Sorge in Peking vor den Auswirkungen des konjunkturellen Gegenwinds.

Im Haushaltsstreit in den USA deutet sich indes keine Annäherung an. Präsident Trump hat im Streit um die Finanzierung der von ihm geforderten Mauer an der Grenze zu Mexiko vielmehr mit einer mehr als einjährigen Haushaltssperre gedroht. Die Haushaltssperre war vor Weihnachten in Kraft getreten, weil sich Regierung und Parlament nicht auf einen Haushalt einigen konnten.

13:45 Uhr

Europäisches Silicon Valley? Neue Inseln vor Kopenhagen geplant

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In und rund um Kopenhagen ist kein Platz für neue Industrie.

(Foto: picture alliance / Christian Cha)

Südlich von Kopenhagen sollen bis zum Jahr 2040 neun künstliche Inseln für Firmenansiedlungen entstehen. Mit dem Projekt "Holmene" werde eines der größten, nachhaltigsten und innovativsten Gewerbegebiete Nordeuropas geschaffen, teilten die dänische Regierung und die Kommune Hvidovre mit.

  • 12.000 Arbeitsplätze sollen auf den Inseln entstehen. Der Direktor der Arbeitgebervereinigung Dansk Erhverv, Ex-Wirtschaftsminister Brian Mikkelsen, sprach laut dem Sender TV2 bereits von einem "europäischen Silicon Valley", das entstehen könne.
  • Durch das Projekt werde der Standort Dänemark im internationalen Wettbewerb gestärkt, wenn es darum gehe, Unternehmen ins Land zu holen, sagte Innenminister Simon Emil Ammitzbøll-Bille.
  • Rund um Kopenhagen fehle Platz für die Industrie, erklärte Wirtschaftsminister Rasmus Jarlov. "Es ist äußerst wichtig, dass wir daran arbeiten, die Rahmenbedingungen für Wachstum und Entwicklung in der Hauptstadtregion zu stärken." Das Projekt sei ein Wachstumsmotor für ganz Dänemark.

Bis das Projekt umgesetzt ist, wird es allerdings noch viele Jahre dauern: Der erste Spatenstich soll 2022 gesetzt werden, 2040 soll "Holmene" (deutsch: "die kleinen Inseln") dann fertig sein.

13:26 Uhr

Eisenbahndeal wackelt - Siemens und Alstom verlieren kräftig

Die Aktien von Siemens und Alstom sind heute unter Druck geraten. So stellen Siemens den Hauptverlierer im Dax mit minus 2,2 Prozent, und in Paris fallen Alstom um 2,5 Prozent.

Dahinter steckt nach Händlerangaben weiter die Sorge, dass der Eisenbahndeal der beiden am Widerstand der EU-Kommission scheitern könnte. Dazu komme die Unsicherheit über die weitere Zukunft der Konjunktur, die sich in Siemens als größter Industriewert natürlich am stärksten spiegle, sagt ein Händler. Darauf deuteten am Morgen auch die deutschen Auftragseingänge. Sie verzeichneten vor allem bei den Auslandsaufträgen einen klaren Einbruch.

Auch im Chart sieht es nicht rosig aus bei Siemens: Mit dem Rückfall unter 100 Euro ist die Aktie am Bereich der Jahrestiefs von 2018 gescheitert, was ein trendbestätigendes Signal sei.

13:03 Uhr

Brexit führt zu Verlagerung riesiger Vermögenswerte

Wegen des Brexit werden einer Studie zufolge Vermögenswerte über 800 Milliarden Pfund Sterling (890 Milliarden Euro) von Großbritannien an Finanzmarktplätze in der Europäischen Union verschoben.

  • "Je näher wir an den 29. März ohne Abkommen heranrücken, desto mehr Mittel werden umgeschichtet", sagte der Chef der Finanzdienstleistungssparte der Beratungsgesellschaft EY in Großbritannien, Omar Ali.

Großbritannien will die EU Ende März verlassen. Das britische Parlament soll einem Bericht der BBC zufolge am 15. Januar über das mit der EU-Kommission mühsam ausgehandelte Brexit-Abkommen abstimmen. Der Ausgang ist allerdings völlig unklar. Damit steigt die Gefahr eines ungeregelten Austritts. Unterbrechungen könnte es dann bei Finanzströmen, Luftverkehr und im Handel geben.

