Marktberichte

Nach Flut von Bilanzen US-Börsen halten sich leicht im Plus

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Ein Händler an der Wall Street.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Marktschwergewicht nach dem anderen legt seine Quartalszahlen vor. Dabei verbucht Boeing wegen des Debakels um das Unglücksmodell 737 Max hohe Einbußen. Der Flugzeugbauer bleibt aber nicht als Einziger hinter den Erwartungen zurück.

Inmitten einer Flut von Bilanzen haben sich die US-Börsen leicht nach oben gearbeitet. Der Dow Jones gewann 0,2 Prozent auf 26.833,95 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,2 Prozent auf 8.119,79 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500 legte 0,3 Prozent auf 3.004,52 Punkte zu.

Anleger hielten sich in Erwartung weiterer Zahlen von Marktschwergewichten wie etwa Microsoft allerdings generell zurück. "Was die Leute zögern lässt, ist die Angst davor, dass ein weiteres für die Industrie richtungsweisendes Unternehmen enttäuschen könnte", sagte Experte Andre Bakhos vom Vermögensverwalter New Vines Capital.

Der Baumaschinen-Hersteller Caterpillar und der Flugzeugbauer Boeing waren mit ihren Bilanzen hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Caterpillar bekommt zunehmend den Handelskonflikt zwischen den USA und China zu spüren und ist daher für das Gesamtjahr skeptischer. Die Quartalszahlen des Baumaschinenherstellers kamen an der Börse zunächst nicht gut an, der Kurs gab nach. Die Bank Goldman Sachs bemängelte eine nach wie vor schwache Auftragslage. Im Verlauf des Handels drehten die Papiere aber wieder ins Plus und gewannen 1,2 Prozent.

Boeing verbuchte im dritten Quartal wegen des weltweiten Startverbots für sein Unglücksmodell 737 Max hohe Einbußen. Auf den zweiten Blick fanden die Investoren allerdings Versöhnliches: So bekräftigte Boeing, auf eine Rückkehr der Maschine im vierten Quartal zu setzen. Die Aktien machten ihre vorbörslichen Verluste wett und gewannen 1 Prozent.

Ein Umsatz- und Gewinnrückgang vergraulte hingegen Investoren des US-Chipherstellers Texas Instruments. Die Aktien brachen um 7,5 Prozent ein. Gegen die allgemeine Markttendenz gaben die Aktien von Nike 3,4 Prozent nach. Der US-Sportartikelriese will mit dem ehemaligen eBay-Chef John Donahoe das Online-Geschäft ankurbeln. Donahoe ersetzt Mitte Januar als Vorstandschef Mark Parker, der Nike seit 2006 geführt hatte.

Ermuntert von freundlichen US-Vorgaben griffen Europas Anleger bei Aktien zu. Das Brexit-Drama zehrte allerdings an den Nerven. Der Dax gewann 0,3 Prozent auf 12.798 Punkte. Der EuroStoxx50 stieg um 0,1 Prozent auf 3606 Punkte.

Quelle: ntv.de, hul/rts