Marktberichte

Ausverkauf bei Techwerten US-Börsen fallen tief ins Minus

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An der Wall Street schloss der Dow Jones an diesem Montag im Minus.

(Foto: REUTERS)

Nicht nur stockende Verhandlungen in Washington drücken die Stimmung an der Wall Street, auch die möglicherweise bevorstehende Pleite von Evergrande steht im Fokus der Börsianer. Derweil sind die Ölpreise so hoch wie seit Jahren nicht.

Die US-Börsen haben kräftig ins Minus abgedreht. Besonders bei den Technologiewerten kam es zum Ausverkauf, der Nasdaq-Composite liegt mittlerweile 7 Prozent unter seinem Rekordhoch vom 7. September. Händler verwiesen auf die andauernden Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten um eine Anhebung der US-Schuldenobergrenze, die globale Energiekrise und die neuen Entwicklungen um den wankenden chinesischen Immobilien-Konzern Evergrande. Belastet wurden die Kurse auch von steigenden Ölpreisen, nachdem die Opec+ keine üppigen Produktionsausweitungen vornehmen wird.

Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 14.938,52

Der Dow-Jones-Index verlor 0,9 Prozent auf 34.003 Punkte. Für den S&P-500 ging es um 1,3 Prozent nach unten, der zinsempfindlichere Nasdaq-Composite sauste um 2,1 Prozent abwärts. An der Nyse gab es nach ersten Angaben 1.271 (Freitag: 2.395) Kursgewinner und 2.101 (951) -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 122 (95) Titel.

Der hoch verschuldete Konzern Evergrande hat seine Aktien vom Handel in Hongkong aussetzen lassen. Grund soll eine größere Transaktion sein, die dringend benötigte Barmittel einbringen könnte. Weiterhin gibt es Sorgen in Bezug auf einen Kollaps des Unternehmens mit negativen Auswirkungen auf den chinesischen Immobilien- und Bankensektor.

"Die Inflation, die Energiekrise, die Probleme mit der Versorgungskette, das stotternde Wirtschaftswachstum, die Sorge, dass die Zinssätze eher früher als später steigen könnten, und Chinas andauerndes Evergrande-Schuldenproblem stehen nach wie vor im Vordergrund", sagte Russ Mould, Analyst bei AJ Bell.

Starke Absatzzahlen schieben Tesla an

Tesla
Tesla 742,00

Bei den Einzelwerten ging es für die Tesla-Aktie um 0,8 Prozent nach oben. Der Elektroautohersteller hat seine Auslieferungen im dritten Quartal stärker als erwartet gesteigert.

Qualcomm tendierten 1,6 Prozent leichter. Das Unternehmen hat sich mit Veoneer (+4,8%) endgültig auf die Übernahme des schwedischen Spezialisten für Fahrassistenzsysteme geeinigt und zahlt 4,5 Milliarden Dollar für Veoneer.

Die Apple-Aktie verbilligte sich um 2,5 Prozent auf ein Dreimonatstief. Vom Hoch im September hat die Aktie über 10 Prozent verloren und befindet sich damit im Korrekturmodus.

Amplify Energy brachen um 44 Prozent ein, nachdem an einer Plattform des Unternehmens vor der kalifornischen Küste Öl ausgelaufen ist und sich ein Ölteppich von fast 10 Kilometern Länge gebildet hat.

Ölpreise klettern weiter

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 84,77

Die Ölpreise zogen kräftig an auf Mehrjahreshochs. Die Opec, die am Montag via Videokonferenz tagte, wird ihre Fördermengen lediglich schrittweise im bislang geplanten Umfang erhöhen. Die Erhöhung der Produktion um nur 400.000 Barrel pro Tag bedeute unter dem Strich, dass sich die Öllagerbestände bis zum Jahresende verringerten, kommentiert Peter McNally, Global Sector Lead for Industrial, Materials and Energy bei Third Bridge, die Entscheidung der Opec+.

Nach den kräftigen Verlusten der vergangenen Woche erholte sich der Euro etwas. Marktteilnehmer sprachen von Gewinnmitnahmen in Dollar-Long-Positionen. Am Anleihemarkt zogen die Renditen wieder an. Mit 1,49 Prozent stand die Zehnjahresrendite jedoch noch immer deutlich unter den in der vergangenen Woche markierten 1,57 Prozent. Der Goldpreis setzte seine Erholungsbewegung fort, gestützt von der Erwartung einer weiter hohen Inflation

Quelle: ntv.de, hul/DJ

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