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Lobende Worte für NachfolgerMitgründer verlässt Raketen-Startup Isar Aerospace

21.09.2026, 17:37 Uhr
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Das Unternehmen feierte Anfang September nach monatelangen Verzögerungen und viermaliger Verschiebung des zweiten Testflugs einen großen Erfolg. (Foto: Uncredited/Isar Aerospace, Photo)

Nach dem gefeierten Raketenstart gerät die Führung von Isar Aerospace in Bewegung. Der Technik-Chef des Startups verlässt das Unternehmen, um erneut zu gründen. Dem Weltall bleibt er dabei treu.

Nur gut zwei Wochen nach dem erfolgreichen Start seiner Rakete verliert das Weltraum-Startup Isar Aerospace seinen Technik-Chef. Mitgründer Josef Fleischmann legt die Aufgabe als CTO nieder, um im von ihm neu gegründeten Unternehmen Bavaria Instruments andere Weltraumtechnologien zu entwickeln. Seine Beteiligung an Isar Aerospace behält er nach Angaben einer Sprecherin. Nachfolger als CTO wird Can Araz.

"Bei Isar Aerospace haben wir gezeigt, dass erstklassige Ingenieurskunst auch in Europa in echte Produktionskapazitäten übersetzt werden kann. Jetzt geht es darum, weitere kritische Technologien in Produkte, Geschäftsmodelle und Ergebnisse zu übersetzen", sagt Fleischmann. "Mit Bavaria Instruments setze ich diese Mission fort."

Für seinen Nachfolger findet Fleischmann lobende Worte: Araz habe "von Anfang an zum Aufbau unserer Technologie beigetragen. Er vereint fundiertes technisches Fachwissen mit einem einzigartigen Verständnis unserer Systeme und ist hervorragend geeignet, unsere Technologie- und Entwicklungsorganisation in die nächste Phase zu führen."

Bavaria Instruments will sich zunächst auf Computing Technologien für den Orbit konzentrieren. Dadurch sollen Daten direkt im All verarbeitet werden und so die Echtzeit-Auswertung von Erdbeobachtungsdaten oder das autonome Agieren und Zusammenarbeiten von Raumfahrzeugen verbessern.

Das in Ottobrunn bei München ansässige Unternehmen feierte Anfang September nach monatelangen Verzögerungen und viermaliger Verschiebung des zweiten Testflugs einen großen Erfolg. Knapp vier Minuten nach dem Start erreichte die Rakete eine Flughöhe von etwa 100 Kilometern über dem Erdboden - die sogenannte Karman-Linie, die die gedachte Grenze zum All markiert.

Bei der Live-Übertragung war unter anderem das Abstoßen der ersten Stufe zu sehen. Als Nutzlast hatte die 28 Meter lange Spectrum-Rakete fünf wissenschaftliche Satelliten mehrerer Universitäten und ein wissenschaftliches Experiment an Bord. Transportieren kann sie bis zu einer Tonne.

Ursprünglich hätte die Rakete schon im Januar abheben sollen. Doch der erste Termin wurde wegen eines defekten Ventils verschoben, beim zweiten Anlauf im März kam ein norwegischer Fischer dazwischen, der mit seinem Boot die Sicherheitszone in den Gewässern vor der Startbasis nicht rechtzeitig verlassen hatte. Im April wurden die Startvorbereitungen wegen eines leckenden Druckbehälters abgebrochen, im Juni gab es erneut ein Problem. Isar Aerospace will in diesem Jahr weitere Starts folgen lassen, der Bau der dritten Spectrum-Rakete ist bereits weit fortgeschritten.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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