Nach dem EU-Austritt Großbritanniens brauchen in London ansässige Banken eine eigene Gesellschaft mit Banklizenz in einem EU-Land, um ihre Produkte und Dienstleistungen in den verbleibenden 27 Mitgliedstaaten vertreiben zu dürfen.

Laut EY haben sich 80 Institute entschieden, Geschäft von London zu verlagern. Mit zu den gefragtesten Städten gehören Dublin, Luxemburg, Paris und Frankfurt. Die Lobbygruppe Frankfurt Main Finance rechnet allein für die Mainmetropole mit einem zusätzlichen Bilanzvolumen von 750 bis 800 Milliarden Euro.

12:55 Uhr

Milliardendeal: Eli Lilly kauft Bayer-Partner Loxo

Eli Lilly
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Der US-Pharmariese Eli Lilly will das auf Krebsmedizin spezialisierte Unternehmen Loxo Oncology für insgesamt rund acht Milliarden Dollar übernehmen. Beide Seiten teilten mit, Lilly werde für alle Loxo-Aktien eine Tenderofferte zu je 235 Dollar starten.

Loxo entwickelt Medikamente für genetisch bedingte Krebsarten. Erst kürzlich hat das Unternehmen eine Zulassung der US-Gesundheitsbehörde FDA für das Mittel Larotrectinib bekommen. Das Medikament unter den Namen Vitrakvi hatte Loxo zusammen mit dem Bayer-Konzern bis zur Marktreife entwickelt. Bayer erwartet ein Spitzenumsatzpotenzial von mehr als 750 Millionen Euro.

Loxo hat noch andere Medikamentenkandidaten in der Pipeline, die für Lilly interessant sind. Der Zukauf sei der bisher größte, um das Portfolio von Eli Lilly in der Krebsmedizin zu erweitern, heißt es in der Mitteilung.

12:39 Uhr

Handelsstreit lässt Chinas Devisenschatz etwas schrumpfen

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(Foto: imago/Kyodo News)

Inmitten des Handelsstreits mit den USA sind die üppigen Währungsreserven Chinas etwas zusammengeschmolzen. Der größte staatliche Devisenschatz weltweit reduzierte sich 2018 um 67,24 Milliarden auf 3,07 Billionen US-Dollar, wie aus Daten der People's Bank of China (PBOC) hervorgeht. 2017 gab es noch einen Anstieg um 129,4 Milliarden Dollar.

Die Landeswährung Yuan büßte im vergangenen Jahr im Verhältnis zum Greenback an Wert ein. Die Volksrepublik stemmte sich mit Interventionen am Devisenmarkt gegen einen Kapitalabfluss im Zuge der Konjunkturabkühlung.

Dem Reich der Mitte macht der Handelsstreit mit den USA zu schaffen. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte 2018 nur noch um rund 6,5 Prozent gewachsen sein, nachdem es 2017 noch 6,9 Prozent waren. Die USA und China haben sich gegenseitig mit Importzöllen überzogen.

12:21 Uhr

Brexit-Sorgen lassen UK-Autoabsatz einbrechen

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(Foto: dpa)

Der britische Automarkt ist auch wegen der Unsicherheiten über den bevorstehenden Brexit eingebrochen. Im vergangenen Jahr haben die Briten sieben Prozent weniger Autos gekauft als im Jahr davor. Vorläufigen Zahlen zufolge wurden knapp 2,37 Millionen Pkw verkauft - und damit 174.000 weniger als 2017.

  • Der Chef des Branchenverbandes SMMT (Society of Motor Manufacturers and Traders), Mike Hawes, bezeichnete das Jahr 2018 als "höchst turbulent". Für 2019 rechnet er mit einem weiteren Rückgang beim Autoabsatz um zwei Prozent.
  • Hawes sprach von großen Herausforderungen: Viele Verbraucher seien verunsichert wegen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union. Auch die geringere Nachfrage nach Dieselfahrzeugen und strengere Abgasauflagen spielten beim Absatzrückgang eine wichtige Rolle, erläuterte er.

