Auto

Die Kraft der zwei Herzen Kommende Hybrid-Modelle

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Neue Technik auch im Kompaktmodell: Toyota will den Hybrid-Auris zu Preisen ab 22 950 Euro anbieten.

(Foto: picture alliance / dpa-tmn)

Doppelt hält besser, heißt es. Bei Hybridautos setzen die Hersteller ebenfalls auf Dopplung - indem sie herkömmliche Motoren mit elektrischen Aggregaten kombinieren.

Die Haltbarkeit steht dabei nicht im Vordergrund, es geht vielmehr um geringeren Verbrauch und damit auch eine sinkende Umweltbelastung durch die Fahrzeuge. Nachdem jahrelang über kommende Hybridmodelle gesprochen wurde, wird das Thema jetzt zunehmend Realität. Erste Exemplare sind unterwegs, und mit diesem Jahr wird sich die Zahl der Neuerscheinungen weiter merklich erhöhen. Neben vielen Nobelmodellen in Hybridversion sind auch erschwingliche Ausführungen darunter.

"Der Hybrid wird in den nächsten zehn Jahren die Autowelt umkrempeln", lautet die Prognose von Automobilforscher Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. Er bezeichnet Hybrid-Motoren sogar als "wichtigste Innovation des Fahrzeugantriebs der letzten 50 Jahre" - und als eine immer größere Konkurrenz für Modelle mit bloßem Benzin- oder Dieselmotor.

Deutsche beginnen in der Oberklasse

Bereits 2015 rechnet Dudenhöffer mit weltweit vier Millionen Hybrid-Neuwagen. Das wäre immerhin schon ein Anteil von sechs Prozent an den gesamten Personenwagen-Neuzulassungen. Im Jahr 2020 werden voraussichtlich schon 22 Millionen Hybrid-Autos weltweit verkauft. Der reine Elektro-Antrieb wird laut dem Experten auch dann noch hinterherhinken - gerechnet wird mit zwei Millionen verkauften Elektro-Fahrzeugen.

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Bisher nur eine Studie: Aus dem "Concept 5 Series ActiveHybrid" könnte bis 2011 eine Hybrid-Version der 5er BMW werden.

(Foto: picture alliance / dpa-tmn)

Wie in der Autowelt üblich, gibt es wirklich Neues anfangs oft in wirklich teuren Fahrzeugen. Zwar baut Toyota schon lange das kompakte Hybrid-Modell Prius, und auch Honda hat bereits einen kompakten Hybrid im Angebot. Die deutschen Hersteller allerdings beginnen in der Oberklasse, Beispiele sind die Hybrid-Version der S-Klasse von Mercedes oder auch der BMW 7er in entsprechender Ausführung.

Keine Differenzen zwischen Cayenne und Touareg

Auch was in diesen Monaten zu den Händlern kommt, ist eher etwas für gut gefüllte Konten. Das gilt vor allem für den neuen Touareg von Volkswagen und die neue Cayenne-Generation von Porsche. Da beide im Grunde auf identischer Technik basieren, gleichen sich auch die Angaben für die Hybriden: Zum Einsatz kommt je eine Kombination aus V6-Benziner und Elektromotor, die Leistung wird mit 279 kW/380 PS angegeben, was ein Höchsttempo von 242 km/h möglich macht.

Auch beim Verbrauch - oder jedenfalls den Werksangaben dazu - gibt es keine Differenzen: 8,2 Liter und ein CO2-Ausstoß von 193 g/km. Ein Unterschied zeigt sich dagegen in den Preislisten: VW gibt seinen Hybrid-Touareg für 75.765 Euro ab, Porsche verlangt mindestens 78.636 Euro.

Hybrid für Kompakte

Wer ein Hybrid-Modell für deutlich weniger Geld sucht, wird auch in naher Zukunft nur bei ausländischen Herstellern fündig werden. So will Toyota neben dem Prius vom Spätsommer an auch das Kompaktmodell Auris als Hybrid-Version ausliefern. Die Preise werden nach bisherigen Angaben bei 22.950 Euro beginnen. Dafür gibt es neben serienmäßiger Klimaautomatik den "Hybrid-Synergy-Drive" (HSD) mit 100 kW/136 PS. Er soll dafür sorgen, dass der Hybrid-Auris im Schnitt nur 3,8 Liter verbraucht (89 g/km).

Bisher nur eine Studie: Aus dem «Concept 5 Series ActiveHybrid» könnte bis 2011 eine Hybrid-Version der 5er BMW werden. (Bild: BMW/dpa/tmn)Neue Technik auch im Kompaktmodell: Toyota will den Hybrid-Auris zu Preisen ab 22 950 Euro anbieten. (Bild: Toyota/dpa/tmn)Für ein besseres Image: Mit dem Touareg Hybrid will VW weg vom Ruf des Sprit saufenden Luxus-Geländemobils. (Bild: Volkswagen/dpa/tmn)

Für ein besseres Image: Mit dem Touareg Hybrid will VW weg vom Ruf des Sprit saufenden Luxus-Geländemobils.

Honda will zur Jahresmitte den CR-Z herausbringen: Äußerlich ein sportlich gezeichnetes Coupé, sorgt unterm Blech ein Hybrid-Antrieb mit 91 kW/124 PS für einen Verbrauch von etwa 5 Litern und einen CO2-Ausstoß von 117 g/km. Die Preise der Basisversion sollen bei knapp 22.000 Euro beginnen. Von 2011 an wird Honda dann wohl auch den Jazz als Hybrid-Version anbieten.

Französische Diesel-Hybride

Im kommenden Jahr sind von deutschen Herstellern Hydrid-Fahrzeuge zumindest unterhalb der Oberklasse beziehungsweise der großen SUV zu erwarten. So hat Mercedes für Anfang 2011 einen Diesel-Hybrid der E-Klasse angekündigt - angetrieben von einer Kombination aus 165 kW/225 PS starkem Diesel und einem E-Motor mit 15 kW/20 PS. Das soll einen Verbrauch von 4,1 Litern (109 g/km) ermöglichen. BMW hat mit der Studie "Concept 5 Series ActiveHybird" eine Idee für einen Hybrid-5er gezeigt, aus der 2011 eine Serienversion entstehen könnte.

Und es kommen noch weit mehr Modelle: Peugeot und Citroën haben für die kommenden Jahre gleich vier Diesel-Hybride angekündigt, Ford plant einen Hybrid-Focus bis 2012. Und von Opel wird 2011 der Ampera als Plug-in-Hybrid erwartet: als Modell, dessen Batterie sich an der Steckdose laden lässt. Auf erschwinglichere Modelle von VW muss aber wohl noch etwas gewartet werden: Ferdinand Dudenhöffer rechnet mit entsprechenden Versionen von Golf und Passat erst für 2013.

Quelle: ntv.de, dpa

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