Marktberichte

Trübe Stimmung an den Börsen Dow Jones bewegt sich leicht nach unten

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(Foto: imago/UPI Photo)

Die Wall Street gönnt sich eine Pause: Angesichts des schwelenden Haushaltsstreits und trüber Statistiken halten sich die Anleger zurück. Vom Aluminiumproduzenten Alcoa nehmen sie allerdings im großen Stil Abstand.

Belastet von dem seit Monaten schwelenden Haushaltsstreit hat die Wall Street leicht nachgegeben. Sollten sich Republikaner und Demokraten nicht auf eine Finanzierung von Regierung und Bundesbehörden einigen, könnte es ab Freitagnacht einen Regierungsstillstand geben. Seit Beginn des Finanzjahres am 1. Oktober drohte dies schon drei Mal. Die Kontrahenten konnten sich bislang nicht auf eine langfristige Finanzierung einigen, so dass nur Überbrückungsgelder genehmigt wurden.

Zudem trübten einige Statistiken die Stimmung etwas. So erhielt der Wohnungsbau in den USA im Dezember überraschend einen Dämpfer. Der Konjunkturindex der Fed von Philadelphia für Januar fiel niedriger als erwartet aus.

Der Dow Jones schloss in New York 0,4 Prozent im Minus bei 26.017 Punkte nach. Der S&P500 sank 0,2Prozent auf 2798 Punkte. Der Nasdaq-Index trat bei bei 7296 Punkten in etwa auf der Stelle.

Apple im Rampenlicht

Mit Morgan Stanley legte die letzte US-Großbank ihre Bilanz vor. Wie bei den Rivalen belastete vor allem die geplante Steuerreform das Ergebnis. Zugleich lief es im Tagesgeschäft aber dank der robusten Konjunktur rund. Die Aktien notierten 0,9 Prozent höher.

Weiter im Rampenlicht stand Apple. Der Tech-Konzern nutzt die Steuerreform für ein milliardenschweres Investitionsprogramm in den USA und will 38 Milliarden Dollar an Steuern auf sein Auslandsvermögen zahlen. Einige Börsianer vermuteten, dass Apple nun Spielraum für Aktienrückkäufe und höhere Dividenden hat, ohne wieder in die Kritik zu geraten. Die Aktien stiegen leicht um 0,1 Prozent.

Auf Talfahrt gingen Alcoa mit einem Abschlag von 7,0 Prozent. Der Aluminiumproduzent rutschte im vierten Quartal tiefer in die roten Zahlen.

Eine Kaufempfehlung hievte dagegen Hertz um 6,6 Prozent in die Höhe. Die Analysten der australischen Bank Macquarie stuften die Papiere des Autovermieters auf "outperform" von "neutral" hoch. IBM notierten 0,3 Prozent höher. Nach Handelsschluss werden die Geschäftszahlen des IT-Dienstleisters erwartet.

Bei den europäischen Aktien griffen die Anleger zu. Der Dax ging 0,7 Prozent höher auf 13.281 Punkten aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent im Plus bei 3620 Zählern. Den ausführlichen Überblick über Dax und Co finden sie im "Börsen-Tag".

Quelle: n-tv.de, chr/rts

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