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Große Erwartungen Opel bringt neuen Astra Sports Tourer

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Kaum zwei Monate nach der Präsentation des Opel Astra als Fünftürer schicken die Rüsselsheimer den Sports Tourer auf die Reise.

(Foto: Opel)

Der neue Astra Sports Tourer soll Opel weiter in der Erfolgsspur halten. Die Rüsselsheimer versprechen sich von ihrem Kombi viel. Vor allem die Variante als Plug-in-Hybrid ist ein Hoffnungsträger. Doch mit einigen Einschränkungen muss man gerade bei dieser Variante leben.

Es ist kaum zwei Monate her, dass der neue Opel Astra seine Premiere feierte. Jetzt schiebt man in Rüsselsheim schnell den Sports Tourer, also den Kombi hinterher, um jeden Streuverlust bei den potenziellen Käufern zu vermeiden. Aber nicht nur davon verspricht man sich bei Opel ein gutes Geschäft. Der Sports Tourer kommt nämlich mit dem Verkaufsstart auch als Plug-in-Hybrid. Für den Teilzeitelektriker vermeldet Opel eine Systemleistung von 225 PS, verrät aber nicht, wie weit gestromert werden kann oder wie lange es an den unterschiedlichen Dosen braucht, bis der Akku, dessen Kapazität auch nicht genannt wurde, wieder leistungsfähig ist.

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Sehr präsent zeigt sich das Heck des neuen Opel Astra Sports Tourer.

(Foto: Opel)

Neben dem Plug-in-Hybrid wird es nach Angaben der Rüsselsheimer aber auch "hocheffiziente" Benzin- und Dieseltriebwerke mit einem Leistungsband von 110 bis 180 PS geben. Während die reinen Verbrenner serienmäßig mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe vorfahren, gibt es für den Plug-in-Hybrid ausschließlich eine Achtstufen-Automatik. Noch etwas unterscheidet die Antriebsvarianten. Während der Teilzeitstromer 548 respektive 1574 Liter Stauraum hinter der Heckklappe bietet, sind es bei den anderen Antriebsvarianten 608 bis 1634 Liter.

Abstriche beim Kofferraum

Während hier also neben zahlreichen Koffern auch eine mittlere Transportbox für einen Hund Platz findet, muss man sich beim Plug-in-Hybrid wegen der über der Hinterachse verbauten Batterie etwas einschränken. Hinzu kommt, dass bei den Verbrennern ein doppelter Ladeboden für mehr Ordnung sorgt, der charmanterweise in einem 45-Grad-Winkel arretiert. Bei aller Größe zeichnet sich der Astra Sports Tourer wie eh und je durch seine kompakten Maße aus. Er ist 4,64 Meter lang, 1,86 Meter breit und 1,48 Meter hoch. Die Ladekante befindet sich auf überwindbaren 60 Zentimetern und im Vergleich zum Vorgänger wächst der Radstand um knapp 6 Zentimeter auf 2,73 Meter.

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Je nach Motorisierung differiert die Ladekapazität des Opel Astra Sports Tourer.

(Foto: Opel)

Natürlich hat sich auch optisch unter der Ägide von Stellantis und dem direkten Teilelieferanten Peugeot einiges beim Opel Astra Sports Tourer geändert. Die Front, die man bereits vom neuen Astra kennt, dominiert das "Vizor"-Design, bei dem sich "zwei Achsen mit dem Opel-Blitz in der Mitte kreuzen", hinzu kommt die nunmehr typische "Bügelfalte" in der Motorhaube. Interessanter ist da schon das Heck, das beim Sports Tourer bauartbedingt bereits vom Fünftürer abweicht. Auffällig sind hier die sehr schmalen LED-Leuchten, die scharfen Falze im Blech und der mittige Astra-Schriftzug. Ganz eigen zeigt sich der Kombi mit seiner dritten Bremsleuchte, die vertikal in den Dachspoiler integriert ist. Das hat man so auch noch nicht gesehen.

Die Mensch-Maschine-Schnittstelle

Anders sieht es im Innenraum aus. Den kennt man vom Fünftürer, muss aber mit Blick auf den Vorgänger zugeben, dass auch hier ein großer Sprung gemacht wurde. Ob das volldigitale Display, das wie bei vielen modernen Autos aus zwei Displays besteht, als Mensch-Maschine-Schnittstelle (Human Machine Interface) bezeichnet werden kann, möge jeder für sich selbst herausfinden. Auf jeden Fall lassen sich über den Touchscreen über der Mittelkonsole alle möglichen Funktionen steuern.

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Der Innenraum des Opel Astra Sports Tourer ist mit dem des Fünftürers identisch.

(Foto: Ople)

Die häufig genutzten Einstellungen wie zum Beispiel die Klimatisierung lassen sich - und das ist sehr sympathisch - weiterhin mit wenigen Schaltern direkt anwählen. Neu ist auch, dass die Verbindung des Smartphones, egal ob Apple CarPlay oder Android Auto, jetzt ohne Kabel auf dem Zentraldisplay gespiegelt werden kann.

Ansonsten gehört zu den Besonderheiten des neuen Astra Sports Tourers, dass er auf Wunsch mit dem neuesten LED-Pixel-Licht die Straße ausleuchten kann. Wie im Insignia und Grandland sorgen hier LED mit 168 Elementen für eine ausgeklügelte Ausleuchtung der Straße. Natürlich gibt es auch hier die von der Aktion Gesunder Rücken zertifizierten Sitze oder ein Head-up-Display.

Welche Preise für den Mittelklasse-Kombi aufgerufen werden, hat Opel noch nicht bekannt gegeben. Legt man den Einstiegspreis des Fünftürers mit 1,2 Liter Dreizylinder zugrunde, dürfte der Preisreigen für den Sports Tourer etwa bei 23.500 Euro starten. Allerdings wäre der Wagen zu diesem Preis ziemlich blank, was die Ausstattung betrifft.

Quelle: ntv.de

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