Großbritannien trennt sich am 29. März von der Staatengemeinschaft. Der SMMT-Chef warnte eindringlich vor einem ungeordneten Brexit. Dies wäre eine "Katastrophe für die Industrie", warnte Hawes. Das von Premierministerin Theresa May mit der EU ausgehandelte Abkommen sei zwar nicht perfekt, garantiere aber zumindest eine längere Übergangsphase, die die Autobranche dringend brauche.

Das britische Unterhaus will am 15. Januar über das Brexit-Abkommen mit der EU abstimmen. Mehr dazu lesen Sie hier.

12:09 Uhr

Dax notiert zu Mittag klar im Minus

Dax
Dax 12.260,07

Nach der jüngsten Rally geht den europäischen Börsen die Puste aus. Dax und EuroStoxx50 rutschten im Verlauf des Vormittags in den roten Bereich. Am Freitag hatten beide Marktbarometer am Freitag jeweils etwa drei Prozent zugelegt hatten.

Der Dax notierte am Mittag 0,6 Prozent tiefer bei 10.699 Punkten. Der MDax fiel um 0,3 Prozent auf 21.980 Zähler. Dagegen legte der TecDax um 0,6 Prozent auf 2486 Stellen zu.

  • Größere Kursverluste verhinderten die neuen Handelsgespräche zwischen den USA und China, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. "Dass beide Nationen direkt einen Schmusekurs einschlagen, wäre womöglich zu viel verlangt. Dennoch sollte der ein oder andere Fortschritt erzielt werden, um die Erwartungshaltung am Markt zu erfüllen."

US-Präsident Donald Trump hatte sich am Wochenende zuversichtlich über die Chancen für eine Einigung im Zollstreit geäußert. Vor diesem Hintergrund griffen Anleger vor allem bei den Werten zu, die in den vergangenen Wochen unter die Räder gekommen waren. Mit Gewinnen von bis zu 1,6 Prozent bildeten der Zahlungsabwickler Wirecard, die Chipfirma Infineon und Volkswagen das Spitzentrio im Dax.

11:42 Uhr

Experte: Airlines stehen vor kompliziertem Jahr

Lufthansa
Lufthansa 15,05

Der Luftfahrtanalyst Daniel Roeska von Bernstein Research erwartet für die Fluggesellschaften ein schwieriges Jahr. "Wir prognostizieren, dass das Kapazitäts-Wachstum hoch bleiben wird, sowohl im Kurzstrecken- als auch im Langstrecken-Verkehr, was es schwer macht, die Durchschnittserlöse zu steigern", warnt der Experte im "Handelsblatt". Roeska macht damit deutlich, dass die Airlines immer noch mehr Angebot in den Markt pumpen als Nachfrage da ist.

Roeska bemängelt die immer noch existierende "Unvernunft" vieler Manager. Seit Jahrzehnten leidet die Luftfahrtbranche in Europa darunter, dass eine echte Konsolidierung kaum stattfindet. Zwar mussten mit Air Berlin, Monarch und weiteren Fluggesellschaften so viele Anbieter wie niemals zuvor in Europa aufgeben und Insolvenz anmelden. Das Angebot wurde allerdings nicht reduziert.

Roeska geht im "Handelsblatt" davon aus, dass die Konsolidierung in Europa weitergehen werde. Europa habe hier jedoch noch einen langen Weg vor sich, bis das Niveau des US-Marktes erreicht werde.

11:15 Uhr

Sentix-Index für Deutschland auf tiefstem Stand seit 2014

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(Foto: picture alliance / Lisa Ducret/d)

Die Einschätzungen von Analysten und Investoren der deutschen Konjunktur haben sich im Januar weiter verschlechtert. Der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindex sank auf 6,1 (Dezember: 7,2) Punkte, den niedrigsten Stand seit Oktober 2014. Der Index der aktuellen Lage ging auf 34,8 (36,3) Punkte zurück und der Erwartungsindex auf minus 19,0 (minus 18,3) Punkte.

