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Viel zu verbergen hat der neue 911er nicht mehr.
Viel zu verbergen hat der neue 911er nicht mehr.
Freitag, 12. Oktober 2018

Kurz vor der Weltpremiere: Neuer Porsche 911 im Endspurt

Porsche befindet sich mit der neuen 911-Generation auf der Zielgeraden. Kurz vor der Weltpremiere auf der Autoshow in Los Angeles gibt es auch kaum noch Geheimnisse und die Fans können aufatmen. Denn eigentlich bleibt alles beim Alten.

Die letzten Abnahmefahrten absolviert der Schwabe in San Francisco, um dann die Weltpremiere in LA zu feiern.
Die letzten Abnahmefahrten absolviert der Schwabe in San Francisco, um dann die Weltpremiere in LA zu feiern.

Noch tragen sie eine leichte Tarnung. Doch mit der absoluten Geheimhaltung hat es August Achleitner als Chefentwickler des Porsche 911 nicht mehr so. Mit einer Handvoll Protoptypen ist er momentan auf den letzten Abnahmefahrten in Kalifornien unterwegs. Und dass er keinen großen Wert mehr auf die Folien auf dem Blech und die Matten im Cockpit legt, hat einen einfachen Grund: Es sind nur noch einige Wochen, bis die Generation 992 in Los Angeles ihre Weltpremiere feiert.

Zweifler dürften beruhigt sein

Was die Messegäste dort zu sehen bekommen, dürfte Zweifler beruhigen. Bei der Form bleibt man sich treu und das was die Designer geändert haben, haben sie zum Guten geändert. Auch beim Antrieb bleibt der neue Elfer ganz der Alte. Es wird weder Vierzylinder geben, wie es mal befürchtet wurde, noch eine Elektrifizierung. Die ist zwar in der Plattform vorgesehen und hat Achleitner viel Kopfzerbrechen bereitet. Doch weil die Batterien noch zu schwer sind und die Energiedichte zu gering, kommen sie für einen Sportwagen in Achleitners Augen momentan nicht in Frage.

Neu ist das LED-Band, das die Heckleuchten verbindet.
Neu ist das LED-Band, das die Heckleuchten verbindet.

Stattdessen steckt im Heck der bekannte und bewährte Boxer mit 3,0 Litern Hubraum, der im Carrera S nun auf 450 PS und 530 Newtonmeter maximales Drehmoment kommt. Neu ist die Doppelkupplung, die nun acht statt sieben Gänge hat. Damit beschleunigt der Carrera S in 3,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und schafft deutlich mehr als 300 km/h.

Futuristisch wie im Panamera

Ganz freimachen vom Zeitgeist kann sich der Elfer allerdings nicht. Der Motor bekommt deshalb einen Partikelfilter. Im Cockpit flimmern rund um den analogen Drehzahlmesser digitale Instrumente, der Touchscreen daneben ist deutlich größer als beim Vorgänger und der Mittetunnel ist fast so futuristisch wie im Panamera. Selbst ein paar neue Assistenzsysteme hat Achleitner einbauen lassen, auch wenn man sich im Elfer das Lenkrad von der Elektronik nun wirklich nicht abnehmen lassen will. Aber zumindest wachen die Sensoren jetzt über den Abstand und die Spurführung.

Wenn der neue Porsche im Frühjahr in den Handel kommt, gibt es ihn erst einmal nur als Carrera S Coupé. Doch die Pipeline ist wie immer prall gefüllt. Als nächstes kommt ein Basismodell mit künftig 385 PS, dann der GTS und die Turbos und später natürlich auch die GT- und die RS-Modelle. Und neben dem Coupé wird Porsche selbstredend wieder ein Cabrio und den Targa anbieten. In seiner Vielfalt bleibt der neue Elfer also ganz der Alte.

Quelle: n-tv.de