23.02.2012 12:24 Uhr Frankfurt 11:24 Uhr London 06:24 Uhr New York 20:24 Uhr Tokio
Suche
Formel1
  • Artikel versenden
  • Druckversion

Samstag, 28. Januar 2012

Asien- und Amerika-Markt im Blick: VW erwägt Formel-1-Einstieg

Bald grünes Licht für den Einstieg in die Königsklasse?

Bald grünes Licht für den Einstieg in die Königsklasse? (Foto: picture alliance / dpa)

Steigt VW in die höchste Rennklasse ein? Der Motorsportbeauftragte Dürheimer arbeitet intensiv daran. Seinen Angaben zufolge gibt es zeitnah ein entsprechendes Konzept. Auch hinsichtlich der amerikanischen Indycar- und Nascar-Serie wollen die Wolfsburger aktiver werden.

Europas größter Autokonzern Volkswagen prüft Pläne für einen Einstieg in die Auto-Rennserie Formel 1. Der VW-Motorsportbeauftragte Wolfgang Dürheimer sagte der "Wirtschaftswoche", er werde dem Vorstand in Kürze ein Motorsport-Konzept vorlegen, das auch eine Beteiligung an der höchsten Rennklasse vorsehe.

"Ich werde mein Konzept noch in diesem Jahr dem Konzernvorstand vorstellen und Vorschläge einbringen, die nicht nur die Rennserien betreffen, die wir heute bedienen", sagte Dürheimer. Gemessen an den geplanten Verkaufszahlen sei VW in Amerika, in Asien und dem mittleren Osten im Motorsport noch nicht ausreichend repräsentiert. Dafür wäre die Formel 1 die beste Lösung, sagte der frühere Porsche-Vorstand Dürheimer. Details nannte er nicht.        

Unter Berufung auf VW-Kreise berichtete das Magazin, es werde erwogen, zunächst als Motorenlieferant einzusteigen. Die heutige VW-Beteiligung Porsche hatte in den 1980er Jahren als Motorenlieferant bei dem erfolgreichen Formel-1-Rennstall McLaren mitgewirkt. Das Dürheimer-Konzept sehe angeblich vor, zu einem späteren Zeitpunkt die Mehrheit an einem Rennstall zu erwerben. Ein möglicher Kandidat könnte Toro Rosso aus dem Besitz des österreichischen Unternehmers Dietrich Mateschitz sein, dem auch das Red-Bull-Team mit Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel gehört.

Auch in den USA sehe das Dürheimer-Konzept ein stärkeres Engagement vor. Dort setze es allerdings nicht auf die Formel 1, die in den USA weniger beachtet werde, sondern auf Indycar- und Nascar-Rennen.

rts

Formel1