  • "Die deutsche Konjunktur verliert weiter an Fahrt, aber wie ein schwerer Dampfer oder Güterzug verliert dieser aus voller Fahrt nur langsam an Fahrt", schrieb Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner in der Veröffentlichung.

Der Konjunkturindex des Euroraums sank auf minus 1,5 (minus 0,3) Punkte, wobei sich die Lagebeurteilung auf 18,0 (20.0) Punkte verringerte und der Erwartungsindex auf minus 18,3 (minus 18,8) Punkte. Dieser Konjunkturindex verzeichnete den niedrigsten Stand seit Dezember 2014.

  • "Besorgniserregend an dem aktuellen Dynamikverlust ist die fehlende Reaktionsbereitschaft der Politik, die sich offensichtlich der möglichen Tragweite nicht bewusst ist", befand Hübner. Auch von den Notenbanken erwarteten die Anleger keine schnelle Reaktion.

Rückläufig ist auch der US-Konjunkturindex. Etwas positiver werden Osteuropa und Lateinamerika beurteilt.

11:03 Uhr

Eurozonen-Einzelhandelsumsatz höher als erwartet

Der Einzelhandelsumsatz im Euroraum entwickelt sich im vierten Quartal besser als erwartet. Nach Mitteilung von Eurostat stieg er im November gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent. Volkswirte hatten einen Zuwachs von nur 0,3 Prozent prognostiziert.

Den zunächst für Oktober gemeldeten Umsatzzuwachs von 0,3 Prozent revidierten die Statistiker zudem auf ebenfalls 0,6 Prozent.

10:45 Uhr

Technik-Konsumgüter-Markt durchbricht Billionengrenze

Erstmals haben Verbraucher im vergangenen Jahr weltweit mehr als eine Billion Euro für Smartphones, Unterhaltungselektronik und Co. ausgegeben. Wie das Marktforschungsinstitut GfK mitteilte, belief sich das globale Marktvolumen für technische Konsumgüter 2018 auf insgesamt 1,01 Billionen Euro. Für das neue Jahr werde eine weitere Umsatzsteigerung von zwei Prozent auf rund 1,03 Billionen Euro erwartet, erklärten die Marktforscher vor dem Start der am Dienstag beginnenden Fachmesse CES in Las Vegas.

  • Das Durchbrechen der Billionengrenze sei ein "Meilenstein für Industrie und Handel", sagte der GfK-Experte für technische Konsumgüter, Markus Kick. Als größte Umsatztreiber erwiesen sich demnach die Bereiche Telekommunikation, Haushaltskleingeräte und Unterhaltungselektronik.
  • "In fast allen Segmenten sehen wir einen Trend hin zu Premiumprodukten", erklärte Kick. Zudem legten Verbraucher immer mehr Wert auf die Möglichkeiten zur Vernetzung von Geräten sowie die Benutzerfreundlichkeit der Produkte.

Wichtigster Markt für die Technik-Produkte war im vergangenen Jahr mit einem Umsatzanteil von 42 Prozent erneut die Region Asien/Pazifik. Weitere 25 Prozent der Umsätze wurden in Europa erzielt, in Nordamerika rund 20 Prozent, in Lateinamerika sieben Prozent und sechs Prozent in der Region Mittlerer Osten/Türkei/Afrika.

10:39 Uhr

Dax rutscht ins Minus

Kursstand

Kursstand

(Foto: dpa)

Der Dax hat seine anfängliche Gewinne nicht halten können. Am Vormittag sackte der Frankfurter Leitindex um 0,3 Prozent auf 10.736 Punkte ab. Zuvor hatte er die Marke von 10.800 Zählern überschritten. Auch der MDax zog sich zurück und war mit 22.039 Punkten auf dem Freitagsstand. Der EuroStoxx 50 trat mit einem Plus von 0,03 Prozent ebenfalls auf der Stelle.

Die gemischt ausgefallenen aktuellen deutschen Konjunkturdaten dürften sich indes kaum bewegen. Im deutschen Einzelhandel waren die Umsätze im November überraschend stark ausgefallen, während die deutsche Industrie zugleich weniger neue Aufträge erhalten hatte.

