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Dienstag, 14. Januar 2014

Ein Prozent der Gesamtpopulation: Nur noch 400 Löwen leben in Westafrika

Immer weniger Löwen leben in freier Wildbahn, der Bestand der Großkatze minderte sich während der letzten Jahrzehnte um fast die Hälfte. Tierschützer sind seit Langem besorgt, jetzt zeigt eine neue Studie, wie groß die Bedrohung für die Raubtiere tatsächlich ist.

Die Löwenpopulation in Westafrika macht ein Prozent des Bestandes auf dem gesamten Kontinent aus.
Die Löwenpopulation in Westafrika macht ein Prozent des Bestandes auf dem gesamten Kontinent aus.(Foto: picture alliance / dpa)

Tierforscher sorgen sich um den Erhalt der Löwen in Westafrika. In der gesamten Region lebten nur noch 250 Löwen im fortpflanzungsfähigen Alter, hinzu kämen 150 jüngere Tiere, sagte Philipp Henschel von der Organisation Panthera, die in einem auf sechs Jahre angelegten Programm die Löwenpopulation in Westafrika erfasst.

Demnach leben die 400 Löwen in fünf Staaten der Region: 90 Prozent im Reservat W-Arly-Pendjari im Grenzgebiet zwischen Benin, Burkina Faso und dem Niger, die anderen im Senegal und in Nigeria.

Nur noch 35.000 Löwen in Afrika

Im Westen des Kontinents lebt lediglich ein Prozent der 35.000 Löwen Afrikas. "Wenn wir die Löwen Westafrikas verlieren, dann verlieren wir Gensequenzen", warnte Henschel. "Die Löwen aus dem Osten und dem Süden sind sich genetisch sehr ähnlich. Aber die aus Zentral- oder Westafrika sind ganz anders."

Die Löwen in Westafrika leiden vor allem unter der Konkurrenz mit den Menschen um Land. Jagdgebiete der Löwen werden zu landwirtschaftlichen Nutzflächen umgewandelt, zudem jagen Menschen Wild, das zu den Hauptnahrungsmitteln der Löwen gehört. Die Raubkatzen würden überdies von Bauern getötet, die ihr Vieh schützen wollen.

"Die Hauptbedrohung (für die Löwen) in dieser Region ist, dass sie keinerlei wirtschaftlichen Nutzen haben", sagte Henschel. Die Politiker in den bitterarmen Ländern Westafrikas betrachteten ihre wilden Tiere nicht als potentiell gewinnbringend - anders als in Süd- und Ostafrika, wo der Safari-Tourismus eine wichtige Einnahmequelle ist. Daher sei es notwendig, dass der Westen Geld sammle, um die Löwen Westafrikas vor dem Aussterben zu bewahren.

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Quelle: n-tv.de