Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Drägerwerk schwingt nach roten Zahlen den Rotstift

Drägerwerk
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Die in die Verlustzone geratene Medizintechnikfirma Drägerwerk will an der Kostenschraube drehen und plant einen Stellabbau in Deutschland. Wie viele der 5000 Arbeitsplätze auf dem Heimatmarkt gestrichen würden, sei aber noch unklar, erklärte eine Sprecherin der Lübecker Firma. Das werde mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall verhandelt.

Hohe Kosten vor allem im Vertrieb und Währungseffekte belasten den Konzern mit seinen weltweit 14.000 Mitarbeitern. Daher war der operative Gewinn (Ebit) im vergangenen Jahr auf 62,6 (155,7) Millionen Euro eingebrochen. 2019 startete Drägerwerk mit Verlusten und erwartet nun noch eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) zwischen 1,0 und 3,0 Prozent. Die Anleger reagierten verschreckt: Die Stammaktien sanken um mehr als 2 Prozent und markierten mit 32,30 Euro ein Rekordtief. Die Vorzüge gaben um 2,8 Prozent auf 41 Euro nach.

Quelle: ntv.de