Unter den Einzelwerten am deutschen Markt bewegten vor allem Umstufungen. BMW verloren 0,4 Prozent, nachdem ein JPMorgan-Analyst den Daumen über die Aktie des Autobauers gesenkt hatte. Er verwies auf Qualitätsprobleme.

Im MDax wurden die Aktien der Commerzbank indes von JPMorgan in das "Top Pick"-Portfolio der europäischen Bankenbranche aufgenommen. Dennoch verlor das Papier 0,4 Prozent. Titel von Scout24 gaben am MDax-Ende um 2,7 Prozent nach.

10:19 Uhr

Kurs von Norwegian Air fällt nach enttäuschenden Daten

Die Aktie von Norwegian Air läuft mit enttäuschenden Dezember-Daten nach unten. Der Umsatz pro Sitzplatzkilometer ist um vier Prozent zum Vorjahr gefallen, auch der Ladefaktor ging zurück.

Das Ergebnis 2018 könnte ferner von den Ölpreis-Hedges belastet werden, die das Unternehmen nach eigenen Angaben im vergangenen Quartal für 2019 nach oben gefahren hat. Denn mit dem fallenden Ölpreis ist deren Marktbewertung gesunken. Für die Aktie geht es am Vormittag um 1,4 Prozent abwärts.

09:59 Uhr

Fed-Chef sorgt für weiteres Ansteigen der Ölpreise

Brent Rohöl
Brent Rohöl 62,52

Mit den Ölpreisen ist es auch zu Wochenbeginn weiter nach oben gegangen. Sie knüpften im frühen Handel an die Gewinne vom Freitag an. Ein Barrel der Nordseesorte Brent (159 Liter) kostete am Morgen 57,90 US-Dollar. Das waren 84 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 78 Cent auf 48,74 Dollar.

Marktbeobachter erklärten dies unter anderem mit Aussagen des US-Notenbankchefs Jerome Powell. Er hatte am Freitag deutlich gemacht, dass die Notenbank Fed bei ihren künftigen Zinsentscheidungen die Sorgen der Finanzmärkte berücksichtigen werde. Außerdem werde sie angesichts der vergleichsweise geringen Inflation "geduldig sein". Am Markt wurden diese Aussagen als Hinweis auf eher langsame Zinserhöhungen gesehen, was für eine stärkere konjunkturelle Entwicklung und damit eine höhere Nachfrage nach Rohöl spricht.

Außerdem stützten jüngste Daten zur Entwicklung der Förderanlagen in den USA die Ölpreise. Wie die Ausrüsterfirma Baker Hughes am Freitagabend mitgeteilt hatte, ist die Zahl der aktiven Bohrlöcher erstmals seit drei Wochen wieder gesunken.

09:46 Uhr

ZEW: Deutschland kein guter Standort mehr für Familienfirmen

Deutschland rühmt sich seines Mittelstandes und seiner Familienunternehmen, doch die Bedingungen für die Unternehmer sind hierzulande alles andere als berauschend. Wie aus einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervorgeht, werden sie sogar schlechter. Die Bundesrepublik landet im Vergleich unter 21 Industrienationen nur noch auf Rang 16. Sie rutschte damit im Vergleich zur vorhergehenden Untersuchung 2016 um vier Ränge ab.

  • "Deutschland hat im internationalen Vergleich insgesamt erheblich an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, auch wenn das noch durch die gute Konjunkturlage verdeckt wird", beklagte Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen.
  • Die Ergebnisse der Untersuchung "müssen ein Weckruf für die Bundesregierung sein", legte er nach.

Die Mannheimer ZEW-Wirtschaftsforscher haben die wirtschaftliche Attraktivität der Länder anhand der Indikatoren Steuern, Arbeit, Regulierung, Finanzierung, Infrastruktur, Institutionen und Energie analysiert. Die Tabelle führt die Schweiz an, gefolgt von Großbritannien und den USA. Mit Portugal liegt erstmals ein früherer Euro-Krisenstaat auf einer besseren Position als Deutschland. Auch in den osteuropäischen Ländern Polen, Ungarn und Tschechien haben es Familienunternehmen leichter.

