Drei Neuheiten von der CMTHymer kommt mit neuem Einstieg in die Premium-Klasse

Hymer überraschte auf der Stuttgart Freizeitmesse CMT mit Neuheiten, die allerdings allesamt nichts für klamme Bankkonten sind. Auch der komplett neue GT-S knackt als "Einstiegsmodell" die 100.000-Euro-Marke. Was bieten sie?
Gleich mit drei neuen Modellen ist die Marke Hymer auf der Stuttgarter Freizeitmesse CMT, die am 25. Januar endete, ins neue Jahr gestartet. Bei dem Camper-Van Grand Canyon S 700 Cross-Trail ebenso wie beim Teilintegrierten Exsis-t 474 Xperience handelt es sich allerdings nur um Sondermodelle, die dem Kunden einige Preisvorteile bringen sollen.
Doch mit dem Hymer GT-S präsentieren die Oberschwaben aus Bad Waldsee eine neue Teilintegrierten-Baureihe auf Basis des Mercedes Sprinters. Der Debütant übernimmt die Nachfolge des Tramp S und wird als "neues Einstiegsmodell in die Premium-Klasse" angepriesen.
Hymer positioniert den GT-S damit zwar über 10.000 Euro unterhalb des ML-T als nächstgünstigstes TI-Modell auf Mercedes-Basis, für einen Tarif im fünfstelligen Bereich reicht aber auch das nicht mehr. Der Hymer GT-S wird mit Frontantrieb, der 110 kW/150 PS starken Ausführung des 2,2-Liter-Diesels, serienmäßiger 9G-Tronic-Automatik und zahlreichen Assistenzsystemen ab 103.900 Euro angeboten.
3,5 oder 4,2 Tonnen?
Die neue Baureihe ist mit steingrauer Lackierung in zwei Varianten erhältlich: als Basisversion GT-S 600 mit 7,09 Metern Länge in der 3,5-Tonnen-Klasse, und damit auch von Inhabern der Führerscheinklasse B nutzbar, sowie als 30 Zentimeter längerer GT-S 685. Der kann zwar auch noch bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht zugelassen werden, stößt mit einem Leergewicht von deutlich über 3000 Kilogramm ohne Extras aber schnell an seine Grenzen.
Vor allem, wenn mit einem zusätzlichen Hub-Doppelbett gar eine Vierer-Besatzung an Bord gehen soll. Hier ist also eher eine 4,2-Tonnen-Zulassung empfehlenswert - trotz Nachteilen wie Tempolimit (100 km/h), Lkw-Überholverbot und der Vignetten-Problematik in den Alpenländern.
Gleich sind in beiden Ausführungen die Einzelbetten im Heck, die große Heckgarage, ein durchgängig ebener Boden, über zwei Meter Stehhöhe, eine Stilwelt mit Holzakzenten und matten Olivtönen sowie ein Boden in Betonoptik. Während die kürzere GT-S-Variante aber über eine L-Sitzgruppe und lediglich ein Kombibad gegenüber dem Küchenblock verfügt, ist im Modell GT-S 685 neben der Face-to-Face-Sitzgruppe noch Platz für ein wagenbreites Raumbad mit eigener Duschkabine, das zwischen Küche und Heckbetten platziert ist.
Grundpreis nur grobe Orientierung
Der Mehrpreis für den Hymer GT-S 685 beträgt zwar lediglich 1.000 Euro, allerdings taugt der Grundpreis von rund 105.000 Euro bestenfalls zur Orientierung. Denn mit zahlreichen möglichen Extras, von denen man viele in der Premium-Klasse kaum missen möchte, steigt der Preis schnell Richtung 140.000 Euro.
Das ist immer noch günstiger als der Sieben-Meter-Camper-Van Grand Canyon S700 Cross-Trail, der ebenfalls in steingrauer Lackierung ab 149.000 Euro angeboten wird. Er ist allerdings mit Allradantrieb, 190-PS-Diesel und Automatik sowie mit Raptorlack geschütztem Unterbau deutlich besser bestückt und damit auch für Ausflüge abseits befestigter Routen und Campingplätze gerüstet.
Die Sonderedition Hymer Exsis-T 474 Xperience basiert auf dem Fiat Ducato und sieht mit schwarzem Fahrerhaus und silbernem Aufbau schick aus. Sie soll mit einer auf gute Autarkie ausgelegten Vollausstattung punkten, die unter anderem ein Mulitmedia-Navi, Warmwasser-Heizung und Solaranlage nebst Lithium-Batterie enthält. Aber auch das funktioniert nicht mehr im fünfstelligen Bereich. Für das 6,59 Meter lange, teilintegrierte Sondermodell werden 110.000 Euro aufgerufen, was dennoch einen Preisvorteil von 11.000 Euro verspricht.