Am Abstieg Deutschlands hat die Steuerpolitik den Ökonomen zufolge eine wesentliche Rolle. Eine Reihe von Ländern hat gegenüber Deutschland aufgeholt, weil sie in den vergangenen Jahren die Unternehmenssteuern gesenkt haben, während sie hierzulande unangetastet blieben.

09:23 Uhr

Tesla baut "Gigafabrik" in Shanghai

Tesla Motors (USD)
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Der US-Elektroautobauer Tesla wird nach Angaben von Gründer Elon Musk mit dem Bau eines Werks in der chinesischen Metropole Shanghai beginnen. "Freuen uns auf Baustart für die Tesla Shanghai Gigafabrik heute", schrieb Musk auf Twitter. Das Werk solle bis Sommer stehen, die Produktion der ersten Autos vom Typ Model 3 solle bereits Ende des Jahres beginnen. "Nächstes Jahr wollen wir die Produktion in Großserie erreichen."

Tesla hatte im Sommer 2018 angekündigt, in Shanghai eine riesige Fabrik mit einer Kapazität von jährlich 500.000 Fahrzeugen zu errichten. Die "Gigafabrik" soll das größte Werk außerhalb der USA des Elektroautobauers werden - und Tesla so Zugang zum boomenden chinesischen Markt ungeachtet von Handelsstreitigkeiten zwischen beiden Ländern verschaffen.

In Shanghai hat Tesla bereits ein Zentrum für Technik und Entwicklung. Das Unternehmen nennt seine geplanten Werke "Gigafabriken", weil dort sowohl die Autos als auch die für den Elektroantrieb benötigten Batterien hergestellt werden sollen. In den USA baut Tesla seine Autos im Bundesstaat Kalifornien zusammen, die Batterien produziert das Unternehmen im Bundesstaat Nevada.

Die Kosten für die neue Fabrik in Shanghai belaufen sich laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg auf rund fünf Milliarden US-Dollar (4,4 Milliarden Euro). Tesla hat versichert, der Konzern werde alleiniger Besitzer des Werkes sein.

09:15 Uhr

Dax beginnt Woche im grünen Gewand

Bullen und Bärenmarkt

Bullen und Bärenmarkt

(Foto: Reuters)

In der Hoffnung auf eine Lösung im Zollstreit zwischen den USA und China kehren Börsianern zufolge weitere Anleger an den deutschen Aktienmarkt zurück. Wenige Minuten nach Handelseröffnung in Frankfurt legte der Dax 0,3 Prozent auf 10.804 Punkte zu. Der MDax stieg um 0,5 Prozent auf 22.152 Zähler, der TecDax um 1,0 Prozent auf 2494 Stellen.

Hintergrund sind neue Handelsgespräche zwischen den USA und China. Eine US-Delegation ist dazu nach Peking gereist. US-Präsident Donald Trump hatte sich am Wochenende zuversichtlich über die Chancen für eine Einigung geäußert.

Zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt zählte Delivery Hero mit einem Kursplus von 7,4 Prozent auf 31,30 Euro. Die Analysten der Bank JPMorgan hatten das Kursziel für den Online-Essenslieferdienst auf 61 von 47 Euro angehoben.

 

09:08 Uhr

Wall-Street-Rally gibt Asiens Märkten Auftrieb

Nikkei
Nikkei 21.466,99

Ermuntert von den kräftigen Kursgewinnen vom Freitag an der New Yorker Wall Street sind die Anleger wieder in die asiatischen Aktienmärkte eingestiegen. Der japanische Nikkei-Index schloss zu Wochenbeginn 2,4 Prozent höher bei 20.038,97 Punkten. Die Börse Shanghai legte 0,7 Prozent auf 2532,60 Zähler zu.

Die Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell vom Freitag wirkten noch nach, sagte Hisao Matsuura, Chef-Anlagestratege der japanischen Investmentbank Nomura. Positiv werteten Anleger vor allem, dass die Federal Reserve bei der geplanten Straffung der geldpolitischen Zügel behutsam vorgehen wolle.

Hoffnungen setzten Investoren außerdem auf die neuen Gespräche zwischen den USA und China zur Beilegung des Zollstreits. Die Verhandlungen in Peking sollen bis Dienstag dauern. US-Präsident Donald Trump hatte sich am Wochenende zuversichtlich über die Chancen für eine Einigung geäußert. Da die US-Börsen von ihren Rekordhochs weit entfernt seien, werde Trump der chinesischen Regierung wohl entgegenkommen, sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets.

Vor diesem Hintergrund stiegen die Aktien von Komatsu um knapp sieben Prozent. Der Baumaschinen-Hersteller ist stark in China engagiert. Gleiches gilt für den Traktor-Bauer Kubota, dessen Titel 4,8 Prozent zulegten.

07:36 Uhr

Dax greift nach der 10.800

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Kursauftrieb zum Jahresbeginn: Im Dax dürfte sich der Anstieg fortsetzen.

picture alliance / Christoph Sch

Daumen hoch an der Börse: Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich ein freundlicher Wochenauftakt ab. Im Frankfurter Handel deuten die Indikationen auf ein klares Plus zum Xetra-Start hin.

  • Auf Teleboerse.de wird der Dax zur Eröffnung bei 10.825,50 Punkten gesehen, was einem Plus von 0,5 Prozent entspricht.
  • Die erste Handelswoche des Jahres hatte das prominenteste deutsche Börsenbarometer vor dem Wochenende bereits mit einem ungewöhnlich starken Tagesgewinn von 3,4 Prozent und einem Stand von 10.767,69 Punkten abgeschlossen.
  • Zu Wochenbeginn rücken neben Themen wie dem chinesischen-amerikanischen Handelsstreit und den unterschiedlichen Zinsniveaus in Europa und den USA auch die anstehenden Konjunkturdaten in den Vordergrund: Erwartet werden am Morgen unter anderem Zahlen zum Einzelhandelsumsatz in Deutschland und der Eurozone. Am Nachmittag stehen dann Daten zum Auftragseingang in der US-Industrie und der ISM-Index für den US-Dienstleistungssektor an.
Dax
Dax 12.260,07

07:01 Uhr

Nikkei springt 500 Punkte ins Plus

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Mehr als 2,8 Prozent im Plus: In Tokio zieht der Nikkei zum Wochenauftakt kräftig an.

REUTERS

Freundliche Vorgaben aus Fernost: Die japanischen Börsen starten mit deutlichen Gewinnen in die neue Woche.

  • Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte legte im frühen Geschäft um 2,82 Prozent auf 20.113 Punkte zu. Im späten Handel hält sich der japanische Leitindex knapp 2,6 Prozent im Plus bei 20.064 Punkten. Der Aufschlag zu Wochenbeginn beträgt damit rund 500 Zähler.
  • Tokio hole die starken Gewinne der Wall Street vom Freitagabend nach, erklärten Marktbeobachter.
  • Neben der von Fed-Chef Jerome Powell signalisierten Zins-Entspannung bestünden zudem Aussichten auf Bewegung im Handelsstreit zwischen den USA und China, hieß es. Beide Seiten treffen sich diese Woche zu neuen Verhandlungen.
Nikkei
Nikkei 21.466,99

 

06:34 Uhr

Euro steigt in die neue Woche

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Über 1,14 Dollar: Die Aussicht auf eine langsamere Öffnung der transatlantischen Zinsschere verschafft dem Euro Auftrieb.

picture alliance / Jens Büttner/

An den Devisenmärkten beginnt die neue Woche mit leichtem Auftrieb beim Euro. Der Kurs der Gemeinschaftswährung liegt am frühen Morgen deutlich über der Marke von 1,14 Dollar.

  • Im frühen Geschäft notiert der Euro bei 1,1425 Dollar. Im späten Geschäft vor dem Wochenende lag der Euro noch bei 1,1405 Dollar.
  • Für viel Diskussionen sorgt weiterhin der geldpolitische Ausblick im Dollarraum: US-Notenbankchef Jerome Powell signalisierte zuletzt Flexibilität bei der Zinspolitik und nahm Investoren damit die Sorge vor einem zu straffen Kurs.
  • In Tokio wurde der Euro in der Nacht mit 1,1416 Dollar gehandelt.
Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,12